MajinKayII
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20 Jahre
Wir schreiben den 27. August 2021.
Es ist ein Datum, das für die Mehrheit der Menschen da draußen keine besondere Bedeutung hat. Nur, dass er das nicht ist. Zumindest für mich nicht. Und vielleicht auch für ein paar von euch auch nicht, die diese Zeilen hier lesen und eine ungefähre Ahnung von dem haben, was ich sagen will.
Heute vor 20 Jahren begann die deutsche Erstausstrahlung von Dragonball Z auf RTL II. Für mich war dies der Beginn einer neuen Zeitrechnung. So theatralisch das auch klingen mag, so ehrlich meine ich aber meine Worte. Es mag für euch, die diese Art der Kolumne jetzt schon seit 8 Jahren verfolgen, nicht so ein großer Schocker sein: Aber für mich gab es ein Leben vor Beginn dieser Serie - meine Kindheit - und ein Leben danach. Und oh Junge, wie hat sich dieses in den letzten 20 Jahren nur vollkommen geändert. Diese Beiträge hier sind wortreiche Zeugen der Veränderung und ein Versuch, andere an diesem Prozess in meinem Inneren teilhaben zu lassen. Durch Ausflüge in meine eigene Form der Nostalgie und all die Themen, die mein Leben damals wie heute mitbestimmt haben und mitbestimmen. Doch langsam stoße ich vor ein gewaltiges Problem: Wohin soll diese Reise nun noch gehen? Wollen wir mal kurz rekapitulieren.
Am 21. August 2001 war die deutsche Erstausstrahlung von Dragonball Z.
12 Jahre später habe ich über die Nostalgie von Anime und Manga geschrieben.
15 Jahre später habe ich über die Nostalgie von Cosplay und Conventions geschrieben.
16,5 Jahre später habe ich über die Nostalgie des Internets und des Älterwerden geschrieben.
18 Jahre später habe ich über die Nostalgie von Computer- und Konsolenspielen geschrieben.
19 Jahre später habe ich über die Nostalgie des Schreibens per se geschrieben.
Nun haben wir es also 20 Jahre später. Und in all der Zeit habe ich so viel über mich und mein Leben geschrieben. Ich denke, dieses Mal sollte es etwas anderes sein.
Dieses Mal möchte ich einfach nur dieses Forum und vor allem die User hier zelebrieren, die seit über zwei Dekaden einen so immensen Einfluss auf mein Leben ausüben und die mich in all den Hochs und Tiefs begleitet haben. Und ich möchte etwas von EUCH hören.
Ich weiß, dass ihr da seid. Ihr kommt hier noch vor bei, auch wenn es nur noch sehr selten der Fall ist. Einloggen hat keinen Sinn mehr in euren Augen, vielleicht wisst ihr auch einfach nicht mehr die Zugangsdaten eurer alten Accounts. Aber ein neuer Account ist schnell angelegt und kostet nichts. Und ein oder zwei Minuten für ein kleines Lebenszeichen sind vielleicht auch noch drinnen - zumindest spekuliere ich damit.
Erzählt mir, wie diese letzten zwei Dekade für euch waren, welchenWeg ihr eingeschlagen habt und vor allem: Lebt ihr die Leben, die ihr euch vor 20 Jahren ausgemalt habt?
Das stellt vermutlich die schwierigste aller Fragen dar, mit der sich selbst auch noch in einer gewissen Regelmäßigkeit zu kämpfen habe. Lebe ich das Leben, das ich mir mit 17 vorgestellt habe? Ja? Nein? Irgendwie beides, und doch trifft ein Jain die Antwort nicht ganz. In der Vorstellung meines 17-jährigen Ichs gab es nicht all die erwachsenen Verpflichtungen, die mein Leben aktuell mitbestimmen, aber auch nicht all die kleineren und größeren Wunder eines selbstbestimmten Lebens. Mit 17 war das Thema einer eigenen Familie unendlich weit weg, wohin es jetzt die stabile Achse ist, um der sich mein, oft sehr turbulenter, Alltag dreht. Damals war meine Erfahrungen von der Welt, anderen Ländern und Kulturen sehr limitiert, mittlerweile schrumpfen die grauen Flecken auf der Landkarte mit jedem weiteren Lebensjahr mehr und mehr zusammen. Ich habe einen großen Teil meiner Naivität abgelegt, bin aber immer noch in der Überzeugung, mir ein großes Stück meines Idealismus behalten zu haben. Viele der Ziele, die ich mir in meinen Teenagerjahren gesteckt habe, habe ich leider meilenweit verfehlt, dafür habe ich aber so viele andere Glückstreffer erzielt, mit denen ich niemals gerechnet hätte.
Bin ich zufrieden in meinem Leben?
Ja. Im Großen und Ganzen bin ich das. Natürlich gibt es immer noch ein paar Dinge, die noch nicht so sind, wie ich sie mir wünsche, aber genau das sind auch die Ziele, die ich weiter anstrebe und mich weiter motivieren, mein Bestes zu geben.
Ist es das Leben, dass ich mir mit 17 ausgemalt habe?
Nein. Nie und Nimmer. Es ist besser und schlechter, aufregender und langweiliger, komplizierter und einfacher als alles, was ich mir jemals erträumt hätte. Und das ist verdammt gut so.
Doch wie sieht es bei Euch aus?
Wir schreiben den 27. August 2021.
Es ist ein Datum, das für die Mehrheit der Menschen da draußen keine besondere Bedeutung hat. Nur, dass er das nicht ist. Zumindest für mich nicht. Und vielleicht auch für ein paar von euch auch nicht, die diese Zeilen hier lesen und eine ungefähre Ahnung von dem haben, was ich sagen will.
Heute vor 20 Jahren begann die deutsche Erstausstrahlung von Dragonball Z auf RTL II. Für mich war dies der Beginn einer neuen Zeitrechnung. So theatralisch das auch klingen mag, so ehrlich meine ich aber meine Worte. Es mag für euch, die diese Art der Kolumne jetzt schon seit 8 Jahren verfolgen, nicht so ein großer Schocker sein: Aber für mich gab es ein Leben vor Beginn dieser Serie - meine Kindheit - und ein Leben danach. Und oh Junge, wie hat sich dieses in den letzten 20 Jahren nur vollkommen geändert. Diese Beiträge hier sind wortreiche Zeugen der Veränderung und ein Versuch, andere an diesem Prozess in meinem Inneren teilhaben zu lassen. Durch Ausflüge in meine eigene Form der Nostalgie und all die Themen, die mein Leben damals wie heute mitbestimmt haben und mitbestimmen. Doch langsam stoße ich vor ein gewaltiges Problem: Wohin soll diese Reise nun noch gehen? Wollen wir mal kurz rekapitulieren.
Am 21. August 2001 war die deutsche Erstausstrahlung von Dragonball Z.
12 Jahre später habe ich über die Nostalgie von Anime und Manga geschrieben.
15 Jahre später habe ich über die Nostalgie von Cosplay und Conventions geschrieben.
16,5 Jahre später habe ich über die Nostalgie des Internets und des Älterwerden geschrieben.
18 Jahre später habe ich über die Nostalgie von Computer- und Konsolenspielen geschrieben.
19 Jahre später habe ich über die Nostalgie des Schreibens per se geschrieben.
Nun haben wir es also 20 Jahre später. Und in all der Zeit habe ich so viel über mich und mein Leben geschrieben. Ich denke, dieses Mal sollte es etwas anderes sein.
Dieses Mal möchte ich einfach nur dieses Forum und vor allem die User hier zelebrieren, die seit über zwei Dekaden einen so immensen Einfluss auf mein Leben ausüben und die mich in all den Hochs und Tiefs begleitet haben. Und ich möchte etwas von EUCH hören.
Ich weiß, dass ihr da seid. Ihr kommt hier noch vor bei, auch wenn es nur noch sehr selten der Fall ist. Einloggen hat keinen Sinn mehr in euren Augen, vielleicht wisst ihr auch einfach nicht mehr die Zugangsdaten eurer alten Accounts. Aber ein neuer Account ist schnell angelegt und kostet nichts. Und ein oder zwei Minuten für ein kleines Lebenszeichen sind vielleicht auch noch drinnen - zumindest spekuliere ich damit.
Erzählt mir, wie diese letzten zwei Dekade für euch waren, welchenWeg ihr eingeschlagen habt und vor allem: Lebt ihr die Leben, die ihr euch vor 20 Jahren ausgemalt habt?
Das stellt vermutlich die schwierigste aller Fragen dar, mit der sich selbst auch noch in einer gewissen Regelmäßigkeit zu kämpfen habe. Lebe ich das Leben, das ich mir mit 17 vorgestellt habe? Ja? Nein? Irgendwie beides, und doch trifft ein Jain die Antwort nicht ganz. In der Vorstellung meines 17-jährigen Ichs gab es nicht all die erwachsenen Verpflichtungen, die mein Leben aktuell mitbestimmen, aber auch nicht all die kleineren und größeren Wunder eines selbstbestimmten Lebens. Mit 17 war das Thema einer eigenen Familie unendlich weit weg, wohin es jetzt die stabile Achse ist, um der sich mein, oft sehr turbulenter, Alltag dreht. Damals war meine Erfahrungen von der Welt, anderen Ländern und Kulturen sehr limitiert, mittlerweile schrumpfen die grauen Flecken auf der Landkarte mit jedem weiteren Lebensjahr mehr und mehr zusammen. Ich habe einen großen Teil meiner Naivität abgelegt, bin aber immer noch in der Überzeugung, mir ein großes Stück meines Idealismus behalten zu haben. Viele der Ziele, die ich mir in meinen Teenagerjahren gesteckt habe, habe ich leider meilenweit verfehlt, dafür habe ich aber so viele andere Glückstreffer erzielt, mit denen ich niemals gerechnet hätte.
Bin ich zufrieden in meinem Leben?
Ja. Im Großen und Ganzen bin ich das. Natürlich gibt es immer noch ein paar Dinge, die noch nicht so sind, wie ich sie mir wünsche, aber genau das sind auch die Ziele, die ich weiter anstrebe und mich weiter motivieren, mein Bestes zu geben.
Ist es das Leben, dass ich mir mit 17 ausgemalt habe?
Nein. Nie und Nimmer. Es ist besser und schlechter, aufregender und langweiliger, komplizierter und einfacher als alles, was ich mir jemals erträumt hätte. Und das ist verdammt gut so.
Doch wie sieht es bei Euch aus?