Keine Kommentare zum klassischen Holundia? Das ist aber schade
Naja, dafür geht es jetzt weiter mit Holundia und von hier an wird es richtig düster und die Geschichte wird ganz anders werden als bisher
DIE LEGENDE VON HOLUNDIA - WENDEPUNKTE
- 1 -
Die unheilverkündende Nacht verschwand langsam und durch die finstere Wolkendecke drangen die Strahlen der lachenden Sonne und schenkten der Welt von Holundia wieder ihr Licht. Die Lichtstrahlen drangen durch die Fenster des Schlosses von Termina und erhellten dessen Zimmer. In einem dieser Zimmer saß König Roland. Sein Gesicht war von Sorgen übersät und er schien innerhalb weniger Tage um 10 Jahre gealtert zu sein. Sein Blick rührte sich nicht von dem Bett, welches neben ihn stand. In diesem Bett lag seine geliebte Ehefrau Leyla, oder auch Fynn, welche seit dem Vorfall im Konzert bewusstlos war und schwer krank war. Ihr Körper schwitzte wie verrückt und immer wieder bekam sie Zitter- und Schreianfälle. Roland wusste nicht was er tun sollte, seine Frau litt und er konnte nichts dagegen machen. Es zerfraß ihm regelrecht die Seele.
Rabia saß neben ihm und starrte auf Fynn. Obwohl sie wusste das Fynn eigentlich eine böse war, tat es ihr weh sie so leiden zu sehen. Fynn, nein Leyla, war immer wie eine Mutter für sie gewesen und wenn sie ein Problem hatte war Leyla immer für sie da. Wie konnte ein so herzensguter Mensch nur ein Monster sein? Es ging einfach nicht in Rabias Kopf, denn ihr Gewissen sagte ihr das mehr dahinter stecke. „Metallia... Metallia“, flüsterte Fynn immer wieder im Schlaf und ließ Rabia aufhorchen. „Du Papa... dieser Name... du hast ihn damals nach meiner Rettung auch schon mal erwähnt. Wer ist diese Königin Metallia?“
Ihr Vater sah sie entsetzt an und brüllte : „Das hat dich nicht zu interessieren mein Kind. Es gibt Dinge auf dieser Welt, von denen man besser nicht weiß, verstehst du? Es würde den Rahmen deines Vorstellungsvermögens sprengen, dir jetzt zu erklären wer das ist.“ Rabia sah ihren Vater entsetzt an und verstand die Welt nicht mehr. Irgendetwas hatte diese Metallia mit Fynn und ihrem Vater zu tun.
Rabia blickte auf ihren schwarzen Ring und begann sich zu fragen, ob sie selber auch im Teufelskreis dieser Königin Metallia steckte. Sie hatte nie fragen gestellt, doch heute warfen sich ihr viele Fragen auf. Ihr ganzes Leben wirkte plötzlich wie ein reines Fragezeichen für sie. Plötzlich begann der Ring zu leuchten und Rabia blieb fast das Herz stehen. Sie versteckte schnell ihre Hand in ihren Hosentaschen, damit ihr Vater das nicht sehen konnte. Roland drehte sich zu ihr um und fragte : „Was ist denn jetzt schon wieder, mein Kind?“ „Ich frage mich...“, flüsterte sie und hielt plötzlich inne. Ihr Vater schenkte ihr seine ganze Aufmerksamkeit und fragte verwundert : „Was denn, mein Schatz?“ Rabia grübelte und fuhr dann fort : „Ich frage mich, ob mein Verlobter vielleicht der Sohn dieser Königin Metallia ist.“ Roland schrie laut auf und die Angst war in sein Gesicht geschrieben. „Sag nie wieder so was, hörst du?“, schrie er.
So heftig hatte er sie noch nie angeschrieen. Diese Frage musste ihn wirklich sehr getroffen haben. „Entschuldige mich, Vater“, sagte sie daraufhin und verließ weinend das Zimmer. Sie hatte ihrem Vater wehgetan, dass war ihr bewusst und es tat ihr sehr leid. Sie rannte durch die prächtigen Gänge des Schlosses und überall starrten die Bediensteten des Schlosses sie an und wunderten sich über ihre Tränen. Plötzlich erschien wie aus dem nichts Voldo und Rabia rannte ihm ungewollt in die Arme. „Hoppala“, kicherte Voldo und blickte die Prinzessin lachend an. Rabia sah ihn mit weinenden Augen an und das Lächeln verschwand aus seinem Gesicht und er fragte besorgt : „Was habt ihr Prinzessin?“ „Mein Vater.... Leyla.... es ist alles so furchtbar“, schluchzte sie und drückte ihr Gesicht an seine Rüstung und ihre Tränen kullerten den Boden herab. Zordrak und Edos standen an der Türe und blickten dem Geschehen verwundert zu. Voldo blickte zu seinen Kameraden herüber und dann wieder zu Rabia. „Kommt Prinzessin, lasst uns alle in den Garten gehen, vielleicht kommt ihr dann wieder auf andere Gedanken.“ Über Rabias trauriges Gesicht kam ein Lächeln und sie nickte. Zusammen gingen die Vier in den Garten.
„Er wird kommen.... er ist böse.... abgrundtief böse... er kommt immer näher“, murmelte Fynn und begann dabei sich ihre Arme zu zerkratzen. König Roland hielt ihre Arme fest und schrie : „Hör auf damit Schatz, ich flehe dich an.“ Fynn wehrte sich wie verrückt und begann immer wieder zu schreien. „Er wird uns töten.... Er kommt immer näher.... Er ist gleich hier....“ Roland sah sie verwirrt an und fragte : „Wenn du mich hören kannst, dann sag mir doch bitte von wem du redest.“ Fynn begann fürchterlich zu schwitzen und ihr Körper zitterte noch stärker als zuvor. „Ihr Sohn... das personifizierte Böse....“ Roland verstand immer noch nur Bahnhof, zwar hatte er einen leisen Verdacht, jedoch hoffte er, dass dieser sich nicht bestätigen würde. Er begann Fynn zu schütteln und brüllte : „Von wem redest du? Sag mir wenigstens einen Namen.“ Fynn riss sich von seinem Griff los und begann direkt wieder sich wie wild zu kratzen, so dass ihre Arme anfingen zu bluten. „Mephisto... Dark Mephisto... Das mächtigste Wesen auf dieser Welt....“
„Dark Mephisto?“, flüsterte Roland und sah sie verwirrt an. Er kannte die legendären „Chroniken von Holundia“ in- und auswendig. Er kannte die ganze Geschichte von Königin Metallia und auch die von Beliar, aber an einen Dark Mephisto konnte er sich nicht erinnern. „Erzähl mir doch bitte mehr über ihn“, drängte Roland. „Es war am Anfang aller Dinge, als die Großen Alten noch existierten. Unter ihnen gab es ein Wesen welches Dark Mephisto genannt wurde, es erschuf diesen Planeten und schenkte diesem Planeten das Leben um später dieses Leben wieder auslöschen/ernten zu können. Da er durch die Erschaffung dieser Welt so sehr an Macht einbüßte, erschuf er einen Helfer namens Satan, welcher für ihn über diese Welt wachen sollte und aufpassen sollte, dass sich alles nach Mephistos Wünschen entwickelte. Dann verschwanden die Großen Alten von diesem Universum und die wahren Götter wie Beliar und Odin blieben zurück. Jedoch waren die Großen Alten nicht für immer fort, sondern ruhten nur und sobald die Sterne günstig stehen wird sich der Hohepriester der Großen Alten wieder erheben und sie erwecken. Allerdings muss Jemand den Hohepriester dann aus seinem Gefängnis befreien. Vor vielen Jahren kam es zu einem Erdbeben, welches den Großen Alten „Dark Mephisto“ wieder ans Tageslicht brachte. Metallia, ihrer Sinne durch Alamars Geist beraubt, nahm an das es sich dabei um ihr eigenes Kind handle und versorgte Mephisto mit neuer Energie um ihn eines Tages erwecken zu können.“
Roland sah Fynn entsetzt an und flüsterte : „Dann habe ich meine Tochter nicht nur an irgendeinen Dämon versprochen, sondern an einen dieser „Großen Alten“?“ Fynn nickte und fuhr fort : „Das stimmt, er ist einer der „Großen Alten“ und er wird versuchen seine Schreckensherrschaft wieder aufzubauen. Die „Großen Alten“ waren das Schrecklichste was je existiert hat. Kein Wunder das in den „Chroniken“ nichts über sie steht, aber im verbotenen „Necromicon“ steht alles über diese Teufelskreaturen.“ Plötzlich riss Fynn die Augen auf, umklammerte mit ihren Händen Rolands Kopf und flüsterte mit angstverzerrtem Gesicht : „Er ist hier...“ Roland sah sie entsetzt an und er spürte wie sein Herz begann zu pochen. „Wir müssen schnell zu Rabia“, sagte er und rannte mit seiner Frau Richtung Garten.
Rabias Leibwächter standen sich zum Duell gegenüber und stürmten aufeinander los. Plötzlich schnitt Voldo an Zordraks Gürtel entlang und diesem rutschte die Hose herunter, wodurch eine pinke Unterhose zum Vorschein kam. Edos und Voldo fingen an zu lachen und auch Rabia musste lachen. Sie war wieder fröhlich, immer wenn sie am Ende war, waren diese Chaoten da um sie wieder aufzumuntern. Was sollte sie nur ohne diese machen? Sie wusste es nicht, allerdings vermisste sie Darunia. Er gehörte einfach zu der Truppe dazu, jedoch hatten die 3 Mütter ihm auf grausame Art und Weise das Leben genommen. Rabia musste sich damit abfinden, dass sie nur noch 3 Leibwächter hatte. Auch wenn es ihr sehr schwer viel. Sie klatschte mit den Händen und plötzlich viel ihr Blick wieder auf den Ring und dieser leuchtete nun in einer bedrohlichen lilanen Farbe.
Rabia schüttelte den Kopf und ging zu einer wunderschönen, roten Rose hin. Sie kniete sich hin und betrachtete die schöne Rose. Die Rose strahle Hoffnung aus, von hier an konnte nur noch alles besser werden und solange ihre Leibwächter bei ihr waren und ihr geliebter Dominik konnte ihr ja nicht viel passieren, oder doch? Plötzlich warf etwas einen Schatten auf Rabia und die Rose. Die Rose begann sich langsam lila zu färben und dann färbte sie sich schwarz und begann zu verwelken. Sie war von einer Sekunde auf der anderen gestorben. Was besaß nur solch eine tödliche Kraft, ein Lebewesen von einer Sekunde auf die Andere sterben lassen zu können? Rabia wollte sich gerade zu der Quelle dieses Schattenwurfes umsehen, als sie plötzlich ihre Leibwächter erblickte.
Diese standen mit entsetzten Gesichtern vor ihr und hielten zitternd ihre Schwerter umklammert. „Was ist nur los?“, fragte sie sich und spürte wie ihr ganzes Herz anfing zu pochen. „Rabia...“, sagte eine finstere Stimme hinter ihr und jagte ihr einen kalten Schauer über den Rücken. Sie hatte noch nie solch eine unheimliche Stimme gehört.
Roland und Fynn kamen in den Garten gestürmt und Fynn umklammerte direkt ihr Gesicht, blickte panisch Rabia an und begann fürchterlich zu schreien. Ihr Vater rannte mit tränenden Augen auf sie zu und rief : „Drehe dich nicht um, mein Schatz. Ich bitte dich, drehe dich nicht um.“ Plötzlich hörte Rabia ein lautes Knallen hinter sich und zuckte zusammen. Als sie wieder zu ihren Vater blickte, lag dieser auf dem Boden und rührte sich nicht. „VATER!“, rief sie entsetzt und wollte zu ihm hinlaufen. Doch plötzlich berührte etwas ihre Schulter und Rabia zuckte innerlich zusammen.
„Rabia.....“, murmelte die finstere Stimme wieder und Rabia spürte einen finsteren, gar schwarzen Atem in ihren Nacken. Sie blickte zu Fynn herüber und diese breitete ihre Flügel aus und flog auf sie zu. „Fass nicht mein Kind an“, schrie Fynn und feuerte einen Feuerball auf das Etwas hinter Rabia ab. Der Feuerball traf , explodierte und die Explosion riss Rabia zu boden. Rabia blickte zu Fynn hinauf und diese lächelte sie an : „Ich habe es geschafft.“ Rabia lächelte zurück, doch plötzlich veränderte sich Fynns Gesichtsausdruck wieder und Rabia hörte wieder dieses Knallen hinter sich. Diesmal zuckte sie nicht zusammen, sondern ließ ihren Blick auf Fynn gerichtet und sah, wie etwas durch die Luft flog und Fynns Flügel zerfetzte. Fynn schrie fürchterlich auf vor Schmerzen und fiel zu Boden. Sie keuchte schwer, blickte zu Rabia herüber und flüsterte : „Es tut mir leid, ich kann dich nicht beschützen.“ Mit diesen Worten wurde sie von einem lilanen Licht umhüllt und teleportierte sich weg. „Rabia...“, fauchte es wieder in Rabias Nacken.
Sie nahm nun allen Mut zusammen und drehte sich um. Was sie sah konnte sie nicht beschreiben, es gab nichtmal eine Bezeichnung für das was sie dort sah. Sie begann am ganzen Körper zu zittern und blickte in die wohl schwärzesten Augen, die sie je gesehen hatte. Sie wisperte : „W... Wer... bist... du....?“ „Ich... bin... dein.... Verlobter“, mit diesen Worten kam das Etwas auf sie zu und Rabia schrie vor Entsetzen.
Rabia wachte schweißgebadet in ihrem Bett auf und hielt sich die Stirn. Sie blickte sich danach um und sah das ihr Zimmer völlig normal war. Sie schlich die Gänge hinaus und öffnete vorsichtig die Schlafzimmertüre von Leyla und Roland und beide lagen darin und schliefen fest. Sie hielt sich wieder die Stirn und flüsterte : „Dann war doch alles nur ein Traum, aber er wirkte so real. Naja konnte ja auch nur ein Traum sein Rabia, so was wie die Großen Alten gibt’s schließlich nur in deiner Fantasy.“ Mit diesen Worten torkelte sie zurück in ihr Zimmer und schlief ruhig ein. Doch war das alles wirklich nur ein Traum gewesen? Ist ihr Verlobter etwa wirklich nicht gekommen? War ihr Verlobter nicht wirklich einer der Großen Alten? Und gab es diese unheimlichen Großen Alten wirklich nicht? Die Antwort darauf verschwand in der Stille dieser Nacht...