Was ist die Matrix?

S.Fachinger

Uranai Baba
@Flamme: Du sagst, man muss die Zuchtblase verlassen, um zu erkennen, wie armselig man darin war. Und genau das ist es, wovor viele Menschen Angst haben: Sie wollen die Wahrheit gar nicht wissen, weil das bedeutet, dass sie sich ändern müssten. Im Film „Matrix“ wurde der Held ja auch davor gewarnt, er konnte sich entscheiden, ob er die rote oder die blaue Pille nahm.

@fruchtoase: Du hast recht, wenn einem niemand sagen kann, was die wirkliche Welt ist, hat man keine Chance, diese kennen zu lernen. Aber im Film war es Morpheus, der dem Helden gesagt hat, wie die Realität aussieht. Es war für Neo so schrecklich, dass er es erst nicht glauben wollte.

Im realen Leben gibt es auch jemanden, der uns sagen kann, was die wirkliche Welt ist, und das ist Gott. Aber wie im Film müssen wir uns entscheiden, ob wir ihm überhaupt zuhören wollen. Wir müssen im übertragenen Sinne die blaue Pille schlucken, das heißt wir müssen uns mit Religion ernsthaft beschäftigen. Wenn wir dann erkennen, dass wir gesündigt haben, ist es erstmal schrecklich, aber wenn wir dann weiter erkennen, dass wir von unseren Sünden rein werden können, ist es besser, als vorher. Genau, wie es im Film schwer ist, aus der Matrix heraus zu kommen, so ist es im Leben zunächst schwer, aus unseren sündigen Gewohnheiten raus zu kommen. Aber wenn wir es geschafft haben, dann sind wir frei.
Und dann, wenn man auf diese Weise frei geworden ist, kann man erst erkennen, was für ein armes Würstchen man vorher war.
 

Ghent

Senior Member
ist es denn so schlimm in einem traum zu leben? sind die menschen nicht glücklich in der matrix?
 

fruchtoase

Active Member
S.Fachinger schrieb:
Im Film „Matrix“ wurde der Held ja auch davor gewarnt, er konnte sich entscheiden, ob er die rote oder die blaue Pille nahm.

Da hast du nicht ganz aufgepasst ;)
Es wäre egal welche er genommen hätte.

S.Fachinger schrieb:
Du hast recht, wenn einem niemand sagen kann, was die wirkliche Welt ist, hat man keine Chance, diese kennen zu lernen. Aber im Film war es Morpheus, der dem Helden gesagt hat, wie die Realität aussieht. Es war für Neo so schrecklich, dass er es erst nicht glauben wollte.

Nur daß Morpheus nicht wissen kann ob nicht das was er für die Realität hält auch nur eine Matrix ist. Morpheus =/= Gott
 

Gothax

Awakened
Ghent schrieb:
ist es denn so schlimm in einem traum zu leben? sind die menschen nicht glücklich in der matrix?

Erstens ist die Matrix ja mal nicht das Paradies und zweitens, selbst wenn man da glücklich ist wäre es trotzdem Sklaverei. Da Matrix könnte ja sonstwas mit einem machen wenn sie wollte.
 

Ghent

Senior Member
Es wäre egal welche er genommen hätte.
nein. er KONNTE nur die EINE nehmen. man kann jetzt ganz banal sagen, dass niemals ein film über jemanden gedreht worden wäre, der nicht die 'freiheits-pille' nimmt. oder man geht auf den schicksalsaspekt ein.

Erstens ist die Matrix ja mal nicht das Paradies
das ist deine ansicht. ich behaupte immer und überall lässt sich das persönliche paradis von jedem menschen finden. oder sollte ich 'liesse' schreiben?

selbst wenn man da glücklich ist wäre es trotzdem Sklaverei
ja und? was für eine sklaverei ist es denn? sie können in der matrix tun und lassen was sie wollen. ihre grenze ist ihr bewusstsein und ihr glaube eine beschränkte existenz zu sein. niemand hindert sie daran in der matrix gewalt auszuüben oder sich politisch zu engagieren.
die einzige sache, die sie dafür tun müssen ist mit ihren körpern batterie spielen.
auf ewig schlafend in einer traumwelt leben die man selbst mitgestalten kann. der unterschied zu 'unserer realität' ist nur, dass es keine traumwelt ist. der rest ist identisch. was bietet DIESE welt, dass es wert ist aus einem traum aufzuwachen? man kann gefühle träumen. du kannst im traum poppen, arbeiten, weltverbessern, töten ... du kannst sogar im traum schlafen oder träumen. WOFÜR wachst du jeden morgen wieder auf?
 

Fluffycatdeluxe

DämonischesHöllenkätzchen
@Ghent:Mr. Ghent :cool: gut gesprochen Ich vertrette Ihre ansicht! aber überlegen Sie mal, (das hier ist sehr Banal) wenn Sie wüssten, das nichts aber auch nichts in dieser Welt, aus kodrierten Daten, was Sie erschaffen haben real wäre, dann wäre die Gewalt und das engament in der Politik nichts als ein haufen Staub... denn es sind reden die niemals da waren... oder empfinden Sie arbeit die Sie tun oder wovon Sie sehen das Sie Schweis und blut eingesetzt haben für eine nicht vorhandene sache als Optimal? :cool:

Paradis = JA
Realität = NEIN
 

fruchtoase

Active Member
Ghent schrieb:
nein. er KONNTE nur die EINE nehmen. man kann jetzt ganz banal sagen, dass niemals ein film über jemanden gedreht worden wäre, der nicht die 'freiheits-pille' nimmt. oder man geht auf den schicksalsaspekt ein.

Auch nicht aufgepasst? Oder versteh ich dich nur grad nicht?

Also, es wäre völlig egal gewesen welche Pille er genommen hätte, beide hätten die gleiche Wirkung gehabt (ihn in die "Realität" zu bringen). Warum? Er entscheidet sich für eine der Farben, ich sag mal einfach rot weil ich es nicht mehr weiß. Im späteren Verlauf redet er aber mit dem aus der Truppe der wieder zurück in die Matrix will und dieser erzählt ihm daß er inzwischen doch lieber die -->rote<-- Pille geschluckt hätte um zurück in die Matrix zu kommen. So fand das ganze zumindest sinngemäß statt. Und mal ehrlich, das wird wohl kaum ein simpler zufall sein bei einem Film der schon eine Schleimspur hinterlässt vor lauter Anspielungen auf Philosophie und Religion...
 

Ghent

Senior Member
die frage des drum wissens ist natürlich zentral. aber es gibt (siehe den typ aus der truppe der lieber zurück will) leute, die das bevorzugen weil sie die körper-realität schlechter finden.
nun stellt sich die frage: was ist realität? ich behaupte: die matrix und alles was darin ist ist real. es ist nicht körperlich real existent. aber wird im kopf als real angenommen. die welt der matrix existiert. in daten zwar und nicht in atomen (indirekt durch pc's, was aber keine rolle spielt) aber sie existiert. ich behaupte dass alles auf seine weise existiert. die matrix, der pc hinter dem du sitzt genauso wie wahnvorstellungen eines patienten der nervenheilanstalt. es ist nur das WIE der existenz und des wirkungsbereiches, der das ganze unterscheidet.

@fruchti
hm. ich hab mir das mit den farben nicht so wirklich gemerkt. ist mir auch nicht so aufgefallen. aber es könnte natürlich auch sein, dass die farben tatsächlich egal waren und nur dazu dienten ihm 2 möglichkeiten zu geben. eine virtuelle pille ist eh seltsam. ist es nicht eher das bewusstsein, das durch die erzwungene entscheidung wählen muss ob es die matrix ablehnt oder nicht? sprich: es ist egal welche farbe er nimmt, sondern es ist wichtig das er wählt. wählt er die 'rote' (ka) pille dann hat er sich entschieden die matrix abzulehnen und wird ausgeworfen. wählt er die 'grüne' (ka) pille, dann bevorzugt er die matrix. somit sind die pillen nur visualisierung einer inneren entscheidung. und völlig sinnlos. er hätte ihm auch 2 verschiedene münzen hinhalten können, oder oder oder.
 

Kakarroto

Revived since apocalypse
Habt ihr euch schon mal überlegt, wie es in der Matrix zugeht? Millionen Menschen leben friedlich ihr Leben. Haben Familie, Freunde, ein erfülltes Leben ... und dann kommen auf einmal 5, 6 Typen daher, schießen durch die Gegend, killen Polizisten, Passanten und Agenten und stören das alltägliche Leben. So gesehen wären Neo & Co. die Terroristen in Matrix. Sie wehren sich mit Gewalt und üben Anschläge auf Ziele in der Matrix.

anderer Blickwinkel: Unzählige Tiere werden von Menschen versklavt, ausgenutzt, für ihre Energie (diesmal nicht Wärme, sondern Fleisch) getötet, gebraten, verschlungen ... sie können sogar noch froh sein, nicht lebendig gefressen zu werden. Und das nur, weil 'höhere' und 'überlegenere' Existenzen beschlossen haben, ihre Energie so zu beziehen, weil sie schmecken. Würdet ihr mir nicht zustimmen, dass die Menschen sogar Schlimmer sind als die Maschinen in Matrix, da die Menschen in der Matrix an Altersschwäche sterben und ihr Schicksal nicht wissen?

Nun ... es kommt auch immer auf den Blickwinkel an. Das, was so verwerflich ist, wenn Maschinen es Menschen antun, so alltäglich und akzeptiert ist es wenn es Menschen mit Tieren machen. Terror im Namen der Freiheit des Geistes und des Körpers ist solange gerechtfertigt, wenn es Vertreter der weißen Rasse und des christlichen Glaubens machen (Unabhängigkeitskrieg/Französische Revolution, usw.) und nicht (nehmen wir ein aktuelles Beispiel) Iraker/Araber, die ihr Land und ihren Glauben verteidigen gegen Besatzer, die ihr Öl wollen ...
 

Chi Chi-Chan

Whatever ...
S.Fachinger schrieb:
Ihr kennt doch sicher den Film "Matrix"?
Was haltet ihr davon? Hat der Film eine Aussage, und wenn ja, welche?

Dazu wüsste ich gern eure Meinung.

Grundsätzlich würde ich sagen, dass jeder (oder fast jeder) Film irgendeine Aussage hat. Die Aussage hängt hierbei aber vom subjektiven Standpunkt des einzelnen Individuums ab. Filme sind größtenteils zur Unterhaltung da, es werden Geschichten erfunden oder auch wahre Geschichten nachempfunden, wie auch immer, jedenfalls sind sie dazu da, Menschen zu unterhalten (bei Filmen meine ich wirklich Unterhaltungsfilme, keine Dokumentationsfilme etc. die neben der Unterhaltung "wichtigen" Informationsgehalt aufweisen).

Was ich damit sagen will ist: Wenn ich will, dass dieser Film für mich eine Aussage hat, dann hat er eine. Wenn nicht dann nicht. Wie gesagt, er ist doch eigentlich zur Unterhaltung da. Unabhängig davon ob er mich zu tiefgründigem Nachdenken bringt oder nicht. Es gibt ja auch viele Leute, die bei Matrix einfach nur sagen "boah, geiler Actionfilm", nicht nur Leute, die über den Hintergrund nachdenken und sagen "wie tiefgründig und philosophisch".

Ich persönlich habe Matrix (alle 3 Teile) recht gut gefunden, hat mir von der Story gut gefallen und die Special Effects waren auch super. Aber ehrlich gesagt habe ich wegen dem Film nicht angefangen über irgendeine Aussage oder sonstiges nachzudenken, denn was bringt es mir? Wie gesagt, die Story war gut, aber warum sollte ich jetzt darüber nachdenken ob so was wohl "wirklich" möglich wäre etc., was bringt mir das? Wie gesagt, pure Unterhaltung für mich. Wenn ich über etwas tiefgründiges nachdenken oder mich darüber unterhalten will, dann sicher nicht wegen eines Films, sondern wegen Dingen die in unserer "realen" Welt (*g*) passieren etc.

Ich hoffe ich habe das ganze verständlich ausgedrückt, ist gar nicht so einfach mit Worten zu beschreiben XD
 

S.Fachinger

Uranai Baba
Also unterhaltsam finde ich den Film Matrix nicht im Geringsten. Da wird ja nur rumgeballert und dann die ekelhaften Bilder von den Menschen in den Zuchtblasen...

Aber ich wurde darauf aufmerksam gemacht, dass es in dem Film jede Menge Anspielungen auf die Religion gibt, nur deshalb habe ich ihn mir angesehen.

Es ist natürlich wahr, dass das, was Menschen zum Teil mit Tieren machen, keinen Deut besser ist, als das, was im Film die Maschinen mit den Menschen machen. Der sogenannte "zivilisierte Mensch" hat die Achtung vor den Tieren weitgehend verloren - die Naturvölker nutzen die Tiere auch, aber sie beuten sie nicht aus. Und da haben die Tiere immernoch eine Chance, dem Jäger zu entkommen.

Ich kann die Meinung von Ghent nicht teilen, dass die Menschen in der Matrix glücklich seien. Sie sind unwissend, und manche halten das für Glücklichkeit. Ebenso unwissend sind in der realen Welt viele Menschen, weil sie nicht wissen, dass sie in Sünde leben - und damit Sklaven Satans sind.

Ein Römer hat mal gesagt: "Der größte Feind der Freiheit ist der zufriedene Sklave."

Die Sache mit den Pillen sehe ich auch so: Es ist die Entscheidung, ob man weiter in Unwissenheit sein will oder ob man bereit ist, sich der Wahrheit zu stellen.

Auf unser Leben übertragen ist es die Entscheidung, ob ich Gottes Willen tue oder nicht. Tue ich ihn, werde ich nach und nach erkennen, wie elend mein Leben gewesen ist, als ich noch in der Sünde (Matrix) lebte. Aber ebeso werde ich erkennen, wie frei ich bin, wenn ich der Sünde entsagt habe.

Was ich noch sehr interessant finde ist, dass die Stadt im Film, in der noch Menschen leben, die nicht von den Maschinen beherrscht werden, Zion heißt. Zion - die Stadt Gottes.
 

Chi Chi-Chan

Whatever ...
S.Fachinger schrieb:
Also unterhaltsam finde ich den Film Matrix nicht im Geringsten. Da wird ja nur rumgeballert und dann die ekelhaften Bilder von den Menschen in den Zuchtblasen...

Na ja, ob Matrix unterhaltsam ist oder nicht, hängt ja auch vom einzelnen ab ;) Meine Aussage oben (ich glaube ja, dass du auf die anspielst) war eher darauf bezogen, dass Filme im Allgemeinen der Unterhaltung dienen, damit war nicht nur Matrix gemeint, sondern auch alle möglichen anderen Filme ;)


S.Fachinger schrieb:
Ich kann die Meinung von Ghent nicht teilen, dass die Menschen in der Matrix glücklich seien. Sie sind unwissend, und manche halten das für Glücklichkeit. Ebenso unwissend sind in der realen Welt viele Menschen, weil sie nicht wissen, dass sie in Sünde leben - und damit Sklaven Satans sind.

Deine Aussage widerspricht sich selbst. Denn du sagst, sie können nicht glücklich sein, wenn sie in Unwissenheit leben und noch dazu sei dass dann eine Sünde!? Wie kann es denn (jetzt mal auf den Film bezogen) eine Sünde sein in der Matrix zu leben, wenn man nicht mal weiß, dass man darin lebt?? Unwissenheit ist doch keine Sünde. Und wieso sollten die Menschen in der Matrix nicht glücklich sein, wenn sie gar nicht wissen, dass die Matrix nicht echt ist? Sie glauben ja, dass sie die Realität ist. Denn im Film werden ja nicht alle Menschen vor die Entscheidung gestellt, ob sie in der Matrix bleiben wollen oder nicht. Was ist denn dann mit denen, die nie erfahren, dass die Matrix nicht echt ist?? Sind die dann in deinen Augen auch Sünder?
 

S.Fachinger

Uranai Baba
Nicht die Unwissenheit ist Sünde, so habe ich das nicht gemeint. Ich meinte, dass wir in Sünde leben, weil wir viele Dinge für normal halten, die in Gottes Augen ein Greuel sind. Und wenn uns jemand sagt, dass das Sünde sei, sind wir beleidigt. Aber wenn wir diese Dinge dann lassen, erkennen wir erst, wie schlecht wir gewesen sind, als wir sie noch getan haben – und wir erkennen Gott dann viel besser.

Die Menschen in der Matrix sind in meinen Augen nicht mehr oder weniger Sünder als wir in der realen Welt. Außerdem sind sie nicht alle glücklich, denn da gibt es ja auch Korruption und Ausbeutung usw. Nein, was ich sagen wollte ist, dass das Wort „Matrix“ eine Metapher für „Sünde“ ist – oder so gesehen werden kann.
 

Ghent

Senior Member
wieso sollte matrix eine methapher für sünde sein? sind 'welt' und 'gesellschaft' auch eine metapher für sünde?
 

S.Fachinger

Uranai Baba
Nein, nicht das Wort "Matrix" ist eine Methapher für Sünde. Sondern die Matrix in dem Film stellt die Sünde dar, in der wir alle leben. Wir finden es normal, weil wir nicht wissen, wie elend wir in Wirklichkeit sind. Nicht umsonst heißt die Welt, wo die Leute in dem Film noch normal sind "Zion".
Das biblische Zion ist nämlich eine Stadt, wo die Menschen ohne Sünde leben. - Noch deutlicher kann der Hinweis eigentlich nicht sein.

Das Wort "Welt" wird auch verschieden gebraucht. Manchmal meint man damit einfach unseren Planeten. Aber in der Bibel ist damit die Welt gemeint, die vom Geld regiert wird. Wo jeder über Leichen gehen würde, nur um an noch mehr Geld heranzukommen. (Zum Glück ist nicht jeder so mächtig, dass er das kann, aber die wenigen, die das können verursachen schon genug Unheil.)
"Gesellschaft" habe ich eigentlich noch nie als Metapher für Sünde gebraucht - oder gehört, dass es so gebraucht wurde. Als ich so 17 bis 20 war (in den 70er Jahren) da war für uns die "Gesellschaft" immer der große Bösewicht. Aber eigentlich ist die Gesellschaft ja nichts anderes als die Gesamtheit von uns allen.

@deine Sig: Wieso denkst du eigentlich so negativ?
 

Mika-chan`

Member
Nicht die Unwissenheit ist Sünde, so habe ich das nicht gemeint. Ich meinte, dass wir in Sünde leben, weil wir viele Dinge für normal halten, die in Gottes Augen ein Greuel sind. Und wenn uns jemand sagt, dass das Sünde sei, sind wir beleidigt. Aber wenn wir diese Dinge dann lassen, erkennen wir erst, wie schlecht wir gewesen sind, als wir sie noch getan haben – und wir erkennen Gott dann viel besser.

Die Menschen in der Matrix sind in meinen Augen nicht mehr oder weniger Sünder als wir in der realen Welt. Außerdem sind sie nicht alle glücklich, denn da gibt es ja auch Korruption und Ausbeutung usw. Nein, was ich sagen wollte ist, dass das Wort „Matrix“ eine Metapher für „Sünde“ ist – oder so gesehen werden kann.

Diese Deutung macht Sinn, immerhin ist der Film ist stark an der Bibel orientiert. Der Inhalt, welcher vermittelt wird, bleibt aber immernoch unklar. Mit dem Verweis auf Gott und Gottes Augen wird immer auf eine richtige Sichtweise, das eigentlich gute, hingewiesen. Die Forderung ist schon klar, gut zu leben ist besser als schlecht. Aber wie geht das? Mit Gott? Wo finden wir das, was gut ist? Irgendwo im Jenseits, in einer übergeordneten Welt? Wer weiss, was Gott will? Wer legt die Bibel richtig aus (und ist "wörtlich" nicht auch nur eine mögliche Lesart)? Warum sollte ich eine Ordnung, die mir als göttlich/natürlich präsentiert wird, annehmen? Warum soll das mein Maßstab sein? Ist mein Maßstab nicht der, nach welchem ich (und wir alle) mehr oder weniger leben und urteilen? Sollte ich deshalb nicht lieber im Umgang mit anderen, anstatt mit Gott, versuchen herauszufinden, was richtig ist (und weiss ich es nicht dadurch schon)?

@Ghent 8falls du mal reinschaust): Schade, dass du schon so lange weg bist, mich würde interessieren, wie du mittlerweile denkst.

Gruß an alle,
mika-chan
 

S.Fachinger

Uranai Baba
Dass der Film stark an der Bibel orientiert ist, habe ich gar nicht selber gemerkt. Ich wurde durch meinen Sohn darauf aufmerksam gemacht, der den Film in seinem Berufsgrundschuljahr von seinem Religionslehrer gezeigt bekommen hat. "Albi" nannten ihn die Schüler. "Albi" ist evangelischer Pfarrer und findet den Film "Matrix" sehr lehrreich. Als ich den Film mit meinem Sohn zusammen angeschaut habe, war ich der selben Meinung, wie "Albi".
Wenn wir Gott finden wollen, brauchen wir jemanden wie Morpheus (oder wie er hieß), der den Neo aus der Matrix heraus gezogen hat. Wir brauchen jemanden, der uns die Augen öffnet. Es heißt ja, Gott lässt sich finden von denen, die ihn suchen.
Also wo suche ich Gott? In den Heiligen Schriften? Aber wer hilft mir, die Schriften zu verstehen? Du hast recht, wenn du sagst, wörtlich ist auch nur eine Betrachtungsweise. Und ausserdem scheint sich die Bibel an mehreren Stellen selbst zu widersprechen.
Am besten, man macht es wie seinerzeit Joseph Smith junior: Er ging in den Wald und betete, um Gott zu fragen, welche der vielen Kirchen in seiner Umgebung die richtige sei - und er bekam eine Antwort...

Ich denke, wir brauchen das, was gut ist, nicht im Jenseits zu suchen. Es ist genau vor unserer Haustür, nämlich überall da, wo Menschen Gutes tun: Einander helfen, einander trösten usw. Und natürlich da, wo man selber Gutes tut. Es gibt so viele Gelegenheiten, Gutes zu tun. Man muss nur die Augen auf machen. Sobald ich jemand anderem etwas Gutes getan habe, habe ich die Welt ein kleines bisschen besser gemacht.

Die Ausdrucksweise "... im Umgang mit anderen anstatt mit Gott..." finde ich etwas unglücklich gewählt, denn Jesus hat ja gesagt: "Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan."
Und König Benjamin im Buch Mormon sagt: "Wenn ihr im Dienste eurer Mitmenschen seid, allein dann seid ihr im Dienste eures Gottes."

Und warum soll Gott mein Maßstab sein? Ganz einfach: Gott ist unser aller Schöpfer, gewissermaßen unser Hersteller. Die Heiligen Schriften sind gewissermaßen die Gebrauchsanweisung für unser Leben. Gott ist herrlich und er möchte, dass auch wir Menschen herrlich werden. Dazu müssen wir aber erstmal durch eine Prüfung gehen, die "Erdenleben" heißt. Wir müssen lernen, in einer Welt, wo es leicht ist, zu sündigen und schwer ist, Gutes zu tun, das Gute zu wählen. Dadurch werden wir stärker und qualifizieren uns für Gottes Herrlichkeit.

Was ich bei Matrix interessant finde ist, dass die Stadt der Menschen, die noch normal leben, also nicht von diesen Insektenviechern gezüchtet werden, Zion heißt. Zion in der Bibel heißt übersetzt: "Die im Herzen rein sind". Die Stadt Zion, in der Henoch der Prophet war, ist ja von Gott in den Himmel aufgenommen worden, weil die Menschen so rechtschaffen waren, dass es niemals Streit gab. Also eine Stadt, in der alle Menschen völlig ohne Sünde waren (außerhalb der Matrix).
 

Mika-chan`

Member
Ich denke, wir brauchen das, was gut ist, nicht im Jenseits zu suchen. Es ist genau vor unserer Haustür, nämlich überall da, wo Menschen Gutes tun: Einander helfen, einander trösten usw. Und natürlich da, wo man selber Gutes tut. Es gibt so viele Gelegenheiten, Gutes zu tun. Man muss nur die Augen auf machen. Sobald ich jemand anderem etwas Gutes getan habe, habe ich die Welt ein kleines bisschen besser gemacht.

Die Ausdrucksweise "... im Umgang mit anderen anstatt mit Gott..." finde ich etwas unglücklich gewählt, denn Jesus hat ja gesagt: "Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan."
Und König Benjamin im Buch Mormon sagt: "Wenn ihr im Dienste eurer Mitmenschen seid, allein dann seid ihr im Dienste eures Gottes."

In diesem Punkt stimmen wir so ziemlich überein. Was jetzt noch kommen muss, das ist eine Beschreibung von dem, was gut ist.

Und warum soll Gott mein Maßstab sein? Ganz einfach: Gott ist unser aller Schöpfer, gewissermaßen unser Hersteller. Die Heiligen Schriften sind gewissermaßen die Gebrauchsanweisung für unser Leben. Gott ist herrlich und er möchte, dass auch wir Menschen herrlich werden. Dazu müssen wir aber erstmal durch eine Prüfung gehen, die "Erdenleben" heißt. Wir müssen lernen, in einer Welt, wo es leicht ist, zu sündigen und schwer ist, Gutes zu tun, das Gute zu wählen. Dadurch werden wir stärker und qualifizieren uns für Gottes Herrlichkeit.

Wenn ich handele, dann tue ich das nicht nach Gottes Gesetzen, egal ob jüdischer, christlicher oder islamischer Gott, auch nicht nach irgendwelche Naturgesetzen, sondern nur nach meinen eigenen. Meine eigenen Gesetze, das heißt nicht, dass ich diese irgendwie willkürlich festlege. Meine Gesetze, das sind vielmehr die, über welche ich mich als Person in der Gesellschaft erfahre und somit, erstens, unser aller Gesetze und, zweitens, werden diese über den Umgang miteinander entwickelt, diskutiert und beschlossen. Diese Gesetze sind mir deshalb einsichtig, ich kann verstehen, warum ich so handeln soll, was mein Tun bedeutet. Meine Gewohnheiten sind meine Gewohnheiten, weil ich so lebe, nicht weil irgendjemand es mir sagt. Ein Gesetz, das mir als Gottes Gesetz vorgestellt wird, ist nicht meines, ich verstehe nicht, warum ich es annehmen sollte. Gott spricht nicht zu mir. Nur Menschen sprechen zu mir und mir geschehen Dinge in der Welt. Warum soll Gott mein Schöpfer sein? Warum sollen seine Regeln für mich gelten? Offenbar soll habe ich, nach der Bibel, hier keine Wahl, ich soll es einfach nur glauben ohne es wirklich verstehen zu können. Was ich nicht einsehen kann, das bin nicht ich, das bleibt mir auf ewig fremd.
Keine Bibelstelle stellt für mich eine verbindliche Richtlinie zum Handeln dar. Ich kann die zehn Gebote (oder vieleicht einige davon) einsehen, aber erklären, warum diese sinnvoll sind, das muss ich selbst machen (oder mir dabei helfen lassen). Aber als bloße Vorschrift lehne ich sie ab.

Was ich bei Matrix interessant finde ist, dass die Stadt der Menschen, die noch normal leben, also nicht von diesen Insektenviechern gezüchtet werden, Zion heißt. Zion in der Bibel heißt übersetzt: "Die im Herzen rein sind". Die Stadt Zion, in der Henoch der Prophet war, ist ja von Gott in den Himmel aufgenommen worden, weil die Menschen so rechtschaffen waren, dass es niemals Streit gab. Also eine Stadt, in der alle Menschen völlig ohne Sünde waren (außerhalb der Matrix).

Ich verstehe den Vergleich. Aber dennoch bleiben die Bestimmungen leer. Was bedeutet es, im Herzen rein zu sein? Das kann mir, so ohne weiteres, niemand sagen. Es gibt kein Ideal, welches irgendwie in der Schöpfung grundgelegt ist oder in der Natur. Was es heißt, gut zu sein, das lasse ich mir nicht von einer höhren Macht vorschreiben, das mache ich mit den Menschen um mich herum aus.

Viele Grüße,
mika-chan
 

S.Fachinger

Uranai Baba
Wieso brauchst du eine Beschreibung von dem, was gut ist? Jeder Mensch kann Gut von Böse unterscheiden und zwar deshalb, weil unsere ersten Eltern, Adam und Eva von der Frucht des Baumes der Erkenntnis von Gut und Böse gegessen haben. Diese Fähigkeit haben sie an uns, ihre Nachkommen weitervererbt.

Jeder Mensch hat die Freiheit, entweder das Gute oder das Böse zu wählen. Diese Entscheidungsfreiheit ist Gott heilig. Er untergräbt sie niemals. Auch zwingt er niemanden, gut zu sein. Zwang ist die Methode des Widersachers.

Es gibt nur einen Gott. Egal, welcher Religion die Menschen angehören, sofern es eine theistische Religion ist, sie beten alle den selben Gott an. Nur nennen sie ihn verschieden, das hat aber eher damit zu tun, dass die Menschen verschiedene Sprachen sprechen. Die Juden sagen "Jahwe", die Moslems "Allah", die Christen "Gott", jeder in seiner Sprache. Aber gemeint ist immer der Selbe.

Jeder Mensch hat natürlich das Recht, nach seinen eigenen Gesetzen zu handeln. Ob er damit weit kommt, ist eine andere Frage. Wenn meine eigenen Gesetze denen meines Landes zuwieder sind, angenommen, ich würde Stehlen ganz in Ordnung finden, dann lande ich früher oder später im Gefängnis. Und so ist es auch mit Gottes Gesetzen. Wenn wir nicht nach ihnen leben, gelangen wir auch nicht in Gottes Gegenwart, nach der Auferstehung. Wir leben dann woanders, da, wo Gott nicht hin kommt.

Ich bin auch jemand, der nur befolgt, was er einsieht. Aber Gottes Gesetze sehe ich ein und deshalb habe ich beschlossen, sie freiwillig zu befolgen. Ich habe nämlich vor, nach der Auferstehung in Gottes Gegenwart zu leben.

Die katholische Kirche hat es geschafft, in Bezug auf Gottes Gesetze eine Menge Verwirrung zu stiften. In dieser Kirche kann man Gott nicht finden. Aber Jesus Christus hat seine Kirche, die er zu Lebzeiten gegründet hat, und die von katholischen und anderen Priestern/Machthabern völlig vermurkst worden ist, im Jahre 1830 wieder hergestellt. Es ist die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, auch "Mormonen" genannt. In dieser Kirche findet man die reine Lehre, wie sie ursprünglich von Christus kam. Und es gibt einen lebenden Propheten, der täglich in Kontakt mit Christus ist. So ist das eigentliche Oberhaupt der Kirche Jesus Christus selbst und der Prophet, Thomas S. Monson, ist sein Stellvertreter auf Erden.

Wenn du wissen möchtest, warum Gott unser Schöpfer ist und so weiter, empfehle ich dir die Website der Kirche www.lds.org. Dort kannst du die gesamte Lehre nachlesen, auch auf deutsch, wenn du den Button für die Sprache anklickst. Dort kannst du dich auch mit Missionaren verabreden und vieles mehr.

Es gibt außer der Bibel noch eine andere Heilige Schrift: Das Buch Mormon. Darin gibt es eine Schriftstelle (Moroni 10:4), die besagt, dass wir im Herzen über das Gelesene nachdenken sollen und dann Gott fragen, ob es wahr ist. Es wird von uns nicht verlangt, kritiklos zu glauben.

Was bedeutet es, im Herzen rein zu sein? Es bedeutet, dass man ohne Sünde ist, wie Jesus Christus. Außer ihm gibt es aber niemanden, der ohne Sünde ist, das haben wir auch von Adam und Eva geerbt. Deshalb hat Christus für uns das Sühnopfer gebracht, so dass wir, wenn wir es annehmen, wieder rein werden können. Durch die Taufe mit der richtigen Vollmacht werden unsere Sünden abgewaschen und wir sind wieder rein und heilig wie ein neugeborenes Kind. Ich habe es selbst erlebt. Das Gefühl ist herrlich, unbeschreiblich, man kann wieder ganz von vorne anfangen und versuchen, ein Leben ohne Sünde zu führen.

Lieben Gruß
Susanne Fachinger :) :) :)
 
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