Meine YGO FF

Naruu

Wächterin der Windklinge
Autor:Naru
Titel:Liebe mit blauen Augen
Teile:nicht festgelegt
Genre:Romantik, Mary Sue
Serie (Original oder Fanfiction):Yu-Gi-Oh!
Pairing (wenn vorhanden):KaibaxGirl/SethxKisara
Disclaimer:Die Geschichte berht auf Yu-Gi-Oh! (nach der eigentlichen Serie) und nein, leider verdiene ich damit kein Geld


Ähmm...Also hier ist sie:


Liebe mit blauen Augen



Mein Atem schlug gegen die Fensterscheibe des alten Busses, hüllte die Tropfen, die an der anderen Seite hinab rannen, in einen Nebelhauch. Ich seufzte… Tropfen… Tränen, so viele, wie ich sie geweint hatte, bitterlich, einsam… Umso glücklicher war ich, Joey wieder zu sehen, meinen besten Freund.
An der nächsten Haltestelle stieg ich aus, darauf bedacht, nicht in einen der breiten Rinnsale vor mir auf dem Pflaster zu fallen und so hüpfend und springend rannte ich die Straße entlang, Leute anrempelnd und mit gesenktem Kopf. Ich wagte es erst, aufzuschauen, als ich an das Ende einer Mehrfamilienhauskette kam. Nachdem alles bisher grau und trist gewesen war, kalt und herzlos, huschte die Andeutung eines Lächelns über mein Gesicht, als ich die gut gelaunte Stimme vernahm, in die warmen Braunen Augen sah, die im Glanz des schwachen Lichts leuchteten. „Joey!“, rief ich, der weizenblonde Junge sprang die wenigen Treppenstufen herab, die uns noch trennten und zog mich in seine Arme. Ein angenehmes Gefühl durchströmte mich, Trost, so wie der, den Brüder ihren kleinen Schwestern schenkten, doch jäh nach dieser Erkenntnis, verfinsterte sich mein Herz wieder und ich löste mich von ihm. „Wie geht es ihm?“, fragte er sanft, als hätte er meine Gedanken gelesen können. „Wie immer.“, erwiderte ich mit brüchiger Stimme, „Weißt du Joey, es ist merkwürdig, ich frage mich, warum ausgerechnet er? Dabei passt es gar nicht zu ihm, so still… und leblos.“ Ich beobachtete, wie ein Schlucken seine Kehle zum Rollen brachte, ihm war sicher unbehaglich zu Mute, und auch wenn er mir keine Antwort auf das leidige Warum? geben konnte, so wusste ich doch, dass ich bei ihm gut aufgehoben war.
Zusammen gingen wir durch das Treppenhaus nach oben, ins höchste Stockwerk, ich war noch nie in seiner Wohnung und staunte nicht schlecht, als ich sie betrat. „Das hast du alles allein eingerichtet?“, scherzte ich, während ich mich auf dem Sofa nieder ließ und mich umsah. „Ich hatte Hilfe.“, entgegnete er und brachte mir ein Glas Cola, in dem die Eiswürfel knackten. Für einen Augenblick vergaß ich sogar mein Leid und fragte: „Mit Mai?“ Es interessierte mich tatsächlich, er hatte mir von dieser Mai erzählt, aber sie gesehen, oder ein Wort mit ihr gewechselt, hatte ich noch nie. Gleichzeitig konnte ich es nicht glauben: Mein Joey? Der, mit dem ich Pferde stehlen konnte, der mich und meine Band bei Auftritten begleitet und sogar selbst Hand ans Mikro gelegt hatte (es war meiner Meinung nach eine Verschwendung, dass er anstatt zu singen Duelmonsters spielte), hatte eine Freundin? Ich schmunzelte bei diesem Gedanken. „Ja.“, wich er aus, „Und Yugi und die anderen auch.“ „Sind das die, von denen du mir erzählt hast?“ „Ich könnte sie dir vorstellen, nächste Woche in der Schule.“ Ich nickte, während ich meine Tasche beiseite stellte und mir die braunen Haare aus dem Gesicht wischte. Seine Miene wurde wieder ernst. „Darfst du bei deinem Dad wohnen?“ Ich schüttelte bitter lächelnd den Kopf. „Ich möchte ihn nicht sehen.“, erklärte ich so gleichgültig wie nur möglich, doch er sah mir wohl an, wie sehr es mich quälte. „Nicht einmal jetzt?“ Und er ließ sich neben mir nieder, mich eindringlich beäugend. „Nicht einmal wo dein Bruder im Koma liegt?“ Sein Blick wurde fragend. „Was ist überhaupt passiert? Erzähl schon, er ist schließlich auch mein Freund.“ Darum begann ich zu berichten, so detailliert wie möglich, die Erlebnisse holten mich ein, ich hielt hin und wieder inne, schaffte es aber dennoch. Ich erzählte ihm von dem Unfall, den Matt, mein Bruder, mit seinem Motorrad gehabt hatte, wie schockiert ich war, als ich es erfuhr, dass meine Mutter mich zunächst nicht gehen lassen wollte und dass der andere Fahrer immer noch nicht gefasst war. Er ballte die Hände zu Fäusten und schlug missmutig auf den niedrigen Tisch. „Es tut mir Leid.“, flüsterte er wie mechanisch. „Weißt du, wo du heute schläfst?“ „Nein. Ich habe gesagt, ich wüsste wo ich schlafen kann und bin einfach weg,“ Er lächelte sanft und klopfte auf meine Schulter. „Du weißt, du kannst dich auf mich verlassen. So war es abgemacht.“ „Ja.“ „Und morgen gehen wir ihn besuchen.“ Nachdem ich es bisher gehasst hatte, alleine ins Krankenhaus zu gehen, keimte ein ganz neuer Hoffnungsschimmer in mir, und das Gewissen, dass, mit ihm an meiner Seite, alles gut ginge.
Die Nacht, die ich auf dem harten Sofa hatte verbringen müssen, beendete ich mit einer Verspannung im Nacken und ich richtete mich auf, eine gequälte Grimasse ziehend. Während ich mir den Hals rieb, stieg mir ein leichter Essensgeruch in die Nase, war Joey schon wach? Ich vermutete es und verließ, in Jogginghose und T-Shirt, mit zerzausten Haaren das Wohnzimmer, ging hinüber in die Küche, wo er bereits auf mich zu warten schien. Selbst so früh am Morgen schaffte er es, mir mit einem Grinsen zu begegnen und meine Laune sofort ansteigen zu lassen. Ich setzte mich wortlos an den Tisch und begann mit dem Essen, es war beinahe ein wenig enttäuschend, aus dem Abenteurer war ein ordentlicher junger Mann geworden. „Hast du heute nichts vor?“, versicherte ich mich, ich wollte ihm nicht mit meinen Problemen im Weg stehen. „Nein, ich habe Yugi abgesagt. Ist nicht schlimm, ohne Familienangehörige lassen sie einen nicht rein, und ich würde deinen Bruder gerne wieder sehen.“ „Wie du meinst.“, seufzte ich und kaute lustlos an meinem Brot. Er wusste wie aufgeregt ich war, und schlug nach einer Weile vor, dass es Zeit sei zu gehen. Gewaschen und mit neuen Klamotten verließen wir das Haus.
 
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