Ghent
Senior Member
ein alter thread ... wie wenig sich doch die eigene meinung über ein jahr ändern kann

das problem bei der gesellschaft, ihren normen und den sanktionen ist doch aber auch, dass sie völlig willkürlich sein können.
nicht, dass ein rechtssystem das nicht ebenso sein kann. schliesslich können menschen das gestalten/verändern.
kurzgesagt: ich denke ich kann dir in den meisten fällen beispiele an den haaren herbeiziehen, bei denen eine meinung die du verbieten lassen würdest gutes bewirkt. und andererseits eine meinung die du erlauben willst, schlechtes hervorruft.
aus diesem grund bin ich immernoch der ansicht, dass man die meinungen und motive als handlungs-background zwar anschauen und berücksichtigen kann, aber weiterhin einzig die handlungen das einzig entscheidende sein dürfen und können.
irgendwas wollte ich noch. ah ja, das mit gewaltlosigkeit.
habs mir nochmal durchgelesen und ja, konti du hast mit deiner logischen schlussfolgerung streng genommen recht.
aber ich denke das liegt auch daran, dass ich es damals nicht gut genug ausgedrückt habe.
was ich sagen wollte war:
ich GLAUBE, dass der mensch nicht gewaltfrei werden kann und alle probleme mit reden lösen.
diesen glauben habe ich mit vergangenheit und gegenwart begründet.
aber es ist nichtsdestotrotz nur ein glaube, ein gefühl.
man kann aus der vergangenheit nicht logisch herleiten, dass es immer so ist. zugegeben. aber man kann ebensosehr nicht daraus herleiten, dass es NICHT immer so sein wird.
das ganze führt also schlussendlich zu einem 'ich glaube, dass ...' zurück. für mich baut ihr euren glauben auf einer sehr, sehr kleinen möglichkeit auf, deren existenz ich euch verstandsmässig zugestehe, aber gefühlsmässig vernachlässige.
denn es ist nicht nur eine frage des könnens. sondern eine frage des wollens, die dazukommt. ich könnte mit rauchen anfangen, will es aber nicht. also kann ich mich in dieser hinsicht auch nicht ändern. (tönt seltsam. vieleicht kann das jemand anders besser formulieren)
(nur semi-ernst gemeint)
@chrissymaus
wenn mir mein gefühl sagt, dass ich ihn umbringen sollte, und ich das nicht unterdrücke / ablenke / whatever ... tja dann ...
aber ich denke, es sind nicht die gefühle an sich, sondern der umgang damit, den man 'lernen' muss. ich kann so wütend sein, dass ich dich zbsp am liebsten umbringen würde. aber ich trete in ein busschild rein, und lasse dadurch etwas von dem gefühl raus. und schon kann es unter den 'ich will dich umbringen'-schwellenwert und bin nur noch einfach sauer.
dann sind die leute wohl noch nicht genug aufgeklärt, um persönliches empfinden abstrahieren zu können? wenn ich meinen chef ein arschloch finde, dann weiss ich trotzdem, dass es leute gibt, die das anders sehen. ich gehe nicht hin und hau ihm eine rein, weil ich ihn ein arschloch finde. vieleicht rede ich nur soviel mit ihm, wie es sein muss. ... aber OH NEIN! jemanden soziologisch zu isolieren ist ja auch psychische gewalt! mobbing! ich bin böseDie Meinung ist nichts von der Handlung abkapselbares. Im Gegenteil, sie ist sogar handlungsleitend. Deshalb ist es eine Frage des Grades an zivilisatorischer Courage, bestimmte Meinungen zu verbieten. Ausrotten kann man sie damit natürlich nicht, aber man setzt ein Zeichen, dass sie illegitim sind. Das ist aber eine gesellschaftliche Aufgabe, denn auch die Gesellschaft sanktioniert, wenn ihre Normen verletzt werden, nicht nur das Rechtssystem...
das problem bei der gesellschaft, ihren normen und den sanktionen ist doch aber auch, dass sie völlig willkürlich sein können.
nicht, dass ein rechtssystem das nicht ebenso sein kann. schliesslich können menschen das gestalten/verändern.
kurzgesagt: ich denke ich kann dir in den meisten fällen beispiele an den haaren herbeiziehen, bei denen eine meinung die du verbieten lassen würdest gutes bewirkt. und andererseits eine meinung die du erlauben willst, schlechtes hervorruft.
aus diesem grund bin ich immernoch der ansicht, dass man die meinungen und motive als handlungs-background zwar anschauen und berücksichtigen kann, aber weiterhin einzig die handlungen das einzig entscheidende sein dürfen und können.
ok, war kein besonders gutes beispiel. wie wäre es mit dem opfern von tieren und pflanzen (das reicht, ich hab ja nur lebewesen geschrieben)?ich opfere sie net, ich opfer mich dann, wenn es um meinen arbeitsplatz geht *g*
irgendwas wollte ich noch. ah ja, das mit gewaltlosigkeit.
habs mir nochmal durchgelesen und ja, konti du hast mit deiner logischen schlussfolgerung streng genommen recht.
aber ich denke das liegt auch daran, dass ich es damals nicht gut genug ausgedrückt habe.
was ich sagen wollte war:
ich GLAUBE, dass der mensch nicht gewaltfrei werden kann und alle probleme mit reden lösen.
diesen glauben habe ich mit vergangenheit und gegenwart begründet.
aber es ist nichtsdestotrotz nur ein glaube, ein gefühl.
man kann aus der vergangenheit nicht logisch herleiten, dass es immer so ist. zugegeben. aber man kann ebensosehr nicht daraus herleiten, dass es NICHT immer so sein wird.
das ganze führt also schlussendlich zu einem 'ich glaube, dass ...' zurück. für mich baut ihr euren glauben auf einer sehr, sehr kleinen möglichkeit auf, deren existenz ich euch verstandsmässig zugestehe, aber gefühlsmässig vernachlässige.
ich sehe dich nicht als meine schwester. genau genommen bist du mir völlig egal. ob du lebst oder stirbst. ob es dir gut geht oder nicht, ist mir völlig egal.Sind sie nicht eine große Familie?
sehr bedingt nur, denke ich.aber man selbst kann sich doch ändern
denn es ist nicht nur eine frage des könnens. sondern eine frage des wollens, die dazukommt. ich könnte mit rauchen anfangen, will es aber nicht. also kann ich mich in dieser hinsicht auch nicht ändern. (tönt seltsam. vieleicht kann das jemand anders besser formulieren)
"Wenn du ein Problem nicht durch den Einsatz von Gewalt lösen konntest, hast du noch nicht genug eingesetzt."Denn wenn einer Gewalt ausübt, tut der Gegenüber es ihm vielleicht nach.
@chrissymaus
wenn mir mein gefühl sagt, dass ich ihn umbringen sollte, und ich das nicht unterdrücke / ablenke / whatever ... tja dann ...
aber ich denke, es sind nicht die gefühle an sich, sondern der umgang damit, den man 'lernen' muss. ich kann so wütend sein, dass ich dich zbsp am liebsten umbringen würde. aber ich trete in ein busschild rein, und lasse dadurch etwas von dem gefühl raus. und schon kann es unter den 'ich will dich umbringen'-schwellenwert und bin nur noch einfach sauer.