Mir wird nicht klarer, wieso man notwendigerweise in Bezug auf Monarchie auch Anarchie diskutieren muss.
Ich könnte mich an dieser ewig gleichen Diskussion auch gar nicht erfreuen, zumal ja nur bekannte Positionen gegeneinandergestellt werden. Das kann man sich auch sparen.
Im übrigen stört sowas den Lesefluss ganz ungemein. In meinem Alter kann man sich nicht mehr so mir nichts, dir nichts auf beliebige Mengen Text konzentrieren, schließlich muss man allzuoft zwischendurch jungen Damen nachpfeifen.
Zur Monarchie:
Wenn man also den Monarchen quasi einfach den Präsidenten ersetzen ließe, wäre die Sache nicht mehr ganz so lachhaft. Andererseits stellt sich die Frage, wieso Deutschland historisch einen König nötig haben sollte. Gesellschaftlich ist die Monarchie nicht verankert, da dürfte sogar das Führerprinzip mehr Zustimmung finden. Deutschland hat seit 1918 keinen Monarchen mehr, und einen deutschen Monarchen gab es strenggenommen auch vorher immer nur für kurze Zeit. Wilhelm I. und II. waren Kaiser von Deutschland, davor gab es nur regionale Könige. Bezeichnenderweise wird das zweitmächtigste Königreich (nach Preußen) auch heute wieder quasi-monarchisch regiert, dort besteht also kein Änderungsbedarf; über eine Wiedereinsetzung von Ernst August von Hannover zum preußischen König muss man ja wohl nicht diskutieren. Aber regionale Königtümer sollen es ja ohnehin nicht sein, schließlich soll "Deutschland, einig Vaterland" vertreten werden.
Da lässt sich nichts machen; historisch gibt es in Deutschland keine Grundlage für eine gemütlich-miefige Monarchie. Die Kaiserzeit war bei Licht besehen nur eine Zwischenphase bzw. der kurze Anfang. Deutsche Monarchen können sich nicht legitimieren.
Hinsichtlich praktischer Vorteile ist ein Monarch vermutlich etwas kostengünstiger als ein Präsident. Andere handfeste Argumente finde ich in dieser abstrusen Idee aber nicht. Außerdem ist sowas für eine Demokratie nicht sonderlich rühmlich.
Wobei ich ja sowieso gegen Herrschaft bin.
