Bardock - Krieger der Zeit

Dieses Thema im Forum "Dragonball Fanfictions" wurde erstellt von Son-Goku_GIGA-SSJ!!!, 27. November 2017.

  1. Son-Goku_GIGA-SSJ!!!

    Son-Goku_GIGA-SSJ!!! I'm a saiyan from Earth!!

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    Hallo! *gähn*
    Heute hat das Kapitel leichte Verspätung, aber ich Schlafmütze hab' einfach 10 Stunden durchgepennt und kam jetzt erst zum Korrekturlesen des Kapitels :embarasselaugh
    Aber ich hab schon überlegt, ob ich nicht vielleicht die Zeiten variiere, an denen ich ein Kapitel veröffentliche. Fände glaube ich besser, das nur noch jeden Samstag zu tun, was haltet ihr davon? :)

    @Dreamy Wollte dich nicht hetzen, tut mir leid *kopf streichel*...äh, das tut mir auch leid :embarasselaugh
    Ich hab das alles in den Wandel durch die Möglichkeiten interpretiert, die der eroberte Planet Plant brachte, womit nicht nur die Technik usw verbessert wurde, sondern auch der Bildungsstandard der Saiyajin. In diesem Kapitel wird man aber sehen, dass Vegeta noch ein wenig mehr gebildet ist :) Obwohl ich bei Radditz "Vater" nicht so das Problem sehe, für ein Dada oder so wäre er mir doch etwas zu alt :p

    Das ändere ich wohl besser ab, haha :D

    Gutes Argument, aber wohlmöglich denkt sich ja niemand etwas bestimmtes dabei, wenn er seinen Scouter anschaltet und der direkt explodiert :rofl: Hätte ich vielleicht besser lösen können, aber nehmen wir mal an, dass zu dem Zeitpunkt niemand den Scouter nutzte :p

    Das freut mich, da wird auch noch in Zukunft was dazu kommen :)

    Korrekt, ändere ich ab :)

    Hatte das eigentlich so interpretiert, dass er noch an der Türschwelle stand und dann hereintrat.

    Ups, da hab ich wohl etwas mit den Details gegeizt. Meinte eigentlich nur, dass das Tuch aufgrund dessen DNA reagiert hat (sagen wir Schwarzlicht) und dann einfach festgestellt wurde, dass sich darauf Tomas Blut befand. Das Tuch selbst ist natürlich einfach irgendeins^^

    Das ist alles auf die Situation von zuvor bezogen, wo Bardock im Heiltank aufgewacht ist. Es gab ja eine Untersuchung, während Bardock ohnmächtig war, das ist nur damit gemeint :) Habe ja auch nirgends geschrieben, dass er in den Heiltank hineinstieg, sondern einfach, dass er in dem untersucht wurde^^

    Hab' ich wohl nicht so elegant gelöst^^ Habe besagte Schreibtischschublade zur Sammelkiste degradiert :laugh:


    Weil er Bardock nicht beunruhigen wollte und das zwar das alarmierenste ist, aber durch fehlende Informationen er selbst auch nicht viel dazu sagen könnte. Hat ja trotzdem noch dran gedacht :p


    Bardock ist ein Einzelfall und besagte Hirnkomplikationen gab es in der Geschichte der Saiyajin, und in den Aufzeichnungen der Tsufurujin, noch nie. Ergo gibts dagegen auch keine Medikamente und darum bleibt Kabatsch auch nichts anderes übrig, als ständig Bardock zu fragen, ob er sich weiterhin gut fühlt. Ansonsten müsste man natürlich mit einer OP ran^^

    Kann er nicht, aber Bardock ist auch nicht der Erzähler^^ Auch wenn es manchmal so scheint, weil ich wie gesagt seine Gedanken nicht mit '...' etc. markiere.

    Das ist zwar wahr, aber die Sorge bezieht sich auf etwas anderes. Einen Einblick worauf gibt es im heutigen Kapitel :)

    Diesmal war es wohl die gute Rela, die es nicht geschafft hat. Das bestärkt nochmal den Gedanken, die FF vielleicht nur noch an einem Tag der Woche zu veröffentlichen^^

    Ohne weitere Verzögerung: Kapitel 10 :)

    Kapitel 10 - Die adlige Herausforderung

    Am nächsten Morgen, ungefähr 10 Stunden später, erwachte Bardock aus seinem Schlaf. Es war für ihn ein erleichterndes Gefühl: Er konnte sich nicht an seinen Traum erinnern und sein Kopf schmerzte nicht. Normalerweise war es ihm egal, ob er träumte oder nicht, aber nach den ganzen Visionen hatte er von Träumen erst mal genug. Er setzte sich auf und streckte sich zunächst. Draußen war ein strahlender Tag, das Pink des Himmels wirkte sehr idyllisch. Und trotzdem stimmte etwas nicht. Bardock fühlte sich zwar entspannt, aber irgendwie hatte er das Gefühl, dass sich etwas verändert hatte. Aber da er nicht darauf kam, was es sein könnte, stand er auf, machte sein Bett und nahm sich seinen Scouter, welchen er anlegte. Danach ging er die Treppe herunter und suchte Radditz. In seinem Zimmer war er nicht, sein Bett war allerdings gemacht, woraus er schließen konnte, dass Radditz bereits aufgestanden war. Aber auch in der Küche konnte er ihn nicht finden. Er schien nicht da zu sein.
    Da er bereits in der Küche war, machte er sich etwas Frühstück. Er kannte aber keine wirklichen Rezepte, darum nahm er sich erneut etwas Fleisch und Brot. Obwohl er durch seine Vision bei Doktor Kabatsch furchtbar geschwitzt hatte, trug er immer noch die selbe Rüstung wie am Vortag. Bei Saiyajin war es so, dass sie ihre Kleidung nur selten wechselten. Entweder sie war wirklich so schmutzig, dass es nicht mehr auszuhalten war oder aber sie war zerstört. Gine war eine der wenigen Ausnahmen, denn sie konnte strenge Gerüche überhaupt nicht ausstehen, weswegen sie ihre Familie ständig dazu verdonnerte ihre Rüstung zu wechseln. Nun da sie nicht da war, dachte Bardock zwar nicht daran, aber umso mehr dachte er an sie. Wo sie wohl war? Ging es ihr gut? Fragen über Fragen, auf die der Saiyajin keine Antwort wusste. Er wusste nur, dass heute ein entscheidender Tag gekommen war. Prinz Vegeta, gerade einmal 5 Jahre alt, würde der neue König des Planeten Vegeta werden. Bardock aß zu Ende und verließ dann sein Haus.

    Mal wieder flog er zur Praxis von Doktor Kabatsch. Es war irgendwie seltsam: Vor ein paar Tagen kannte er den Arzt kaum und nun war er täglich dort. Auf der einen Seite sträubte er sich davor, denn eventuell würde er wieder eine Vision durchleben. Auf der anderen Seite ging er ja gerade dorthin, damit er diese Last loswerden konnte. Ihm gefiel das alles nicht, aber je öfter er dorthin ging, desto eher konnte er wieder damit aufhören.
    Erneut betrat er das Zimmer und erblickte Kabatsch, der ihn bereits erwartete.
    "Ah, Bardock! Willkommen zurück! Dann setz dich mal hin."
    Bardock ging zu dem Stuhl, auf dem er nun die Tage gesessen hatte und setzte sich auf diesen. Der Arzt ging zu seinem Tisch, griff sich ein paar Papiere und ging dann zu dem Krieger.
    "Ich hab mir die Ergebnisse von gestern notiert. Anscheinend geht tatsächlich alles von dem Punkt an deinem Hinterkopf aus. Ich müsste da eben wissen: Hat mein Eingreifen gestern etwas gebracht? Vielleicht etwas ausgelöst?"
    Bardock überlegte. Eigentlich war alles wie sonst. Aber das Ende war etwas anders.
    "Naja, der Ablauf lief eigentlich normal, aber das Ende nicht. Normalerweise sehe ich die Vision klar vor meinem Auge, bis zu einem bestimmten Ereignis. Dann komme ich wieder zu Bewusstsein. Gestern aber war es so, als ob sich die Bilder, die ich gesehen habe, vor meinem Auge aufgelöst haben und ich dann erwacht bin. Es war also anders als sonst."
    "Ah, ja." Kabatsch stand mal wieder hinter Bardock und der Krieger hörte nur das Kritzeln eines Kugelschreibers über Papier. Als das Geräusch aufhörte, hörte er stattdessen ein leises Lachen.
    "Das ist wirklich interessant. Dann bestätigt das auch nur meine These. Durch den Druck, den ich auf deinen Hinterkopf ausgeübt habe, wurde die Vision unterbrochen. Ich nehme an, dass du nur darauf achten musst, dass dich niemand dort angreift und dann wirst du auch keine Probleme in nächster Zeit haben. Aber das ist nur eine Prognose. Lass uns erst mal wieder deine Hirnwerte messen."
    Kabatsch holte eine Maschine und schob diese zu Bardock. Dann nahm er einige Kabel, an denen Saugnäpfe befestigt waren und führte diese um Bardocks Kopf herum. Als acht Stück angebracht waren, ging er zu einem der Monitore, die bereits angeschaltet waren. Dann tippte er einiges auf seiner Tastatur ein und betrachtete den Bildschirm. Bardock war furchtbar ungeduldig, aber er versuchte sein Bestes einfach nur auf der Stelle zu verweilen.
    "So, es dauert jetzt nur einen Moment, bis die ersten Daten ausgelesen werden."
    Die Worte von Doktor Kabatsch halfen ihm nicht, warum mussten Ärzte immer so ungenau sein? Unbewusst dachte er wieder an die Krönung von Prinz Vegeta. Bardock fand, dass es Vegeta nicht verdiente, König zu werden. Sein Vater war ein guter König gewesen, der sich zwar Freezer gezwungener Weise unterwarf, aber das Volk trotzdem über allem stellte. Nichtsdestotrotz starb er mutig, indem er sich dem Frostdämon entgegenstellte, ein würdiger Tod für einen Saiyajin.

    Prinz Vegeta war deutlich anders. Er betrachtete alles und jeden von oben herab und hasste Schwächlinge, wozu auch einige Saiyajin zählten. Bardock fragte sich, ob diese Krieger unter Prinz Vegetas Herrschaft benachteiligt werden würden.
    "Das ist ja unfassbar!"
    Er wurde von den Worten Kabatschs aus seinen Gedanken geholt. Er klang ziemlich geschockt
    "Was ist los, Doktor?"
    Die Augen des Mediziners waren wie auf den Monitor fixiert. Ihm stand der Mund offen, es dauerte einen Moment, bis er etwas herausbringen konnte.
    "Deine Hirnströme...sie sind vollkommen normal!"
    Langsam machte das Alles Bardock stutzig. Jeden Tag schien etwas anderes mit ihm zu sein, er wollte endlich Klarheit.
    "Das ist doch gut, oder etwa nicht?"
    Mehr konnte er in dem Moment nicht fragen. Kabatsch aber hatte seit einiger Zeit wieder auf seinem Papier gekritzelt und schien irritiert.
    "Ja, selbstverständlich. Aber es macht keinen Sinn. Wir hatten dich doch volle zwei Tage lang überprüft und in diesem Zeitraum war es nicht ein einziges Mal so, dass sich deine Hirnwellen normalisierten. Du bist...ein einziges Rätsel. Ich schätze mal, dass wir dich in nächster Zeit noch einige Male untersuchen müssen. Warte bitte noch etwas, nur um sicher zu gehen. Danach darfst du gehen."
    Bardock saß noch ungefähr eine halbe Stunde auf seinem Stuhl, bis Doktor Kabatsch ihm die Kabel vom Kopf nahm. Seine Hirnströme waren durchgängig konstant geblieben.
    "Gut, danke, Bardock. Ich weiß noch nicht warum sich dein Hirn nun so verhält, aber mit Hilfe dieser Daten werde ich das hoffentlich die Tage herausbekommen. Dann sehen wir uns später bei der Krönung!"
    Der Krieger nickte und verließ die Praxis. Bevor er sich aber groß auf den Weg machen konnte, wurde er von ein paar Saiyajin aufgehalten. An den blauen Umhängen, die sie trugen, konnte er erkennen, dass es sich dabei um königliche Wachen handelten.
    "Bist du Bardock?"
    Bardock war etwas irritiert aber nickte.
    "Komm mit. Der Prinz hat befohlen dich zu sehen."
    Prinz Vegeta wollte ihn sehen? Warum? Er hatte absolut nichts mit dem Adel zu tun, er hatte lediglich eine Rivalität mit König Vegeta gehabt, als dieser noch ein Prinz war, doch durch die Standesunterschiede ist diese Beziehung nach der Krönung abgebrochen. Zwar war es früher Sitte, dass es Missionen gab, die direkt vom König kamen, aber durch Freezers Herrschaft hatte sich das für ihn erledigt.
    Ohne irgendwelche Widerworte begleitete Bardock die Männer. Obwohl er Prinz Vegeta nicht ausstehen konnte, war er doch ein loyaler Saiyajin und im Laufe des Tages würde er schließlich sein König werden.
    Die Wachen hoben ab und bedeuteten Bardock, dass er ihnen folgen sollte. Deswegen flog er ihnen hinterher.

    Nach einer Weile erreichten sie den Palast, natürlich das größte Gebäude des Planeten. Er war wirklich voluminös und eines Königs würdig: Weißer Asphalt, geäußert in vielen Säulen und hoch überdacht. Sie landeten und gingen durch die hohen Türen. Zunächst einige Treppen hinauf, dann ein langer Korridor und erneut ein paar Treppen. Die Menge war unmöglich zu zählen, vielleicht 300, 400, 500? Nach mehreren Stockwerken aber blieben sie vor einer großen Tür stehen. Einer der Wachen begann zu sprechen:
    "Wir sind da. Du darfst eintreten."
    Die Tür öffnete sich. Zwei der Männer blieben draußen stehen, der Rest begleitete ihn mit hinein. Die beiden Männer schlossen die Tür.
    Erneut war es ein relativ weiter Weg, der Raum, in dem er sich befand, war riesig. Er war schon diverse Male hier gewesen, darum war dieser Raum für ihn nichts Neues. Am Ende des weiten Weges erstreckte sich ein Thron, auf dem ein Junge saß. Er hatte hohe Haare, die fast denen eines Igels glichen. Sie waren zwar schwarz, aber hatten einen dunkelbraunen Stich. Er trug einen pinken Scouter an seinem linken Auge und die elitäre Saiyajinrüstung, erkennbar an der roten unterstrichenen Krone auf der linken Brust, mit Schulterpolstern in braun-weiß. Dazu trug er eine dunkelblaue Hose und braun-weiße Saiyajinschuhe. Außerdem einen roten Umhang. Es war Prinz Vegeta. Dieser hatte die Arme verschränkt und sein ständiges gehobenes Lächeln. Es kotzte Bardock zwar an, aber er beherrschte sich.
    Als sie direkt vor ihm standen, gingen die Wachen auf die Knie, um ihrem Prinz Verehrung auszudrücken. Bardock wollte das zwar nicht, aber er tat es ihnen gleich.
    Der Prinz aber fing an hysterisch an zu lachen.
    "Das ist vielleicht ein Anblick. Ich dachte der stolze Bardock senkt sein Haupt für niemanden."
    Trotz seines jungen Alters war er überdurchschnittlich gebildet. Das war auch kaum ein Wunder, Königskinder genossen immer die höchste Bildung.
    Mit einer lässigen Fingerbewegung signalisierte der Prinz den Wachen, dass sie aufstehen sollen. Daraufhin verließen sie den Raum. Nun standen sich Bardock und der Prinz entgegen.
    "Du fragst dich bestimmt, warum ich mit dir sprechen will, richtig?"
    Bardock nickte. Vegeta setzte ein Lächeln auf.
    "Mir ist zufällig zu Ohren gekommen, dass du Freezer erledigt hast. Ist das wahr?"
    Verdammter Kabatsch, konnte er nicht einfach die Klappe halten? Dem Krieger lief der Schweiß, welcher aber von seinem Stirnband aufgefangen wurde. Widerwillig nickte er. Erneut fing Vegeta hysterisch an zu lachen.
    "Und das soll ich dir glauben?! Dass ein Lowclass Saiyajin jemandem wie Freezer auch nur einen Kratzer zufügen kann? Pff, lächerlich."
    Der Prinz kostete seinen Status voll aus: Er saß gehoben auf seinem Thorn, nun wortwörtlich auf alle hinabblickend. Auf einmal änderte sich sein Lachen in ein überhebliches Grinsen. Bardock fletschte die Zähne und ballte die Fäuste.
    "Na gut, Bardock...dann beweise es."
    Plötzlich stand Vegeta auf und ging zu Bardock. Der Knirps reichte ihm gerade mal bis zu seiner Brust. Dann äußerte der Prinz Worte, die er nie gedacht hätte zu hören:
    "Kämpfe gegen mich. Wenn du wirklich Freezer getötet hast, dann dürfte ich ja keine Chance haben. Trotzdem bin ich der stärkste Krieger des Planeten, daher kaufe ich dir das auch nicht ab."
    Ein Kampf gegen den Prinzen...den König? Ob das eine gute Idee sei? Aber er war herausgefordert worden und ein Saiyajin trat niemals vor Herausforderungen zurück. Ihm war allerdings auch bewusst, dass er zwar sein Bestes geben musste, aber sich auf keinen Fall in einen Super Saiyajin verwandeln durfte. Nicht nur, dass diese Kraft bis aufs Erste geheim bleiben musste, sondern er hatte auch Angst, dass er Vegeta versehentlich töten könnte. Der Prinz verließ ohne weitere Worte den Saal und Bardock folgte ihm.
    Einige Treppen später befanden sich die beiden auf der hinteren Seite des Palasts, im Schlossgarten. Zwar war dieser von diversen Pflanzen umhüllt, aber er war groß und bot jede Menge Platz. Beide traten in die Mitte des Bereichs und stellten sich etwas entfernt voneinander auf.
    "Das hier ist ein guter Ort. Na dann, fang ruhig an und halte dich bloß nicht zurück!"
    Zurückhalten? Niemals! Der Krieger band sich sein Stirnband fester und entspannte dann seine Körperhaltung. Daraufhin stürmte er auf den Prinzen los.

    Er holte mit dem rechten Arm aus und schlug zu, aber verfehlte das Ziel. Durch seine geringe Körpergröße hatte der anstrebende König einen ziemlichen Vorteil, was das Ausweichen betraf. Allerdings erinnerte das Bardock auch an seinen Kampf gegen Freezer. Reflexartig stampfte er auf, führte seine linke Faust zu seiner rechten Hand und verlagerte sein Körpergewicht zu seiner rechten Seite. In dieser Pose spannte er seinen linken Arm an und jagte mit seinem Ellenbogen auf Vegeta zu. Dieser war dem ersten Schlag selbstsicher ausgewichen, aber mit dem erneuten Versuch rechnete er nicht. Er bekam Bardocks Ellenbogen voll auf die Nase. Durch den Stoß flog der Prinz zurück und Bardock, immer noch total im Bewusstsein, dass er nun Freezer bekämpfte, sprintete erneut auf ihn zu. Er landete einige Treffer im Bauchbereich des Adligen und verpasste diesem dann einen Tritt ins Gesicht. Dann ging der Prinz zu Boden. Erst jetzt wurde Bardock bewusst, wen genau er da so attackiert hatte. Doch recht schnell schaffte es Vegeta sich wieder aufzurichten. Seine Nase blutete und so wischte er sich diese an seinem rechten Handrücken ab.
    Er betrachtete diesen.
    "Blut?"
    Plötzlich änderte sich sein Gesichtsausdruck: Während Vegeta sich zuvor keinerlei Herausforderung bewusst war und dachte, dass er spielend leicht mit dem Kampf fertig werden würde, hatte er nun einen aggressiven Blick in seinen Augen.
    Sofort bewegte er sich mit hoher Geschwindigkeit auf Bardock zu. Seine Bewegungen waren ohne Frage schnell, trotzdem hatte der Lowclass-Krieger keine Probleme ihnen zu folgen. Der Prinz schlug zu, aber Bardock blockte den Schlag mit seiner Handfläche. Eine Schockwelle durchdrang den Platz, hinter dem Schlag war eine ziemliche Power gewesen. Sein Gegner sprang und bewegte nun sein linkes Bein auf Bardocks Genick zu. Auch diesen Treffer konnte er mit seinem rechten Arm blocken, woraufhin erneut eine Schockwelle entstand.
    Auf jeden Fall musste er versuchen direkten Treffern zu entgehen, sonst würde das übel enden. Gerade als er das dachte, sah er, dass Vegeta verschwunden war. Zwar bemerkte er in seinem rechten Augenwinkel, dass dieser hinter ihn gelangt war, aber er konnte nicht mehr schnell genug reagieren. Der Prinz lud eine lilane Energiekugel in seiner Hand auf und schoss diese auf Bardocks Rücken, welcher daraufhin nach vorne flog. Durch die Explosion gelang er ins Schleudern und rollte sich noch mehrere Male auf dem Boden, bevor er wieder aufsprang. Nun waren die beiden wieder etwas weiter voneinander entfernt. Vegetas Miene war weiterhin voller Wut, Bardock war noch von dem Treffer etwas irritiert.
    "Noch niemand hat es geschafft, dass ich blute. Das wirst du noch büßen, Bardock!"

    Vegeta streckte seine Arme zur Seite und formte eine lilane Aura um sich herum. Diese war grell und von lilafarbenen Blitzen umringt. Dann streckte er den rechten Arm nach vorne und führte den linken dazu. Allerdings drehte er seine linke Hand um 90 Grad und legte diese in seine rechte, die weiterhin gerade war. Daraufhin verlagerte er beide Arme über seine rechte Schulter und richtete den Blick auf Bardock. In seinen Händen formte sich eine lilane Energiekugel.
    "Du bist stark, aber es kann nur einen Stärksten geben...und das bin ich!"
    Er lud den Strahl noch eine Weile auf und dann streckte er die Arme nach vorne und schoss diesen ab.
    "GALICK-HO!"
    Ein großer Strahl bewegte sich in rasender Geschwindigkeit auf Bardock zu. Dieser streckte seine Arme aus und stoppte so den Strahl ab. Dieser Idiot, wollte er ihn umbringen? Wenn der Strahl explodierte, dann würde der halbe Planet verwüstet werden. Trotzdem lag darin eine irrsinnige Kraft verborgen, daher hatte der Krieger Probleme, den Strahl vollends zu stoppen. Er wurde immer weiter zurückgedrängt, bis er sich vollends darauf konzentrierte und schließlich zum Stillstand kam. Was sollte er mit dem Teil nun machen? Er durfte auf jeden Fall keine Explosion riskieren. Schnell sah er zu seiner Linken, als ihm einfiel, dass die beiden ja im Hintergarten kämpften, daher waren auf seiner linken Seite nur eine entfernte Berglandschaft und der Himmel. Allerdings befanden sich auch hier diverse Säulen und er musste aufpassen, dass er davon keine demolierte.
    Er konzentrierte seine ganze Kraft und plötzlich umgab ihn eine weiße Aura. Er baute Druck auf den Strahl auf und lenkte diesen langsam nach links. Mit einem Schrei stieß er den Strahl vollends nach links und dieser schoss zwischen zwei Säulen hindurch gen Himmel, wo er wenig später explodierte. Durch den Kraftaufwand zitterte Bardock und keuchte. Vegeta aber war komplett geschockt.
    "W-was?! Meine...Ga..lick..Ho..." Ihm lief der Schweiß die Stirn herunter.
    Diesen Moment nutzte Bardock und bewegte sich langsam auf Vegeta zu. Er schien verängstigt und nicht mehr in der Lage zu kämpfen. Bardock streckte den rechten Arm aus und zielte mit seiner Handfläche auf Vegeta. Der Prinz schloss seine Augen und wartete auf sein Schicksal. Aber Bardock verharrte in dieser Stellung.
    "Dieser Kampf ist vorbei. Ihr habt verloren."
    Er nahm den Arm herunter und blickte auf ihn seinen Gegner. Vegeta öffnete seine Augen und fletschte die Zähne.
    "Warum hast du mich nicht getötet?"
    Bardock verschränkte die Arme vor dem Oberkörper.
    "Weil Sie heute der neue König werden. Hätte ich Euch getötet, dann hätte ich ziemliche Probleme bekommen. Aber Ihr seid mächtig, wenn Ihr so weitermacht, dann werdet Ihr wirklich ein gefürchteter Gegner."

    Das sagte Bardock zwar, aber schon jetzt hatte er ziemliche Probleme gegen ihn gehabt. Durch seinen kleinen Körper konnte er zwar gut ausweichen, aber hatte mit Tritten auch keine große Reichweite, was wiederum ein deutlicher Nachteil war. Außerdem hatte er nicht so einen Schweif wie Freezer. Sein Energiestrahl aber war wirklich gefährlich. Der Lowclass-Saiyajin brauchte seine ganze Kraft um diesen umzulenken. Kräftemäßig brauchten sich die Saiyajin auf jeden Fall nicht für ihren neuen König zu schämen, aber Bardock hatte Bedenken vor dessen Einstellung.
    Vegeta lies ein deutlich hörbares 'Ts' erklingen und spuckte auf den Boden.
    "Okay, du hast gewonnen. Und ich glaube dir."
    Nun war es Bardock, der dem Prinzen ein überhebliches Grinsen schenkte.
    "Na also."
    Vegeta gefiel sein Ton nicht, er sagte allerdings nichts dazu.
    "Und du bist wirklich sicher, dass Freezer tot ist?"
    "Sicher bin ich leider nicht. Aber nachdem unsere Angriffe aufeinander prallten und explodierten, blieb von ihm nur noch ein Arm zurück. Deswegen gehe ich davon aus."
    Der Prinz nickte.
    "Verstehe. Na schön, dann habe ich schon mal ein Hindernis weniger vor mir. Gut gemacht, Bardock. Du darfst gehen. Vor der Krönung müssen noch ein paar Vorbereitungen getroffen werden. Bis später.“
    Bardock atmete noch einmal durch und nickte dann. Dann machte er sich auf den Weg zu den Wachen, die am Eingang zum Garten auf ihn warteten. Doch bevor er gehen konnte, äußerte Vegeta noch ein paar Worte.
    "Ach ja, bevor ich es vergesse: Keine Sorge, dein Sieg wird nicht bedeutungslos sein. Aber dazu mehr bei der Krönung."
    Was er wohl damit meinte? Bardock verließ in Begleitung der Wachen den Palast und Prinz Vegeta begab sich erneut in jenes Zimmer, aus dem die beiden ursprünglich gekommen waren.

    Hoffe, dass euch dieser kleine Showdown gefallen hat :) Zur Randinfo: Bei Duellen zwischen Saiyajin gibt es natürlich im Normalfall keine Toten, aber Vegeta rechnete wohl damit, weil er eben noch so unerfahren ist und durch Bardocks Angriffweise damit rechnete. Vielleicht aber dachte er selbst daran, dass Bardock ein Super Saiyajin ist und ergo immer für ein Blutbad zu haben ist? Die Frage klärt sich noch :)
    Wir sehen uns erstmal am Samstag und danach, eventuell, am Samstag darauf :)

    LG, DerGefallene
     
  2. Son-Goku_GIGA-SSJ!!!

    Son-Goku_GIGA-SSJ!!! I'm a saiyan from Earth!!

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    Da haben sich meine Befürchtungen glatt bestätigt (kann natürlich auch am Weihnachtsstress liegen :p )
    Diesmal hat sich diesmal leider niemand gemeldet :( ich wünsche euch trotzdem schon mal Frohe Weihnachten und besinnliche Feiertage :)
    Das hat mich jetzt tatsächlich dazu bewegt, dass ich meinen Plan in die Tat umsetze: Ab jetzt erscheint nur noch jeden Samstag ein Kapitel, ist wohl besser so :)

    Nichtsdestotrotz geht es heute weiter mit Kapitel 11 :)
    Viel Spaß!

    Kapitel 11 - Ein neues Volk

    Wieder draußen verließ Bardock den Palast und flog in die Innenstadt. Vegeta erwähnte, dass sein Sieg nicht bedeutungslos bleiben werde, was meinte er damit?
    Er würde es wohl früh genug erfahren.
    Obwohl der Planet durch die Krisenlage zuvor wie tot erschien, sammelte sich unten in der Stadt eine große Menschenmenge. Bardock landete, um sich das anzusehen. Zuerst dachte der Krieger, dass sich bereits die ersten Saiyajin für die Krönung sammelten, aber bei genauerer Betrachtung versammelten sie sich eher um zwei andere herum. Man hörte Aufprallgeräusche, anscheinend eine Schlägerei.
    Bardock legte einem der Saiyajin seine Hand auf die Schulter, um seine Aufmerksamkeit zu erregen.
    "Hey, was ist denn hier los?"
    Dieser drehte sich um und sah ihn an.
    "Oh, hallo. Da drüben prügeln sich anscheinend Zwei, aber ich hab keine Ahnung wer oder warum."

    Bardock ging etwas weiter in die Menge hinein, aber er hatte sichtlich Probleme sich dort hindurch zu kämmen. Dann versuchte er durch die Personen zu blicken, um vielleicht etwas von den Kämpfern zu sehen. Doch alles was er sah waren lange schwarze Haare. Moment, könnte es sein?
    Er verstärkte seine Anstrengungen und schabte sich so durch die Menge bis er es tatsächlich mit eigenen Augen sah. Sein Sohn kämpfte gegen einen anderen Saiyajin. Beide waren ungefähr im gleichen Alter und beide hatten bereits einstecken müssen. Auch wenn Saiyajin eher wild waren, normalerweise kämpften sie mit Taktik, aber das war bei diesen beiden Kindern nicht der Fall. Sie gingen aufeinander los und schlugen aufeinander ein. Bardock griff nicht ein, denn diese Keilereien waren unter Kindern normal und außerdem half es ihnen stärker zu werden.
    Nach einigen Schlägen entfernten sich die beiden wieder voneinander um durchzuatmen. Radditz hatte mittlerweile eine blutige Nase, der andere Saiyajin nur ein paar Schrammen und blaue Flecke. Zu Bardocks Enttäuschung war Radditz Schwanz wieder einmal nicht um seine Taille gebunden, sondern schlängelte sich hinter ihm hin und her. Eine gesetzte Regel unter Kinderkämpfen war, dass derjenige gewonnen hatte, der zuerst den Schwanz des anderen ergriff. Da sein Gegner diesen nicht sichtbar trug, hatte Radditz den Nachteil.
    Der andere Saiyajin sprintete über Radditz rechte Seite los, aber wechselte dann schnell die Richtung. Für sein Alter war er wirklich bemerkenswert schnell. Er streckte die Hand aus, Bardock dachte schon, dass die Niederlage seines Sohns besiegelt sei, als sich Radditz Schwanz ruckartig bewegte und sich um dessen Taille legte. Der Saiyajin hatte mit so einer hohen Geschwindigkeit angegriffen, dass er damit nicht rechnete. Er stolperte, versuchte sich aber noch zur Seite zu drehen. Dort konnte er nur noch Radditz erblicken, der mit dem rechten Arm ausgeholt hatte und seine Faust nun auf sein Gesicht zu bewegte. Der Einschlag war kraftvoll, ein absoluter Volltreffer! Durch die Wucht des Schlages flog der Saiyajin durch die Luft, während Radditz auf diesen losrannte. Da stürmte Bardock aus der Menge hervor und fing den Saiyajin auf. Radditz blieb daraufhin sofort stehen.

    „Okay, der Kampf ist vorbei.“
    Bardock legte den Saiyajin auf den Boden, dieser bewegte sich nicht, aber starrte ihn an.
    „Warum gehen Sie dazwischen? Ich hätte es diesem Feigling gezeigt!“
    Bardock sah ihn an und blickte dann zu Radditz. Der rieb sich gerade mit dem rechten Arm über seine Nase und spuckte dann auf den Boden.
    „Sei lieber froh, dass ich eingegriffen habe. Radditz hätte dich windelweich geprügelt. Wie heißt du?“
    Der Saiyajin stand auf und sah ihn an.
    „Ich heiße Turnop. Und ich bin viel stärker als dieser Verlierer!“
    Turnop war ein bis zwei Köpfe größer als Radditz, deswegen schien er sich auch für den Stärkeren zu halten. Bardock ignorierte seine Worte und bedeutete Radditz, dass er näher kommen solle.
    „Was war das hier? Ein einfacher Kampf oder etwas anderes?“
    Sein Sohn sah erst zu Boden, aber blickte dann seinen Vater an.
    „Ich hab gesagt, dass du der stärkste Saiyajin wärst. Aber er hat gemeint, dass du ein Schwächling bist.“
    „Was? Sie sind sein Vater?“
    Bardock drehte sich zu Turnop und sah ihn kalt an.
    „So einer bist du also...du kleiner mieser Giftzwerg!“
    Turnop, der bereits wieder aufgestanden war, packte die Angst und rannte davon. Die Menge machte ihm Platz.
    Bardock richtete das Wort an die Zuschauer.
    „Hier gibt es nichts mehr zu sehen, nun geht. Denkt dran, gleich ist die Krönung, also beeilt euch besser.“
    Die Menge entfernte sich langsam, sodass Bardock unter vier Augen mit seinem Sohn reden konnte. Er legte seine Hand auf dessen Kopf und wuschelte ihm durch die Haare.
    „Ich bin verdammt Stolz auf dich. Du hast dich mit einem Größeren angelegt und bist ihm trotzdem furchtlos entgegengetreten. Außerdem hast du ihn in die Irre geführt und ihn so besiegt. Du hast wie ein echter Saiyajin gekämpft.“
    Radditz strahlte ihn an.
    „Außerdem hast du für mich gekämpft...und da möchte ich mich bei dir bedanken. Danke, Radditz!“
    Radditz schüttelte den Kopf.
    „Ich hab nicht nur für dich gekämpft, es ist schließlich wahr. Du bist der stärkste Saiyajin. Und ich finde, dass du es verdienst König zu werden.“
    Der Krieger war sichtlich überrascht durch diese Aussage, lächelte aber seinen Sohn an.
    „Danke. Aber wir sind leider nicht in die Elite hineingeboren. Deswegen müssen wir zeigen, dass wir nicht alles mit uns machen lassen.“
    Er nahm die Hand von seinem Kopf und legte seinen Arm um seine Schulter.
    „Außerdem wird Vegeta schon wissen, was er tut. Auch wenn er noch sehr jung ist, wird er wohl schon auf diesen Moment vorbereitet worden sein.“
    Natürlich dachte Bardock ganz anders, er hatte Zweifel, ob Vegeta überhaupt für das Volk handelte oder handeln würde.
    Radditz nickte auf diese Aussage und die beiden machten sich langsam auf den Weg zum Palast.

    Etwa eine halbe Stunde später hatten sich vor dem Monarchsgebäude schon viele hunderte Saiyajin versammelt. Normalerweise waren nur einige dutzende Saiyajin anwesend, die Elite, aber in diesem Fall, aufgrund der großen Tragödie, war das gesamte Volk eingeladen. Der Palast war riesig, daher würde, wie immer, die Elite im Kronsaal sitzen, während die anderen Saiyajin in den anderen Räumen Platz nahm und dort die Krönung übertragen werden würde. Eigentlich wäre Bardock also nicht im Kronsaal willkommen.
    Der Einlass dauerte eine ganze Weile, schließlich wollte jede einzelne Person untergebracht werden. Nach ungefähr 20 Minuten erreichten Bardock und Radditz schließlich den Eingang. Die beiden Wachen, die sich um den Einlass kümmerten, waren Teil des Teams, welches Bardock zuvor zu Vegeta gebracht hatte. Sie blickten auf die beiden herunter.
    „Ah. Bardock und....Radditz, richtig?“
    Radditz nickte.
    Die rechte Wache, die eine lange Liste in der Hand hielt, ließ von dieser ab.
    „Ihr beiden begebt euch in den Kronsaal.“
    Während Radditz ziemlich überrascht war, nickte Bardock flüchtig und schleifte seinen Sohn quasi hinter sich her.
    „Der Kronsaal? Aber der ist doch sonst nur für die Elite.“
    „Ich weiß. Aber Vegeta erwähnte etwas in der Richtung. Lassen wir uns einfach überraschen.“
    Erneut musste der Krieger die vielen Treppen erklimmen, die sich durch das Gebäude zogen. Hätte er nicht selbst vor wenigen Momenten noch eine Audienz beim Prinzen gehabt, dann würde er sich nun wohl beeilen wollen, um den anderen Gästen zu folgen, die ebenfalls für den Kronsaal vorgesehen waren. Stattdessen konnte er nun ruhig und gelassen die übrigen Treppen nehmen. Nach ungefähr einer Minute waren sie in dem richtigen Stockwerk angekommen. Sie gingen den Gang entlang, an dessen Ende bereits eine große Menge an Personen vor einer geöffneten Tür Schlange standen. Ohne Worte stellten sie sich hinten an und warteten, dass sie hineingehen konnten.

    Alles verlief ziemlich schleppend, ganz und gar nicht nach Bardocks Geschmack. Die großen Massen schienen sich gar nicht zu verkleinern, so viele Menschen waren vor ihm. Im Normalfall befand sich hier nur die Elite, ob das diesmal anders war? Hatten außer ihm vielleicht noch andere Saiyajin neue Privilegien bekommen?
    Nach einer Ewigkeit, ungefähr 10 Minuten, waren alle Saiyajin in dem Kronsaal untergebracht. Bardock und Radditz saßen ziemlich weit verschlagen in einer der hinteren Ecken des Raumes, Bardock fühlte sich ziemlich Fehl am Platze, deswegen bestand er darauf. Die Menge wartete, der Bischof, eine wahre Seltenheit unter Saiyajin, stand bereits vor dem Altar. Durch den Genozid an den Tsufurujin wurde nicht nur die Technik und deren Forschungen übernommen, sondern auch eine Art moderne Zivilisation. Bischöfe waren selten, seit damals gab es bis heute nur eine Familie, die dieses Amt ausübte.
    Aus dem Gang näherten sich plötzlich Schritte, die immer lauter wurden, bis Vegeta vor dem Eingang stand. Alle Saiyajin im Raum erhoben sich, genau wie Bardock und Radditz. Die beiden Wachen, die die Gäste am Palasttor empfingen, befanden sich hinter dem Prinzen und folgten ihm auf Schritt und Tritt. Letzterer ging nun langsamen Schrittes den roten Teppich entlang, welcher sich durch den gesamten Saal erstreckte. Jeder einzelne Schritt zeugte von mächtiger Präsenz, davor hatte selbst Bardock Respekt. Auffällig war jedoch, dass der Prinz seinen Umhang nicht trug. Normalerweise war der Umhang bei Saiyajin das Zeichen für die Elite, welche direkt Befehle vom König entgegennahm. Die Farben konnten dabei variieren, wie blau, lila und grün. Nur rot war einzig der Königsfamilie gedacht. Das Rot der Prinzen oder Prinzessinnen war im Vergleich zu dem des Königs etwas blässer, es glich eher einem kräftigen Orange. Und genau diesen Umhang trug der Prinz nicht, denn er würde in wenigen Augenblicken das Rot des Königs tragen.

    Es dauerte nur einige Sekunden, obwohl es sich anfühlte wie Stunden, da stand der Prinz bereits vor dem Bischof. Vegeta ging auf die Knie, die beiden Wachen positionierten sich zu seiner Rechten und Linken. Der Bischof begann zu sprechen und richtete das Wort zuerst an die Gäste und schließlich an den Prinzen. Er sprach eine alte Sprache, die die Saiyajin vor Jahrhunderten sprachen. Jede Krönung hatte bislang auf diese Weise stattgefunden, Bardock verstand davon jedoch kein Wort. Also blieb ihm nichts anderes übrig, als den Prozess still mitzuverfolgen.
    Während der Ansprache des Geistlichen hatte Vegeta sein Haupt durchgängig gesenkt. Nach einer Weile hörte der Bischof auf zu sprechen und drehte sich um. Dann holte er den roten Umhang und legte diesen Vegeta an. Erneut antike Worte, die in der Moderne mündeten.
    „Erhebt Euch, König Vegeta II.“
    Der König tat wie ihm geheißen und die Menge applaudierte. Auch aus den anderen Räumen des Palastes, welche sich teils in ganz anderen Stockwerken befand, war tobender Beifall zu hören.
    Vegeta stolzierte zum Altar und richtete sein Wort an die Menge:
    „Verehrtes Volk! Kraft meines Amtes als neuer König, König Vegeta, spreche ich nun zu euch. Euch allen ist, ebenso wie mir, bewusst, dass mein neues Amt deutlich verfrüht eingetreten ist. Massenweise bekam ich zu hören, dass mein Vater ein brillanter König gewesen ist. Ich möchte ehrlich zu euch sein. Mein Vater war schwach. Vielleicht verstehe ich noch nicht viel von Politik, aber meiner Meinung nach kann ein Volk sich nicht weiterentwickeln, dessen König ein Schwächling ist. Deswegen bin ich auch zuversichtlich, dass ich ein deutlich besserer König sein werde.“
    Genau damit hatte Bardock gerechnet, aber diese Worte in der Realität zu hören war wieder etwas ganz anderes. Die Menge schwieg nur und hörte weiter ihrem neuen Herrscher zu.
    „Die Situation ist wirklich tragisch. Ich kann verstehen, wie ihr euch fühlt. Ihr habt Angst, ihr seid wütend. Viele haben ihre Kinder verloren, ihre Eltern oder auch ihre Freunde. Und dieser Verrat wird mit absoluter Sicherheit auf ewig in den Geschichtsbüchern stehen. Und genau das ist, was den ganzen Vorfall so unglaublich kompliziert macht. Unsere Freunde wurden nicht etwa durch einen Überfall oder durch eine der Missionen getötet, sondern durch Freezer. Ein, wie wir dachten, Verbündeter. Natürlich war unser Volk versklavt worden, wir waren der Freiheit beraubt und angewiesen nun für ihn Planeten einzunehmen, aber in erster Linie war er ein Handelspartner. Wir hatten eine Einigung. Und dann werden wir einfach feige angegriffen!“
    Der neue König ballte die Fäuste und biss die Zähne zusammen.
    „Das war Hochverrat! Und das wäre nicht passiert, wenn wir einen fähigeren König gehabt hätten, als meinen Vater. Freezer mag stark sein, aber seine Soldaten sind allesamt Schwächlinge. Mit all unserer Macht hätten wir es mit Sicherheit geschafft Freezer zu töten. Stattdessen...ist es nun so gekommen. Ich weiß, dass es einige gibt, die auch jetzt noch losziehen würden, um Freezer ausfindig zu machen und ihm das Handwerk zu legen. Und glaubt mir, auch ich würde das zu gern tun.“
    Vegeta entspannte sich wieder. Danach zeigte sich auf seinem Gesicht ein Lächeln.
    „Aber dies ist nicht notwendig. Denn Freezer ist vernichtet worden!“

    Auf diese Äußerung hin zeigte sich das Volk stark überrascht, Bardock musste schlucken. Was hatte Vegeta nun vor?
    „Ja, ihr habt richtig gehört. Freezer ist Geschichte. Und was mich noch viel zufriedener stimmt ist die Tatsache, dass ihn einer von uns getötet hat. Und dieser Jemand ist unter uns hier anwesend. Steh auf und komm' zu mir!“
    Was sollte das? Bardock wollte Aufmerksamkeit unter allen Umständen vermeiden und nun wird ihm öffentlich vor dem ganzen Volk dafür gedankt? Ablehnen konnte er wohl kaum, deswegen stand er auf und ging entgegen seinem Willen nach vorne.
    Da Bardock nicht zur Elite gehörte, hatte er in der Vergangenheit oft für übereifrige Äußerungen Gelächter kassiert. Auch heute gab es einige, die ihm verwirrte Blicke zuwarfen und ihm so signalisierten, dass er hier nicht hingehörte. Nun aber war dies anders. Die Gesichter der Elite drückten vieles aus – Überraschung, Schock, Respekt. Bardock ging zu Vegeta und verbeugte sich. Danach stellte er sich neben ihn und sah ebenfalls zu den Zuschauern.
    „Ja, richtig. Vielleicht haben sich schon einige gewundert, warum Bardock und sein Sohn hier im Kronsaal sitzen. Bardock ist nur ein Lowclass-Saiyajin, aber trotzdem hat er es geschafft Freezer zu töten. Naja, wir haben keine Leiche gefunden, aber sein Arzt konnte durch seine Aussagen bestätigen, dass er die Wahrheit sagt. Und außerdem habe ich mich selbst von seiner Stärke überzeugt: Bardock ist unglaublich stark. Deswegen ernenne ich Kraft meines Amtes nun Bardock zu meiner rechten Hand!“
    Als Vegeta diese Worte aussprach, durchzog zuerst eine gewisse Stille den Saal, aber kurz darauf mündete daran sofort ein lauter Applaus.
    Die rechte Hand des Königs, damit hatte Bardock nun wirklich nicht gerechnet.
    „Ich war der Meinung, dass die Königsfamilie unschlagbar sei. Dass Elite und Lowclass berechtigterweise getrennt sind. Ich habe auf alle nur herabgesehen. Aber Bardock ist der Grund warum ich einsehe, dass das falsch war. Mit der Ernennung Bardocks zu meiner rechten Hand möchte ich aussagen, dass es mit meiner Amtszeit keine Ränge mehr gibt. Keine Elite und keine Lowclass. Ab sofort gibt es nur noch Saiyajin.“
    Erneut durchzog Beifall den Raum.
    „Uns allen dürfte klar sein, dass wir ein Kriegervolk sind und damit eine der mächtigsten Rassen in Universum. Wir sollten die Situation mit Freezer nicht als Fehler, sondern viel mehr als Einsicht sehen. Wie bereits gesagt, dachte mein Vater damals nur an den Stärkeunterschied, er fürchtete Freezer. Genau diese Einstellung ist falsch. Wir dürfen nie wieder zulassen, dass sich so etwas wiederholt. Stattdessen müssen wir jegliche Gefahr bekämpfen, so gefährlich sie auch scheint. Das soll unsere Einstellung werden. Wir sind ein Volk, ein starkes Volk, ein neues Volk! Und ab sofort werden wir Planeten übernehmen und verkaufen, die Einnahmen teilen wir mit niemandem!“

    Seine Rede hatte alle Anwesenden wie ein Blitz durchschlagen. Jedem war bewusst, dass dort nicht irgendeine Göre sprach, wie Bardock das zuerst gedacht hatte, sondern wirklich jemand, der alles für sein Volk tat und tun würde. Der Applaus eskalierte, genau wie die vielen „Ein Hoch auf König Vegeta“ Rufe.
    Ein neues Volk war geboren worden.

    Ich hoffe euch hat das Kapitel gefallen :) Bevor jemand fragt (was garantiert passiert wäre): Vegetta hatte Hilfe bei der Rede :D (da sagt er aber auch noch mal was im nächsten Kapitel zu). Ich hoffe, dass mir spezifisch die Rede von Vegeta gelungen ist. Stellt ihn euch einfach nicht mehr als einen 5 jährigen Knirps, sondern als einen anstrebenden König vor :)
    Hoffe man hört sich, bis die Tage! :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. Dezember 2017
  3. Rela1309

    Rela1309 Miss bloody Sunday

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    Huhu!

    Bevor du jetzt das nächste Kapitel postest, muss ich mich dazwischen mogeln. Also warte noch ein paar Minuten, ja?

    Jetzt nimm das doch nicht vorweg. Natürlich hatte der 5-jährige Hilfe dabei! Das, was ich wirklich schade finde, sind die Andeutungen, dass Vegeta mehr Bildung hat, aber die Umsetzung dessen in Sprache und Verhalten kommt deutlich zu kurz.

    Auch kleinere Unstimmigkeiten, wie
    passen nicht. Müsste es nicht "Erhebt euch..." heißen?

    Zum Kampf zwischen Vegeta und Bardock, ok, endlich mal etwas action, wenn auch wenig. Die Kämpfe sind unglaublich schnell vorbei. Ebenso Radditz´s Auseinandersetzung. So kurz, Bardock greift fast direkt ein.

    In einem Punkt hatte Dreamy recht: Der Doc war komisch. Hat der Vegeta direkt berichtet? Gab es Überwachung?
    Für den Fall, dass der Doc direkt mit Vegeta Kontakt hatte, hätte man das doch an einem Gewand/Umhang erkennen können?

    Nochwas: Wenn Vegeta keine Fehler machen wollte, durch die Bekanntgabe, dass Freezer tot ist, hat er seinen ersten Fehler gemacht. Voreilig. Auch wenn mit gutem Vorsatz dahinter.
    Der Vorsatz dahinter wird sicherlich Gegner nach sich ziehen, und sobald Freezer wieder auftaucht, werden die das direkt als Punkt nehmen, dass Vegeta kein guter König ist. (ok, so ist normale Politik, ob das auf Saiyajin zutrifft, kann ich jetzt nicht sagen)

    Dein Kommi
    Kapitelüberschrift
    Erster Satz im Kapitel

    Du magst die 10, kann das sein? :)
    Die ersten Sätze in dem Kapitel solltest du vielleicht nochmal lesen. Da wimmelt es von Wiederholungen und sehr einfach struckturierten Sätzen, ungefähr wie eine unschön aneinander gekettete Reihenhaussiedlung. Jedes Haus für sich, aber alle gleich. Monoton. Da fehlt deutlich Abwechslung.

    Ein Hoch auf Bardocks Beherrschung. Und auch auf sein Vertrauen in Vegeta. Ich mein, ganz grün ist er nicht mit ihm. Das merkt man. Ob das wirklich so bleiben wird? >Misstrauen sät<

    Als letztes, Wo bitte ist die Logik Planeten einzunehmen und zu verkaufen?
    Im Grunde gehört dir jeder Planet, wenn du ihn haben willst. Also könntest du den Planeten einnehmen, verkaufen, etwas warten und direkt wieder einnehmen. Und dann? Darauf warten, dass deine Geldquelle zerstört wird? Dich dingen lassen von einem anderen Volk den Planeten zu "befreien"? Naja, wahrscheinlich nicht so weit gedacht...

    Anyway, wenn du ein neues Kapitel posten wolltest, jetzt darfst du!

    Lg,
    Rela
     
  4. Son-Goku_GIGA-SSJ!!!

    Son-Goku_GIGA-SSJ!!! I'm a saiyan from Earth!!

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    Hallo :)

    Da war ich wohl zu schnell *g*
    Rela:
    Die Fehler korrigiere ich.
    Das mit der 10 ist tatsächlich reiner Zufall^^ Geplant wars nicht, hab ich aber auch gar nicht drauf geachtet.
    Zur Sache mit dem Planetenverkauf: Natürlich stimmt das, aber da war doch z.B. Freezer genauso von betroffen, es war ja sein Konzept. Die Saiyajin haben die Planeten gesäubert, er hat sie verkauft. Das hätte ihn doch genauso wenig aufgehalten, sie wieder einzunehmen bzw einnehmen zu lassen. Ich lasse Vegeta lediglich Freezers Konzept für sein Volk nutzen.
    Außerdem warum muss denn Kabatsch einen Umhang tragen, nur weil er mit dem Prinz/König Kontakt hatte? Er hätte ja einer Wache berichten können oder eben dem Prinzen selbst, das war ja nicht verboten. Vegeta befindet sich ja nicht 24/7 in seinem Palast (jetzt als König vielleicht mehr, aber als Prinz zuvor bestimmt nicht).

    Ich hoffe, dass die Verzögerung auf eine Woche pro Kapitel dabei hilft, dass hier die Kommentare wieder konstanter folgen :)
    Das folgende Kapitel ist das Ende des 'Revolution' Arc und markiert den Anfang des 'Gine' Arc.
    Naja, ohne weitere Verzögerung: Kapitel 12 :)

    Kapitel 12 – Eine persönliche Mission

    Der offizielle Teil der Krönung war beendet. Mittlerweile waren die Festlichkeiten angebrochen, sodass ein großes Buffet eröffnet war und nebenbei ein Tanzball.
    Vegeta hatte auf seinem Thron Platz genommen und beobachtete das Geschehen. Bardock ließ Radditz für einen Moment alleine und ging zu seinem neuen König. Dieser lächelte ihn nach gewohnter Manier überheblich an.
    „Na, überrascht?“
    Allerdings. Von jemandem wie Vegeta hatte er so eine Rede nun wirklich nicht erwartet. Bardock nickte leicht.
    „Naja, schon. Warum haben Sie mich zu Eurer rechten Hand ernannt? Wenn ich ehrlich bin, habe ich mein Leben bislang genossen und würde nur ungern im Adel agieren.“
    König Vegeta amüsierte Bardocks Gemurmel. Er fing an zu lachen.
    „Keine Angst. Habe ich nicht gerade gesagt, dass nun alle, außer mir natürlich, gleichgestellt sind? Das heißt auch, dass du zu nichts verpflichtet bist. Ich dachte nur: Eine direkte Koalition des stärksten Manns des Adels und des stärksten Manns des Volkes – das würde eine solide Grundlage geben. Und, bevor du fragst, ich hatte Hilfe bei der Rede. Trotzdem ist es wirklich meine Meinung.“

    Natürlich war Bardock klar gewesen, dass Vegeta gebildet war, aber er hätte ihm nun wirklich nicht so eine Entscheidung zugetraut. Wenn er ehrlich war, viel eher das Gegenteil. Dass die Elite regieren würde und der Rest unterdrückt werden würde. Und obwohl Vegetas Worte klar geäußert waren, konnte man trotzdem etwas daraus schließen: Auch er hat Freezer gefürchtet. Konnte man Freezers Worten glauben schenken, war er auch ungefähr 50 mal stärker als die stärksten Saiyajin. Da brauchte es auch erst einen Super Saiyajin, um ihn zur Strecke zu bringen.
    „Du bist wirklich stark, aber ich weiß, dass du dich zurückgehalten hast. Wenn das, was du gegen mich benutzt hast alles war, dann hättest du gegen Freezer nicht den Hauch einer Chance gehabt. Und es kotzt mich an, dass du nicht deine volle Kraft in unserem Kampf benutzt hast, denn ich habe es getan. Aber das zeigt nur, dass du es verdient hast, meine rechte Hand zu sein. Nur, dass wir uns verstehen: Das bedeutet, dass du direkt unter meinem Befehl stehst. Die wichtigsten Missionen, die werden von dir erfüllt. Aber ich habe noch einen anderen Gefolgsmann. Vielleicht kennst du ihn ja.“
    Vegeta blickte in die Menge und signalisierte jemandem, dass er sich zu ihm begeben soll. Kurz darauf bewegte sich ein ziemlich großer und breit gebauter Krieger auf die beiden zu. Seine Rüstung war schwarz-braun, außerdem hatte er kurze schwarze Haare und und einen länglichen Schnurrbart, der sich nach unten erstreckte. Dann ging er vor Vegeta auf die Knie und senkte sein Haupt.
    „Bardock, das hier ist Nappa. Zu meinen Zeiten als Prinz war er so etwas wie mein Bodyguard, er ist also schon lange der Königsfamilie unterstellt.“
    Nappa, der gut einen Kopf größer als Bardock war, ging direkt zu diesem.
    „Du bist also Bardock, was? Hab' schon verdammt viel von dir gehört, freut mich.“
    Der Koloss streckte seine Hand aus. Bardock erwiderte die Geste zu einem Händedruck und nickte. Er hatte auch schon von Nappa gehört, aber dabei war wenig Positives. Mit einer Kampfkraft von ungefähr 5.000 war er überdurchschnittlich stark, allerdings hatte er nicht sehr viel Grips. Trotzdem hatte er schon viele Missionen erfolgreich erfüllt und hatte sich so einen gewissen Ruf angeeignet. Nun würde er also öfter mit ihm zusammenarbeiten müssen.

    Die drei führten ihr Gespräch noch eine Weile fort. Danach gingen Nappa und Bardock wieder zurück auf ihre Plätze und setzten die Feierlichkeiten fort. Radditz hatte sich in der Zwischenzeit furchtbar gelangweilt und freute sich, als sein Vater sich wieder zu ihm setzte. Die Feier dauerte noch diverse Stunden an, in denen sich die beiden bis zum Rand vollstopften. Tanzen konnte Bardock sowieso nicht leiden, deswegen blieb das aus.
    Vegeta hatte Bardock gesagt, dass er als rechte Hand eine eher passivere Rolle einnehmen würde. Zwar wäre er für die wichtigsten Missionen reserviert, trotzdem könne er jegliche Mission annehmen, die er wollte. Aber er hätte auch Privilegien, denn er könnte sich theoretisch auch von jeglicher Arbeit zurückziehen, aber da Vegeta wusste, dass Bardock ein Arbeitstier war, kam diese Möglichkeit für ihn nicht in Frage. Seine nächste Mission aber, die hatte der Kämpfer bereits im Kopf – die Suche nach Gine. Und er würde erst aufhören zu suchen, wenn er ihre Leiche sehen würde.
    Als die ersten Gäste langsam gingen, gesellten sich Bardock und Radditz dazu. Vegeta bestätigte darauf mit einem einfachen Nicken, dass es Bardock erlaubt war zu gehen. Der Verlauf des Tages war zu viel für Bardock gewesen: Zuerst das veränderte Resultat seiner Hirnströme, dann der Kampf gegen Vegeta und schließlich seine Ernennung zu dessen rechter Hand. Er war todmüde und wollte einfach nur schlafen. Die beiden verließen den Palast und flogen zurück zu sich nach Hause.
    „Du, Vater, sag mal...“
    Radditz riss Bardock aus seinen Gedanken.
    „Ja, was ist denn?“
    Radditz begann schüchtern zu lächeln.
    „König Vegeta ist toll oder? Er hat alle in so kurzer Zeit auf seine Seite gebracht. Und nun sind alle Saiyajin gleich. Das ist großartig.“
    Da hatte sein Sohn recht. Und es war wirklich komplett entgegen seiner Erwartungen. Die Königsfamilie war Jahrhunderte lang das Oberhaupt gewesen und hatte sich von allen abgesetzt. Und nun änderte gerade jemand wie Vegeta es, der früher von seiner eigenen Stärke geblendet wurde? Er nannte seinen Vater einen schlechten König, doch das war falsch. Er war ein guter König gewesen. Vielleicht war er nicht der stärkste Krieger gewesen, aber auf jeden Fall einer der Stärksten. Trotzdem verstand er sein Fach und war ein begnadeter Diplomat gewesen. Nun konnten sie nur hoffen, dass der neue König diesen Punkt nicht vernachlässigen würde.
    Die beiden landeten und betraten das Haus. Im Moment konnte Bardock nicht darauf achten, was Radditz tun würde, denn er war viel zu müde. Er ging sofort hinauf ins Schlafzimmer und legte sich schlafen. Für den morgigen Tag würde er viel Kraft brauchen.

    Als die Morgendämmerung hereinbrach, erwachte Bardock aus seinem Schlaf. Er fühlte sich zwar immer noch etwas müde, aber darauf konnte er jetzt keine Rücksicht nehmen. Radditz schlief weiterhin, darum hinterließ er ihm eine Nachricht. Sollte es tatsächlich dazu kommen, dass Bardock die Leiche seiner Frau finden würde, dann wollte er nicht, dass sein Sohn diese sieht. Er nahm sich noch eine Kleinigkeit zu essen mit und verließ dann das Haus.
    Entgegen seines sonstigen Tagesplans suchte Bardock an diesem Morgen nicht die Praxis von Doktor Kabatsch auf. Natürlich könnte sein Zustand heute wieder komplett anders sein, als es gestern der Fall war, aber je weniger Zeit er verlor, desto mehr hatte er, um nach Gine zu suchen. Stattdessen flog er zum Palast von König Vegeta. Da er nun direkt seinen Befehlen unterstand, meinte er, dass er erst um Erlaubnis fragen müsse. Und er hatte recht. Obwohl es noch ziemlich früh am Morgen war, empfing der König Bardock. Zwar erwähnte Bardock nicht wohin er wollte, aber trotzdem gab Vegeta ihm die Erlaubnis dazu. Ziemlich schnell verabschiedete Bardock sich und flog zum Raumhafen, wo Saiyajinkapseln gelagert und für den Flug vorbereitet wurden. Eine Raumwache empfing den Krieger.
    „Oh, hey, Bardock. Schön, dass es dir wieder gut geht. Wohin soll's hingehen?“
    Bardock verlor nicht viele Worte.
    „So schnell wie möglich zum Planeten Kator!“
    Die Wache nickte und sah auf einen kleinen Bildschirm.
    „Okay, den Gang herunter und dann die letzte Kapsel.“
    Er tat wie ihm geheißen. Er stieg in die Kapsel und tippte ein paar Koordinaten ein. Schnell schloss sich die Tür der Kapsel und sie begann hochzusteigen. Dann schoss sie in den Weltraum.
    Es war eigentlich ziemlich dumm von Bardock gewesen diese Mission so leichtfertig durchzuführen, schließlich kannte er den Planeten nicht und war demzufolge auch überhaupt nicht auf potentielle Gefahren vorbereitet. Aber das war ihm egal. Für ihn zählte nur, dass er seine Frau finden und zurückbringen würde.

    Der Flug dauerte bereits zwei Stunden, daher war das die perfekte Gelegenheit, um das bisschen Schlaf, das er verpasst hatte, nachzuholen. Diese Flüge waren sowieso immer sehr monoton - die vielen Sterne, der dunkle Weltraum; genau deswegen schliefen Saiyajin sehr oft währenddessen. Weiterhin waren Raumkapseln nicht die schnellsten Fortbewegungsmittel. Zwar dauerte die Reise von Met nach Vegeta nur ungefähr eine viertel Stunde, aber je nachdem wie weit ein Planet entfernt war, konnte es auch bis zu einem Jahr dauern. Dies beinhaltete natürlich Stopps auf anderen Planeten, um Nahrung zu sich zu nehmen oder um Austreten zu gehen. Generell ließen sie sich auf diesen Flügen in eine Art Hyperschlaf versetzen, damit sie durchgängig in Trance waren und so diesen Bedürfnissen nicht nachgehen mussten.
    Durch einen lauten Knall und ein schweres Beben erwachte Bardock. Landeplätze auf Vegeta waren stets gepolstert, aber auf anderen Planeten war diese Garantie nicht immer gegeben, zumal er ja ohne Einladung hier war. Er hatte ganz schön lange geschlafen und brauchte nun einen Moment, bis er wieder klar bei Verstand war. Als er sich aber wieder gefangen hatte, tippte er mit seinem rechten Zeigefinger auf der Konsole der Kapsel herum, bis sich die Luke langsam öffnete. Schon während des Öffnungsprozesses konnte er sehen, dass der Einschlag seiner Kapsel einen ziemlich großen Krater hinterlassen hatte. Von der Konsole wanderte sein Zeigefinger mal wieder reflexartig zu seiner Narbe hin, die seine linke Wange zierte. Er strich darüber, danach stand er auf, verließ die Kapsel und sah sich um.
    Der Himmel war Elfenbein-gelb, es wirkte so, als würde ein durchgängiger Sandsturm wüten, doch dem war nicht so. Trotz der Himmelsfarbe war das Wetter klar. Es waren ziemlich viele Flugtiere zu beobachten, in den unterschiedlichsten Größen. Außerdem hatte der Planet zwei Sonnen, die sich am Himmel entgegenstanden. Die eine war gerade am untergehen, die andere stand mittig oben am Himmel. Während Planeten wie Vegeta nur eine Sonne hatten, im Grunde die Norm, gab es auch Planeten, die bis zu drei Sonnen hatten. Ein Beispiel wäre der Planet Namek, der ziemlich bekannt war, da er angeblich Kristallkugeln beherbergen würde, die einem Wünsche erfüllen können. Dort dauerte ein Tag nur 8 Stunden, trotzdem brach dort nie die Nacht herein, da eine Sonne immer genau dann mitten am Himmel stand, wenn eine andere unterging.

    Bardock schwebte aus dem Krater heraus, denn die Kapsel lag so tief, dass er dort nichts vom Erdboden sehen konnte. Doch die Erdschäden, die durch seinen Einschlag verursacht wurden, schienen kein Einzelfall gewesen zu sein. Der komplette Planet schien verwüstet. Gebäude, welche sehr primitiv aussahen und an Zelte erinnerten, waren zerstört, diverse Leichen waren überall zerstreut. Ihre Körper waren komplett mit Federn bedeckt, einige hatten Schnäbel, andere nicht.
    Der Krieger dachte sich nur, dass dies nach der klaren Handschrift eines Saiyajin aussah. Trotz der Flugtiere am Himmel schien der Planet komplett tot.
    Bardock betätigte die Taste seines Scouters und suchte nach Kampfkräften. Wie erwartet eskalierte die Messung in der Luft – hunderte Wesen waren in Reichweite seines Radars. Allerdings hatten diese nur Kampfkräfte bis zu 50 – typische Werte für Tiere. Am Boden war zunächst nichts zu finden. Es dauerte eine Weile, und eine 270 Grad Drehung, bis tatsächlich in der Ferne eine Kampfkraft von 164 angezeigt wurde. Dies war allerdings der einzige hohe Kraftwert, den er ausmachen konnte. Ohne viel Zeit zu verlieren, begab er sich dort hin. Die Lage des Planeten zwang ihn niedrig zu fliegen, da er sonst ständig mit den Vögeln kollidieren würde. Gine hatte anscheinend ziemlich gute Arbeit geleistet, denn es schien so gut wie keine Überlebenden zu geben und auch sämtliche Zufluchtsorte schienen zerstört. Aber der Fakt, dass er nun ihre Energie nicht aufspüren konnte, bedeutete wohl das Schlimmste.
    Je näher er der Person kam, desto mehr Leichen pflasterten den Pfad. Beim Vorbeifliegen beobachtete er diverse Verletzungen, die sie aufwiesen – abgetrennte Gliedmaßen, Brandwunden und auch Löcher. Nur noch 50 Meter. Bardock wurde langsamer und suchte. Auf den ersten Blick konnte er niemanden sehen, weiterhin nur Leichen. Doch bei genauerem Hinsehen bemerkte er, dass eine der Leichen noch zuckte. Sofort setzte der Saiyajin zur Landung an.

    „Wie lästig.“
    Der Saiyajin konnte sich diese Bemerkung nicht verkneifen. Er begann damit zuerst über die Leichen zu steigen, irgendwann warf er diese weg, bis er keine Geduld mehr hatte und sie nur noch beiseite trat. Komplett genervt trat er ein weiteres Flugtier, als er auf einmal auf den Boden blickte. Dort befand sich ein rosa Objekt, welches nur zum Teil herausguckte und unter einer weiteren Leiche begraben lag. Er hob die Leiche hoch und warf sie beiseite. Dort lag ein rosa Armband. Es durchzuckte Bardock wie ein Blitz. Gine trug dieses Armband stets an ihrem rechten Arm. Er nahm es auf und ging wutentbrannt auf den Überlebenden zu.
    Das Wesen lag auf seinem Bauch und kroch schwach über den Boden. Es hatte nur noch einen Fuß und Verletzungen am ganzen Körper. Nach ein paar Metern stoppte die Bewegung und stattdessen war ein erschöpftes Keuchen zu hören.
    Er war nun nur noch etwa 5 Meter von Bardock entfernt, der stehen blieb.
    „Hey, du.“
    Der Saiyajin klang ruhig, trotzdem war ein gewisser Zorn in seiner Stimme zu hören.
    Der Verletzte lag noch eine Weile stumm herum, er schien sich tot zu stellen, doch dann begann er weiter zu kriechen. Bardock ging schnellen Schrittes auf ihn zu und drehte ihn mit seinem rechten Fuß herum. Das gefiederte Wesen blickte ihn an. Sein linkes Auge war verletzt und sein Schnabel war ein wenig krumm. Außerdem hatte er diverse Schrammen im Gesicht. Er schreckte auf, als er Bardocks Scouter sah.
    „W-w...was..willst du?“
    Der Saiyajin sah zum Wesen herunter.
    „Ich kann mir denken, was hier geschehen ist. Eine Frau mit langen schwarzen Haaren hat euch angegriffen, oder?“
    „Alle..“
    Das Wesen begann erneut zu sprechen, aber hielt zunächst inne.
    „Alle Katoraner..sind tot. Du musst mich nicht so neutral ansprechen. Ich weiß doch, dass du auch zu ihr gehörst. Habt ihr gemerkt, dass ihr einen vergessen habt und wollt mich nun auch töten?“
    Bardock schüttelte den Kopf.
    „Nein, das ist mir vollkommen egal. Ich wollte nur herausfinden, ob sie vielleicht noch hier ist. Weißt du etwas davon?“
    Der Katoraner lies den Blick von Bardock ab und richtete ihn stattdessen in den Himmel.
    „Warum sollte ich dir helfen? Ihr habt mein ganzes Volk auf dem Gewissen!“
    „Weil ich dich sonst hier auf der Stelle erledigen werde.“
    Bardocks Drohung klang so überzeugend wie eh und je. Trotzdem schien sie keinen Erfolg zu bringen.
    „Und? Welchen Sinn habe ich denn noch zu leben? Ich liege hier jetzt schon ein paar Tage, habe eine Menge Blut verloren und bin kurz vor dem Verdursten. Mein ganzes Volk ist tot und du willst, dass ich dir erzähle, was mit der Mörderin passiert ist? Lächerlich.“
    Der Saiyajin merkte, dass es keinen Sinn hatte. Stattdessen setzte er sich in den Schneidersitz.
    „Hör zu. Vielleicht weißt du es nicht, aber Saiyajin erobern Planeten. Wir führen nur Befehle aus, aber wir haben nichts gegen andere Rassen. Die Person, die das angerichtet hat, das war meine Frau. Sie ist seitdem nicht mehr zurückgekehrt, deswegen erzähl mir bitte, was geschehen ist.“

    Nachdem er diese Worte ausgesprochen hatte, schloss der Katoraner sein rechtes Auge, welches noch intakt war.
    „Wenn du mir versprichst, mir einen schmerzlosen Tod zu bescheren, dann erzähl ich dir alles. Du scheinst wirklich ein aufrechter Kerl zu sein. Ich werde eurem Volk trotzdem niemals vergeben können. Ich würde diese Frau am liebsten selbst umbringen!“
    Hieß das, dass Gine noch lebte? Bardock nickte.
    „Das kann ich verstehen. Aber natürlich werde ich deiner Bitte nachkommen.“
    Nun würde Bardock also endlich erfahren, was mit seiner Frau geschehen war.

    Und was glaubt ihr? Was ist mir Gine geschehen? Lasst es mir doch wissen :) Dann sehen wir uns nächste Woche wieder.

    LG, Dennis!
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. Dezember 2017
  5. Rela1309

    Rela1309 Miss bloody Sunday

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    Bardock kennt also jetzt Nappa. Vegeta ist König und Bardock sucht Gine.
    Kapitel Ende.
    Ich weiß meine sind nicht besser, aber ich hatte hier erst wieder Interesse am Lesen gefunden, als der Scanner von Bardock auf dem Planeten Kator was anzeigte. Der Rest zwischen Krönung und Abreise war ja sowieso sehr gestaucht und reduziert. Inhaltstechnisch ist das gut und logisch, aber lesetechnisch doch etwas zäh. Also zähl mal, wie oft du Schlaf oder schlafen drin hast, ziemlich und ähnliche Wörter. Und dabei an manchen stellen relativ ungenau (ich nehme jetzt das schlechteste Beispiel, aber ich hoffe, du verstehst, was ich meine) "ziemlich früh am Morgen". 3 Uhr, 4 Uhr, 5 Uhr, 6 Uhr? Sonne schon da? Noch frisch morgens? Usw.

    An manchen Stellen vermisse ich ein wenig ausführlichere Angaben, an manchen wiederum nicht. Du lässt Bardock beinahe jedes Mal, wenn er zuhause ist, Essen und Schlafen. Ein Beispiel aus dem Anime: Wenn Son Goku zu ungewöhnlichen Zeiten schläft, wird es gezeigt, ist es aber ein ganz gewöhnlicher Tagesablauf, wird es weggelassen.
    Frage an der Stelle: Könntest du andere Punkte ausbauen, und dafür offensichtliches weglassen?

    Gut finde ich den Katoraner, obwohl mich wundert, dass er noch so wehrhaft ist, obwohl er schon mehrere Tage schwerverletzt da liegt und langsam verdurstet. Mal sehen, was der zu erzählen hat. Scheinbar hat er ja mit Gine gekämpft. Ich denke mal, er lebt nur noch, weil sie beim Kampf unterbrochen wurden und sie ihm nicht den Gnadenstoß geben konnte. Fragt sich dann, wie viel er vom Rest mitbekommen hat, ob der Katoraner überhaupt weiß, ob Gine noch lebt. Bin ich mal gespannt. Ich tippe auf, wenn keine Leiche, dann auf jeden Fall schwerverletzt.

    Let´s see!

    LG

    Rela
     
  6. Son-Goku_GIGA-SSJ!!!

    Son-Goku_GIGA-SSJ!!! I'm a saiyan from Earth!!

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    Hallo, danke für den Kommentar.
    Ich muss das Kapitel leider um eine Woche verschieben, dann geh ich auch auf den Kommentar ein :) Hatte diese Woche nicht so viel Zeit, um darüber zu gehen.
    Wir sehen uns dann nächste Woche!

    LG, Dennis!
     
  7. Son-Goku_GIGA-SSJ!!!

    Son-Goku_GIGA-SSJ!!! I'm a saiyan from Earth!!

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    So, mit einer Woche Verspätung ist das Kapitel nun endlich da :)
    Momentan fehlt mir ehrlich gesagt ein wenig die Lust am schreiben, da ich mittlerweile in einem anderen Forum sehr viel zutun habe, das gerade erst im Aufbau ist. Darum muss ich meine Prioritäten leider etwa abändern.

    Nun zu deinem Kommentar Rela, übrigens vielen dank dafür:

    Ja, ich bin manchmal mit den Details ziemlich geizig. Da muss ich wirklich dringend dran arbeiten. Wahrscheinlich meine ich im Schreibprozess, dass das keine Rolle spielt, aber damit lasse ich wohl unwissend meine Leser im Dunkeln tappen. Und tatsächlich sehe ich Bardocks Haus für den Moment nur als Mittel zum Zweck, da muss ich wirklich mal was ändern. Vielleicht fehlt mir da ein wenig die Vorstellungskraft, wie ich solche Dinge am besten überleiten kann.

    Nun, was den Katoraner angeht, da wird deine Frage heute beantwortet werden :)

    Kommen wir nun zu Kapitel 13, ich muss aber auch diesmal schon betonen, dass Kapitel 14 auch vielleicht erst in zwei Wochen hier sein wird. Ich versuche aber mein Bestes.

    Kapitel 13 – Ein unerwarteter Verlust

    Bardock saß dem Katoraner entgegen, während die vielen Leichen dessen Leidensgenossen sie umgaben. Der Katoraner war sehr schwach, sein Tod wäre sicherlich nur noch höchstens eine Stunde entfernt. Nichtsdestotrotz ertönte seine Stimme im Moment klar und deutlich.
    „Es begann vor ungefähr 6 Tagen. Wir hörten einen lauten Knall südwestlich von hier. Es war eine Raumkapsel, die allerdings leer war. Schon seit diesem Ereignis waren wir in ständiger Alarmbereitschaft. Zwei Tage tauchte auch niemand auf, die Raumkapsel allerdings blieb an Ort und Stelle. Doch dann, in der Nacht, da begann es. Ein lautes Brüllen ertönte und schien durch den gesamten Planeten zu hallen. Und dann war da plötzlich dieser...Gorilla. Er hat alles kurz und klein geschlagen, hat eine komplette Verwüstung hinterlassen. Ganze Kolonien starben innerhalb weniger Minuten. Es war der absolute Albtraum. Viele wurden zertrampelt, andere von Energiestrahlen abgeschossen. Stundenlang haben wir gegen dieses Monster gekämpft, aber haben ihm einfach keinen Schaden zufügen können. Wir waren nur noch eine Handvoll, aber dafür die mächtigsten Krieger des Planeten.“
    Bardock war richtig überrascht, als er dies alles hörte. Gine war nie eine wirkliche Kämpferin gewesen, aber anscheinend waren auch die unerfahrenen Saiyajin als Weraffen erbitterte Gegner. Allerdings hatte er Gine nie als Weraffen gesehen, daher wusste er nicht, ob sie diese Gestalt überhaupt kontrollieren konnte. Diverse Saiyajin, gerade die schwächeren und unerfahrenen, liefen als Weraffe Amok und konnten so nicht zwischen Freund und Feind unterscheiden. Da sie aber alleine war und auf niemanden achten musste, die Gebäude des Planeten waren sowieso nur Zelte, brauchte sie darauf keine Rücksicht zu nehmen.
    „Jegliche Treffer schienen keine Wirkung zu zeigen. Bis einer von uns den Schwanz angegriffen hat. Es brauchte einige Angriffe, aber irgendwann konnten wir ihn abtrennen, woraufhin der Gorilla langsam schrumpfte. Und dann war da – wie du beschrieben hast – eine Frau mit langen schwarzen Haaren. Sie sah nicht besonders stark aus, deswegen griffen wir sie sofort an. Aber sie war deutlich mächtiger, als wir dachten, so konnte sie unseren Angriffen entgehen und selbst zurückschlagen. Bei einem ihrer Angriffe traf sie meinen linken Fuß. Ich ging zu Boden und schnell wurden auch die Anderen bezwungen. Ich hatte schon vorher gegen den Gorilla schwer eingesteckt und konnte mich nun ohne meinen Fuß nicht mehr bewegen. Daher stellte ich mich tot.“
    Sie war also eine wahre Saiyajin. Ohne zu zögern erfüllte sie ihren Auftrag.

    Das Vogelwesen bäumte sich kurz auf und hustete Blut hoch. Danach sank es wieder leicht zu Boden und keuchte.
    „Und was geschah dann?“
    Bardock wollte es nun endlich wissen. Wo ist Gine?
    „D-du..hast da dieses Gerät an deinem linken Ohr. Sie hatte auch so eins. Auf einmal begann es zu piepen und eine Stimme ertönte. Ich habe nicht genau verstanden, was sie gesagt hat, aber danach ist sie gegangen. Und kurz darauf ist auch ihre Raumkapsel wieder abgehoben.“
    Eine Nachricht auf dem Scouter? Wahrscheinlich Freezer. Und anscheinend wurde sie auch nicht direkt hier angegriffen, wie es bei vielen anderen der Fall war. Aber wohin wurde sie gerufen? Vielleicht auf einen der Freezerplaneten?
    "Das ist alles was ich weiß." Das Vogelwesen zeigte eine bittere Miene, die Erinnerungen schienen zu schmerzen.
    „Danke. Du hast deinen Pakt erfüllt. Nun bin ich an der Reihe.“
    Der Krieger stand auf. Der Katoraner blickte ihn zunächst an und sagte keinen Ton mehr. Danach schloss er die Augen und versuchte sich zu entspannten. Anscheinend war dies seine Art um Abschied vom Leben zu nehmen. Er konzentrierte seine Energie in den Zeigefinger seiner rechten Hand und zeigte damit auf den Kopf des Wesens. Da er bereit zu sein schien, verlor er nicht weiter Zeit und schoss ab. Der kleine Energiestrahl flog rasend schnell und durchdrang den Kopf des Katoraners. Wieder bäumte sich dessen Körper kurz auf und entspannte sich danach komplett. Die ständigen Kampfversuche, die zuvor zu beobachten waren – das Zucken, das Keuchen – all' diese Merkmale verschwanden und signalisierten, dass nun das Leiden ein Ende hatte.
    Bardock blickte auf das Opfer hinunter, welches er gerade hingerichtet hatte. In Momenten wie diesen wurde er des öfteren wehmütig, eine Emotion, die ein Saiyajin eigentlich niemals aufweisen sollte. Ihm war stets bewusst was sie taten: Sie nahmen vielen Lebewesen ihre Freiheit, ihr Volk und auch ihren Planeten. Bewerkstelligt wurde dies immer mit der Regel „Der Jäger oder der Gejagte“, also der Stärkste überlebt. Trotzdem plagte dies Bardocks Gedanken des Öfteren. An Koalitionen war aber auch nicht zu denken, vor allem nachdem, was gerade erst mit Freezer passiert war. Ob er sich nun mit Vegeta in diesen Dingen bereden konnte, wo er doch seine rechte Hand geworden war?

    Bardock flog wieder zu seiner Raumkapsel zurück und blickte auf den Radar letzterer. Auf diesem konnte er naheliegende Planeten in einem gewissen Umfeld sehen. So eine Raumkapsel sah zwar ziemlich klein aus, sie bot aber relativ viele Funktionen. Tatsächlich war ein Freezerplanet ziemlich in der Nähe, ungefähr eine viertel Stunde entfernt. Diese waren auf dem Radar stets speziell markiert. Der Saiyajin tippte die Koordinaten ein und setzte sich hin. Daraufhin schloss sich die Luke und die Kapsel hob ab.
    Der Krieger hatte endlich eine Spur, obwohl er natürlich nicht wusste, ob er seine Frau wirklich dort vorfinden würde. Nichtsdestotrotz war diese These am naheliegendsten und er hatte keine andere Wahl, als alle Möglichkeiten Schritt für Schritt nachzuverfolgen. Und sowieso hatte er mit Freezers Witzfiguren noch eine Rechnung offen. Zwar verschonte er alle beim letzten Mal, aber auch nur, weil er mit seiner Kraft am absoluten Ende war. Diesen Gefallen würde er ihnen diesmal nicht tun. Vielleicht hatte er mit Völkern Mitleid, dessen Existenz durch die Hand der Saiyajin ausgelöscht werden, aber Freezer und seine Männer, die haben es verdammt nochmal darauf ankommen lassen. Jedenfalls würde er auf keinen Fall ruhen, eher er seine Frau gefunden hatte.
    Langsam kam er dem Planeten näher. Er war dunkelblau, aber die Farbe mündete eher in ein schwarz als in ein blau. Außerdem war er ziemlich klein. Freezerplaneten waren die Planeten, die durch Übernahme in Freezers Besitz gelangen. Als Beispiel wäre der Name von Kanassa nun Freezerplanet 419, was alleine schon zeigte, wie viele Planeten sich in Freezers Besitz befanden. Laut Radar war diesem Planeten, den er ansteuerte, die Nummer 97 zugewiesen. Nun, da dieser Bastard nicht mehr war, konnten sich die Saiyajin das Recht erlauben diese Planeten in eigenen Besitz zu nehmen. Schließlich waren es auch sie gewesen, die die meiste Arbeit bei der Übernahme geleistet hatten.
    Freezers Armee war so gigantisch, dass auf jedem Freezerplaneten mindestens 50 seiner Männer lebten. Ein paar hielten Wache, aber es gab auch Ärzte und anderes Personal, welche sich um Verbündete kümmerten, falls diese mal notlanden mussten. Das war das größte Problem, wenn man als Fremder einen dieser Planeten betrat: Man konnte sich nicht anschleichen, da alle Raumschiffe, welche per Koordinaten auf Planeten zusteuerten, mitten vor der Hauptzentrale landeten. Doch dies sollte nun keine Schwierigkeiten machen, da Freezer Geschichte war.

    Der laute Einschlag war für den Saiyajin erneut das Signal, dass er gelandet war. Ein paar Freezerplaneten hatten, ähnlich wie Vegeta, eine Landeplattform, an der die Landung von Kapseln gedämpft wurde. Bei diesem Planeten war dies nicht der Fall. Falls sich Freezers Männer auf dem Planeten befanden, hatten sie sowieso schon bemerkt, dass sich eine Kapsel im Landeanflug befand. Als sich seine Kapsel öffnete, stieg er sofort aus. Einen Zeitverlust konnte er sich hier überhaupt nicht erlauben. Je schneller alle Gegner beseitigt waren, desto besser.
    Wie schon auf Kator, wagte Bardock einen schnellen Blick um sich herum: Seine Kapsel hatte einen mittelgroßen Krater hinterlassen, weswegen die Sicht des Kriegers bei der Observierung des Planeten eingeschränkt war. Der Himmel war, wie sich schon vom Weiten erahnen ließ, dunkelblau-schwarz. Es sah aus wie ein Nachthimmel, nur, dass keine Sterne zu sehen waren. Außerdem war es ziemlich dunkel, die Sonne war anscheinend schon untergegangen. Zu seiner Rechten wuchs etwas türkis-blaues Gras in der Landschaft, welche durch seine Raumkapsel zerstört worden war. Außerdem erkannte er in der Ferne ein paar Gebäude, welche von der Struktur her sehr denen auf Vegeta ähnelten. Vor ihm, wie erahnt, ein riesiges Gebilde, die Raumzentrale des Planeten. Sein Blick wanderte langsam Letzteres entlang, bis er bei den Fenstern angekommen war. Dort erspähte er einen lila Kopf und ein paar düstere Augen, die ihn anstarrten. Als sich ihre beiden Blicke trafen, entfernte sich dieser wieder.
    Zuletzt blickte er zu seiner Linken und erschrak – eine weitere Raumkapsel. Diese war geöffnet und war ohne Zweifel eine Saiyajinkapsel. Vielleicht die von Gine?
    Bardock schwebte aus dem Krater heraus und blickte von oben in das Innere der Kapsel herunter: Sie war leer und lies keinerlei Hinweise erspähen, wem sie gehörte. Aber, dass sich genau hier, in der Nähe von Kator, eine Kapsel befand, das konnte kein Zufall sein. Wenn Gine hier gelandet war, dann wäre sie, genau wie er jetzt, auf keinen Fall unbemerkt geblieben. Die klügste Entscheidung war nun die Raumzentrale zu betreten und dort Freezers Männer auszufragen. Im Falle eines Notfalls konnte er sich ja immer noch in einen Super Saiyajin verwandeln.

    Bardock landete vor dem Eingang der Raumzentrale und ging langsam und beruhigt darauf zu. Ihm war klar, dass ihm hier niemand gefährlich werden konnte und, dass die Wut ihn nicht kontrollieren durfte. Seine neuen Kräfte waren mächtig, vielleicht zu mächtig. Würde sich der Saiyajin von seinen Gefühlen leiten lassen, könnte er versehentlich jeden Zeugen töten. Also blieb ihm nichts anderes übrig, als die Ruhe zu bewahren.
    Der Eingang öffnete sich mechanisch und niemand schien auf ihn zu warten. Nicht nur der Planet, auch das Gebäude war komplett verdunkelt. Unter Garantie würde er aus dem Hinterhalt angegriffen werden, aber die einzige Möglichkeit, die er hatte, um die Oberhand zu behalten war sein Scouter, der aber viel zu laut war und ihn sofort verraten würde. Und, auch wenn es nur Freezers Soldaten waren, unterschätzen durfte er sie auch nicht. Zu seiner Überraschung ähnelte nicht nur die äußere Struktur der Gebäuden denen auf Vegeta, sondern auch die Inneneinrichtung: Ein kurzer länglicher Gang, danach eine schier erschlagende Anzahl an Treppen, welche wie in einem Turm angeordnet waren. Ruhig und gelassen nahm er Treppe für Treppe, die ihn bis zur obersten Etage führen sollten. Ab und zu sah er dabei aus einem der Fenster, die sich zu seiner Rechten befanden. Der Planet war wirklich winzig und bot kaum etwas, das sehenswürdig war, also quasi perfekt für einen Weltraumposten.
    Als er oben angekommen war, befand er sich erneut vor einer mechanischen Tür, welche sich von selbst öffnete. Diese verbarg zuvor einen Kontrollraum, der abgeschaltet zu sein schien. Selbst von weitem konnte Bardock einen Radar erkennen, allerdings war alles sehr düster. Anscheinend ein geplanter Komplott.
    Der Saiyajin betrat den Raum und ging langsam auf die Konsole zu. Ungefähr als er in der Mitte des Raumes angekommen war, hörte er plötzlich das Geräusch von mehreren Lasern gleichzeitig. Diese rasten aus verschiedenen Richtungen auf ihn zu und fusionierten schließlich in einer Explosion. Der Rauch schoss aus den Fenstern des oberen Stockwerks, die durch die Explosion vorher zerstört wurden, und für einen kurzen Moment war der tote Planet wieder zum Leben erwacht, denn die Explosion wäre auch noch am anderen Ende des Sterns zu hören gewesen.
    Aus dem Nichts ertönte plötzlich Gelächter. Kurz darauf erhoben sich aus den dunkelsten Ecken des Kontrollraumes ein paar von Freezers Soldaten. Das Gelächter symbolisierte Triumph, eine weitere erfolgreiche Tötung eines Saiyajin. Umso geschockter waren diese aber, als sich der Rauch verzog und Bardock komplett unverletzt weiterhin an Ort und Stelle stand. Wortlos fuhr Bardock mit seinem linken Zeigefinger zunächst über seine Narbe an seiner linken Wange und kurz darauf zu seinem linken Ohr. Dort betätigte er den Knopf seines Scouters.
    Dieser sprang an und Bardock drehte sich langsam zu jedem seiner Feinde. Es waren neun an der Zahl: Vier zu seiner Rechten, vier zu seiner Linken und einer hinter ihm. Ihre Kampfkräfte waren lächerlich niedrig, wie erwartet. Der Stärkste hatte gerade mal eine Kampfkraft von 2.600. Die Laser, mit denen er angegriffen wurde, entsprangen Energiekanonen, welche jeder von ihnen, mit Ausnahme von einer Person, am rechten Arm trug. Sie alle waren deutlich eingeschüchtert, dass Bardock dies unverletzt überstanden hatte.

    Er ging gelassen zum Ende des Raumes und drehte sich um. Nun hatte er sie alle neun im Blick, auch wenn der Raum weiterhin sehr dunkel war. Ihre Stärke und auch ihre Anzahl sollten für ihn gar kein Problem darstellen, schließlich konnte er es in der Atmosphäre von Vegeta mit mehreren Dutzenden gleichzeitig aufnehmen und das in einem deutlich schlechteren Zustand. Nichtsdestotrotz war es ein unglaubliches Gefühl die Macht auszukosten, wenn man sich verwandelte. War er etwa machthungrig geworden? Trotzdem, er wollte es wieder fühlen. Für den Letzten würde er sich eben wieder zurückverwandeln.
    „Ihr werdet noch bereuen, was ihr gerade getan habt.“
    Die ersten Worte, die er auf diesem Planeten von sich gegeben hatte. Für diesen feigen Angriff, ganz nach Freezers Art, würden sie alle büßen.
    Bardock spannte seine Muskeln an und konzentrierte sich. Erneut sorgte die eindrucksvolle Pose für Schock bei den Soldaten, trotzdem waren einige entschlossen jeden Moment anzugreifen. Der Saiyajin musste erneut dieses Kribbeln im Rücken spüren, dann war er unbesiegbar. Doch irgendwas stimmte nicht. Er hatte den Zorn in sich und er war absolut entschlossen und trotzdem rührte sich nichts. Dieses Gefühl, welches er zuvor hatte, es war nicht mehr da. Was hatte das zu bedeuten?
    Auch die Soldaten, die er vor sich hatte, ließen sich nicht mehr so leicht beeindrucken. In dem Moment, in dem Bardock am verwirrtesten war, griff einer der Männer ihn an und verpasste ihm einen Schlag ins Gesicht. Da der Saiyajin überhaupt nicht darauf vorbereitet war, flog er zurück und knallte mit dem Rücken auf die Konsole des Radars. Davon abgeprallt holte der Soldat wieder aus und trat ihm von rechts erneut ins Gesicht.
    „Hah, seht ihr das? Der hat vorher nur Glück gehabt. Das ist ein Schwächling.“
    Die Angreifer fühlten sich wieder mächtig, sie alle sprinteten auf Bardock zu und meinten nun leichtes Spiel zu haben.
    Der Krieger fing sich und blieb zuerst regungslos stehen. Doch dann streckte er seine rechte Hand in die Richtung seiner Gegner aus, die sich gerade auf ihn zu bewegten. Er sendete eine Schockwelle aus, die sie alle zurückschleuderte.

    Was war das nun? Warum konnte er sich nicht verwandeln? Er wischte sich mit seinem linken Arm das Blut vom Mundwinkel und blickte nun nach vorne. Obwohl er sich nicht verwandeln konnte, konnte er doch für bessere Lichtverhältnisse sorgen. Er spannte seine Muskeln an und um ihn herum entstand eine weiße Aura. Nun konnte man ausreichend sehen. Die Männer des ehemaligen Herrschers lagen alle am Boden und standen langsam wieder auf. Der Saiyajin musterte alle genau, bis er einen bemerkte, der sich relativ mittig befand. Er hatte einen lila Körper und an seiner linken Hand befand sich rotes Blut. Es war definitiv der, den Bardock zuvor am Fenster gesehen hatte. Der Rest der Männer war, wie erwartet, ein kunterbunter Haufen, der sich nicht stärker voneinander unterscheiden könnte. Zwar hatten alle denselben Körperbau, aber das war auch das einzige, was sie alle verband. Einzig zwei gehörten derselben Rasse an, so wiesen sie eine dunkelgelbe Haut und eine Art Flosse auf dem Kopf auf, welche die Haare ersetzte. Einer hatte einen sehr hohen Kopf mit grüner Haut, ein anderer rote Haut mit Hörnern auf dem Kopf. Trotzdem, würde Bardock sagen, waren sie alle hässlich wie die Nacht.
    Die Aktion des Kriegers hatte den Soldaten mit dem lila Körper anscheinend provoziert, weswegen er direkt wieder zum Angriff ausholte. Mit einer schnellen Handbewegung griff Bardock dessen Hand und drückte. Irritiert versuchte sich der Lakai zwar zu wehren, aber es hatte keinen Zweck, er war dem Saiyajin deutlich unterlegen. Unter dem Druck brach ihm das Handgelenk und er fing an zu schreien. Während er die Hand seines Opfers noch in seiner eigenen hielt, ließ Bardock einen weiteren Schlag mit seiner anderen Faust in dessen Magengrube folgen. Der Treffer war so kraftvoll, dass der Magen des Soldaten durchschlagen wurde.
    Im Kontrollraum herrschte nun absolute Stille. Der Soldat mit dem lila Körper, anscheinend der Anführer, war von Bardocks Arm aufgespießt worden. Er regte sich nicht mehr. Der Saiyajin zog seinen Arm aus dessen Körper heraus und packte sofort wieder an dessen Kragen. Dann warf er ihn hinter sich. Der Körper flog so hoch durch die Luft, dass es ihn über die Konsole beförderte und er das Fenster durchschlug. Von außerhalb hörte man darauf einen leichten Aufprall auf den Boden.

    Der Kampfgeist, den die Truppen zuvor aufgebaut hatten, schien wie verschwunden.
    Sie alle lehnten sich gegen die Wand neben ihnen, bis auf den am Ende des Ganges - er war so geschockt, dass es ihn auf den Boden gezwungen hatte. Bardock blickte bedrohlich zu ihnen, das fremde, grüne Blut lief ihm den Arm herunter.
    Der Rest der Schlacht erfolgte in wenigen Sekunden: Die sieben Lakaien, die sich noch des Kämpfens mächtig fühlten, griffen Bardock an, aber hatten keine Chance. Der Saiyajin brach einem das Genick, vier von ihnen löschte er mit einem Energiestrahl aus. Die restlichen beiden griffen Bardock zu seiner rechten und linken an, doch es benötigte nur zwei simultane Faustschläge in diese Richtungen, um sie komplett auszuschalten. Um sich sicher zu sein, bewegte sich der Saiyajin zu beiden Körpern und zertrat ihnen den Schädel. Nun war er bei seinem Wunschszenario angekommen: Er und ein Zeuge waren alleine. Und genau auf diesen ging er nun zu.
    Der letzte Überlebende seiner Division war hellgrün und hatte, genau wie der mit dem dunkelgelben Körper, eine Flosse auf dem Kopf. Trotzdem unterschieden sich ihre Gesichtsmerkmale deutlich. Während die anderen eher einem Fisch glichen, hatte dieser sehr grobe, aber teils menschliche Gesichtszüge. Er zitterte am ganzen Körper und bewegte seine Hand nervös zum Knopf seines Scouters. Er betätigte diesen und wartete, bis die Zeichen auf dem grünen Display eine Zahlenfolge ergab. Doch als diese immer weiter anwuchs und schließlich dazu führte, dass der Scouter explodierte, war seine Furcht unaufhaltsam.
    „Raus hier.“
    Bardocks Ton klang bedrohlich. Das Alien verstand nicht recht.
    „W-was...?“
    Er saß immer noch vor dem Saiyajin auf dem Boden. Dieser aber packte ihn am Kragen seiner Rüstung und hievte ihn hoch.
    „Hier ist es mir zu dunkel. Du kommst jetzt mit raus und erzählst mir, was ich wissen will.“
    Der Freezersoldat zitterte und brachte darauf keine Antwort heraus. Bardock wurde wütend. Er packte ihn und warf ihn daraufhin aus dem Fenster über der Konsole, wie auch dessen Anführer zuvor.
    Bei der Gelegenheit hatte er den Soldaten entwaffnet und dessen Waffe zerstört.
    Daraufhin nahm Bardock die Treppe herunter und löschte seine Aura. Aufgrund der Reaktion seines Gegners wusste der Saiyajin, dass dieser es nicht wagen würde zu fliehen. Die Frage würde sich endlich klären: War Gine noch am Leben?


    Das war Kapitel 13, die Frage nach Gines Schicksal ist also immer noch nicht geklärt. Was glaubt ihr, wie es sich ereignet hat? :)
    Bis zum nächsten Mal!
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Januar 2018
  8. Son-Goku_GIGA-SSJ!!!

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    Hallo :) Schade, dass das Forum nach der kurzen Zeit des Auflebens jetzt doch wieder in den alten Zustand verfällt^^
    Demnach sinkt natürlich auch mein Interesse am Schreiben. Ich schreibe weiterhin sehr gerne, keine Frage, aber wenn man wenige Leser hat, dann ist es glaube ich klar, dass man generell die Lust dran verliert. Mittlerweile habe ich 18 Kapitel fertig (also nach diesem hier noch 4 weitere), aber habe auch ehrlich gesagt an Kapitel 19 (an dem ich theoretisch seit dem Release von Kapitel 1 schreibe) kaum weitergearbeitet. Das muss ich in Zukunft wirklich mal nachholen und demzufolge wird wohl auch der Abstand immer weiter steigen, in dem ich Kapitel veröffentliche. Mittlerweile wäre das zwar nur eine Woche, aber ich denke bereits darüber nach es auf 2 Wochen zu erhöhen. Muss ich mich noch etwas mit auseinandersetzen.
    Weiterhin entschuldige ich mich für eventuelle Fehler (sei es wegen Grammatik bzw Kommasetzung oder inhaltlich) und für den ziemlich hohen Gewaltgrad im neuen Kapitel^^

    Hier kommt Kapitel 14:

    Kapitel 14 – Dunkle Zeiten

    Freezerplanet 97 war so tot gewesen, wie mindestens 300 weitere. Traurig, dass das einzige bisschen Leben, was man auf dem Planeten beobachten konnte die Tat war, das letzte Leben dort auszulöschen. Doch im Grunde ließ der Saiyajin nur Gerechtigkeit walten, sie alle hatten es sich nicht anders verdient.
    Bardock ging langsam und entspannt die Treppe herunter. Gerade nun, wo die Antwort zum Greifen nah war, durfte er sich nicht von seiner Wut übermannen lassen. Er hatte die anderen Soldaten ohne Probleme getötet. Seine Kräfte schienen also unverändert zu sein. Aber warum konnte er sich nicht mehr in einen Super Saiyajin verwandeln? Er fühlte sich auch nicht anders als sonst, da konnte etwas nicht stimmen. Zuerst überlegte er vielleicht, dass es an der Situation liegen könnte, da er bei seiner Verwandlung gegen Chilled und Freezer außer sich vor Wut gewesen war. Doch dann erinnerte er sich, dass er sich auch in seinem Bad vor dem Spiegel verwandelt hatte und dabei absolut entspannt war. Also konnte es nicht daran liegen. Diese Frage würde bis auf Weiteres offen bleiben.

    Als Bardock wieder unten beim Ausgang war, öffnete sich erneut die Tür von selbst. Tatsächlich lag der Lakai des ehemaligen Herrschers weiterhin auf dem Boden vor dem Gebäude. Er war zwar mindestens 10 Meter in die Tiefe geworfen worden, aber nur wirkliche Schwächlinge würden sich dabei ernsthaft verletzen. Ab welcher Kampfkraft nahm man davon keinen Schaden mehr? War es 50? Oder 100? Jedenfalls, obwohl seine Gegner sehr schwach waren, hatten sie dieses Level bereits überwunden.
    Allerdings verwunderte Bardock, dass sich unter dem Soldaten anscheinend eine Blutlache angesammelt hatte. Er wollte schon ausrasten, dass er den letzten nun auch getötet hatte, doch als er näher kam, bemerkte er, dass dies gar nicht sein Blut war. Es war das des Anführers, dessen Schicksal er geteilt hatte. Anscheinend hatte dieser die Attacken überlebt und darauf versucht zu fliehen. Aber er war nicht stark genug gewesen – sein Leben endete, als er die beiden Krater der Saiyajinkapseln erreichte. Eine Blutspur markierte diesen Pfad.
    Der Untergebene Freezers war zwar äußerlich unverletzt, aber so sehr in Angst versetzt, dass er sich kaum zu reagieren traute. Er lag dort auf dem Rücken und starrte in den Himmel. Der Planet war zwar relativ dunkel, allerdings reichte die Belichtung aus, um den Gegenüber klar zu erkennen. Bardock ging auf den vor sich Liegenden zu und blieb schließlich vor diesem stehen.
    „Nun steh schon auf!“
    Bardocks Worte zeigten keine Wirkung. Weiterhin schien der Soldat wie in Trance.
    „Hey! Du sagst mir jetzt verdammt noch mal, was ich von dir wissen will!“
    Der Saiyajin griff den Soldaten mit seinem linken Arm erneut am Kragen und winkelte den rechten Arm an. Dieser blickte ihn nur wortlos an. Dann plötzlich fing er etwas zu stammeln an.
    „D...d-du..bist..es..“
    Bardock verstand nicht.
    „Wer soll ich sein?“
    „Du..bist der S-saiyajin..der...Lord Freezer getötet hat!“
    Als er diese Worte gehört hatte, ließ Bardock den Kragen seines Gegenübers los. Dieser prallte unsanft mit dem Rücken auf den Boden. Nun lag es am Saiyajin seine Fragen zu stellen:

    „Woher weißt du das?“
    In die Ecke gedrängt, und auf dem Blut seines Anführers liegend, war dem Geschöpf bewusst, dass es Rede und Antwort stehen musste. Er stand zwar Freezers Bezwinger gegenüber, aber hätte dieser ihn töten wollen, hätte er es bestimmt schon längst getan. Außerdem wollte er weiterleben.
    „V-versprichst du mir, dass du mich am Leben lassen wirst?“
    Bardocks Mimik wurde wütender. Er spuckte auf den Boden neben das Gesicht des Lakaien.
    „Alles, was ich dir versprechen kann ist, dass ich dich töte, wenn du meine Fragen nicht beantworten wirst!“
    Nach dieser Antwort stand dem Freezersoldaten der Schweiß auf der Stirn und er musste schlucken. Vielleicht sein Glückstag. Nun musste er also nur die Fragen beantworten und dann von hier fliehen.
    „N-na gut...du müsstest das doch eigentlich selbst wissen. Scouter können zur Abhörung und zur Kommunikation benutzt werden. Die Männer, die nach dem Tod Lord Freezers geflohen sind, haben dem nähesten Freezerplaneten bescheid gegeben. Und das verbreitete sich dann wie ein Lauffeuer - ein Saiyajin mit einem roten Stirnband und grüner Rüstung, der erst schwarze und dann blonde Haare hat.“
    Bardock nickte.
    „Verstehe. Nun steh endlich auf.“
    Der Soldat tat wie ihm geheißen. Trotzdem war ihm die Angst förmlich anzusehen, seine Beine zitterten stark. Der Saiyajin seufzte. Bevor er auch nur seine nächste Frage stellen konnte, kam ihm Freezers Unterstellter zuvor.
    „Wir wussten nicht, wer da war. Wir sahen nur die Raumkapsel und die schwarzen Haare. Da versteckten wir uns im Kontrollraum. Als dann die Person den Raum betrat, da haben wir direkt geschossen. Erst, als du deine Aura aktiviert hast, da habe ich gemerkt, gegen wen wir da kämpfen. Aber da war es für den Rest schon zu spät.“

    Wutentbrannt stampfte Bardock vor sich auf den Boden, woraufhin der Freezersoldat zusammen zuckte.
    „Soll das eine Entschuldigung sein?! Du bist ja absolut armselig! Ich schlage vor, dass du am besten nur dann deine Fresse öffnest, wenn ich dir das sage, kapiert?“
    Diese Worte zwangen dessen Gegenüber erneut zum Schlucken. Danach nickte er verunsichert.
    „Und jetzt verrate mir endlich: Wo ist die Saiyajin, die mit dieser Kapsel kam?“, fragte Bardock mit unveränderter Miene. Dabei zeigte er auf die Raumkapsel, welche sich neben seiner eigenen befand.
    Für einen Moment schien es so, als wäre der Soldat verwirrt.
    „Warum, kanntest du sie?“
    Die neue rechte Hand des Königs holte mit seinem rechten Arm aus und schlug zu. Seine Faust rammte sich in das Gesicht des Aliens, das durch die Wucht des Treffers zurückflog. Komplett ausgeknockt ging es zu Boden.
    Es brauchte einen Moment, um den gerade eingesteckten Schlag zu verdauen. Als Freezers Unterstellter wieder zu sich kam, hatte er starke Schmerzen. Seine linke Wange wies eine deutliche Spur eines Schlages auf, außerdem war das Glas seines Scouters komplett zersplittert. Es war zwar nur ein einfacher Schlag gewesen, aber aufgrund des Kampfkraftunterschiedes hatte dieser ziemlich schwere Schäden hinterlassen. Sein linkes Augenlid war nun komplett geschlossen, das rechte hing leicht herunter. Schwach blickte er nun zu Bardock, welcher erneut langsamen Schrittes auf ihn zu kam. Dieser hatte ihn extra in die entgegengesetzte Richtung der Raumkapseln befördert, damit dieser nicht auf die dumme Idee kommen konnte zu fliehen.
    „Hast du mir nicht zugehört? Du beantwortest meine Fragen und basta!“
    Der Soldat schwieg noch einen Moment, fing dann aber an zu reden:
    „Als wir..die Information bekommen hatten, dass jeder Saiyajin sterben muss...da...wurden wir entweder einem Planeten zugeteilt oder mussten auf dem bleiben, auf dem wir uns gerade befanden. Meine Gruppe war bereits hier und deswegen warteten wir. Uns wurde befohlen, dass wir ein Signal an alle Planeten im Umkreis senden sollen. Dabei wurde man an einen Freezerplaneten in der Nähe beordert. Es vergingen diverse Stunden, aber dann landete schließlich eine Saiyajinkapsel. Wir warteten unten, der Ärztestab oben im Kontrollraum.
    Eine Frau stieg aus. Sie war ziemlich jung und sah auch nicht besonders stark aus. Sie hatte keine Ahnung, fragte nach der Situation. Das nutzten wir als perfekte Gelegenheit.“

    Diese Worte liefen für Bardock wie in Zeitlupe ab. Die Hoffnung, sie schien in weite Ferne zu rücken.
    „Und was ist dann passiert?“
    Schwäche zu zeigen nützte jetzt überhaupt nichts. Er musste die komplette Wahrheit erfahren, so schmerzhaft sie auch sein mochte. Der Lakai Freezers holte kurz Luft und fuhr dann fort:
    „Wir waren zwanzig Mann, also fühlten wir uns siegessicher. Wir griffen sie an und sie war zunächst viel zu perplex als zu reagieren. Leider entschieden wir uns für den Nahkampf, was ein Fehler war. Auf die ersten Treffer war sie nicht vorbereitet, deswegen bekam sie die voll ab. Aber als sie langsam die Lage verstand, da wendete sich das Blatt. Verdammt, war die zäh. Es war mir unbegreiflich, wie man so schwach aussehen und dann so stark sein kann. Im Grunde konnte es niemand mit ihr aufnehmen, aber wir sahen zu, dass wir auf eine gewisse Entfernung kommen konnten. Viele, bestimmt schon 10 von uns, waren bereits bezwungen, aber trotzdem waren wir noch deutlich in der Überzahl. Als sie unachtsam wurde, da schossen wir los. Sie explodierte, überall war Rauch. Er zog in unsere Richtung und wir dachten, dass es das gewesen war. Doch etwas stimmte nicht...“
    Genau wie auf Kator war Bardock erneut überrascht gewesen. So kannte er seine Frau überhaupt nicht. Sie war immer liebevoll und eine typische Hausfrau. Sie konnte gut kochen und erfreute sich an vielen Dingen. Ein ziemlich untypisches Verhalten für eine Saiyajin. Selbst die Frauen waren normalerweise angriffslustig und Kriegerinnen. Dass selbst so eine, die sich des Kämpfens unwohl fühlte, im Ernstfall töten konnte, das war für Bardock schwer zu verstehen. Noch dazu seine Frau, mit der er mehrere Jahre zusammengelebt hatte.
    Der Soldat fuhr fort:
    „Ein paar von uns lachten kurz, waren erleichtert, dass es vorbei war. Doch im selben Moment hörte ich, wie irgendwas zu Boden ging. Kurz darauf wieder. Reflexartig schaltete ich meinen Scouter an und suchte die Energiequelle. Ich blickte schnell umher und dann fand ich sie. Sie bewegte sich gerade auf eines meiner Teammitglieder zu. Dann habe ich die Energiequelle anvisiert und geschossen. Sie blieb stehen und mein Team bewegte sich genau dahin zu, wo der Strahl eingeschlagen war. Der Rauch verzog sich langsam und sie schlugen auf sie ein. Immer und immer wieder. Ich sah nur von weitem zu, ich schwöre es! Aber sie war stark angeschlagen. Erst verteidigte sie sich noch, aber dann hatte sie irgendwann keine Kraft mehr. Mehrere Minuten lang schlugen und traten sie auf sie ein. Dann irgendwann hörten sie auf.
    Sie lag dort, zusammen mit den 11 anderen, die sie getötet hatte. Dann begruben wir unsere Kameraden und gingen.“

    Der Saiyajin konnte das gerade Erfahrene einfach nicht verarbeiten. Jedes Wort, das er hörte, schmerzte wie ein Stich ins Herz. Er konnte einfach nicht anders, als sich alles bildlich vorzustellen, was der Soldat erzählte. Wie sie kämpfte. Wie sie einsteckte. Wie sie aufgab. Sein Magen drehte sich um.
    „Also...ist sie...tot?“
    Als könne er sich nicht selbst die Frage beantworten. Aber akzeptieren würde er es dadurch noch lange nicht.
    Der Soldat hielt sich immer noch das Gesicht, welches mittlerweile deutlich angeschwollen war und stand langsam auf. Doch der Satz, den er aussprach, gab Bardock den Rest:
    „Ja, sie ist tot.“
    Mit einem Mal wurde dem Saiyajin der Boden unter den Füßen weggezogen. Die Mutter seiner Kinder, die Liebe seines Lebens. Tot. Ein unvorstellbarer Gedanke. Natürlich hatte sich Bardock diesem Szenario die letzten Tage gedanklich ununterbrochen gestellt. Zuhause. Auf dem Stadtplatz. Im Palast. Auf dem Weg nach Kator. Auf dem Weg zu diesem Planeten. Er versuchte es zumindest akzeptieren zu können, aber es funktionierte nicht. Der Gedanke wollte sich nicht einprägen, als wäre er irgendwie inkompatibel. Was blieb ihm also anderes übrig, als zu hoffen, dass sie noch leben würde und nur gestrandet war. Nun, da seine schlimmsten Befürchtungen wahr geworden waren, konnte er es einfach nicht ertragen.
    Apropos, weswegen war ihre Raumkapsel vom Radar verschwunden? Das müsste er sich gleich erst mal ansehen.
    „Wo ist sie?“
    Seine Stimme klang gebrechlich, schwach. Er traute sich kaum noch zu sprechen.
    Der Unterstellte Freezers zeigte in die Ferne, irgendwo in den Nordosten.
    „Wir haben sie zwar mehr oder weniger vor der Station angegriffen, aber der Kampf hat sich schnell ausgeweitet. Irgendwo da hinten.“
    Bardock nickte still.

    Der Soldat war mittlerweile wieder auf den Beinen. Zwar humpelte er leicht, der Schlag hatte gesessen, doch er war auf jeden Fall in der Lage mit einer der Raumkapseln zu fliehen. Bardock schaute nur noch zu Boden und schien nicht mehr sprechen zu können. War es das nun?
    „Darf ich..ähm..gehen?“
    Er hörte keine Fragen mehr, daher versprach er sich nun gehen zu dürfen.
    Sein Gegenüber hatte den Kopf weiterhin gesenkt und dieser schien auch nicht antworten zu wollen. Doch plötzlich hob dieser langsam seinen Kopf und sah ihn an:
    Bardocks Blick war zornig und er fletschte die Zähne. Den Gedanken ihn gehen zu lassen, der war komplett verschwunden. Das Einzige, was er mittlerweile sah, war einfach nur ein weiterer Killer. Ein weiterer Feigling, einer der tausenden Mitläufer. Was hatte er sich überhaupt eingebildet, die waren doch alle gleich. Wer sich einem Tyrannen wie Freezer anschloss, der hatte mit seinem Leben abgeschlossen.
    Bardock bewegte sich mit einem Mal auf den Mitmörder seiner Frau zu und hievte diesem sein Knie in die Magengrube. Der Soldat würgte Blut hoch und spuckte dieses aus. Daraufhin packte der Saiyajin seinen Gegner an den Schulter und schwang den Kopf zurück. Dann wuchtete er letzteren nach vorne und verpasste dem Freezersoldat einen Kopfstoß. Dieser wurde von seinen zittrigen Beinen gerissen und flog zu Boden.
    Als der Verletzte mit dem Rücken auf dem Boden aufschlug, musste er erneut Blut hochhusten. Der Schaden auf seiner Stirn war so groß, dass ein Teil seines Schädels sichtbar geworden war. Das Blut lief ihm langsam die Stirn hinunter. Er hatte sichtbar starke Schmerzen, die Adern waren in den Augen sichtbar. Er keuchte schwer und Spucke lief an dessen Mundwinkeln herunter.
    „W-was soll...denn das..?! Ich sagte doch...dass ich nichts weiter getan habe..!“
    Als Antwort auf diese Aussage stützte sich Bardock auf sein linkes Knie und ließ seine rechte Faust auf ihn hinunter regnen. Er traf ihn zentral und zertrümmerte so dessen Gesicht von der Nase aus. Die Haut sackte ein wenig in den Schädel hinein. Nun verdrehte er die Augen, war aber noch bei Bewusstsein.

    Bardock konnte seine Wut nicht mehr zurückhalten:
    „HALTS MAUL! WEN WILLST DU EIGENTLICH VERARSCHEN?! DU HAST ES GERADE SELBST GESAGT! DU HAST SIE BESCHOSSEN! ERST IN DER MENGE, DANN EINZELN! IN IHREN RÜCKEN! MEINE FRAU! DU BIST GENAUSO SCHULD WIE DIE ANDEREN!“
    Der Soldat schnappte verzweifelt nach Luft. Mittlerweile lief diesem das Blut aus den Augenhöhlen. Er hob seinen zittrigen Arm langsam in die Höhe, als Bardock erneut mit aller Kraft zuschlug. Er traf erneut auf Nasenhöhe, diesmal ein bisschen weiter unter der letzten Einschlagsstelle. Sein Schädel brach weiter und betraf diesmal auch den Oberkiefer. Durch die Wucht des Treffers wurden die Zahnkronen seiner vordersten Zahnreihen zertrümmert. Die Zahnstücke landeten in seinem Hals.
    Schlucken konnte er sowieso nicht mehr, er stand kurz davor das Bewusstsein zu verlieren.
    Bardock bemerkte dies und wollte noch einige Worten an ihn richten, ehe er es beenden würde:
    „TJA, SCHEIßE, WAS? SO HABT IHR'S GEMACHT, ODER? IMMER WIEDER AUF SIE EINGESCHLAGEN. IHR BASTARDE! ICH HASSE EUCH! UND JETZT VERRECK' ENDLICH!“
    Seine rechte Hand war bereits voller Blut, genau wie seine Stirn. Aber das war nun kein Hindernis für ihn. Ihm war das so was von egal. Erneut schlug er zu. Und wieder. Und wieder. Immer weiter. Das Geräusch von brechenden Knochen erfüllte die Atmosphäre. Bis es irgendwann aufhörte. Doch die Schläge ließen trotzdem nicht nach. Minutenlang schlug er auf die Leiche des Soldaten ein, er prügelte sich den Frust und die Wut aus dem Leib. Im Grunde realisierte er gar nicht mehr, was er da tat. Aber es verschaffte ihm Genugtuung. Doch irgendwann, im Grunde schlug er nur noch auf Matsch, hörte er auf. Seine rechte Faust und Teile seines rechten Arms waren blutgetränkt, Das betraf auch seinen linken Oberschenkel, auf den immer mal wieder etwas Blut sprenkelte. Bardock blickte auf die Leiche herunter:
    Von dessen Kopf war im Grunde nichts mehr zu erkennen. Einen Teil des Halses erkannte man noch, der Rest des Körpers war größtenteils unbeschadet. Aber der Kopfbereich bestand praktisch nur noch aus einer Blutpfütze und ein paar gesplitterten Knochen.
    Der Saiyajin stand auf und warf noch einen flüchtigen Blick auf sein Opfer. Jegliches Gefühl von Mitleid war verschwunden, er fühlte einfach nur Genugtuung. Aber vor allem waren seine Gedanken noch bei seiner Frau. Er schwebte in den Himmel und flog in die Richtung, in die der Soldat zuvor gezeigt hatte.

    Der Planet war tatsächlich tot. Und er selbst hatte dafür gesorgt, dass dies auch so bleiben würde. Nur ein wenig Gras, aber größtenteils Erde. Hier und da war der Boden aufgewirbelt, deutliche Merkmale eines Kampfes. Aber als langsam Krater sichtbar wurden, da war ihm klar, dass er fast da war. Und so kam es auch. Da lag ein lebloser Körper mitten im Nirwana. An den rücken-langen schwarzen Haaren erkannte Bardock sofort, dass dort Gine lag. Sofort stürzte er sich hinunter und landete wortlos vor der Leiche seiner Frau. Sie lag auf dem Rücken, ihr Körper war stark misshandelt worden. Der Anblick bereitete dem Saiyajin die furchtbarsten Schmerzen. Er hoffte, dass es sich um einen Albtraum handele, aus dem er bald aufwachen würde. Er sackte auf die Knie und ließ sich mit dem Kopf voran zu Boden fallen. Für ihn war nun jegliche Hoffnung gestorben.

    Das war das Ende von Kapitel 14. Ich hoffe es hat euch gefallen, auch wenn es sehr gewaltätig war^^ Ich kann euch ja schon mal sagen, dass sich Bardock nun auf eine große Achterbahn der Gefühle begeben wird. Wie genau sich das äußert, das müsst ihr dann schon selbst in Kapitel 15 lesen :D Bis zum nächsten Mal!
     
  9. Rela1309

    Rela1309 Miss bloody Sunday

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    Heeeey!!!

    Jetzt greif doch nicht vor, das ist unfair!! Einfach Spoilern gilt nicht!

    Ich habe eine Frage zu Kapitel 14, Irgendwo wird doch erzählt, dass Gine mit den 11 anderen begraben wurde. Warum findet Bardock die Leiche dann anhand der Haare?

    Ok, Zusammenfassung: Wir haben 2 leere Planeten, ein Haufen Rechtschreibfehler und ein paar Zeitfehler.
    Und einen verwirrten Bardock, der jetzt erstmal mit der Trauer klarkommen muss, aber sich auch nicht zu weit gehen lassen darf. Da ist ja noch ein Sohn... mindestens. Und Vegeta.

    Ich denke, du solltest an deinem aktuellen Kapitel weiterschreiben, sonst bringst du das hier nicht zu Ende.
    Btw, Ja, das Kapitel hier war echt ein bisschen zu brutal.

    LG,

    Rela
     
  10. Son-Goku_GIGA-SSJ!!!

    Son-Goku_GIGA-SSJ!!! I'm a saiyan from Earth!!

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    Hallo Rela :) Wollte nur bescheid geben, dass das Kapitel um eine Woche verschoben wird (hab momentan ziemlich viel zu tun) und mich deinem Kommentar widmen.

    Das stimmt nicht ganz, denn wenn ich mich selbst zitieren darf:
    Es wurden nur die Freezersoldaten begraben, nicht aber sie. Dazu wird aber noch mal im nächsten Kapitel was erwähnt werden.

    Ja es war ein wenig brutal und soll definitiv nicht die Norm werden, aber es gehört zum Leben eines Saiyajin irgendwo dazu^^
    Nächsten Samstag gehts dann weiter, gespoilert wird nicht weiter :p

    LG, Dennis
     

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