LEUCHTSIGNALE (ein Abenteuerroman, im weitesten Sinne)

Hi Blacki! Hier bin ich wieder!
Und in Anbetracht dessen, dass ich den folgenden Abschnitt in den letzten drei Wochen noch einmal von Grundauf neu geschrieben habe (um den Fortgang der Geschichte nun endlich ein wenig zu beschleunigen, oder zumindest dem Text als solchen etwas mehr Tempo zu verleihen) bin ich diesmal wohl gar nicht soooo spät... xD

Aber erstmal zu dir: ja, du hast wohl recht, der letzte Abschnitt war tatsächlich nicht so lang - und auch der diesmal ist es eher nicht, wenn man berücksichtigt, dass ein großer Teil nur aus wörtlicher Rede besteht... Doch vielmehr waren die vorherigen Abschnitte außergewöhnlich lang. Auch in Zukunft werde ich wohl eher bei diesen etwas kürzeren Teilen bleiben, und dafür häufiger posten Das finde ich angenehmer! ;)

Und joa, erzähl ruhig von dir - ist doch auch interessant, zu erfahren, WER das eigentlich ist, der hier so treu mitliest? :)

Bezüglich der Dusche und Toilette muss ich dich ein wenig korrigieren... Das sind keine GRUPPEN-Räume... Das ist jeweils nur EINE Dusche und EINE Toilette - also nicht für mehrere Leute zur gleichen Zeit! Sind ja auch nicht so viele Leute dort, wie etwa in einer Jugendherberge... Ich würde schätzen, dass bis zu 24 Mann auf einer Etage sein können, aber davon wiederum die Hälfte diejenigen mit eigenen Bädern sind...

DER Satz stört mich selbst ausnahmsweise mal eher nicht... Ich lass ihn erstmal so drin. Aber vllt stört ich mich ja irgendwann beim nochmaligen Drüberschauen, man wird sehen! ;)

Achja: Levin, nicht Levis, wie du diesmal schon zum zweiten Mal schriebst! xD
Andererseits... Hm, das gäbe nen hübschen Spitznamen ab! ^^ Verwende ich vielleicht selbst noch einmal...

Aber nun: DIE FORTSETZUNG!
Viel Spaß und bis recht bald - schätze ich... Der Rest des Telefonats ist im Großen und Ganzen schon geschrieben, und wartet nur noch auf die mühsame Perfektionierung.

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Jedoch im Augenblick war ich todmüde und noch dazu ganz furchtbar hungrig. Weil aber das Hotel neben dem Frühstück keinerlei Mahlzeiten anbot, nicht einmal irgendwelche Snacks, war ich gezwungen, gleich noch einmal in das umliegende Viertel aufzubrechen. Dieses war eine eher langweilige Gegend, die ich wenigstens vorerst näher nicht beschreiben muss, und auch nur flüchtig kennen lernte... Ihr Repertoire an Restaurants und Geschäften war ziemlich überschaubar, und als es nach einigen Minuten ein weiteres Mal zu regnen begann: naja, da war mir eine schmuddelige kleine Filiale von McDonalds erneut die erstbeste Wahl. Ich bestellte ein Menü mit irgendeinem Burger, Pommes und Cola – die Preise waren merklich höher, als in Deutschland – und war danach dann wenigstens satt; und auch der Regen hatte nachgelassen.
Abschließend begab ich mich in einen dieser 24 Stunden / 7 Tage die Woche Gemischtwarenläden, nur wenige Meter vom Argyle Square entfernt: solche Geschäfte scheinen einander auf der ganzen Welt mehr oder weniger zu ähneln, und grundsätzlich und primär vom Alkoholspätverkauf zu leben. Gleichwohl war das Angebot derjenigen in London nach meinem Empfinden besonders gut sortiert, und nicht einmal allzu teuer, was möglicherweise darauf zurückzuführen war, dass es eine erstaunlich geringe Anzahl von Filialen großer Supermarktketten in der Innenstadt zu geben schien. Von einigen wenigen Pfund, die ich seit Beginn der Reise als Notreserve mit mir führte, kaufte ich zwei Halbliterflaschen Wasser für unterwegs, einen (wie ich noch am selben Abend feststellte) köstlichen Frucht-Nuss-Riegel, und schließlich und endlich auch noch einige paar Dosen Bier, einen kleinen Vorrat für die bevorstehenden einsamen Abende im Hotel; ich machte mir keine Illusionen, nicht einmal jetzt... Kein englisches, oder sonst irgendwie britisches Bier jedoch, sondern das geniale Stella Artois aus Belgien. In Großbritannien und einigen anderen Ländern Europas kann man dieses an beinahe jeder Straßenecke bekommen, wogegen ich in Deutschland schon seit Jahren ganz vergeblich danach suche... Ein Jammer.
Mit Einbruch der Dunkelheit kehrte ich in das Hotel zurück und rief sogleich auch meinen so genannten guten Freund in Bangkok an. Wenigstens diesmal meldete er sich im nächsten Moment zurück und wirkte noch dazu erstaunlich gut gelaunt: „Heyhey! Bist du endlich angekommen, ist alles im Lot?“
„Klar...“, meinte ich, „Ich war nur eben noch ein paar Getränke einkaufen, bin gerade jetzt in das Hotel zurückgekehrt! Ja und bei dir, wie lief das Essen?“
„Exzellent! Wirklich!“, begeisterte sich Levin, „Ich hab den Kerl erfolgreich zugequatscht! Ein absoluter Vollidiot; ganz krass über den Tisch gezogen, hab ich den!“ Er lachte lauthals, ein bisschen wie ein irrer Bösewicht in einem Film. Dem folgte eine kurze Pause beiderseits...
Dann fuhr er relativierend fort: „Aber naja... Gaaanz so schlimm war ich nun auch wieder nicht; ich bin ja kein Unmensch, nicht? Der naive Kerl wird mir irgendwann noch richtig dankbar sein – jedoch ich ihm noch sehr viel mehr, du verstehst?“
„Ich verstehe...“, antworte ich, und Levins arrogante und selbstgefällige Art rief einige Erinnerungen wach, an unser gemeinsames Jahr an der Uni.
„Es lief wirklich gut!“, betonte er ein weiteres Mal. Dann endlich setzte er hinzu: „Aber wie verlief denn eigentlich der Rest der Bahnfahrt?“
„Also später dann lief alles bestens... Jedoch Brüssel war unheimlich enttäuschend“, seufzte ich.
„Mhm... Gut, gut! Und, hast du schon einen Plan?“ Mein leidvoller Aufenthalt in Brüssel schien ihn nicht einmal zu interessieren!
„Madleen betreffend?“, fragte ich; ich war zu müde um mich ernstlich aufzuregen.
„Aber logisch...“
Ich rekapitulierte meinen plumpen Einfall, erst einmal in Chinatown zu beginnen, doch fand ich dieses geradezu peinlich, und zog es vor, darüber zu schweigen: „Eigentlich noch gar nicht...“, antwortete ich schließlich, „Ich muss die ganze Angelegenheit erst noch etwas besser durchblicken, irgendeine Art System entwickeln. Also was ich sagen will, ist: London ist groß!“
„Logisch, ja. Ist mir bewusst...“
„Ich war ja bisher auch nur als Tourist hier. Ich muss ganz andere Gegenden besuchen, auf ganz andere Details achten, verstehst du?“
„Ist mir klar...“
„Es würde nicht viel bringen, einfach nur am Piccadilly Circus zu sitzen, und die Gesichter sämtlicher Passanten zu scannen, die womöglich selbst nichts als Besucher sind...“
„Du machst das schon...“
Ich schüttelte den Kopf. Eine Katastrophe, diese Unterhaltung.
„Also um einmal zur Sache zu kommen!“, setzte ich nun an, „Es wäre wundervoll, es wäre sogar notwendig – hörst du? notwendig! – endlich ein paar Informationen zu Madleen zu bekommen. Ich meine ihren Charakter, Persönlichkeit, ihre Vorlieben, ihre Hobbys... Denn ein Foto allein ist im Kontrast zu acht Millionen Menschen ja doch beinahe nutzlos...“
Levin gähnte offensiv; und zugegeben, bei ihm war es jetzt gerade früh am Morgen. „Mensch, du wirst ja noch richtig professionell“, kommentierte er schläfrig.
„Rückst du nun ein paar Infos raus, oder nicht?“
„Hm... Ja, wie gesagt: wir haben ja eigentlich gar nicht viel...“
„Ey Alter! Das nervt auch irgendwann!“, unterbrach ich ihn, und meinte es ernst, „Irgendetwas müsst ihr beide doch gesprochen haben, an jenem Abend? Ja, irgendetwas musst du über sie doch wissen!? Mich interessieren ja auch keine intimen Details, nicht dein Privatleben, und auch nicht unbedingt das ihre... Aber wenn ich diese Frau tatsächlich finden soll, dann brauch ich etwas Handfestes, etwas, wo ich den sozusagen Hebel ansetzen kann. Das musst du mir schon geben. Ansonsten wird das nix!“

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Hey Sylvio,
diesmal schaff ichs sogar richtig früh zu Antworten. :goof:
Stimmt, der Teil ist auch wieder recht kurz. Aber ist auch Ok, hast du schon recht. Wegen mir musst du das Tempo aber nicht unbedingt erhöhen, mich wirst du jetzt sowieso nicht mehr los. Nicht ehe ich hinter das Geheimniss von Madleen gekommen bin. ^^
Na ja, was soll ich von mir erzählen. :rofl:" Die Maßnahme ist jetzt fast rum bzw das Praktikum ist fast geschafft, morgen schreiben wir wieder eine Arbeit in ... ich hab den Namen für das Fach vergessen. Geht jedenfalls um richtige Anschreiben usw. Letzte Woche haben wir ne Arbeit über Büroablagen gemacht. Hefter, Stehordner, wie lange darf man was aufbewahren.. blubb. Gott sei dank wird die Arbeit nur gewertet wenn sie gut war, da ich noch Neu dabei bin und den Stoff daher eigentlich nicht hatte. Ob die Frau das morgen auch so handhabt .. i don't know. Werde heut noch Üben, oder ... ich versuch es wenigstens. xD
Warst du nicht auch irgendwie im Prüfungsstress? *Graue zellen anwerf* Wie liefen sie bzw falls sie noch laufen, schon paar hinter dir?
Du könntest mir ja auch - wenn du möchtest - mal deinen Namen verraten. Dann muss ich nicht immer Sylvio sagen. ^^ Obwohl ich in erinnerung habe (irgendwie/irgendwo) das du mir den mal nanntest. Ich werd alt. o.O''

Ich hab Levis geschrieben? Verflixt, was hab ich nur mit den Namen. Statt Levin schreib ich Levis und statt Yuna schreib ich Luna. X_x Schlimm ... >_<
Aber gut, wenn dir mein verschreiber noch nutzt ist das ja auch halb so wild. XD

Jetzt aber ohne weitere umschweife, zum eigentlichen Kommentar:

Das Hotel bietet nach dem Frühstück kein Essen mehr an? o.O Das ist .. hart. Gibts da nicht wenigstens nen paar Automaten? xD Ich kenn halt nur Jugendherberge und da gabs immer irgendwo was wo man sich noch futter für zwischendurch besorgen konnte. ^^°
McDonalds .. Ging er nicht sonst immer ins Subway oder sowas? Warte, McDonalds war glaub auch schon dabei .. Man ... ich brauch ein neues Hirn! -.-
Armer Protagonist, er rechnet fest damit die Abende alleine in seinem Zimmer zu verbringen. Kann einem fast Leid tun der Kerl, aber nur fast *g* So schlecht sieht er sicher nicht aus, er könnte bestimmt ein Mädl aufreisen, wenn er denn wollte. ^^
Die Biermarke sagt mir natürlich wieder nichts. Ich trink keins, mag lieber Mix Getränke, Sekt oder Wein oder irgendwas in der Richtung. oo
Muss aber gut sein, wenn er da schon so - fast - schwärmt von.
Und beim nächsten Satz greif ich mal bisschen weiter vor, zu der Info die erst später kommt. Es ist fünf uhr morgens und Levin ist ausgelassen und gut gelaunt?! Um 5 uhr MORGENS ?!
Um die Zeit würde man von mir nicht mehr als ein murren als Antwort erwarten können. Ich hasse früh aufstehen, da brauch ich mindestens ne halbe Std. wo mich keiner anreden darf. Sonst bin ich grantig. oo
Gut, weiter im Text. XD"
„Exzellent! Wirklich!“, begeisterte sich Levin, „Ich hab den Kerl erfolgreich zugequatscht! Ein absoluter Vollidiot; ganz krass über den Tisch gezogen, hab ich den!“
.. ganz krass über den Tisch gezogen, hat er den ? XD Wie alt ist Levin, 15 und verkehrt mit Hoppern? xD Der Satz hat mich echt überrascht, aber er wirkt nicht mal fehl am Platz. Man sollte denken, wo man von Levin eher andere Töne gewohnt ist, das sowas irgendwie unpassend wäre. OOC so ungefähr. Aber ich finds cool. Levin mal ganz lässig, hat was. XD

Ja, der gute Levin scheint ein arroganter schnössel zu sein der mit Geld nur so um sich wirft. Tjuja .. Will man machen. oo
Man merkt irgendwie das er den Protagonisten im Prinzip nur ausnutzt. Ihm ist egal was er tut, hauptsache er vergisst dabei seine Arbeit nicht. So in der Art.
Das mit Chinatown wäre mir auch zu peinlich gewesen, dass zu erwähnen. xD
Zu Geil das Gespräch, Levin versteht einfach nicht worauf sein Freund eigentlich hinaus will. xD Den muss man mit der Nase drauf stoßen. xD
Den letzten Satz fand ich dann echt Klasse. Der passt richtig gut. Hab mich schon gefragt wann unser Protagonist von diesen dürftigen Informationen die Nase voll hat. ^^

Zum Ende wollt ich dich noch was fragen. oo
Ich schreib zur Zeit selbst wieder an einer FF, ich hab da nur ein Problem, möglicherweiße. Derzeit ist die Geschichte eher real, also reale Umgebung und keine Dämonen hinter der Hausecke. Du verstehst?
Meine Protagonistin hat zwar schon was Fantasy mässiges gesehen, denkt aber es sei nur Einbildung. Jetzt hab ich irgendwie die Sorge, wenn in so ner FF wo die Ortschaft und alles eigentlich real wirkt plötzlich fantasy mit einfließt (sprich: Portal mit gott weiß was für Bestien erscheint irgendwo in der Innenstadt oO) das es dann unglaubwürdig oder fehl am Platz wirkt. Weißt wie ich meine?
Ich weiß nich ob du 'Das Buch ohne Namen' kennst, aber da war es ähnlich. Anfangs dachte man es ging halt um nen Massenmörder und sowas und irgendwann komm die dann mit Vampiren und so Zeug und es passte irgendwie nicht ins Bild, weil die Handlung eigentlich so völlig nach nem Krimi wirkte und nich nach Vampire erobern die Welt. oo
Ist schwer zu erklären was ich mein, hoffe du verstehst es irgendwie. oO"
Vll kannst du mir dann ja ein Tipp geben was ich machen kann, damit es nicht so .... wirkt halt. oo

Also dann, das wars au wieder.
Schön Sonntag noch :knuddel:
 
Hi Blacki!! Vielen Dank für den flotten Kommentar - und auch ich bin diesmal schnell! ;D

Aber erstmal zu deinem Comment... Und ich fang mal hinten an.
Also ich hab selbst nie viele Fantasy-Geschichten gelesen, und hab da nicht so die Erfahrung. Ich würde dir aber raten, die Beschreibung dieses plötzlichen übernatürlich Geschehens relativ nüchtern zu gestalten. Damit meine ich, dass du gerade nicht die Personen - und damit auch nicht den Leser - in allzu gigantisches Erstaunen versetzten solltest...
Die Menschen glauben - auch das unglaubwürdigste - für gewöhnlich dann, wenn sie es selbst sehen, und passen ihre Realitätsvorstellung dann sehr flexibel an. Beschreibe es also nicht anders, als du auch die realitätsnahen Geschehnisse beschreiben würdest... Dann verschmelzen die beiden Realitätsebenen miteinander und die eine wirkte nicht auf die andere aufgesetzt!
Wie gesagt: ich hab nicht viel in diese Richtung gelesen, meine aber, dass es etwa Stephen King in seinem Dunklen Turm ähnlich zu tun pflegt... Oder auch der Magische Realismus eines Haruki Murakami beschreibt - obgleich keine Dämonen und so - übernatürliche Erfahrungen gerade so als ob sie gar nicht übernatürlich wären.
Letztlich solltest du - falls dir das gelingt - den Leser versuchen zu manipulieren, versuchen, ihm die Sichtweise deines Hauptcharakters, die Realität deiner Geschichte aufzuzwingen. Bzw ist das wohl eher mein eigener Stil, aber zumindest nach meiner Meinung sollte man mit dem Leser nicht sanft umgehen: sag ihm, was er zu glauben hat - stell das Irreale als real dar! Je außergewöhnlicher das Geschehen auf den Leser mutmaßlich wirken wird..., desto gewöhnlicher, banaler die Beschreibung. Aber wie gesagt: das ist eher mein eigener Ansatz seit knapp zwei Jahren, und der bezieht sich eigentlich nicht auf Fantasy-Elemente...
Die andere Möglichkeit - wie ich sie eher bei SSS&S verwende - ist es, den Leser ganz langsam an die Sache heranzuführen... Dass er kaum merkt dass er zunehmend in eine Fantasy-Welt eintaucht... Allerdings geht das natürlich nur, wenn man genug Raum dafür hat: wenn schon vergleichsweise zu Beginn dieses Portal und diese Wesen erscheinten, fällt das natürlich flach.

Prüfungstress? Glücklicherweise längst vorbei... Im Februar war das! Bzw hatte ich ein paar Essays auch noch bis in den März hinein zu verfassen. Hingegen hat vor mittlerweile drei Wochen schon das neue Semester angefangen...
Bisher ganz entspannd und lustig: diesmal nur ein, und noch dazu ein eher lässiges Kernfachmodul der Anglistik... Dann eine fachnahe Schlüsselqualifikation der Anglistik - für mich eher wiederholend und bei einem großartigen Dozenten. Im Wahlbereich wie üblich Politikwissenschaften, und auch das ist recht entspannt: nur eine Vorlesung und anstelle eines Seminars ein Blockseminar - welches da sein wird eine UNO Simulation..., also so rollenspielmäßig. Und schließlich eine kleine fakultätsübergreifende Schlüsselqualifikation der Regionalwissenschaften, rund um die Themen Migration und Integration.

Und mein Name? Öhhh... Der lautet Sylvio! xD
Das DBZ Forum war damals das erste, in dem ich mich angemeldet hatte, als ich endlich Internet hatte, und da war ich nicknamemäßig noch nicht so kreativ! ;D
Daher: nein, ich hab dir auch ganz sicher nie einen anderen Namen gesagt!

Aber zur Geschichte... Klar war er schon bei McDonals! xD Zweimal bereits, ganz am Anfang der Geschichte und später dann in Köln...
Bezüglich Levin erwähnte ich glaube ich schon einmal, oder deutete es irgendwo in der Geschichte an, dass er ob seiner sehr gelegentlichen Arbeitszeiten auch sehr flexible Wachzeiten hat... *g* Ja und nun... Es geht weiter!!

Und ich bin mal gespannt was du von Levins Beschreibung hältst... ;D

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Ich erinnerte mich, dass sich Levin seit jeher für ein Vorhaben nur allzu leicht begeistern konnte... Dass er die jeweilige Angelegenheit dann auch permanent durchdachte und allen verfügbaren Menschen von seinen Absichten erzählte... Und dass er sich einen erfreulichen Ausgang – wohl auch diesmal – von ganzem Herzen wünschte! Dass er aber andererseits die Mühen der konkreten Realisation beständig scheute – die Verwirklichung all seiner glorreichen, romantischen, weit schweifenden Pläne – obwohl er ganz gewiss kein fauler Mensch war. Daher irritierte es mich auch diesmal gar nicht sonderlich, dass er mich einerseits auf diese, noch dazu recht kostenintensive, Reise schickte, es aber andererseits kaum als notwendig betrachtete, mir auf sehr viel simplere Art unter die Arme zu greifen.
Immerhin, vorerst hatte ich ihn wohl wachgerüttelt: „Hrm... Dann lass mich mal kurz nachdenken“, antwortete er letztlich, und atmete tief durch.
„Das Problem ist: wir haben uns beinahe nur über Hongkong unterhalten – tatsächlich fast nur über Hongkong. Weder bin ich dazu gekommen, von mir zu erzählen, noch erzählte mir Madleen von sich selbst; es war ein typischer, oberflächlicher, ein wenig ein schüchterner Einführungssmalltalk. Du weißt schon, um ein wenig in Kontakt zu kommen; und gerade für die Briten sei dieses ja recht typisch. Wir haben von den Orten gesprochen, die wir bereits besucht hatten, und wie sie uns gefielen, alles das... Und das war ja auch okay so – mehr wollte ich kaum. Also ich will sagen: ich war ja nicht an Madleen als Frau interessiert; ich bin glücklich verheiratet, überglücklich, nur damit du auf keine merkwürdigen Gedanken kommst!“
„Hm... Jaja“, murmelte ich, doch Levin hatte es auf einmal eilig fortzufahren.
„Am nächsten Abend wollten wir uns noch einmal treffen: ein wenig privater, in etwas ruhigerer Atmosphäre... Jedoch, wie du, glaube ich, schon weißt, daraus wurde nichts. Also ich war dort, in dieser schicken Bar in diesem schicken Wolkenkratzer, jedoch die süße Madleen leider, leider nicht!“
Vorausgesetzt, dass all dies stimmte – dass mir Levin nichts verschwieg – konnte ich ihm tatsächlich nicht viel von einem Vorwurf machen, nicht zu hart mit ihm ins Gericht gehen. Gleichwohl bliebe gerade dann die Frage offen, wieso er Madleen derart nachhängt!?
„Also gut“, sagte ich, „Ich glaube dir ja... Aber welche Orte Hongkongs erwähnte sie denn? Dieses zu wissen, könnte mir helfen, ihren Charakter, ihre Vorlieben, ein bisschen besser einzuschätzen...“
Wieder atmete mein Gesprächspartner arg tief durch: „Puh... Joa... Ich würde es dir wirklich gern ein wenig einfacher machen, aber ehrlich gesagt: mehr als die allerdurchschnittlichsten touristischen Basics haben wir wohl nicht erwähnt... Ich war ja selbst das erste Mal in Hongkong – und ich war geschäftlich da, und hab infolgedessen gar nicht viel betrachten können. Ja und für Madleen war es der Abend des zweiten Tages, wenn ich mich recht erinnere – der erste Tag noch ihrer Ankunft also – und du weißt doch, wie das ist, nicht? Man macht sich doch zuerst einmal ein Bild der fremden Gegend: nichts konkretes allerdings, vor allem keine Geheimtipps... Ich meine mich gerade noch zu erinnern, Madleen sei mit einer Fähre gefahren und habe Fotos von der Skyline geschossen. Aber naja, wer tut das nicht? Sorry...“
Auch all dieses konnte ich dummerweise nachvollziehen. Ich hatte morgen nicht viel anderes vor... Doch erneut, plötzlich redselig geworden, fuhr Levin auch schon fort: „Aber jetzt: wo ich das erwähne und darüber nachdenke... Madleen sprach ungewöhnlich ausführlich und detailliert, und mit einigem, für mich als bloßen Laien, technischem Verständnis von den Fotos... Ganz als ob sie eine echte Ahnung davon hätte! Also falls dir das irgendwie weiterhilft? Ist mir nur gerade eingefallen...“
Eine Kleinigkeit, aber immerhin. „Hast du eigentlich eine Ahnung ob sie ganz allein in Hongkong war!?“, fragte ich, hielt diesen Punkt für einigermaßen wichtig – und für eventuell hilfreich.
Auch Levin wirkte mit einem Male viel bestimmter, enthusiastischer: „Aber genau! Jetzt, wo du mich fragst: jetzt fällt mir wieder ein... Madleen war nicht alleine dort! Da war noch eine weibliche Person, von der sie kurz erzählte... Entweder eine Freundin, oder aber eine Schwester. Ach verdammt! Ich kann mich nicht genau erinnern. Es war... Ich bin mir einigermaßen sicher, es war ihre Schwester, mit der sie dort war. Das glaube ich, aber ich weiß es wirklich nicht genau. Möglicherweise bilde ich mir das alles nur ein, also verlass dich nicht darauf, nimm es allenfalls als Anhaltspunkt, bitte!“
„Ich hab schon verstanden... Aber was meinst du, was vermutest du: ob sie wohl einen Freund hat? Hat womöglich irgendetwas darauf hingedeutet?“
„Hm... Ich habe erneut nicht die geringste Ahnung. Hat mich ja auch nicht interessiert, du verstehst? Ich vermute jedoch, ich hab ein kräftiges Gefühl, dass... Nein, wohl eher nicht!“ Auch nicht schlecht, ging es mir unwillkürlich durch den Kopf. „Außerdem“, fuhr Levin fort, „merkte sie an, dass sie das erste Mal in Asien sei. Also nicht nur in Hongkong – das ohnehin – sondern in Asien im Allgemeinen...“
Das verstand ich als eine einigermaßen nützliche Information: genau genommen würde das bedeuten, dass sie auch nicht in Asien zur Welt gekommen ist, sondern außerhalb – in England etwa. Wenigstens dann, wenn sie diesen Punkt selbst auch einigermaßen eng sah: denn natürlich könnte jemand, der allenfalls ein Kleinkind einmal dort war, von sich selbst behaupten, noch nie in fraglicher Gegend gewesen zu sein.
„Allmählich entsteht ein Bild, bravo!“, komplementierte ich, und fühlte mich tatsächlich etwas klüger. „Kann ich dir vielleicht noch ein paar Worte bezüglich ihres Charakters entlocken, also wie sie sich verhielt, in deiner Gegenwart?“

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Den kurzen Nachfolgeabschnitt (es sei denn, ich hänge gleich noch etwas an) habe ich auch schon inhaltlich fertig und braucht nur die sprachliche Perfektionierung... Könnte ich sicherlich auch schon bald posten! ;D

Bis dahin, und eine angenehme neue Woche dir! :knuddel:
 
Huhu Sylvio,
ha, diesmal sind wir beide richtig flott. Ist doch klasse! ^^
Erst mal zu deinem re Kommi. xD
Also erstmal danke für die Tipps. Ich werd versuchen sie auf jedenfall irgendwie zu beherzigen. Auch wenn ich noch nicht ganz weiß, wie genau ich das anstellen kann. Bei SSS&S (wo ich immer noch sehnsüchtig auf ein neues Kapitel hoffe *g*) hat man es zu Anfang wirklich nicht gemerkt das man sich in einer Fantasie Welt (oder zum teil wenigstens) befindet. Das hast du wirklich Klasse hin gekriegt, du hast einen schön in die Falle laufen lassen und dann war es zu spät. xD
Bei meiner Protagonistin ist es derzeit so, dass sie die 'Ereignisse' die sie erlebt noch als 'Ich hab ein an der Schale .. ' abtut und ich hoffe darauf das der Leser es dann eben nicht all zu unglaubwürdig findet, wenn die Protagonistin es selbst schon für Irre hält. Es ist nur schwierig dann für später diesen Weg zu finden wo sie dann in diese 'andere Welt' eintaucht, ohne das es all zu .. überraschend kommt. So nach Alice im Wunderland mässig, du verstehst? Man soll irgendwie schon so eine ahnung haben das es in ihrer Welt nicht alles so .. Normal ist, wie es den Anschein hat. Oder vielmehr möcht ich versuchen den Menschen (a la Matrix) rüber zu bringen, was wäre, wenn es noch eine Welt neben der unseren gäbe. Du verstehst? Ist etwas kompliziert und ich hab nicht die leiseste Ahnung ob ich wirklich schaffe was ich da vor habe ... aber ein Versuch wäre es wert. Die Idee spuckt mir so lange schon im Kopf rum, dass ich sie einfach zu papier bringen muss. xD
Wenn du aber kein Fantasy Leser bist, kann ich auf dich wohl als Leser schon mal nicht hoffen. XD

Bisher ganz entspannd und lustig: diesmal nur ein, und noch dazu ein eher lässiges Kernfachmodul der Anglistik... Dann eine fachnahe Schlüsselqualifikation der Anglistik - für mich eher wiederholend und bei einem großartigen Dozenten. Im Wahlbereich wie üblich Politikwissenschaften, und auch das ist recht entspannt: nur eine Vorlesung und anstelle eines Seminars ein Blockseminar - welches da sein wird eine UNO Simulation..., also so rollenspielmäßig. Und schließlich eine kleine fakultätsübergreifende Schlüsselqualifikation der Regionalwissenschaften, rund um die Themen Migration und Integration.
Hell ... What? oo Das mit Migration und Integration versteh ich ja noch. UNO ist mir durchaus auch ein Begriff, irgendwie .. *kopfkratz* Aber Anglistik ... Kernfachmodul ... ?! merkt man das ich nie Studiert hab? ich schätze ja ... xD''

Stimmt! Wusste da war etwas gewesen mit deinem Nicknamen! Vermalledeit, ich bin so Vergesslich.
Sylvio ist ein ungewöhnlicher Name, spricht sich aber schön. ^^ Mein Nick hab ich damals in einem Online-Game genommen, da Blackyangel vergeben war, wurde kurzerhand Blackiangel daraus und ja .. ^^° Mich nennt man allgemein Tatjana, Tati ist aber auch Ok. ^^

Stimmt, glaub mich zu erinnern das du da was mit Levin erwähnt hattest. Er ist eben ein .. merkwürdiger Zeitgenosse, möchte man so sagen. oO"
Nun aber ohne weitere umschweife ab zum neuen Teil:
Wenn er jedem davon immer so gerne erzählt, weiß dann auch seine Frau davon, dass er seinen 'Freund' nach einer anderen Frau los geschickt hat suchen? Ich glaube mich zu erinnern, dass sie es nicht weiß. o.O
Und wenn ich das so Lese erscheint es mir als sei Levin einer dieser Männer nach dem Motto 'ich lasse andere die Arbeit für mich erledigen.' oO Aber gut, er hat ja das Geld. Wieso also nicht.
Also ich will sagen: ich war ja nicht an Madleen als Frau interessiert; ich bin glücklich verheiratet, überglücklich, nur damit du auf keine merkwürdigen Gedanken kommst!“
bestimmt, Levin, ganz bestimmt. :rolleyes:
Wenn sie sich nur so oberflächlich unterhalten haben, wieso zum Teufel ist er dann so an dieser Frau interessiert und will sie wieder finden? Und was mir noch so einfällt. Wie wird Madleen wohl reagieren, wenn sie heraus findet das ihre flüchtige Bekanntschaft ihr quasi einen Detektiv auf den Hals gehetzt hat. Also mir wäre das mehr als unheimlich.
Ihr Gespräch gibt wirklich nicht viel an Informationen her. Was mich auch interessieren würde, wie kam Levin eigentlich an das Foto von Madleen ran? Gut, es ist alt, es ist schwarzweiß und man erkennt nicht viel. Aber es ist ein Foto von ihr. Sie wird es ihm wohl kaum gegeben haben, wenn sie sich so schon kaum richtig Unterhalten haben.
Und um mal eine ganz gewagte These aufzustellen:
Die 'Schwester' von Madleen ist nicht rein zufällig die Frau aus dem Supermarkt, oder?
Sie ist also vermutlich doch keine Asiatin, oder zumindest nicht selbst dort geboren worden ... Aber selbst wenn, würde das nicht unbedingt heißen das sie dort ist. Und da sie dort zum ersten mal war, wird sie dort wohl nicht nochmal sein ... Hm ...
Frustrierend, weißt du das? xD

Also, mach schnell weiter. Ich will mehr über sie erfahren. xD

Bis dann und auch dir eine schöne Woche :knuddel:
 
Huhu!! ^^ Also irgendwie hab ich gerade nen Lauf - hab schon wieder einen Abschnitt fertig! :)
Im Laufe der Bearbeitungen ist der nun auch noch etwas länger geworden, eigentlich kaum kürzer als die letzten Abschnitte auch.
Und interessanterweise gefällt er mir persönlich ziemlich gut... Halte ihn für einen der besten seit langem. Aber das soll deine Meinung nicht beeinflussen! ;)

Und ohnehin erstmal zu deinem Comment:
Nein, ich hab nichts gegen Fantasy Literatur! Ich hab einfach nur recht wenig gelesen, und kenne mich da nicht so aus - aber einige Sachen mag ich, und würde daher durchaus auch in deine FF einmal einen Blick werfen! ;)
Und wenn du schon Alice im Wunderland erwähnst: hast du mal das Buch, oder auch nur dessen erste Seite gelesen? Wenn nicht, dann mach das mal - findest du ja auch problemlos online... Da wird der Leser nämlich auch auf die folgenden fantastischen Geschehnisse auf interessante Weise vorbereitet! Ist wunderbar geschrieben...

Zu SSS&S mag ich noch sagen, dass das so schnell - leider - wohl eher nicht weiter gehen wird (vielleicht dann, wenn ich die erste Hälfte dieser Geschichte hier fertig habe) und zudem, dass es so wirklich übernatürlich ja bisher nicht geworden ist... Also mal abgesehen davon, dass die Geschichte ja von Beginn an insofern unrealistisch ist, als dass sie in naher Zukunft spielt, kann man ja alles logisch erklären, auch wenn es manchmal etwas seltsam wirkt...
Darüber hinaus gingen allenfalls die Träume..., die ja aber auch nur TRÄUME waren. Ohnehin mag ich gar nicht direkt behaupten, dass SSS&S so RICHTIG ins Fantastische gleiten wird. Aber das ist Definitionssache! ;)

Ok... Tatjana also! Danke! ^^ Freut mich, das zu wissen!

Und das mit meinem Studium ist folgendermaßen... Also mein eigentliches Studienfach ist Anglistik - das ist das Kernfach. Von den insgesamt 180 Creditpoints des Bachelor Studiums entfallen aber nur 90 CP auf dieses Kernfach, was wiederum 9 Kernfachmodulen entspricht... Bzw acht - weil das neunte die Bachelorarbeit ist...
Von den restlichen 90 CP entfallen 60 auf die Wahlbereichsmodule... Das ist bei mir wohl durchgehend Politikwissenschaften, theoretisch könnte man dort aber mischen, oder auch noch zusätzliche Module des Kernfachs reinnehmen.
Und die restlichen 30 LP sind so genannte Schlüsselqualifikationen, die auch Praktika oder Auslandsaufenthalte sein können, oder aber spezielle Module... Wobei da noch zwischen fakultätsintern und fakultätsübergreifend unterschieden wird. Gerade dort gibt es dann teilweise auch so eine Art halbe Module - die anstatt 10 nur 5 CP bringen. Das erwähnte regionalwissenschaftliche ist so eines...

Und jetzt hab ich dich hoffentlich nicht noch mehr verwirrt! ;)

Was nun die Handlung angeht, sprichst du interessante Punkte an, denen ich aber natürlich nicht vorgreifen will...
Und was das Foto betrifft, wo Levin es her hat, kann man anhand des Textes imo davon ausgehen, dass er es selbst geschossen hat... Zumindest scheint der Erzähler davon auszugehen, er deutete vor langer Zeit etwas an die Richtung an, dass er genervt sei, dass Levin nur ein schwarzweiß Foto geschossen hätte...
Derweil steht ja nicht JEDES Detail seiner Gespräche und Mails mit Levin auch hier im Text - manchmal hab ich ja Minuten übersprungen oder zusammengefasst und so - daher kann man auch davon ausgehen, dass er noch die ein oder andere weitere Info hat...
Also kurz gesagt: Levin hat das Foto selbst geschossen, zumindest hat der Erzähler Grund, dieses anzunehmen. Ob das stimmt, ist natürlich eine andere Sache...
Was Madleens Schwester und die Frau im Supermarkt angeht... Wie schon einmal an anderer Stelle..., das wären schon merwürdige Zufälle! ^^ Erinnert mich gerade an Chinese Box... Ein ohnehin zu dieser Geschichte in einigen Punkten passender Film, und definitiv ein großartiger Film, nach meiner Meinung - aber die Handlung ist bei wiederholter Betrachtung dann doch DERART voller Zufälle dass es schon beinahe unfreiwillig komisch ist! xD

Also dann: viel Spaß beim Lesen! :)

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Auf diese Frage hin schwieg mein Gegenüber nun wieder ungewöhnlich lang: „Hm“, brummelte er zögernd, „Ihr Charakter... Hm. Ja, ihr Charakter, der ist ein ganz spezielles Ding!“
Pause... Levin wartete wohl auf eine mitleidige Reaktion meinerseits – aber nix da.
Ich wartete auf den Moment, dass er fortfuhr. „Das ist mir sogar in diesen wenigen Minuten klar geworden, die wir miteinander sprachen. Denn irgendwie war sie schüchtern, in gewisser Weise wenigstens... Eher introvertiert, jemand, der seine Gefühle für sich behält, und wohl eher niemand, der auf Menschen zugeht; abgesehen davon, dass sie ja auf mich zuging. Das schränkt das etwas ein. Ja und mir gegenüber, da war ihr Verhalten fast ein wenig frech: ab und an verhielt sie sich recht fordernd und bestimmt, beinahe dominant! Also ihren eigenen Kopf, den hatte sie sehr wohl...“
„Registriert...“, antwortete ich nur, und sah meine Motivation, wie so oft, ein weiteres Bisschen bröckeln. Auf solch eine komplizierte und sogar dominante Dame hatte ich nun wirklich keine Lust! Eine Frau hat niedlich zu sein, und zurückhaltend, wenn es nach mir geht, ja! Geht nur viel zu selten nach mir...
„Beschreib mal, wie war sie angezogen?“, fragte ich dann aber doch, auch aus Interesse, ob es nicht besser wäre, noch am ersten Abend aufzugeben und insgeheim den Urlaub zu genießen.
Doch merkwürdigerweise gestaltete sich die Beantwortung dieser Frage auch nicht leichter. Ich vermochte Levins angestrengte Grübelei geradezu zu hören.
„Also irgendwie stilvoll, modern... Weder casual, noch richtig elegant, eher ein Mix irgendwie... Aus beidem. Definitiv auch irgendwie in Richtung cool... Aber nicht so hip-hop-cool, bloß nicht! Eher dezent, eher zurückhaltend, nicht grell... Durchaus geschmackvoll. Modisch. Recht erwachsen...“
Ich hob die Augenbrauen. Das waren der Worte viele – und doch das reinste Chaos! Ein Nichts von einer Beschreibung. Wenigstens schien Madleen keiner modisch auffälligen Randkultur anzugehören: kein Punk, kein Goth, nichts dergleichen... Immerhin. Andererseits hätte eine solche Kategorisierung meine Mission wohl eher vereinfacht; dann wüsste ich, in welchen Kreisen ich mich umzuhören hätte – aber letztlich war ich doch erleichtert, eben gerade weil ich solchen, in meinen Augen suspekten Individuen, beziehungsweise Gruppierungen, fernbleiben durfte... Ganz besonders ihren britischen Entsprechungen.
Doch wie auch immer, erstaunlich war das ohnehin nicht; das hätte ich anhand des Fotos wohl auch ausschließen können. Ich seufzte tief..., und fühlte mehr und mehr die Müdigkeit: Gott, ich war seit nunmehr nahezu dreißig Stunden wach. Ich konnte einfach nicht mehr denken.
„Du“, sagte ich, „Das ist ja alles ganz hübsch, und wenigstens ein bisschen eine Vorstellung kann ich mir jetzt wohl machen; allerdings bin ich brutal müde!“
Daher bat ich Levin, all die Infos in einer kleinen Mail noch einmal zusammen zu fassen. Manchmal prägt man sich derartige Dinge erstaunlich falsch ein, ohne es zu bemerken, und manch ein Detail könnte in den folgenden Wochen das Gelingen meines Vorhabens bestimmen.
„Alter! Klaro! Betrachte es als erledigt!“, gab er seltsam enthusiastisch zurück.
„Danke dir...“, sagte ich. Wir verabschiedeten uns knapp und ich beendete unser Gespräch.
Ich war mittlerweile viel zu erschöpft, um all die wirren Informationsfetzen jetzt schon zu analysieren, und ging mich nur eben waschen und stellte den Wecker. Wenige Minuten später lag ich im Bett; doch warf ich vor dem Einschlafen noch einmal einen konzentrierten Blick auf Madleen, also auf das auf meinem iPod abgespeicherte Bildchen. Dabei versuchte ich einmal mehr, mir die junge Frau als lebendige Person vorzustellen: Madleen, wie sie einem Bürgersteig entlang geht, mir in der U-Bahn gegenüber sitzt, in einem Geschäft nach Klamotten schaut; wie sie mit ein paar Freundinnen quatscht, mit ihrer Familie beim Frühstück sitzt und sich die Müdigkeit aus den Augen reibt; oder wie sie sich spät abends in ihr Bett legt, die Decke über die Brust zieht, ihre Augenlider schließt und einschläft und träumt...
Jedoch: je intimer der vorgestellte Rahmen, desto schwerer fiel es mir. Desto unwirklicher erschien mir Madleens bloßes Dasein. Wieso konnte ich mir nicht im entferntesten vorstellen, wovon sie träumt? Ich erschreckte geradezu darüber. War ich ihr gedanklich doch so fern!?
Ich fühlte mich schrecklich dumm. Auf die wirklich wichtigen Fragen konnten mir Levins Ausführungen keine Antwort geben. Dabei war Madleen, heimlich, längst auch in mein Leben getreten. Wer auch immer sie war, und wo sie sich aufhielt: Madleen war der Grund, wieso ich in diesem Augenblick in Camden in diesem kleinen Hotelzimmer lag.
Gedanklich war ich nun ziemlich aufgewühlt; dennoch schlief ich wenig später ein.

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Joah... Der nächste Teil kommt wohl nicht ganz SO schnell, obwohl ich da auch schon viel Material geschrieben habe - teils vor Wochen schon - aber das muss erst noch geordnet und ausgewählt werden...
Mal schauen! Bis dahin! :knuddel:
 
Huhu Sylvio,
nu hat es doch ma wieder etwas länger gedauert, verzeih. Der stress bringt mich noch ... Lassen wir das. xD'
Ich weiß noch nicht mal ob ich die FF hier veröffentlichen werde (wenn sie je fertig wird o.O") oder aber nur privat weiter leite. Aber wenn du möchtest, kann ich sie dir dann ggf. auch per PN schicken. Häppchenweiße. xD
Und was das mit Alice im Wunderland angeht, entweder bin ich zu blöd um was zu finden oder die Suche im www gestaltet sich doch nicht so leicht wie du dachtest. Ich versuch es aber gleich nochmal.

Und was SSS&S angeht .. Schade natürlich. Aber ich kann es verstehen, man kann sich so schwer auf zwei Geschichten konzentrieren und wenn du hier gerade so einen guten Lauf hast, wäre es keine gute Idee den zu unterbrechen um mit der älteren FF fortzufahren. Und was dieses Fantasy dabei anbelangt, spielte ich mehr darauf an das ich das Gefühl hatte das mit den 4 Mädchen irgendwas nicht stimmt. o.O aber ich irre mich wohl. xD'

Und das mit meinem Studium ist folgendermaßen... Also mein eigentliches Studienfach ist Anglistik - das ist das Kernfach. Von den insgesamt 180 Creditpoints des Bachelor Studiums entfallen aber nur 90 CP auf dieses Kernfach, was wiederum 9 Kernfachmodulen entspricht... Bzw acht - weil das neunte die Bachelorarbeit ist...
Von den restlichen 90 CP entfallen 60 auf die Wahlbereichsmodule... Das ist bei mir wohl durchgehend Politikwissenschaften, theoretisch könnte man dort aber mischen, oder auch noch zusätzliche Module des Kernfachs reinnehmen.
Und die restlichen 30 LP sind so genannte Schlüsselqualifikationen, die auch Praktika oder Auslandsaufenthalte sein können, oder aber spezielle Module... Wobei da noch zwischen fakultätsintern und fakultätsübergreifend unterschieden wird. Gerade dort gibt es dann teilweise auch so eine Art halbe Module - die anstatt 10 nur 5 CP bringen. Das erwähnte regionalwissenschaftliche ist so eines...

Und jetzt hab ich dich hoffentlich nicht noch mehr verwirrt! ;)

Mein Gesichtsausdruck kannst du dir ungefähr so vorstellen :goof: Ich hab dieses Bachelor irgendwie schon mal gelesen, auf meinestadt.de wenn ich nach berufen gesucht habe. o.o Aber ich weiß jetzt nicht ob ich damit das selbe meine wie du. Mit Anglistik und dem ganzen kann ich immer noch recht wenig anfangen. ^^° Verzeih, für mich muss man sowas meist extrem vereinfachen ...xD''

So jetzt aber ab zur FF, ich muss gleich noch Essen und Lernen für die Deutsch Arbeit ... >_< Gott lobe die Feiertage! Wir schreiben erst nach Pfingsten. :rofl:"
Aber nu los:

Ihr Charakter ist ein ganz spezielles Ding?! Ahm ... Okey.. ?! Ich weiß ja nicht womit Levin die Frau vergleicht, aber ihren Charakter als 'spezielles Ding' zu bezeichnen, klingt seltsam. Gleichsam aber auch irgendwie lustig. xD
Sie wirkt schüchtern und introvertiert, gleichsam aber auch Dominant und Frech? Zum Geier, was ist das denn für eine. xD Und sie ist auf ihn zugegangen? Klingt doch schon mal gut. Ob sie wohl wusste das er verheiratet ist? :naughty:
Und was die Beschreibung ihrer Kleiderwahl angeht ... Wenn mir jemand eine Person so beschreiben würde, würde man bei mir Drei große ??? sehen. Nicht weil ich nicht verstehe was er sagen will, viel eher weil man nun so gar nicht weiß WIE sie denn nun angezogen sein soll.
Hey, Goth ist toll. Solange man es nicht übertreibt .. Gut, es gibt ne Menge die das tun ...Bin schon ruhig. xD' Aber hätte es durchaus vereinfacht sie zu finden. Hätte auch geholfen wenn sie piek fein angezogen wäre, dann müsste er nur in ein Nobelschuppen gehen und würde sie dort finden .. vielleicht .. möglicherweiße ... so irgendwie .. oo"
Am Ende des Gespräches könnte man fast meinen das Levin gerade Dankbar ist, dass das Gespräch beendet wird. Er hatte wohl auch genug von dieser Fragerei. Scheint zumindest so. Man hätte ihm ja vielleicht noch das ein oder andere Geheimniss aus den Rippen leihern können. *grins*
Wieso konnte ich mir nicht im entferntesten vorstellen, wovon sie träumt?
Hallo?! Er kann sich nicht Vorstellen wovon sie träumt und das erschreckt ihn.. ? Aham .. *räuspert sich* Ich weiß ja nicht ... Ich kann mir das auch nicht vorstellen was andere leute träumen, wie sollte man auch? man kennt den anderen doch meist gar nicht, wie sollte man da wissen wovon er träumt oO Soviel weiß er ja nicht von ihr, als das er sich ein richtiges Bild von ihr machen könnte.
Ja mittlerweile ist sie auch in sein Leben getreten, dass ist wohl wahr .. Ich bin wahrlich auf das erste Gespräch der beiden gespannt und ob er gleich mit der Tür ins Haus fallen wird. xD

Also dann, jetzt bist du wieder an der Reihe.
Ich hoffe ich komm dann auch bald mal wieder zum Kommentieren.. Könnte aber wieder etwas dauern .. ^^°

Liebe Grüße und :knuddel:
Tatjana
 
Hallo Blacki! Hat leider ein wenig gedauert... Ich hatte in letzter Zeit die ein andere Sache auf den Weg zu bringen! *g* Bzw hatte ich mich für den neuen Abschnitt auch erst durch einiges Gewirr von teilweise schon älteren Entwürfen zu kämpfen...

Doch erstmal: ja klar, du darfst mir deine FF gern per PN oder Email schicken, wenn du irgendwann etwas vorzeigbares hast! ;)

Und was Alice angeht, so hatte ich damals auf Anhieb zahlreiche Seiten mit dem Volltext gefunden! Allerdings hatte ich auf Englisch gesucht... Hast du mittlerweile was?

Was SSS&S angeht, hast du schon recht... Irgendetwas "stimmt" mit den Mädchen durchaus nicht... *g* Aber das muss ja nicht zwangsläufig fantastische Gründe haben. Was ich aber - wie letztens schon gesagt - auch nicht ausschließen möchte... Ist eine Frage der Betrachtung. Gewiss würde Spencer alles wissenschaftlich-weltlich erklären können.

Hmm... Ansonsten hab ich zu deinen Anmerkungen zur Geschichte gar nicht wirklich was zu sagen... Daher wünsche ich dir nun einfach viel Spaß mit dem neuen Teil - der auch schon das Ende des eher kurzem, fünften Kapitels darstellt!

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Am darauf folgenden Morgen war es erstaunlich kühl im Raum. Wegen der am Vorabend und trotz des feuchten Wetters noch ganz sommerlichen Außentemperaturen hatte ich die Nacht hindurch die Fenster geöffnet gelassen. Aus diesem Grunde war es zudem nicht mein Wecker, der mich in die mir noch ungewohnte Wirklichkeit zurückgeholt hatte, sondern eine durchaus angenehme, lebendige Komposition aus fremden Stimmen und Geräuschen, wie sie durch die altmodischen, braunen Vorhänge hindurch in das Gebäude drängten. Einem solch sanften Weckruf konnte ich dann auch nicht dafür böse sein, dass er mich dreißig Minuten früher geweckt hatte, als eigentlich geplant gewesen war, und nahm mir lieber vor, die hinzugewonnene Wachzeit gut zu nutzen. Nach lediglich kurzem Zögern nahm ich all meinen Mut, meine Konzentration und Willenskraft zusammen, um aus dem wohlig-warmen Bett zu stürmen, in die Kälte ringsumher. Ich zog nur eilig eine Jacke über, doch gleich darauf die Vorhänge und die Gardinen beiseite, und warf einen freudigen Blick nach draußen: bereits das Wetter schien fantastisch! Klare Luft und ungetrübter Sonnenschein – es würde gewiss nicht noch viel länger so kühl bleiben.
Auf dem Gehweg ein paar Meter unter mir stöberte ein eigentlich seriöser, älterer Herr in einem großen Haufen Altpapier. Aus großen Kartons extrahierte er schließlich die Objekte seiner Begierde..., eine beträchtliche Menge Luftpolsterfolien! Oder „Bubble Wrap“, so würde dieser offensichtliche Fan desselben es wohl nennen. Und auch der Basketballplatz wurde bereits in diesen frühen Morgenstunden von drei, vier mehr oder weniger sportlichen Individuen genutzt, von denen zumeist einer ziellos dribbelte und Körbe warf, während die anderen am Rand hockten und quatschten. Einige Meter weiter schlief schließlich auf einer Parkbank ein offensichtlich Obdachloser südasiatischer Herkunft; ganz ohne irgendeine Art von Decke selbstverständlich, nur in einem etwas dickeren, grauen Kapuzenpullover. Daraufhin erschien mir meine Jacke nun doch ein bisschen lächerlich: ich zog sie aus und die Vorhänge zu, und ging mich waschen.
Die Badezimmertür befand sich circa dort, wo sich während meines ersten Aufenthalts lediglich ein Waschbecken und ein Spiegel befunden hatten. Jedoch das restliche Mobiliar wirkte ebenso spartanisch, wie das in meinem damaligen Hotelzimmer von vor ein paar Jahren. Die wild durcheinander gewürfelten Möbelstücke hatten auch diesmal wenig mehr gemein, als ihr durchweg fortgeschrittenes Alter, und so gab es hier zum einen ein äußerst kurzes hölzernes Bettchen, flankiert von einer kleinen, alten Echtholzkommode, die wiederum gekrönt wurde, von einem Nachttischlämpchen – vielleicht nicht ganz aus Omas besten Zeiten, aber doch in ihrer liebsten Optik. Diesen gegenüber standen gleich neben der Zimmertür ein von Natur aus türloser Kleiderschrank (weiß lackierte Spanplatte) und auf diesem obenauf ein gar winzig kleiner Röhrenfernseher einer mir völlig fremden Billigfirma, ein vergilbter Tischventilator und ein kleiner Wasserkocher, mitsamt zwei Tassen für Tee, die eine davon angeschlagen, die andere zumindest rissig. Die illustre Runde wurde komplettiert von einem wackeligen, alten Holzstuhl, mit gepolsterter Sitzfläche immerhin, der ohne ein passendes Tischchen auch eher missplatziert wirkte.
Herrlich! Ja wirklich, ich mochte dieses etwas schäbige, doch irgendwie auch familiäre Umfeld; und den bescheidenen Anforderungen meines Aufenthalts genügte es ohnehin. Und pflegten nicht die hartgesottenen, die guten alten Privatdetektive in guten alten amerikanischen Filmen, in ganz ähnlichen Etablissements abzusteigen!? Eben.
Vom Frühstück werde ich ein wenig später erst erzählen; an diesem ersten Morgen hielt ich mich ohnehin nicht lange damit auf. Gleich danach stellte ich ganz flott den Inhalt meiner Umhängetasche zusammen: Reiseführer und Stadtplan, Kamera, Geldbörse natürlich, ein Notizheftchen und eine von den Wasserflaschen. Meinen wichtigsten und wertvollsten Besitz jedoch, meinen treuen Lappy – den ließ ich wenigstens heute im Hotel. Ich schloss ihn lediglich an ein Heizungsrohr fest an, um wenigstens Gelegenheitsdieben ihren Job ein wenig zu erschweren. Derartige Befürchtungen wurden gestützt, von unter anderem diesem merkwürdigen englischen Türschloss, welches ich zu beschreiben besser gar nicht erst versuche, und das ich täglich mehrmals checkte, bevor ich in die Stadt aufbrach. An jenem ersten Morgen vernahm ich dabei aus dem Nebenzimmer (möglicherweise sogar das Zimmer, in dem ich selbst vor ein paar Jahren übernachtet hatte) eine mir vertraute Musik: es war das glasklare Stimmchen der jungen Kate Bush, oder genauer noch, ein Song des Lionheart-Albums, ihres zweiten und vergleichsweise wenig bekannten Albums von 1978 – wenn ich mich nicht irre... Es freute mich, dass ich wohl doch nicht ganz der Letzte war, der solchen Pop-Klassikern noch hin und wieder lauschte.
Doch wie auch immer, wenige Augenblicke später fand ich mich auf dem Gehweg wieder, in der jetzt schon prallen Vormittagssonne. Unterwegs zur nahe gelegenen U-Bahnstation begann ich mich nun endlich auch zu fragen, wie ich diesen ersten Tag in London denn eigentlich verbringen möchte!?

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Joa, war diesmal wohl nicht zu aufregend - für die Stimmung die Atmosphäre der Geschichte aber imo nötig... ;)

Und schließlich, was ich eigentlich schon seit längerer Zeit posten wollte... Die Kapitel haben mittlerweile auch Namen:

Prolog - New Bangkok International Airport
Das erste Kapitel - Eine gewisse Madelaine...
Das zweite Kapitel - Das übliche Programm?
Das dritte Kapitel - Berlin, Ostbahnhof
Das vierte Kapitel - No!
Das fünfte Kapitel - Camden, Argyle Square

Und recht bald...
Das sechste Kapitel - OutRun

Dessen Niederschrift sollte mich, nach bereits abgeschlossenen Planungen, zwar vor keine allzu große Herausforderung mehr stellen - allerdings habe ich bis Mitte Juni in der Uni besonders viel zu tun! :( Daher könnte es sein, dass es leider trotzdem ein wenig dauert... Bis dahin! :knuddel:
 
Hey Sylvio,
jetzt hats bei mir auch leider wieder etwas gedauert .. ^^'' Ich bin aber auch Lahm geworden. oo"
Hab zu Alice leider immer noch nichts gefunden da ich ja auch auf Deutsch suchte. Mein Englisch ist ... es lässt zu Wünschen übrig. oo"

Was SSS&S angeht, hast du schon recht... Irgendetwas "stimmt" mit den Mädchen durchaus nicht... *g* Aber das muss ja nicht zwangsläufig fantastische Gründe haben. Was ich aber - wie letztens schon gesagt - auch nicht ausschließen möchte... Ist eine Frage der Betrachtung. Gewiss würde Spencer alles wissenschaftlich-weltlich erklären können.
Das ist ja so gemein :rofl:" Ich bin wahnsinnig gespannt wann es weiter geht. xD

Das Wetter klingt echt herrlich was sie dort haben, eine Mischung aus Kühl und Warm. Sowas mag ich, besser als zu Warm oder zu Kalt. Wobei ich es lieber Kühl hab als warm .. xD'
Weiter im Text
Dieser seriöse ältere Herr ist auch ein Obdachloser, oder? Vermutlich will er mit den Luftpolstern ein Bett basteln. Besser als auf dem harten Boden zu schlafen, oder auf einer harten Bank. Der andere Obdachlose auf der Bank tut mir leid, ohne Decke zu Schlafen oder sonstige Hilfsmittel die einen Wärmen ... Unser Protagonist hat nicht vor ihm eine zu geben, oder? oo"
Die wild durcheinander gewürfelten Möbelstücke hatten auch diesmal wenig mehr gemein, als ihr durchweg fortgeschrittenes Alter, und so gab es hier zum einen ein äußerst kurzes hölzernes Bettchen, flankiert von einer kleinen, alten Echtholzkommode, die wiederum gekrönt wurde, von einem Nachttischlämpchen – vielleicht nicht ganz aus Omas besten Zeiten, aber doch in ihrer liebsten Optik. Diesen gegenüber standen gleich neben der Zimmertür ein von Natur aus türloser Kleiderschrank (weiß lackierte Spanplatte) und auf diesem obenauf ein gar winzig kleiner Röhrenfernseher einer mir völlig fremden Billigfirma, ein vergilbter Tischventilator und ein kleiner Wasserkocher, mitsamt zwei Tassen für Tee, die eine davon angeschlagen, die andere zumindest rissig. Die illustre Runde wurde komplettiert von einem wackeligen, alten Holzstuhl, mit gepolsterter Sitzfläche immerhin, der ohne ein passendes Tischchen auch eher missplatziert wirkte.
Omg.. o.O Ich meine .. in meinem Zimmer passt auch nicht alles zusammen aber ich stell mir das Zimmer echt grausam vor. xD Und ein winzig kleiner Röhrenfernseh? da fällt das Fernseh schauen dann wohl flach. xD'

*räusper* er schließt seinen Lappy an ein Heizungsrohr fest .. und denkt er erschwert es so den Dieben ihn zu Klauen? xD Er hat wohl nicht oft mit sowas zu tun, wie mir scheint. xD'' Mal gespannt wie lang er den Lappy hat. xD'
Und was die Musik aus dem Nebenzimmer angeht werd ich gleich mal youtube dazu befragen. Möchte doch gerne wissen was für Musik unser Protagonist so hört und welche die Frau im Nebenzimmer.
Ich weiß auch nicht wieso ich davon ausgehe das es eine Frau ist. Intuition oo"

Bin auf jedenfall gespannt wie er den Tag verbringen wird, was noch so passiert und wann er auf die zwei Frauen triff. ^^ Und wann ich mehr von Levins Frau und dem Kennenlernen erfahre. xD ich glaube das war nicht beendet. ^^

Und was die Zeit angeht, wenn es mal länger dauert ist das völlig Ok. Wegen mir musst du dich nicht eilen, ich werd schon nicht abhauen. ^^ Ich hatte mir nur ein wenig Sorgen gemacht, das etwas passiert sein könnte. So bin ich eben. ^^'' Also dann, viel erfolg in der Uni. ^^' Bis dann :knuddel:
 
Hallo Blacki! :)
Diesmal hab ich wieder lang gebraucht... :(
Zum einen war Prüfungszeit, das konntest du dir vielleicht schon denken. Und zum anderen hatte ich die Fortsetzung zwar noch vorher begonnen, war aber nicht ganz fertig geworden. Wofür ich letztlich dankbar bin... *g* Denn als ich sie drei, vier Wochen später wieder betrachtete, da erschien sie mir viel zu lahm, zu lahm sogar um sie zu verbessen. Also hab ich den Abschnitt erstmal komplett gestrichen - deswegen auch die neue Kapitelüberschrift - und einen ganz anderen Ansatz gewählt... Ich dachte mir, dass es nun wirklich Zeit wird, das Tempo etwas anzuziehen, mich auf die für die Handlung und Intentionen relevanteren Inhalte zu konzentrieren.

Ich hoffe demnach, das sechste Kapitel wird einen guten Einstieg in die eigentliche Suche bieten... ^^

Zu deinen Anmerkungen:
Tatsächlich denke ich selbst immer öfter darüber nach, mal wieder ein wenig an SSS&S zu schreiben, auch weil ich dazu in den letzten Jahren so viele neue Ideen gesammelt habe, die dem etwas dunkleren zweiten Teil wohl auch die Basis geben würden, deren Fehlen mich damals vielleicht zum Teil veranlasst hat, vorrübergehend zu pausieren.
Aber das wird auch von DIESER Geschichte abhängen: wenn ich da in den nächsten Monaten, jetzt in den Ferien, so viel schaffe wie ich hoffe, dann kann ich mir vielleicht mal wieder die Zeit für anderes nehmen. Würde ich aber nicht drauf wetten... ;)

Nein, der ältere Herr war kein Obdachloser! xD
Es gibt tatsächlich Leute die von so Folien nicht genug bekommen können... *g*

Wieso schreibst du" wann er auf die zwei Frauen trifft"? Welche meinst du mit der zweiten? Die von dir gemutmaßte "Frau" aus dem Nebenzimmer!? ^^

Ja, natürlich war die Geschichte von Levin noch nicht beendet... *g* Die wird sogar viel umfangreicher, als das bisher wohl ersichtlich war - und wird im Laufe fast des gesamten Romans (oder mindestens der ersten Hälfte) noch präsentiert... Also Levin hat durchaus auch eine vielleicht nicht ganz unspektakuläre Geschichte zu erzählen. Etwa in einem der nächsten Telefonate...

Aber nun viel Spaß mit des Erzählers Spaziergängen durch London! :)

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Das sechste Kapitel – All You Can Eat!

Es war so gar nicht meine Absicht gewesen schon am ersten richtigen Abend auch nach Chinatown zu gehen. Auch tat ich dieses nicht, weil ich in beispielsweise einem plötzlichen Ansturm von Pflichtbewusstsein so bald wie möglich Madleen zu finden suchte... Es geschah spontan, beinahe zufällig – und resultierte in immerhin einem Abend, welcher sehr viel befriedigender war, als die drei, vier Stunden zuvor.
In eben diesen hatte ich mich in der Nähe des Piccadilly Circus aufgehalten, und in einem der Gebäude im so genannten „Funland“ eine beträchtliche Menge Zeit und Geld zurückgelassen, an diversen Video- und Glücksspielautomaten nämlich. Dieses wird ein wenig später noch ein Thema sein; für den Moment jedoch genügt es zu erwähnen, dass es mir in all den Stunden einfach nicht gelingen wollte wieder aufzuhören, geschweige denn meine mittlerweile horrenden Verluste notdürftig auszugleichen. In letzter Konsequenz war es meinem aufkommenden Hunger anzurechnen, dass ich die schummrige und von verlockenden Klingel- und Klimpergeräuschen erfüllte Location endlich verließ. Unter dem Druck meines nahezu schmerzhaft knurrenden Magens kehrte ich gegen neun Uhr in die mittlerweile in abendliches Zwielicht getauchte Londoner Realität zurück, mit leichter gewordener Geldbörse zwar, doch umso schwereren Herzens und in der düsteren Gewissheit, in jenem „Funland“ fortan öfters aufzutauchen...
Was nun das Abendessen anbelangt, machte ich mich in Richtung des Leicester Squares auf. Ich glaubte mich zu erinnern, dass Colonel Sanders in dessen unmittelbarer Nähe eine seiner Filialen betreibt, was freilich nicht bedeuten soll, dass ich ein Liebhaber des Kentucky-Fried-Chicken-Franchises bin. Eher im Gegenteil: obwohl in Maßen durchaus schmackhaft, halte ich die panierten und frittierten Hähnchenstücke für so ziemlich das ungesündeste Fastfood, das die Systemgastronomie zu bieten hat. Jedoch gibt es nirgendwo in meiner unmittelbaren Nähe einen KFC und wenigstens einmal im Jahr – denn mindestens ein Jahr war es her, dass ich letztmals in einem solchen eingekehrt war, mutmaßlich in Berlin – kann man dort ruhig essen, dachte ich, natürlich nur um „mitreden“ zu können.
Es ist womöglich nicht so ungewöhnlich, in dieser Gegend der Innenstadt die Orientierung zu verlieren, auch dann, wann man vor wenigen Jahren schon einmal dort gewesen war. Merkwürdig ähnlich sehen einander sogar die Hauptstraßen, mit all ihren Pizza Huts und Filialen zweier Steakhausketten; indes die für London typischen, meist schwarzen Taxis den Asphalt dominieren. Für die dazwischen liegenden Fußgängerzonen sind austauschbare und oftmals furchtbar schäbige Souvenirgeschäfte charakteristisch, in der Hauptsache irgendwelchen kitschigen Billigschrott aus mutmaßlich Fernost verkaufend; etwa Kaffeetassen, bedruckt mit dem Union Jack, Miniaturen des Big Ben oder Teddybären in den Uniformen der Königlichen Wachtposten. Beinahe noch zahlreicher vertreten waren allerdings die Tickethändler, die Eintrittskarten für beispielsweise die nahe gelegenen Theater und all die berühmten Musicals anboten, und von denen sich die einen rühmten „official“ zu sein, wogegen es andere als Vorzug darstellten „unofficial“ zu sein und damit vorgeblich besonders günstig.
Wie auch immer, es kam schließlich, dass ich auf meiner nicht ganz geradlinigen Route zum Leicester Square eigentlich unbeabsichtigt auch schon durch die Ausläufer des kompakten, bereits von warmem Regenbogenlichterschein erfüllten Chinatowns kam. Mittlerweile dehnte sich dieses über das durch typische Eingangstore markierte Gebiet hinweg aus und mir fielen schon hier die vielen und tendenziell günstigen All-You-Can-Eat-Restaurants auf. Oftmals kleine Spelunken mit lediglich einer Handvoll Tischen, in denen jedoch die Speisen direkt hinter den Schaufenstern gut einzusehen waren und einen in der Regel wirklich leckeren Eindruck machten. Von all der Zockerei war ich ja ganz ausgehungert, es war schon ziemlich spät, und noch dazu hielt ich es für erstrebenswert, ein paar Pfund Sterling wieder wett zu machen, die ich kurz zuvor verspielt hatte... Bei allzu hohen Ausgaben – denen wohl nie irgendwelche Ergebnisse gegenüber stünden – könnte Levin dann doch misstrauisch werden; das wollte ich vermeiden. Die Preise derweil variierten deutlich, abhängig vom Umfang der Auswahl. Doch weil man ja ohnehin so viel essen konnte, wie man denn wollte (von einigen Ausnahmen abgesehen: in manchen Lokalitäten war es „nur“ erlaubt, den Teller beispielsweise zweimal nachzufüllen; aber selbst das dürfte bei ordentlicher Beladung für nahezu jeden genug sein) liebäugelte ich mit einer der günstigsten Varianten.
Das Restaurant, auf das meine Wahl nach lediglich sehr kurzem Vergleichen fiel, war gewiss nicht eben schick, wirkte aber aufgeräumt und sehr gut frequentiert. Die Gerichte dürften daher ziemlich frisch sein; durch das Fenster sah ich, wie eine halbwegs seriös wirkende Servicekraft gerade ein paar beinahe leere Edelstahlbehälter durch prall gefüllte, noch dampfende ersetzte... Wirklich ansprechend, ein für gerade einmal fünf Pfund vermutlich guter Deal.

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Bis demnächst, es geht jetzt hoffentlich flott weiter! Etwa hatte ich an diesem Abschnitt gerade einmal drei Tage richtig gearbeitet - dafür, das ich ihn von Grund auf neu entworfen habe, ist das für mich ungewöhnlich schnell... ;)

Also dann... :knuddel:
 
Huhu Sylvio,
tut mir wahnsinnig leid das ich mich wirklich so lange nicht hab blicken lassen. Ums einfach auszudrücken war mein RL mehr als ... Chaotisch die letzten Wochen und daher stand mir der Kopf nicht danach, aber ich möchte dich keineswegs weiter warten lassen, deswegen... Hier nun mein Kommentar, damit es weiter gehen kann. ^^

Wie immer find ich deine Beschreibungen sehr passend und der Zynismus den dein Charakter (kann man das in dem Fall zynisch nennen?) ausstrahlt passt auch immer wieder sehr gut. Er scheint ein realisit zu sein mit hang zum pessimismus, mal so grob eingeschätzt. Könnte mich aber auch durchaus irren. ^^
Und dann landet er natürlich in einem Spielcasino. Typisch Mann eben. xD Ich frag mich wahrlich was an diesen Dingern so toll sein soll. War dort selbst mal drin und hab nicht 1 einzigen Automaten angetestet, mir war der ganze Laden einfach suspekt. Vielleicht war die Atmosphäre eine andere, als bei deinem Protagonisten und ich hab ein falsches Bild gekriegt. Wer weiß. ^^
Unser armer Freund hat sein halbes Geld verzockt, Levin wird sicher begeistert sein zu hören das er - statt nach Madleen zu suchen - das Geld in einem Spielcasino verwettet hat. xD"
Bin gespannt wann das Thema darauf zurückfällt.
Hey, frittiertes Hähnchen ist lecker. Klar, ungesund.. Sicherlich, aber das hat Fastfood ja auch so an sich. Würde mich wundern wenn es Gesundes fastfood geben würde. Außer das von Vegetariern vielleicht, das zählt jetzt nicht. Bei uns gibts ein ganz tolles Lokal wo man hähnchen in Bierteig kriegt. Lecker, sag ich dir. ^^
Muss aufhören an Essen zu denken, mein Abendessen ist noch nicht da. xD Ja, heut abend gibts auch Fastfood bei uns. ^^

Nach der Beschreibung der Gegend, was die Fußgängerzonen und dergleichen angeht, hält unser Protagonist nicht viel von solcherlei Dingen. Und wenn ich mir das so durchlese, vergeht mir auch die Lust sowas kennen zu lernen, wenn ich ehrlich bin. o.o"
Halte selbst nicht viel von solchen souvenir läden, ich bring bestenfalls ne Postkarte mit und damit hat sich die Sache dann auch erledigt. Find ich viel schöner als so ein Plüschtier mit Aufdruck oder eine Schneekugel mit dem Denkmal der Stadt.

All-You-Can-Eat-Restaurants ... Ja davon hab ich auch schon gehört. Mein Bruder hat mir von einem erzählt wo man 10 Euro zahlt und so viel Essen kann wie man möchte. Frag mich immer ob sich solche Läden wirklich rentieren oder die damit nicht eher Verlust machen, wenn da wirklich einer kommt der ihnen das halbe Buffet weg futtert xD
Und da kommt auch Levin zur sprache. Na, da bin ich ja nicht die einzige der das aufgefallen ist, das Levin etwas seltsam reagieren könnte auf das ganze. ^^

Na gut, viel mehr kann ich zu dem Abschnitt auch nicht sagen, ist ja nicht viel passiert. Bin gespannt was er in dem Restaurant noch erlebt und wie das Telefonat - welches du erwähntest - mit Levin aussehen wird. ^^

Also, bis dann... :knuddel:
 
Huhu, äh, ehemalige Blacki... ^^ Du heißt ja plötzlich anders! Kann man das selbst ändern?
Und das Chaos? Das hat sich hoffentlich ein wenig gelegt?

War ja nicht weiter schlimm, die Verspätung. Ich hab in der Zwischenzeit ja trotzdem weitergeschrieben! Und jetzt wenigstens einen kleinen Vorrat... ^^ UND viele gute Ideen für den späteren Verlauf der Handlung!

Aber erstmal vielen Dank für deinen Comment! Ich habe wiederum nicht viel zu kommentieren, glaube ich... Naja, vielleicht auf deine Frage ob man den Erzähler als zynisch bezeichnen könnte... Hrm... Gute Frage!
Denn während seine Art des Erzählens zweifellos recht sarkastisch sein kann, habe ich in ihn bisher keinen Zyniker gesehen. Ich glaube aber, dass du recht hast: dass so etwas immer dann durchscheint, wenn er besonders enttäuscht, verärgert oder schlecht gelaunt ist - wie etwa in seinem Umgang mit seinen Spielverlusten.

Und ein Realist mit Hang zum Pessimismus... Auch interessant: bezüglich des Pessimismus besteht sicherlich ein Unterschied, je nachdem, welche Themen man da betrachtet - aber ich will da nicht zu viel verraten, das soll ja auch durch die Geschichte an sich klar werden. Beim Realisten würde ich dir hingegen widersprechen! ^^ Aber auch das sollte die weitere Handlung noch zeigen...

Aber nun der neue Abschnitt! Viel Spaß beim Lesen!

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Ich trat also ein, und ich gewann sodann den Eindruck, dass diese Lokalität wohl nicht seit jeher „nur“ ein billiges Restaurant gewesen ist. Ausgehend von einem kargen, kleinen Vorraum führte links ein Durchgang in den vom Gehweg aus einsehbar gewesenen Gastraum; geradeaus hingegen, also der Eingangstür gegenüber, führte eine schmale und nur spärlich beleuchtete, eine geradezu verdächtig anonyme Treppe nach oben, in einen wie auch immer genutzten ersten Stock. Darüber hinaus war in die Wand zwischen dem Durchgang zum Gastraum und eben dieser Treppe eine verglaste Öffnung eingelassen – eine Art Kassenschalter oder Wachhäuschen, ganz wie man es von Gangsterclubs in Kriminalfilmen kennt – hinter der ein unglaublich grimmig dreinblickender, alter Asiate postiert war.
Ich klassifizierte ihn spontan als den hartgesottenen, mit allen Wassern gewaschenen Boss dieses Etablissements – noch im Rentenalter mit wachsamen und strengen Blicken über das Geschehen wachend, und über die Finanzen selbstverständlich. Er hätte auch ein skrupelloser Mafiaboss oder ein Betreiber eines zwielichtigen Sexschuppens in einem Film von Takeshi Kitano oder Takashi Miike sein können, vielleicht auch ein korrupter Polizeichef in einem beliebigen Hongkong Thriller. Ich fand ihn lustig. Ja und wer weiß, womöglich waren diese Räumlichkeiten in früheren Jahren – lang vor der Eröffnung dieses Chinatowns, noch in anderer Inhaberschaft – tatsächlich etwas unmoralischerer Natur gewesen. Denn auch noch heute befinden sich gewisse nachtaktive Lokale nur wenige Gehminuten entfernt – auch davon später mehr. Im Augenblick jedoch hatte ich, ohne es selbst zu bemerken, womöglich etwas ratlos drein gesehen: ich wusste nicht, ob der werte Herr lediglich eine abschreckende Art von Deko ist, eine Art Wasserspeier, um böse Geister fern zu halten – oder ob ich nicht doch schon beim ihm bezahlen, respektive bestellen müsse. Dieses mochte den in Jahrzehnten des Misstrauens geschulten Augen des Paten nicht entgangen sein und mit gleichbleibend grimmigen Blicken, jedoch einer kaum wahrnehmbaren Gesichtsregung schien mir er mir nahe zu legen, doch einfach einzutreten.
Im eigentlichen Gastraum waren, wiederum links, Edelstahlbehälter mit unterschiedlichsten Gerichten pyramidenförmig angeordnet, während sich im rechten, im hinteren Teil des Raums vier sehr große, runde Tische befanden und dahinter eine kleine Theke mit der Kasse, Geschirr und Getränken, und schließlich eine Tür, die wohl in die Küche führte. An lediglich einem von den Tischen saß gerade niemand; also setzte ich mich an denselben. Ich warf noch einen kurzen Blick auf die auf der billigen Kunststofftischdecke ausliegende Getränkekarte, doch beschränkte sich ihr Angebot auf Softdrinks, Tee und Kaffee; eine Lizenz zum Alkoholausschank schien dieser Laden nicht zu haben. Inzwischen war auch schon eine allenfalls mittelmäßig hübsche, aber überdurchschnittlich hastige Kellnerin an meinen Platz gekommen, und fragte eher obligatorisch-rhetorisch, ob ich denn vom Buffet essen möchte, denn irgendetwas anderes gab es wohl ohnehin nicht. Ich bejahte, derweil ich ein Getränk aus Kostengründen ablehnte, und nur wenige Sekunden später bekam ich einen angewärmten (oder noch vom Spülen warmen) mittelgroßen Teller gereicht und machte mich daran, ihn auch zu füllen. Das Essen schmeckte tatsächlich so gut, wie es auch aussah, ohne dabei herausragend zu sein; aber letzteres war natürlich auch nicht zu erwarten gewesen. Den ersten Teller hatte ich sehr voll geladen, den zweiten nur noch etwas mehr als halbvoll – und doch musste ich mich ordentlich bemühen, um auch diesen wieder leer zu kriegen.
Ich hatte nun vor, doch noch ein wenig durch die spätabendliche Innenstadt zu spazieren; ich fühlte mich jetzt wieder fit genug. Auf dem Weg nach draußen nickte ich Kerberos, dem Höllenhund, in seinem Glasverschlag lächelnd zu – man kann ja nie wissen, wofür es nicht noch gut ist – derweil mein Blick noch einmal, geradezu magisch, von der Treppe rechts neben ihm angezogen wurde... Die mit billiger, grauer Auslegeware bedeckten Stufen schienen geradewegs in eine andere Welt zu führen, in eine Welt, verborgen vor den Bewohnern meiner eigenen. Was auch immer dort, im fahlen Neonlicht lauern mochte, es faszinierte mich; eine Einstellung wie aus einen Film von David Lynch. Aber auch dann, wenn ich den Mut aufbrächte diese Stufen zu erklimmen, würde doch der grimmige alte Wächter, dieser Wachmann an der Pforte in die Nebenwelt, die greisen Augen nicht von mir lassen, würde dafür sorgen, dass das Verborgene, wenigstens für jemanden wie mich, auch weiterhin verborgen bleibt...
Ich trat nach draußen auf den Gehweg. Möglicherweise befanden sich dort oben – obwohl nicht derart ausgeschildert – ja auch nur die Toiletten. Mitunter schon Mysterium genug.

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Also dann, bis von mir aus sehr bald... ^^

:knuddel:
 
Huhu sylvio,
nun ist ja doch wieder eine ganze Weile verstrichen ... *am kopf kratzt* Ich glaub entschuldigen brauch ich mich gar nicht mehr, sonst hängt dir das bald aus den Ohren heraus.
Erst mal zu dem was du geschrieben hast:
Ja, mittlerweile heiß ich DarkCrow, weiß nicht wie ich auf den Namen kam, aber da der Rabe bei Waage als das indianische Sternzeichen gilt - und sich Rabe und Krähe doch sehr ähnlich sind - hat mir das irgendwie gefallen. Und nein, selbst ändern kann man es leider nicht. Dafür musst du MB eine PN schicken mit dem änderungswunsch und dem neuen Nicknamen und wenn er mal Online ist - und Zeit hat - wird er ihn dann ändern.
Dumm ist nur, dass man nicht weiß WANN er ihn ändert. Solltest du es also vor haben und irgendwann merken, dass du mit deinem alten Nick nicht mehr On kommst, versuch den neuen. Hab es auch nur durch zufall erfahren, weil ich als Gast Online war und sah das der Name verändert wurde. Er hatte mir dann auch eine Pn geschickt, dass er ihn geändert hat. Aber dafür musst ich ja erst mal rein komm ins Forum, um die zu lesen. :rofl:"
Und was das Chaos betrifft ... Da meine Antwort wieder gedauert hat, erklärt sich das wohl von selbst. Aber es ist nicht mehr so schlimm, hat sich schon einiges geregelt. Muss nur noch schauen wie es mit meiner Maßnahme aussieht, an der ich teilnehme, weil das geändert werden soll zu einem EQJ. Aber ich werde dich auf dem laufenden halten, damit du weißt, wie es mit dem Kommentieren aussieht.

Jetzt aber ohne weitere umschweife, zum eigentlichen Kommentar:
Diese Treppe macht mich irgendwie auch neugierig, was sich dort oben wohl versteckt? Ich hab da ja so meine Ideen, aber sofern die Sache nicht doch noch weiter beleuchtet wird, behalt ich es erst mal für mich.
Ich fand die beschreibung des alten Asiatischen Mannes total genial, musste mir das Grinsen verkneifen. Kann mir direkt vorstellen wie er dahinter sitzt, am besten noch mit Brille in der sich das wenige Licht spiegelt das in dem Gebäude herrscht und er schaut streng darüber hinweg. *lacht* sieht sicher lustig aus.
Denn auch noch heute befinden sich gewisse nachtaktive Lokale nur wenige Gehminuten entfernt – auch davon später mehr.
Soll ich jetzt davon ausgehen das unser lieber Protagonist in einen Sexschuppen gehen wird? Also ehrlich! Er soll Madleen suchen und dort wird er sie - ich hoffe es oO - nicht finden.
Der alte Mann wär mir glaube ich aber auch irgendwie unheimlich, wenn er da so drin sitzt und einen nur anstarrt. Entweder würd ich umdrehen und gleich wieder gehen, oder mit gesenktem Kopf und schnellen Schritten an ihm vorbei huschen. Nur kein Blickkontakt wagen. Man weiß ja nie. :goof:

Wenn man dem Erzähler so zuhört möchte man fast meinen, seinen Ansprüchen würde aber auch gar nichts genügen. An allem hat er etwas auszusetzen, wenn auch nicht direkt.
Ich frag mich nur, ob solche Restaurants mit ihren All-you-can-eat Buffet für einen bestimmten Preis, nicht eher sich selbst Schaden, denn damit wirklich Geld machen. Kann mir irgendwie nicht Vorstellen das sich das Rechnen soll. Hab es aber auch noch nie versucht, auch wenn ich weiß das wir hier in der Gegend auch solch einen Laden besitzen von dem mein Zwilling hell auf begeistert zu sein scheint. Na mal sehen.
Den alten asiaten mit Kerberus zu vergleichen ist wirklich fies. Aber ich fand den Vergleich lustig. Ob wir jemals erfahren werden, wofür der Mann dort saß und was sich oberhalb dieser Treppe befand? Ich bin gespannt und neugierig.
Sollten sich dort oben wirklich nur die Toiletten befinden, wäre es durchaus seltsam, dass sie so wenig beleuchtet sind oder wenigstens der Weg dorthin. Hm ...

Aber nun bin ich gespannt wohin es unseren Protagonisten als nächstes verschlägt, wann der gute Levin (diesmal richtig?) sich wieder melden wird und wann er auch eine heiße Spur von Madleen stoßen wird. Bisher hat sich in diese Richtung ja noch nichts ergeben, aber ich bin sicher, dass da noch etwas kommen wird.

Also dann, dass war es auch wieder von mir. Freu mich auf den nächsten Post. Mach's gut :knuddel:
 
Hallo!! Und erstmal vielen Dank für deinen Comment! ^^ Ich hab ihn diesmal gar nicht gleich bemerkt, weil mir trotz Abonnement nicht wie sonst eine Benachrichtungsemail zugesendet worden war - merkwürdig! War aber schon einmal so...
Leider bin ich in der Zwischenzeit kaum zum Weiterschreiben gekommen, aber NOCH ist das ja kein Problem, den gleich folgenden Abschnitt hatte ich schließlich schon seit einigen Wochen fertig.

Danke auch für die Aufklärung bzgl. einer Nicknameänderung! Dann ist das hier also noch genau wie früher, wie seit Jahren! xD

Btw: Diese All-You-Can-Eat-Restaurants rechnen sich schon, keine Sorge! ^^ Oder zumindest nicht mehr oder weniger als andere Restaurants auch... In der Regel kann man dort für ungefähr den gleichen oder einen nur leicht höheren Preis essen, den man auch für ein "normales" Gericht in einem Restaurant auf ähnlichem Niveau zahlen würde...
Natürlich kann es sein, dass gewisse Kunden ordentlich zulangen, aber nicht wenige essen kaum mehr, als sie in einem individuellen Gericht auch bekommen würden. Und selbst wenn: die reinen "Materialkosten" für die Zutaten sind in der Gastronomie eher gering - gerade dann, wenn man in solch großen Umfang kocht und zudem darauf achtet, bei solchen Buffets nicht eben die teuersten Zutaten anzubieten - sondern eher einfache Speisen.
Vor allem aber entfällt die individuelle Arbeit, die individuelle Bestellungen mit sich brächten - und gerade gerade das dürfte einen etwas höheren Nahrungsmittelverbrauch locker aufwiegen, gerade in wohlhabenden Ländern mit hohen Personalkosten.
Joa..., das nur dazu, haha! xD

Ansonsten mag ich jetzt nicht weiter kommentieren, damit würde ich der Geschichte ja nur vorgreifen, und wünsche dir nun viel Spaß mit dem folgenden - diesmal sogar etwas längerem - Abschnitt! ^^ Bis zum nächsten Mal.

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Das Restaurant hatte sich, wie schon erwähnt, am äußersten Rand von Chinatown befunden. Allerdings offenbarte sich schon an der nächsten Querstraße ein Blick auf die Hauptschlagader des Viertels, auf die von warmen Lichterschein durchflutete Gerrard Street: während Dutzende, bald Hunderte Passanten an mir vorbei, und durch das hochemporragende Eingangstor ins Innere strömten, hielt mich irgendetwas davon ab bereits am heutigen Abend auch diese Gegend zu erkunden. Ohne besonderen Grund wandte ich mich stattdessen nach Norden; ich folgte meinen Füßen, denjenigen Ampeln, die gerade Grün zeigten, und nicht zuletzt den Menschenmassen. Das West End von London ist für seine zahlreichen Theater weltberühmt; an der gegenüberliegenden Ecke der Kreuzung befand sich das Queen‘s Theatre, und die prominent platzierten Werbeplakate, die einen Großteil der Fassade zierten, zogen meine Blicke auf sich: Les Misérables war dort zu sehen, laut besagten Plakaten das am längsten laufende Musical der Welt! Ich mag Musicals im Grunde genommen gar nicht, jedoch dieses hatte mich seit einiger Zeit schon interessiert; und die Plakate waren hübsch. In netter Begleitung wäre ich einer Vorführung wohl nicht einmal abgeneigt gewesen.
Wenige hundert Meter weiter drängte sich eine Menschentraube um den Eingang bereits des nächsten Theaters, des Piccadilly Theatre, und dort war gemäß eines in grellem Violett die Dunkelheit durchschneidenden Schriftzuges Grease zu sehen. Das wiederum interessierte mich nun wirklich nicht! Von hier an lief ich ungefähr nach Osten, in eine im weiteren Verlauf etwas düstere und weniger glanzvolle Gegend, die aber gleichsam sehr belebt war. Bald schon veranlasste mich eine weitere dicht gedrängte Menschenmenge, auf den Gehweg auf der anderen Straßenseite zu wechseln. Von dort erkannte ich, dass all die Leute lediglich vor einer Art Club standen; und ich wollte meine Augen gerade wieder abwenden, als mir endlich auffiel, dass es sich bei den Wartenden um ausnahmslos Männer zu handeln schien. Auf zwei, drei Sekunden der Verwirrung folgte die Erkenntnis, dass sich Londons wichtigstes Lesben- und Schwulenviertel ja auch ganz in der Nähe befand, einige Minuten weiter im Osten und wiederum nur einige Querstraßen nördlich von Chinatown. Ich selbst befand mich derweil in der Brewer Street, mit ihren Sexshops und Stripclubs, das fiel mir tatsächlich jetzt erst auf. Dabei waren die rot und grün leuchtenden Lettern in den Schaufenster von ausreichender Eindeutigkeit, wie zum Beispiel: ‚Soho‘s Original Book Shop – Videos, Books, Mags – Sex Shop Downstairs‘. Dieses ließ die Vermutung zu, dass es sich auch bei den Videos, Books und Mags nicht eben um Kindergeschichten handelte...
An der nächsten Kreuzung kam der innerhalb weniger Minuten bereits dritte Polizeiwagen um die Ecke gebogen; die Gegend war wohl auch nicht durchweg friedlich. In vermutlich nördlicher Richtung schien sie zudem tendenziell unbelebter, dunkler und eventuell auch rauer zu werden, daher bewegte ich mich weiter gen Osten und wenig später zurück nach Süden. Und das war gar nicht mal so einfach... Von vor einem Etablissement auf der anderen Straßenseite winkten mir eine Rothaarige und eine Asiatin zu, jeweils groß und schlank und nicht älter als Anfang Dreißig. Aufreizend gekleidet, natürlich, auf High Heels und offenbar gar nicht mal ganz schlecht aussehend – sofern man dieses im Neondunkel und ob des starken Make Ups noch erkennen konnte... Die Damen versuchten, mich in eine Bar zu lotsen, am Fuße der schmalen Kellertreppe neben ihnen. Unbewusst antwortete ich mit einem Lächeln.
Mit einem Lächeln!? Hä? Wieso das denn!?
Kopfschüttelnd setzte ich meinen Weg so unbeeindruckt wie nur möglich fort... Bis mich diesmal, ebenfalls ganz unvermutet, ein Mann von der Seite ansprach; mit seiner undeutlichen, aber merkwürdig aggressiven, hastigen Stimme vielmehr anbrüllte: „Dju laik göhrlss!?“
Hä? Was!? Ich verstand kein Wort. Der Kerl trug einen, auch für meine diesbezüglich ungeübten Augen als ausgesprochen schäbig identifizierbaren schwarzen Anzug. Darunter ein weißes Hemd, eine schief gebundene Krawatte und überhaupt wirkte sein ganzes Gesicht irgendwie schief. Und ungepflegt: unrasiert, die Haare zerzaust, die Lippen aufgesprungen, die Augen irgendwie gläsern. Ein heruntergewirtschafteter, ein schwächlicher Loser, und notgedrungen wohl recht harmlos – aber doch auch niemand, den die Queen zum Tee einladen würde... „Er..., sorry!?“
„Dujü laik gööhrlss!?!?“, wiederholte er enthusiastisch, nachdrücklich, und hielt mir einen Flyer viel zu dicht vors Gesicht. Ach so! Endlich hatte ich verstanden: ‚Do you like girls!?‘
Ich schüttelte eifrig den Kopf: „No, sorry, no!“, antwortete ich und ging schnell weiter. In dieser Gegend hatte ich mich mit einer derartigen Antwort vielleicht direkt als schwul geoutet, dürfte dem Herrn aber auch hinreichend klar gemacht haben, dass ich an dem von ihm beworbenen Club keinerlei Interesse habe... Anreißer nennt man Leute wie ihn, glaube ich. Hab ich zumindest mal irgendwo gelesen.
Er sollte nicht der letzte seiner Art bleiben, ebenso wenig die beiden leicht bekleideten Frauen. Am Ende meiner Odyssee landete ich erneut in Chinatown, nun aber am anderen, dem östlichen Ende. Auch diesmal streifte ich das Viertel lediglich, kam danach noch am einigermaßen legendären Prince Charles Cinema vorbei – das erwähne ich, weil es noch eine Rolle spielen wird – und erreichte schließlich den auch jetzt noch gut besuchten Leicester Square. Von da an bewegte ich mich nun wieder nach Westen. Auf halbem Wege zum Piccadilly Circus bog ich noch einmal in die Gegend des Restaurants von vor ungefähr einer Stunde ein und betrat eine ihm fast direkt gegenüber gelegene, kleinere Spielhalle. Gewillt, den Abend mit einer Demonstration meiner eisenharten Männlichkeit ausklingen zu lassen – ohne dafür aber Geld an eine Frau zahlen zu müssen – erschoss ich dort noch eben ein paar Dutzend Terroristen.
Ghost Squad von Sega: recht gewöhnlich und auch schon etwas älter, aber spaßig. Und zudem ausgestattet mit einem „realitätsnahen“ Kunststoffgewehr, anstelle von lediglich Pistolen. Richtig mit Rückstoßeffekt und Kimme und Korn! Geil. In Abwechslung zum Nachmittag entschied ich mich bei der Missionsauswahl nicht für die erste, sondern dritte und damit letzte Mission. Ich schaffte es schätzungsweise bis zur Mitte des Levels, dann rammte mir irgendsoein aus den Baumwipfeln herabspringender Honk sein Jagdmesser in den Bauch; ich hatte ihn kaum kommen sehen. Anstatt gleich aufzugeben oder von vorn zu beginnen, warf ich eine 1-Pfund-Münze nach und setzte das Game per Continue fort. Allerdings änderte das nichts daran, dass dieses Level eine gute Portion herausfordernder war und Training erforderte, das ich nicht hatte. Wenige Sekunden später ging ich schon wieder drauf, diesmal im Kreuzfeuer der sich wie wahnsinnig mir in den Weg werfenden Feindeshorden.


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Ich finde hoffentlich trotz des nächste Woche beginnenden Semesters etwas Zeit zum Schreiben! ;)
Bis dahin... :knuddel:
 
Hey Sylvio,
alle guten Dinge sind 3 wie man so schön sagt und so bist du jetzt an der Reihe. ^^
Danke für deine Aufklärung über das All-You-Can-Eat Restaurant. Darauf hätte ich eigentlich auch von alleine kommen können, aber manchmal entgeht mir das Offensichtliche. Könnte aber wetten nachdem sie einen Kunden wie meinen Onkel hatten, würden sie sich das mit dem All-You-Can-Eat nochmal überlegen. :rofl:
Also ab zur Geschichte:
Ich erwähn besser mal gleich das ich mit den ganzen Straßennamen und allem nichts anfangen kann und deswegen Google zur Hilfe nehme, nur falls es mir etwas anderes ausspucken sollte, als das, was du eigentlich meintest.
Diese Gerrard Street klingt interessant und das es durch ein Tor hindurch zu dieser 'Gegend' geht, ist doch auch mal was neues. Wird unser Protagonist nochmal dorthin gehen? Mich würde ja auch Interessieren, was ihn überhaupt davon abhielt, dort hinein zu gehen. Die Menschenmassen? Da lässt sich so viel Mutmaßen.
Was Musicals angeht kann ich mich dem Protagonisten eigentlich nur anschließen, ich mag sie auch nicht besonders. Nicht, dass ich jemals eines besucht hätte, aber die Tatsache das dort die meiste Zeit - oder durchgehend? - gesungen wird, schlägt mir schon beim bloßen Gedanken auf den Magen. Dementsprechend kann ich natürlich mit den Namen so gar nichts anfangen, nehme aber einfach mal an das Grease ein Musical ist das ... man nicht kennen muss? Zumindest wenn wir nach der Meinung unseres Erzählers gehen, der davon nicht viel zu halten scheint. ^^ Vielleicht klärst du mich ja noch auf. ^^
Er befindet sich in einem Viertel mit Sexshops und bemerkt das erst jetzt? Er sollte sich schämen. Diese Reklamen verursachen doch schon allein beim Gedanken Augenkrebs. Er muss mit Scheuklappen unterwegs sein. *lacht* Nicht böse gemeint. ^^ Aber interessant wie gut sich unser Erzähler auskennt und das er weiß, wo sich die Schwulen- und Lesbenclubs befinden. *hüstelt* Weiter im Text.
Schon der dritte Polizeiwagen in wenigen Minuten? Jetzt mach ich mir etwas Sorgen um unseren Erzähler, in was für eine Gegend ist er da geraten? Ich hoffe das er dieses Viertel nicht nochmal aufsucht. An der Stelle sollt ich vielleicht erwähnen das ich von solcherlei Dingen ohnehin nicht viel halte und dabei Spiel ich jetzt auf die Clubs und Buchläden an, die ihre Erwähnung fanden. ^^"
Wieso er da mit einem Lächeln antwortet, darauf geh ich besser gar nicht weiter ein. Oder vielleicht kurz, ich würde sagen das sein Unterbewusstsein indem Fall einige Etagen tiefer lag und auf die aufreizend gekleideteten Frauen reagiert hat. *g* Entschuldige, dass kann ich mir nicht verkneifen.
Am Anfang hatte ich die Aussprache des Mannes als 'Dude, like Girls?' Verstanden, keine Ahnung wie ich auf Dude kam, statt gleich auf You. Aber du hast die Aussprache sehr gut getroffen, ich kann mir direkt Vorstellen wie er das in seinem .. unverständlichen Englisch unserem Protagonisten entgegen brüllt. Auch die Beschreibung der Person war mehr als bildlich und mich schüttelt es bei dem Gedanken, so einem Mann am Abend zu begegnen. Jetzt würde mich doch interessieren wie unser Protagonist eigentlich aussieht, Dünn oder doch mit Muskeln? Nur das ich weiß ob ich mir Sorgen machen muss, falls er nochmal von so einem halbstarken Angequarkt wird.
Zu anfang hatte ich auch eigentlich angenommen es sei vielleicht ihr Zuhälter und er hätte die Frauen irgendwie ... falsch angesehen und bekäme jetzt eine auf die Nuss dafür. Auf einen ... wie nanntest du es ... Anreißer - nie zuvor gehört - wäre ich nie gekommen.
Und ja, ich denke auch das er dem Mann und jedem der es gehört hat jetzt zu verstehen gegeben hat das er Schwul sei. Na hoffentlich wird er das nicht noch bereuen. ^^"
Gewillt, den Abend mit einer Demonstration meiner eisenharten Männlichkeit ausklingen zu lassen – ohne dafür aber Geld an eine Frau zahlen zu müssen – erschoss ich dort noch eben ein paar Dutzend Terroristen.
DA musst ich echt stutzen. Bei dem Ende. Ich hatte das völlig missverstanden und dachte eigentlich auch er meine mit Spielhalle wieder so eine Art Casino, wie er es schonmal besucht hatte. Aber es wäre auch etwas seltsam wenn er jetzt in eine Spielhalle käme und dort irgendwelche Leute umbringen würde, von denen er annimmt es seien Terroristen. :goof:" Meine Fantasie ging mit mir durch. Verzeihung. ^^'''
Die Waffen haben ein Rückstoßeffekt? Ernsthaft? Das ist cool, sowas will ich auch mal probieren!
Von unserem Erzähler mal sowas wie "Geil" zu lesen hat mich dann zum Grinsen gebracht, hätte ich bei seiner ... nennen wir es ... gehobenen Wortwahl irgendwie nicht erwartet. Hat aber was. xD
Und dann wird der arme auch noch mit einem Jagdmesser erledigt und später in einem Kreuzfeuer hingerichtet. Kein Glück der Gute.

Ich fand die Beschreibungen mal wieder sehr schön gewählt, die Atmosphäre wie immer Stimmig und deinen Protagonisten empfind ich immer noch irgendwie als ... Zyniker und als jemanden dem man auch nichts recht machen kann. Aber ich fange an ihn zu mögen, mal gespannt ob das anhält. ^^ Und bin auch sehr gespannt wie es weiter gehen wird.

Also bis bald :knuddel: und hetz dich nicht mit dem Posten, ich werde nicht weg laufen und brauche sowieso wieder ewigkeiten mit dem Antworten, schätz ich. ^^
 
Huhu! ^^ Vielen Dank für deinen Comment, selbstverständlich. Zu sagen bleibt mir dazu eigentlich gar nicht viel, außer vielleicht, dass dein erstes Verständnis des Spruchs des Anreißers natürlich auch ne nicht auszuschließende Variante wäre... ^^ Die meisten der Geschehnisse diesen Spaziergangs beruhetn auf wahren Ereignissen - wenn auch verdichtet, bzw. in anderer Reihenfolge usw...

Gut, dann poste ich das jetzt mal... Vier Monate sind vergangen, und noch so langer Zeit ist es manchmal nicht ganz einfach, den Augenblick der Fertigstellung eines neuen Abschnitts zu erkennen... ^^ Aber wird schon stimmen. Und ist diesmal auch wieder etwas umfangreicher als sonst!

Viel Spaß! :)

Ach und meine Email mit der KG hast du bekommen, hoffe ich??

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Gegen vierundzwanzig Uhr war ich zurück im Hotel. Ich hätte durchaus Lust gehabt, diesen doch recht ereignisreichen Abend in einem Gespräch mit Levin noch einmal Revue passieren zu lassen. Allerdings erkannte ich, dass ich eigentlich schon wieder ziemlich müde und unkonzentriert war. Ich wollte dennoch nicht ins Bett, nicht bevor sich meine durchaus angenehme Erregung gelegt hat... Daher schaltete ich den Fernseher ein; die versiffte, vollgefettete Fernbedienung funktionierte sogar.
Ich blieb recht bald auf BBC 2 hängen, bei einer Reportage über Wladiwostok, die Großstadt im äußersten Osten Russlands. Das war ganz interessant, aber ich hatte zu spät eingeschaltet und sah nur noch die letzten fünfzehn Minuten. Ich zappte weiter und auf irgendeinem anderen, einem privaten Sender, ITV oder Channel 4 oder so – viel Auswahl bot das Gerät ohnehin nicht – da entdeckte ich doch tatsächlich einen alten Bekannten: den blutigen, deutschen Independent-Kurzfilm „Staplerfahrer Klaus“! Ich traute meinen Augen kaum. Klaus ist wahlweise die Parodie eines typischen Lehrfilms zum Arbeitsschutz oder aber eine besonders krasse Variante eines solchen. Gleich am ersten Arbeitstag bringt Klaus die Gesamtheit seiner Kollegen um ihre Extremitäten, respektive um ihr Leben; Blut fließt reichlich und sichtbar. Und da Briten selten synchronisieren, lief der Film auch hier auf Deutsch, mit englischen Untertiteln natürlich. Allerdings hatte ich erneut erst kurz vorm Schluss des ohnehin kurzen Filmchens eingeschaltet; bald wechselte die Ausstrahlung auf einen Moderator, der den Film noch einmal „lustig“ kommentierte und dann die nachfolgenden Clips ankündigte. Offensichtlich war Klaus im Rahmen einer Sendung mit „witzigen“ Werbespots gelaufen, wie man sie leider auch aus Deutschland kennt, obwohl es ja eigentlich gar kein Werbespot ist... Egal. Ich schaltete um und sah die letzten Minuten einer Nachrichtensendung und schließlich die Wettervorhersage; es sollte vorerst trocken bleiben.
In diesem Moment klingelte mein Handy: es war natürlich Levin. Ich erwog für einen Augenblick, mich schlafend zu stellen, nahm das Gespräch dann aber doch an. Mein Kumpel, Auftraggeber, Mentor, Jedi-Meister wollte sich ohnehin nur entschuldigen, dass er noch nicht die Zeit gehabt hätte, mir die Mail mit der genauen Beschreibung Madleens zu schicken. Ich verzichtete darauf ihm zu erklären, dass ich ja noch nicht einmal auf die Idee gekommen war, wirklich nach Madleen zu suchen. Und meine Emails hatte ich seit meiner Ankunft auch noch nicht gecheckt, das Ausbleiben der seinen also gar nicht bemerkt; das Hotel verfügte nämlich noch nicht über Wireless-Lan, sondern nur über die Möglichkeit, im Foyer den Laptop per Kabel ans Netz zu stecken. Umständlich.
Wie auch immer, nach nicht einmal fünf Minuten sollte es das auch schon gewesen sein, mit dem Gespräch. Ich hatte Levin eigentlich noch fragen wollen, ob Madleen irgendeinen hörbaren Akzent oder gar Dialekt gesprochen hätte, aber er ließ mir nicht einmal die Chance, winkte ab – mit der mittlerweile wohlbekannten Begründung dass seine Frau nach ihm verlange...
„Ach... Was ist es diesmal?“, fragte ich. „Musst du noch den Müll rausbringen?“
„Haha, Idiot... Nein, Maylin wartet auf mich.“
„Aha. Wo soll es hingehen, derart früh am Morgen?“
„Ins Bett...“
„Ins Bett? Habt ihr noch gar nicht geschlafen?“
„Doch, klar. Aber Maylin ist liegen geblieben, und jetzt soll ich auch noch einmal zurückkommen. Ich muss, ich darf ihr da bei etwas behilflich sein...“
„Behilflich sein?“
„Behilflich sein. Mach ich liebend gern.“
Dumpfes Schweigen. Dann ich: „Ich frage gar nicht weiter nach. Aber musst du mir eure morgendlichen Vergnügungen auch noch unter die Nase binden!?“
„Hab ich nicht getan, du hast nachgefragt...“
„Hm, ja ja... Die einzigen Frauen, die sich für mich interessierten, waren zwei Stripperinnen in Soho!“, erwiderte ich in Erinnerung an die Geschehnisse des Abends.
Levin lachte herzlich. „Also meine Schuld ist das nun aber nicht!“
„Aber fies ist es trotzdem. Weißt du, ich könnte jetzt all dein Geld nehmen, und davon kaufe ich mir ein Dutzend Nutten!“
Levin lachte gehässig.
„Du, lach nicht! Ich gehe sofort los! Mengenrabatt!“
Levin lachte nur noch mehr, noch lauter, noch fieser. „Haha, genau das wirst du tun, haha. Mach doch!“ Ich hatte es bildlich vor Augen, wie er sich vor Amüsement nunmehr spastisch krümmte und ich hatte genug: „Dann wünsche ich dir viel Spaß... Und ihr! Ihr hoffentlich auch!!“, grummelte und zischelte ich.
„Harhar, glaub mir, den werden wir haben. Du entschuldigst mich? Tschüssikowski!“
Er legte auf. Hm. Und jetzt? Ich ging nur eben Zähneputzen und verschwand alsbald ins Bett; die Nutten könnte ich ja auch ein Andermal ordern.

Der darauf folgende Morgen begrüßte mich in der Gestalt eines wirklich sonnigen Sonntags und noch vor der Mittagszeit hatte ich es mir auf einer Parkbank am Leicester Square bequem gemacht; einen angenehm kühlen McDonalds-Milchshake in der Hand haltend, beobachtete ich die Passanten. Ich tat also genau das, was ich zugunsten einer systematischeren Suche ursprünglich hatte vermeiden wollen.
Anders als in Deutschland, wo die Sonntage vielerorts wie tote Tage wirken, spürt man in Londons Innenstadt einen deutlich geringeren Unterschied zu anderen Wochentagen. Viele Geschäfte haben dennoch geöffnet und die zahllosen Wochenendtouristen sorgen für ein etwa ausgeglichenes Menschenaufkommen. Auch scheinen die Nachwirkungen von Samstagnächten weniger heftig zu sein, aber mindestens das ist lediglich mein subjektives Empfinden.
Irgendwie erfolgsversprechend wirkten meine Beobachtungen hingegen nicht: Allein schon die Anzahl fremder Sprachen, die gesprochen wurden, legte zumindest die Vermutung nahe, dass es sich bei einem beträchtlichen Prozentsatz der Passanten um lediglich Touristen handelte und die interessierten mich herzlich wenig. Weder dürfte Madleen sich unter ihnen befinden, noch auch nur irgendjemand, der mich zu ihr würde führen können. Nichtsdestotrotz blieb ich noch ein Weilchen sitzen und hielt also Ausschau, nach einer Asiatin (respektive Ostasiatin, denn in England verbindet man mit dem Oberbegriff fast exklusiv Südasiaten, also Inder und so) auf die Levins merkwürdig unbestimmte Beschreibung halbwegs zutraf. Natürlich kamen auch gar nicht wenige Menschen asiatischer Abstammung vorbei, wobei aber auch unter denen zahllose Auswärtige waren. Das erkennt man bemerkenswert präzise an beispielsweise ihrem Verhalten, ihrer Kleidung – und ganz besonders der Art, auf die sie sich umsehen. Touristen, Touristen, Touristen, ja selbst unter denen, die akzentfreies Englisch sprachen, schienen sich unzählige Binnentouristen aus anderen Teilen Britanniens zu befinden. Es waren einfach gottverdammt viele Touristen unterwegs!
Ich war keiner von ihnen. Ich wollte mich ohnehin nie als Tourist verstanden wissen, diesmal nicht – diesmal war ich ja ohnehin geschäftlich unterwegs – und auch auf früheren Reisen nicht: ich war niemals Tourist, ich war, ich bin: Reisender – und diesmal, zusätzlich, Suchender. Das klingt gut...
Worüber man so nachdenkt, wenn man gedankenverloren – um nicht zu sagen: untätig – herumlungert! Irgendwann stellte ich fest, dass ich schon lang nicht mehr nach einer jungen Frau mit dem Aussehen Madleens Ausschau hielt, sondern auf die simple Vielfalt der Passanten konzentriert war. Ich musste London schleunigst aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Aber von wo? Ab nach Chinatown? Irgendetwas hielt mich davon ab – noch immer. Was eigentlich? Hatte ich Angst, Madleen tatsächlich zu finden? Ach Quatsch, natürlich nicht; sie war ja ohnehin nicht dort, das wusste ich jetzt schon. Hatte ich demnach Angst, sie gerade nicht zu finden, nicht einmal einen Anhaltspunkt; meine Erwartungen, Befürchtungen, also bestätigt zu sehen? Und damit den alleinigen, den außergewöhnlich jämmerlichen Ansatzpunkt zu verlieren, den mein unkreatives Hirn sich hatte einbilden können? Möglich. Durchaus möglich. Ich war mir sicher, ich wäre längst schon dort gewesen, hätte ich nicht gleichzeitig nach Madleen suchen müssen. Auch bei meinen früheren Reisen nach London hatte ich mich gern dort aufgehalten, wenn auch nicht allzu oft, doch das allein als Zeitgründen. Ja, noch in der Bahn nach Brüssel hatte ich mich regelrecht darauf gefreut; hingegen jetzt, jetzt wollte ich es nur noch hinausschieben, wohin und warum auch immer. Allerdings nicht weiter weg als bis morgen Abend; das nahm ich mir fest vor.
Ja und heute!? Keinen Plan... Obwohl, Moment mal, es war Sonntag. Und demnach: Speakers Corner! Informationsbeschaffung.

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Vom nächsten Abschnitt habe ich eigentlich noch gar nichts geschrieben (es sollte bis vor kurzem noch anders weitergehen, doch jene ursprüngliche Variante schien mir zu einem späteren Zeitpunkt passender) aber jetzt in den Ferien sollte ich ja die Zeit dazu haben, es wird also hoffentlich nicht so lang dauern... ^^
Eigentlich auch deswegen, weil ich es mittlerweile selbst kaum mehr erwarten kann, die noch ein wenig später dann folgenden - wiederum recht genau geplanten - Abschnitte zu schreiben. Irgendwann gibt es sogar noch eine Art Link zu Secret, Shadow, Snow und Silence..., hihi... ^^
 
Hey Hey,
man hab ich mal wieder lange gebraucht, schande auf mein Haupt. Also kommen wir ohne größere Umschweife auch gleich zum Kommentar:
Staplerfahrer Klaus? Ha! Ich kenn tatsächlich mal was das in deiner FF vor kommt. Ich hab den Film auch schon gesehen, kranke Sache. Übertriebene Bluteinlagen, aber sehr lustig in Szene gesetzt. Ich glaube das mir irgendjemand auch sagte, er habe den Film als Lehrfilm bei seiner Ausbildung gesehen. Könnte mein Zwilling gewesen sein .. Ob man als Mechatroniker ein Helm braucht? *kopfkratz* na egal. Häng mich an Kleinigkeiten auf, also fix weiter.
Er bezeichnet Levin als seinen Jedi-Meister? :D 'Du noch viel zu lernen hast, junger Padawan.' Das ist eigentlich so ziemlich das einzige was hängen blieb, außer eben der typische Spruch 'Luke, ich bin dein Vater.' xD' Ich fand Yoda immer irgendwie cool, der gebrächliche kleine Gnom der im nächsten Moment herum dopst wie ein Flummi auf Ecstasy. Wobei am liebsten mochte ich Jar Jar binks, auch wenn mir gesagt wurde das ich damit wohl die einzige wäre die ihn mögen würde. Ich fand seine Art zu reden einfach toll. xD' Ich schweif schon wieder ab. ^^° Kommen wir also zum Telefonat.
Levin ist wirklich gemein das er unserem einsamen Protagonisten unter die Nase reibt, welche Vorhaben er am frühen Morgen noch mit seiner Frau geplant hat. Aber wenn er schon so .. (verzeih) Dumm fragt, muss er mit einer dummen Antwort eigentlich rechnen. Kann mir richtig vorstellen wie der gute sich vor Lachen regelrecht weg wirft als unser Protagonist davon spricht sich für das Geld ein paar Nutten zu holen. xD Armer Kerl .. Hätte er vll doch auf die Einladung der Frauen eingehen sollen *hüstel*
Ich find es lustig wie er über die Passanten redet und das er sich darüber aufregt das sich unter ihnen so viele Touristen befinden. Wieso hat er denn so eine Abneigung dagegen, selbst einer zu sein? Er bezeichnet sich also lieber als Reisender, ein Reisender und zudem ein Sucher. Klingt komisch, daran muss ich mich erst mal gewöhnen. xD Ich frag mich aber auch wieso er so eine Angst davor zu haben scheint nach Chinatown zu gehen, irgendwas scheint ihn ja davon abzuhalten und irgendwas sagt mir das es nicht nur an der Angst liegt das er Madleen dort nicht finden wird. Aber ich weiß noch nicht was es sonst sein könnte. Mir spuckt dafür immer noch die Frau aus dem Einkaufsladen im Kopf herum, wobei das dem Zufall wohl zuviel wäre, würde er sie wieder treffen in einer anderen Metropole.
Was es mit dem Speakers Corner auf sich hat weiß ich jetzt wiederum nicht, werd mich aber wenn ich die Zeit finde bei Google darüber schlau machen. ^^

So, das war es dann auch schon wieder eigentlich. Wie gesagt will ich SSS&S auch so bald es geht lesen und dann natürlich Kommentieren und werde versuchen im Verlauf des Tages auch noch deine KG endlich zu kommentieren, dass ist ja nun auch schon lange genug her. ^^"

Indem Sinne, liebe Grüße
Tati :knuddel:
 
Huhu! ^^
Entgegen meinen Erwartungen geht es nun doch erst einmal hier weiter. Wobei ich für SSS&S ja aber auch noch einen Teil habe, aber eben auch nur diesen einen, seit mittlerweile mehreren Wochen - und noch immer nicht den nächsten. Irgendwie fehlt mir da noch die zündende Idee...

Dafür hatte ich die nun endlich hier! ^^ Ich hab die ursprüngliche Fortsetzung komplett über den Haufen geworfen. Der hatte zwar das Potential sehr lustig zu werden, hätte bei näherer Betrachtung die Handlung aber kein bisschen vorangebracht... Außerdem hab ich mich schon beim Schreiben gelangweilt; wie soll es da erst dem Leser gehen! xD
Doch vielleicht komme ich mit etwas abgewandeltem Schwerpunkt später noch einmal darauf zurück, dann könnte es nämlich besser zur Handlung beitragen.

Egal. Ich hab also das ursprünglich Geplante in drei Zeilen zusammengefasst und mich anderen Dingen zugewandt; ich habe insgesamt das Tempo weiter angezogen, um mich bereits in den Abschnitten nach dem nun folgenden einem der vorläufigen Höhepunkte zuwenden zu können.
Was jetzt kommt, ist als Vorbereitung desselben aber erst einmal notwendig. Viel Spaß dabei, auch wenn es an physischer Action etwas fehlt! ^^

Joa, und zu deinem letzten Comment fällt mir eigentlich nix weiter ein. Außer: Dankeschön! ^^

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Das siebente Kapitel – Auf der Suche nach der verlorenen Euphorie

Das war natürlich ausgemachter Quatsch. In der unter diesem Namen bekannten Ecke des Hyde Park mag man auf allerhand Verrückte stoßen, man mag Komisches hören, gewollt Komisches und unfreiwillig Komisches, blanken Unsinn und potentiell gefährlichen Unsinn – und schließlich auch viel Intelligentes. Doch wird man sicher nicht an Informationen gelangen, die einem bei der Hilfe nach einer jungen Frau behilflich wären, von der man nichts als das Gesicht und ihren Rufnamen kennt – und natürlich hatte ich damit auch nie wirklich gerechnet, so bescheuert bin ich nicht...
Eben so wenig sollte ich Madleen – oder Madelaine – oder Madeleine – an einem der folgenden Abende in Chinatown finden, ja nicht einmal irgendjemanden, die ihr ernstlich ähnlich sah; ganz so glichen sich die Asiaten dann doch nicht, musste ich feststellen, durfte ich feststellen. Eigentlich glichen sie sich nicht mehr als andere Leute auch, die ich trotzdem immer wieder verwechsle...
Ich versuchte es im Internet, ich versuchte Google und Facebook, selbstverständlich, doch auch die waren mir nicht die allergeringste Hilfe. Im analogen Leben mag ein Foto ja ganz nützlich sein, jedoch für eine Onlinesuche war es nicht zu gebrauchen. Allenfalls hätte ich es in vielbesuchten Internet-Foren posten können, doch wie hätte ich den Usern erklären sollen, wieso ich diese Frau suchte? Die hätten mich doch für verrückt erklärt... Dabei war Levin der Verrückte! Und nicht zuletzt bräuchte ich für eine solche Online-Recherche nicht in London sein. Ja selbst Levin könnte das von Bangkok tun; und vielleicht hatte er das auch getan. Ich wollte ihn bei nächster Gelegenheit fragen, wenn er denn endlich wieder einmal an sein Telefon ginge... Mittlerweile war Dienstag und ich hatte ihn seit dem Wochenende nicht gesprochen.
Apropos Telefon: Hätte ich doch wenigstens Madleens Nachnamen anstelle des Vornamens gehabt, dann hätte ich das Prinzip „Terminator“ anwenden können: Ich hätte ein Telefonbuch zur Hand genommen und alle in Frage kommenden Personen nacheinander terminiert; hätte sie ausgeschlossen, meine ich. Doch ich hatte nicht den Nachnamen. Und vom Vornamen noch immer nicht die Schreibweise...
Je mehr Zeit ich mit der Recherche verbrachte, desto näher lag der Gedanke, dass nicht einmal der beste Privatdetektiv diese Frau ausfindig machen konnte – nicht mit den wenigen Infos, auch hinsichtlich ihres Privatlebens, ihres Alltags, ihrer Interessen, wie ich sie besaß. Bald fragte ich mich, ob Levin nicht sogar schon einen Privatdetektiv beauftragt hatte, ursprünglich – und dieser einfach nur genau so wenig Erfolg gehabt hatte, wie ich mutmaßlich haben würde... Oder aber, niemand hatte den Auftrag auch nur annehmen wollen. Allein ich konnte so blöd sein.
Andererseits, was heißt das schon? Konnte man mir daraus einen Vorwurf zu machen? War ich jemals davon ausgegangen, Madleen tatsächlich zu finden? Natürlich nicht; von Anfang an war es meine Absicht gewesen, einen schönen Urlaub zu verbringen – auf Kosten eines anderen. Ich hatte mir nie auch nur vorgenommen, ernsthaft, allzu intensiv nach dieser Frau zu suchen, einer Frau, die mich persönlich doch nur peripher interessierte. Außerdem war ich fest davon ausgegangen, dass mir Levin im Laufe der Reise noch mehr, noch viel mehr, Informationen zuspielen würde – dann allein hätte ich eine Aussicht auf Erfolg gesehen, und nur dann hätte ich mich ernsthaft auf die Suche begeben.
Warum also warf ich nicht endlich alles hin? Ich hatte jeden Grund dazu; Levin schien ja selbst nicht das geringste Interesse für die Sache aufzubringen.
In diesem Moment hörte ich, wie das Schloss des Nebenzimmers aufgeschlossen wurde..., ich hörte meinen Nachbarn leise husten, schloss aus diesem Husten, dass er ein Mann war, und hörte, wie er sich die Hände wusch; die Wände schienen dünn wie Papier. Und dann Musik: Kate Bush, ganz wie am ersten Morgen nach meiner Ankunft, doch diesmal brauchte ich ein Weilchen, um herauszuhören, welches Album da lief. Es war Never for Ever, ihr drittes Album, und ihr mit Abstand schwächstes, wie ich fand, doch mochte ich mit dieser Meinung relativ isoliert dastehen. Allmählich fragte ich mich, wer der Kerl war, fühlte mich ihm aufgrund seines Musikgeschmacks doch irgendwie verbunden...
Wie auch immer. Warum also warf ich nicht endlich alles hin? Wieso verbrachte ich nicht ein, zwei entspannte Wochen und vergaß das Phantom: vergaß diesen verdammten Namen, vergaß das verdammte Foto!? Die Antwort konnte einfacher nicht sein: Ich wollte Madleen finden. Es drängte mich, Erfolg zu haben. Und dieses gar nicht mal, um Levin etwas zu beweisen; dieser Verrückte konnte mich mal. Nein, jetzt ging es nur noch um mich. Ich wollte den Grund für meine Anwesenheit erfahren. Ich wollte wissen, was an dieser Frau so Besonderes ist, dass ein früher Studienfreund nach Jahren den Kontakt zu mir sucht, und mich auf seine Kosten durch halb Europa schickt... Ging es mir noch um die Suche nach einer Frau? Oder ging es mir nicht längst um die Suche nach dem Sinn des Lebens? Nach der Antwort auf die Frage nach dem einen großen Warum? Denn was war meine augenblickliche Funktion? Hier, in London? War ich nicht eine durch und durch nutzlose Erscheinung? Ich vergnügte mich stundenlang in schummrigen Spielhallen, verlor Geld, dass nicht mein eigenes war, und hielt mich eigentlich nur deswegen zurück: eben weil das Geld nicht mein eigenes war und mich das Gewissen jetzt schon plagte... Jenseits der klimpernden Automaten, der flackernden Bildschirme, langweilte ich mich. Hatte ich nicht vor meiner Ankunft, neben der Suche nach Madleen, Dutzende Dinge geplant? Sie alle hatten ihren Glanz verloren, ihre Dringlichkeit ohnehin.
Hinzu kam, dass mir, immer wenn ich etwas anderes tat, der Gedanke kam, dass ich zur selben Zeit nach Madleen suchen und sie plötzlich finden könnte... In solchen Momenten gab ich mich nur allzu gern immer neuen, absurden Einfällen hinsichtlich der weiteren Bewerkstelligung der Suche hin, von denen es bei näherer Betrachtung selten einer wert war, tatsächlich verfolgt zu werden, während die anderen ohne Erfolg blieben. Und damit kehrte ich zurück an den Beginn meines Gedankengangs: Was ich auch tat, noch immer hatte ich mich Madleen nicht das geringste bisschen angenähert; ich war noch nicht einmal im Besitz einer Schlinge, die ich hätte enger ziehen können.
Wenig später an diesem Abend lag ich lesend im Bett: „They lived like blind men in a large room, aware only of what came in contact with them (and of that only imperfectly), but unable to see the general aspect of things. The river, the forest, all the great land throbbing with life, were like a great emptiness“, schrieb der gute alte Joseph Conrad in einer seiner frühen Erzählungen.
Ich muss das wohl nicht weiter kommentieren.

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Wenn mir meine BA-Arbeit genug Zeit lässt, oder aber mich einfach so sehr nervt, dass ich etwas anderes schreiben will, dann geht es vielleicht auch zeitnah weiter. Der nächste Abschnitt dürfte sich nicht allzu schwer schreiben lassen, hoffe ich zumindest... ^^

Also mal schauen. Für die Zwischenzeit hab ich ja auch noch einen SSS&S-Abschnitt in Wartestellung.
Bis dahin! :knuddel:
 
Hallölle Sylvio,
jetzt hat mich dein Kommentar auf meine Nachricht doch glatt so beschämt das ich es nicht länger aufschieben wollte, dir einen Kommentar zu verfassen. Allerdings weiß ich nicht wirklich was ich zu dem Kapitel sagen soll. Viel ist nicht passiert, wenngleich ich es trotzdem interessant finde das du der Tatsache wegen das eigentlich wirklich nichts passiert ist, einen trotzdem dazu bringst, weiter lesn zu wollen. Find ich Klasse.
Das unser Protagonist - ich bin immer noch wild darauf seinen namn zu erfahren - sich die Frage über das Warum stellt, find ich interessant, ich hatte ihn nicht so für den Denkertypen gehalten der die Sachen hinterfragt und versucht einen Sinn in etwas zu sehen, wo es womöglich gar keinen gibt. Finds aber trotzdem interessant und bin gespannt wie das noch weiter geht und ob er noch einen Sinn finden wird, bevor er das ganze Geld von Levin verzockt hat.
Und das mit dem Nachbarn macht mich auch neugierig, ob sich die beiden irgendwann mal auf dem Flur begegnen? man darf gespannt sein.

So das war mal nen kurzer Kommi aber mehr fällt mir net ein, versuch auch noch SSS&S zu Kommentieren, weil du da ja weiter arbeiten wolltest dran. Vll schaff ichs heute noch, allerspätestens dann aber morgen

:knuddel:
 
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