die neue bessere zufunft

ein alter thread ... wie wenig sich doch die eigene meinung über ein jahr ändern kann :eek:


Die Meinung ist nichts von der Handlung abkapselbares. Im Gegenteil, sie ist sogar handlungsleitend. Deshalb ist es eine Frage des Grades an zivilisatorischer Courage, bestimmte Meinungen zu verbieten. Ausrotten kann man sie damit natürlich nicht, aber man setzt ein Zeichen, dass sie illegitim sind. Das ist aber eine gesellschaftliche Aufgabe, denn auch die Gesellschaft sanktioniert, wenn ihre Normen verletzt werden, nicht nur das Rechtssystem...
dann sind die leute wohl noch nicht genug aufgeklärt, um persönliches empfinden abstrahieren zu können? wenn ich meinen chef ein arschloch finde, dann weiss ich trotzdem, dass es leute gibt, die das anders sehen. ich gehe nicht hin und hau ihm eine rein, weil ich ihn ein arschloch finde. vieleicht rede ich nur soviel mit ihm, wie es sein muss. ... aber OH NEIN! jemanden soziologisch zu isolieren ist ja auch psychische gewalt! mobbing! ich bin böse :(

das problem bei der gesellschaft, ihren normen und den sanktionen ist doch aber auch, dass sie völlig willkürlich sein können.
nicht, dass ein rechtssystem das nicht ebenso sein kann. schliesslich können menschen das gestalten/verändern.

kurzgesagt: ich denke ich kann dir in den meisten fällen beispiele an den haaren herbeiziehen, bei denen eine meinung die du verbieten lassen würdest gutes bewirkt. und andererseits eine meinung die du erlauben willst, schlechtes hervorruft.

aus diesem grund bin ich immernoch der ansicht, dass man die meinungen und motive als handlungs-background zwar anschauen und berücksichtigen kann, aber weiterhin einzig die handlungen das einzig entscheidende sein dürfen und können.

ich opfere sie net, ich opfer mich dann, wenn es um meinen arbeitsplatz geht *g*
ok, war kein besonders gutes beispiel. wie wäre es mit dem opfern von tieren und pflanzen (das reicht, ich hab ja nur lebewesen geschrieben)?

irgendwas wollte ich noch. ah ja, das mit gewaltlosigkeit.
habs mir nochmal durchgelesen und ja, konti du hast mit deiner logischen schlussfolgerung streng genommen recht.
aber ich denke das liegt auch daran, dass ich es damals nicht gut genug ausgedrückt habe.
was ich sagen wollte war:
ich GLAUBE, dass der mensch nicht gewaltfrei werden kann und alle probleme mit reden lösen.
diesen glauben habe ich mit vergangenheit und gegenwart begründet.
aber es ist nichtsdestotrotz nur ein glaube, ein gefühl.
man kann aus der vergangenheit nicht logisch herleiten, dass es immer so ist. zugegeben. aber man kann ebensosehr nicht daraus herleiten, dass es NICHT immer so sein wird.
das ganze führt also schlussendlich zu einem 'ich glaube, dass ...' zurück. für mich baut ihr euren glauben auf einer sehr, sehr kleinen möglichkeit auf, deren existenz ich euch verstandsmässig zugestehe, aber gefühlsmässig vernachlässige.


Sind sie nicht eine große Familie?
ich sehe dich nicht als meine schwester. genau genommen bist du mir völlig egal. ob du lebst oder stirbst. ob es dir gut geht oder nicht, ist mir völlig egal.

aber man selbst kann sich doch ändern
sehr bedingt nur, denke ich.
denn es ist nicht nur eine frage des könnens. sondern eine frage des wollens, die dazukommt. ich könnte mit rauchen anfangen, will es aber nicht. also kann ich mich in dieser hinsicht auch nicht ändern. (tönt seltsam. vieleicht kann das jemand anders besser formulieren)

Denn wenn einer Gewalt ausübt, tut der Gegenüber es ihm vielleicht nach.
"Wenn du ein Problem nicht durch den Einsatz von Gewalt lösen konntest, hast du noch nicht genug eingesetzt." ;) (nur semi-ernst gemeint)

@chrissymaus
wenn mir mein gefühl sagt, dass ich ihn umbringen sollte, und ich das nicht unterdrücke / ablenke / whatever ... tja dann ...
aber ich denke, es sind nicht die gefühle an sich, sondern der umgang damit, den man 'lernen' muss. ich kann so wütend sein, dass ich dich zbsp am liebsten umbringen würde. aber ich trete in ein busschild rein, und lasse dadurch etwas von dem gefühl raus. und schon kann es unter den 'ich will dich umbringen'-schwellenwert und bin nur noch einfach sauer.
 
chrissy hat schon recht. Ich hab einen Freund, der bei seiner ersten Lehrstelle arg gemobbt wurde. Jetzt hat er zum Glück einen anderen Betrieb gefunden. Hätte ich das erfahren als er noch dort gearbeitet hat wäre ich am nächsten Morgen dort hingefahren und hätte den Leuten dort einen unvergesslichen Tag beschert, würde ich am liebsten jetzt noch machen, mach ich vielleicht auch noch wenn ich mal in der Nähe bin. Jeder Mensch sollte seine Gefühle so weit unter Kontrolle haben, dass es nicht zu Mord und Totschlag kommt, das steht wohl außer Frage.
 
warum?
ich meine: ich verstehe deine aufregung nicht darüber, dass dein freund gemobbt wurde. aber trotzdem: WARUM sollte man seine gefühle in dieser hinsicht unter kontrolle haben? damit man nicht ins gefängnis kommt?

ps. dumme minimallänge eines beitrags
 
Ich bin in dieser Hinsicht vielleicht etwas vorbelastet weil ich weiss wie es ist gemobbt zu werden, wenn auch nicht so wie er.
Warum ? Sicher auch um nicht ins Gefängnis zu kommen, um nicht etwas zu utn, das man später bedauert
 
Das ist eine Minderheit, vor dieser muss die Gesellschaft dann geschützt werden, entweder dadurch, dass diese Leute lernen sich zu beherrschen oder durch Ausschluß
 
laut hitler waren die juden auch eine minderheit, vor der die gesellschaft geschützt werden müsse. durch ausschluss.
 
Sollte man die Naturrechte und alles was aus ihnen resultiert abschaffen nur weil ihre Gültigkeit nicht bewiesen werden kann oder weil einige Querköpfe anders dachten ( und immernoch denken ) ?
 
ich glaube nicht an 'naturrechte'. und ich glaube auch nicht, dass sie notwendig sind. ein justizsystem als solches reicht. (hier muss man einfach aufpassen, dass es nicht utilitaristisch wird, sondern universell bleibt)
 
Ich meine jetzt die Naturrechte als von Natur aus gegebenes Recht, daran glaube ich auch nicht. Ich sehe sie als Grundlage der Gesetzgebung.
 
Man sollte aber nicht übersehen, dass Richter durchaus fähige Leute sein können, die nicht unbedingt darauf reinfallen.
werden nicht aus genau diesem grund die gutachten eingeholt?

und geisteskrankheit, heisst nicht, dass es heilbar ist.
 
hab mich damit auf dein
Mittlerweile sind solche Äußerungen zwar verpönt, aber es bleibt eine Tatsache, dass einige Verbrecher heilbar krank sind.
bezogen.

ich stimme zu, dass es verbrecher gibt, die die verbrechen nach der strafe nicht mehr begehen. das beste beispiel ist zbsp der jugendliche dieb, der erwischt wird 4 stunden soziale arbeit leistet und dann nicht mehr klaut.
ich wollte damit also eigentlich nur auf das wort 'geistesKRANKHEIT' eingehen. und darauf, dass das gerade bei geisteskrankheit meines wissens nach eher die ausnahme ist (heilungserfolg).
hat also nur bedingt mit deinem post zu tun ^^
 
@ghent: ich meinte die chancen stehen fifty fifty das sowas klappt!^^ ich hab mich nicht auf eine statistig bezogen!^^ Ich wollte damit nur ausdrücken das man es nie genau wissen kann was bei denen im kopf vorgeht!^^
 
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