So weiter gehts, leider mit einem Tag Verspätung als geplant ^^""""""
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Hitomi fuhr erschrocken hoch und drückte Lancelot von sich weg. Er sah sie verwirrt an und fragte : „Was hast du?“ Sie sah ihn mit entsetzen Augen an und flüsterte : „Meine Schwestern, sie sind hier. Verschwinde, schnell!“ Lancelot sprang direkt in das Gebüsch neben sich und kaum landete er auf dem Boden, landeten die zwei Hexen auch schon und rannten auf ihre Schwester zu. „Ist alles in Ordnung mit dir?“, riefen die Beiden besorgt und umarmten Hitomi. Maki sah ihre Schwester geschockt an und rief : „Dein Blut ist ja ganz kalt, was ist nur geschehen?“ Hitomi starrte auf den Boden und holte danach tief Luft. „Aaaaaalllsssoooo....“ „Ja?“, fragten ihre Schwestern und sahen sie gespannt an. „Mich hat ein Dämon angegriffen und ich blöde Kuh hab nicht aufgepasst, blöd was?“, sagte sie und kratzte sich grinsend am Hinterkopf. Maki und Sayumi senkten ihre Köpfe und brüllten daraufhin : „Kannst du nicht einmal aufpassen? Nur weil du ständig Unsinn im Kopf hast statt auf dich selbst richtig aufzupassen, müssen wir uns immer wieder Sorgen um dich machen. Du bist ein Mädchen, als benimm dich doch bitte mal endlich wie eines.“
Hitomi sah ihre Geschwister verwirrt an und fragte : „Nani? Nur weil ich gerne Fußball spiele und mit Jungs rumhänge heißt das doch nicht das ich mich nicht wie ein Mädchen benehme und ich bin sicherlich mehr Mädchen und Hexe als ihr, wer hat denn bisher die meisten Menschen getötet hm? Das war ja wohl ich.“ Sayumi legte ihre Hand auf Hitomi’s Schulter und lächelte. „Wir wollten dich nicht anmeckern, wir haben uns nur wirklich große Sorgen um dich gemacht, verstehst du das? Oh, was ist denn das?“ Sayumi betrachtete ihren Nacken und fragte weiter : „Hat dich der Dämon da etwa gebissen?“ Hitomi sah erschrocken auf und wollte sich am liebsten ganz klein machen. „Ein Biss? Boah, zeich ma“, sagte Maki und betrachtete ebenfalls den Biss. „Sieht ja böse aus und das hat dir nichts ausgemacht?“ „Doch, beinahe wäre ich dran gestorben.“
Ihre Schwestern sahen sie geschockt an und Maki stotterte : „Und wie hast du dich wieder berappeln können?“ Hitomi sah auf ihre Hände, spielte mit ihren Daumen und flüsterte : „Ich traf auf Lancelot und er befreite mich vom Gift des Dämons.“ „Lancelot? Ach der Junge der mit bei uns im Haus war, der gefällt dir doch sowieso oder nicht?“ Hitomi lief rot an und nickte verlegen. „Ich weiß nicht, seitdem wir in unserem Haus diese Truppe da getroffen haben, ist mir gar nicht mehr so danach Menschen zu töten. Sie sind irgendwie interessant, aber Samanosuke meint das wir die Menschen töten sollen und als der Mann unserer Familie müssen wir seinen Worten folgen“, entgegnete Maki und half ihrer verletzten Schwester beim aufstehen. „Kommt, gehen wir.“ Sie gingen langsam durch den Park und Hitomi warf den Büschen einen Blick zu. Als sie Lancelot erblickte, zwinkerte sie ihm zu, lächelte und schlenderte Händchen haltend mit ihren Schwestern durch den Park.
Lancelot fasste sich an die Brust, holte tief Luft und murmelte : „Man, hab ich da Schwein gehabt, wäre beinahe ins Auge gegangen.“ Plötzlich erblickte er vor seinen Augen eine Eintrittskarte zum Pucchi Moni Konzert und lächelte. „Sie hat mich nicht vergessen.“
Derweil trat Dominik durch den Haupteingang seines Schlosses und erblickte Rabia, welche zusammengekauert auf dem Boden saß. Er rannte sofort besorgt zu ihr und fragte : „Hey Rabia, was ist los mit dir?“ Sie sah ihn mit leeren Augen an und gab ihm keine Antwort. Er schüttelte sie mehrmals und bemerkte dabei, dass ihr Körper unterkühlt war. Nach einigen Minuten kam Lancelot wieder und sah Dominik bei Rabia sitzen. „Was ist denn hier passiert?, fragte er verwundert. „Ihr Körper ist total unterkühlt, ihr muss etwas passiert sein. Wo bist du nur gewesen?“ Lancelot sah ihn wie ertappt an und stammelte : „Nur eine Zeitung kaufen.“ Dominik warf Lancelot einen ganz bösen Blick zu und knurrte : „Ach, dann hast du die Lippenstiftabdrücke auf deinem Mund vom Zeitung kaufen, ja?“
Lancelot lief rot an und flüsterte : „Es tut mir leid, dass ich nicht da war.“ „Na ist ja schon gut, ich werde sie wieder ein wenig aufwärmen.“ Dominik hob Rabia hoch und trat mit ihr in den Thronsaal. Sein Vater kam ihm entgegen gerannt und fragte verwundert : „Was ist mit diesem Mädchen geschehen?“ „Sie ist total unterkühlt, ich werde sie in eine warme Wanne setzen.“ „Tu das mein Sohn und bitte entschuldige mein Verhalten von vorhin“, bat der König. „Ist schon okay Papa, ich nehme dir das nicht übel.“ Mit diesen Worten stieg Dominik die Treppe hinauf und betrat das Badezimmer. Er drehte sich zu Lancelot um und murrte : „Hier kommst du jetzt bitte nicht rein, ich mache das hier alleine.“ „Na gut, ich werde mich dann schon mal in mein Zimmer begeben, schließlich ist es schon spät und bald geht die Sonne unter. Also denn, Gute Nacht Dominik.“ „Gute Nacht Lancelot“, antwortete er halb abwesend. Lancelot schloss darauf die Türe und ging auf sein Zimmer. Dominik drehte den Wasserhahn auf und begann ganz vorsichtig damit, Rabia auszuziehen. Dabei fühlte er sich zum ersten Mal zu ihr hingezogen und streichelte sanft über ihre nackte Haut. Als die Wanne fast voll Wasser war, legte er sie in diese hinein und hielt Wache.
Rabia rührte sich kaum, sie schien unter Schock zu stehen und Dominik strich sanft mit einer Seife über ihren Körper und verteilte das warme Wasser über ihren kalten Leib. Plötzlich packte sie ihm am Kopf und sah ihn mit großen Augen an. „Bitte, bitte bleib bei mir. Lass mich bei dir schlafen und bitte verlass mich nicht, ich habe Angst.“ Dominik verstand zwar nicht was sie genau meinte, jedoch willigte er ein und half ihr beim sich sauber machen.
Währenddessen verschwand die Sonne langsam am Horizont und es sollte nicht einmal mehr einen Tag bis zum großen Pucchi Moni Konzert dauern, jedoch lag diese Nacht und der nächste halbe Tag noch dazwischen.
Dominik legte sich in sein Bett und Rabia legte sich neben ihn. „Du sag mal, willst du nicht einmal dein weißes Top und deine weiße Hose ausziehen? Du trägst seitdem ich dich kenne diese Sachen.“ Sie schüttelte den Kopf und kicherte : „Nein, außerhalb des Hauses muss ich mit weißen Klamotten rumrennen, damit jeder sieht das ich noch Jungfrau bin und auch an wen versprochen bin.“ Dominik verdrehte die Augen, drehte sich zur Seite und murmelte : „Na wenn das so ist, dann gute Nacht.“ Daraufhin schaltete er die Lampe aus und es wurde ganz dunkel in dem Zimmer. Dominik war erschöpft und wollte endlich mal ein wenig schlafen, jedoch spürte er, wie 2 warme Hände ihn plötzlich umschlangen und ein warmer und weicher Körper sich an seinen Rücken presste.
„Du, sag mal, warum hast du mich eigentlich mit deinem Namen belogen?“, fragte Rabia. „Bitte nicht um die Uhrzeit“, entgegnete Dominik und ließ seine Augen geschlossen. Rabia sah ihn beleidigt an und fragte dann : „Na gut, dann was anderes. Dir hat mein Körper gefallen nicht wahr?“ Dominik versuchte ihre Umarmung zu lösen, jedoch hielt Rabia ihn so feste, dass er sich davon nicht lösen konnte. „Na los, sag schon“, drängte sie. Dominik seufzte und entgegnete : „Ja, er hat mir sogar sehr gefallen.“ „Was würdest du sagen, wenn ich sagen würde das ich diese weißen Klamotten nur für dich ablegen würde und ich diese Beziehungssache gerne in Wirklichkeit hätte?“ Dabei ließ sie Dominik los und dieser drehte sich verwundert zu ihr um.
„Ich würde sagen, dass du nicht mehr alle Tassen im Schrank hättest“, stichelte er. Sie überlegte und fragte dann : „Und wie sähe das aus, wenn ich das hier machen würde?“ Sie umschlang ihn und presste ihre Lippen sanft auf seine. Er versuchte sich erst dagegen zu wehren und gab dann doch nach und genoss den Kuss. Sie löste ihre Lippen wieder von seinen und fragte : „Und was würdest du dann zu meinem Angebot sagen?“ Er lächelte sie an und flüsterte : „Ich würde Ja sagen.“ Rabia zog sich daraufhin ihre Klamotten aus und küsste Dominik wieder und das sollte die ganze Nacht so weitergehen.
Lancelot lag derweil in seinem Bett hellwach, er musste an Hitomi denken. Würde sie ihr Versprechen einhalten, die Katastrophe morgen zu verhindern? Er war sich nicht sicher, er vertraute ihr zwar... allerdings war er sich seiner Sache absolut nicht sicher. Doch nicht nur er lag hellwach, Hitomi lag in ihrem Bett auch hellwach und starrte an die Decke. Sie grübelte darüber nach, wie sie morgen auf dem Konzert, den Wunsch von Lancelot erfüllen sollte. Lancelots Wunsch erfüllen und den Hass ihrer Schwestern auf sich ziehen? „Wie soll ich das nur mit meinem Gewissen vereinbaren?“, dachte sie sich und verschränkte die Arme. Irgendetwas musste ihr doch einfallen, sie stand vom Bett auf und sah aus dem Fenster. „Lancelot...“, flüsterte sie und starrte zum Mond.
Doch nicht nur die beiden Pärchen waren noch wach, denn die dunklen Mächte schliefen ebenfalls nicht. Samanosuke betrachtete zusammen mit seiner Mutter einen von ihm gezeichneten Plan und freute sich tierisch. „Damit wird das Konzert morgen auf jeden Fall ein Knüller, so werden Hitomi und dieser elende Mensch auf jeden Fall auseinander kommen. Guter Plan, nicht wahr Mama?“ Sadako sah ihren Sohn mit ihren roten Augen an und gab nur ein „Ah, ah, ah ,ah“ von sich und betrachtete wieder den teuflischen Plan ihres Sohnes.
Während Samanosuke sich Gedanken darüber machte, wie er Hitomi und Lancelot auseinander bringen könnte, machte sich Kumo-Otoko im dunklen Königreich eher über eine Belohnung Gedanken.
„Du hast also eine der Hexen getötet ja?“, fragte Fynn und betrachtete ihr Weinglas. „Jawohl, meine Königin“, erwiderte Kumo-Otoko stolz und erwartete eine königliche Belohnung. Fynn öffnete ihre Handfläche und auf dieser erschien eine Flamme. Sie näherte sich mit ihrem Gesicht dieser Flamme und blickte hinein. Sie sah dort 3 verschiedene Zimmer, in jedem dieser Zimmer sah sie eine Hexe. Zwei Hexen waren am schlafen und eine sah aus dem Fenster. „Du hast also eine umgebracht ja?“
“Ja, warum fragt ihr?“, fragte Kumo-Otoko zurück. „Und was ist dann das hier?“, fauchte Fynn und hielt ihm die Flamme vor die Nase. Er erblickte ebenfalls die Hexen und riss seine vielen Augen geschockt auf. „DAS kann nicht sein, ich habe sie doch gestochen. Sie MUSS Tod sein, sie lag doch im sterben als ich ging. Sie war doch nur mit diesem Menschen....“ In jenem Moment hielt Kumo-Otoko inne und verfinsterte seinen Blick. „Dann muss dieser elende Mensch sie irgendwie von meinem Gift befreit haben, dieser verdammte Mistkerl.“ Fynn strich sich durchs Haar und knurrte : „Dann geh, beseitige diesen Menschen und die 3 Hexen. Wenn du noch mal es wagen solltest hier aufzutauchen ohne Erfolg gehabt zu haben, werde ich keine Verwendung mehr für dich haben und du weißt was das bedeutet.“ Kumo-Otoko nickte ehrfürchtig und verschwand.
Fynn zerbrach voller Wut das Glas und fauchte : „Verdammte Hexen, ihr seid die einzigsten die mir im Wege stehen. Sterben sollt ihr. Ich verstehe immer noch nicht warum Königin Metallia euch erweckt hatte und welchen Zweck ihr für sie hattet. Für mich habt ihr allerdings keinen Zweck und seid vielmehr eine Gefahr. Youma, kommt alle zu mir.“ Aus allen Ecken und Enden kamen unheimliche Geschöpfe mit leuchtenden Augen herbei und verbeugten sich. Es waren Hunderte, vielleicht sogar Tausende. Fynn stand von ihrem Thron auf, ballte ihre Faust in die Luft und rief : „Morgen ist das Konzert von Pucchi Moni, ich will das ihr dort auftaucht und die 3 Mütter vernichtet und ach ja noch was, es gibt dort Menschen. Also macht euch bereit, auf euch wartet Menschenfleisch.“ Die Monster jubelten wie verrückt und die Jubelschreie waren sogar bis zur Oberfläche zu hören, jedoch vernahmen nur die Bäume diese unheilverkündenden Laute....