die neue bessere zufunft

Ghent schrieb:
ob eine gesellschaft 'aufgeklärt' ist oder nicht hat nichts damit zu tun, ob es eine 'eine wahrheit' gibt. eine gesellschaft kann eine meinung über die 'eine wahrheit' haben (zbsp was sie sein soll, oder dass sie nicht existiert). aber das is der wahrheit (so sie existiert) ziemlich egal ^^

du hattest eben in zusammenhang gesetz, deswegen dachte ich dies sei für dich ein kriterium dafür...
mir persönlich fehlte eine definition für eine aufgeklärte gesellschaft.doch die idee das eben man nicht fanatisch nach einer antwort sucht und nur eine antwort als richtig gelten lässt, sondern acuh andere zulässt und auch andere ideologien annimmt bzw hinnimmt.


Ghent schrieb:
ich könnte jetzt auf die egoisten eingehen die lieber im luxus leben wollen und denen die anderen egal sind. aber das ist nicht mal nötig. es reicht schon wenn man sich eine situation vorstellt, in der eben nicht genug für alle da ist. sei es essen, wasser, oder sonstwas.
utilitarismus ist nunmal eine wohlstandsideologie von leuten die haben was sie brauchen und denen es nichts ausmacht, das, was sie nicht brauchen, zu teilen. wenn hier auch eine hungersnot ausbricht sieht die situation da schnell wieder anders aus.

stimmt, wenn hier eine hungernot ausbrechen würde, würde es keinen streit vond er seite ausgeben das andere etwas von uns haben wollen oder neidisch auf uns wäre. was wieder bedeutete, der fall wäre geklärt.^^
was uns wieder zu frage bringt, was deiner ansicht nach nicht mit reden beseitig werden kann ?
 
Makeda schrieb:
stimmt, wenn hier eine hungernot ausbrechen würde, würde es keinen streit vond er seite ausgeben das andere etwas von uns haben wollen oder neidisch auf uns wäre. was wieder bedeutete, der fall wäre geklärt.^^

Selbst wenn es hier eine Hungersnot gäbe hieße das nicht automatisch daß andere nicht noch viel weniger haben könnten. Der Fall ist also keineswegs geklärt.
Was die Kommunikation als Problemlösung angeht so gibt es unvereinbare Ansichten. Beispiel: Einer meint er müsse sich in die Angelegenheiten anderer Staaten einmischen um den Menschen dort zu helfen, der andere meint daß das Staatsinterna wären und ist gegen eine Einmischung. Was nun? Man kann sich eben nicht ein "bisschen" einmischen, ein Kompromiß ist also erstmal ausgeschlossen (das soll nur ein Beispiel sein und nicht praxisorientier diskutiert werden).
 
fruchtoase schrieb:
Jo, für die Frage selbst sind die Folgen erstmal unerheblich. Kommt eben ganz drauf an welche Prioritäten man setzt in den Grundrechten... Daß Freiheit immer auch potentiell mißbraucht werden kann steht außer Frage.
Das ist Unsinn.
Die Frage, ob "Leichen im Keller" wirklich welche sind, kann ohne Folgenbetrachtung gar nicht beantwortet werden.
Wenn "Leichen im Keller" hier von Ghent mit Menschenrechtsverletzung gleichgesetzt wird, knall ich ihm eben eine Rechtsgutabwägung vor die Nase.
Und abwägen kann man eben nur mit Folgenorientierung, weil man da positivistisch nicht weiterkommt.
Dass du mal wieder aus dem kalten die Grundlagen gesellschaftlichen Zusammenlebens subjektivierst, um dir dein identitäres Selbstbild zu bestätigen, war ja klar... :mad:

fruchtoase schrieb:
Richtig, muß man nicht, ist man nicht klug liegt diese Einsicht aber vielleicht nicht nahe, willst du behaupten du könntest das beurteilen?
Diese Einsicht hat jeder Mensch, der nicht psychisch krankhaft handelt. Allein die Möglichkeit des Erfahrungsaustausch bedingt die implizite Voraussetzung möglichkeitskongruenter alter egos. Empathie ist ein Resultat dieser projizierenden Voraussetzung, bzw. ist sogar deckungsgleich mit ihr.
Aus dieser Empathie ist auch der Selbstzweck der Erhaltung des Lebens und des Glückes aller Menschen ableitbar, das aber nur nebenbei.
Menschen, die sich verständigen und absprechen, bilden also die Gesellschaft. Und Menschen, die das nicht tun, sind ihre Feinde.
Fanatismus ist die Selbstsperrung gegen diese Verständigung. Fanatismus ist also aus gesellschaftlicher Sicht normativ falsch und sozial die Ausnahme.

@Ghent
Aufklärung ist nach Kant der Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit. Ein konkretes Dogma gibt es dabei nicht. Säkularität ist ein notwendiger Aspekt der Aufklärung.
Ausserdem ist laut Kant´s kategorischem Imperativ Moral relativ objektiv...
Dass jeder seine eigene Moral hat, stimmt in dem Sinne nur begrenzt.

Zum Reden:
Du machst es schon wieder. Du schließt aus der Unabgeschlossenheit der globalen Rationalisierung auf die Unmöglichkeit selbiger für die Zukunft.
Es gibt die Idee der Demokratie schon seit 2500 Jahren, aber erst jetzt konnten sich funktions- und überlebensfähige Massendemokratien etablieren. Die aufklärerischen Ideale gibt es gerade mal seit hoch geschätzt 300 Jahren und seit ihrer Formulierung weltweit ständig auf dem Vormarsch.
Wenn du ein Ei kochen willst, und es ist nach 5 Sekunden noch nicht gar, schließt du doch auch nicht draus, dass es nie garen wird und es utopisch ist, es weiterzukochen und man sich das Ei lieber aus dem Kopf schlagen sollte.
 
stimmt, wenn hier eine hungernot ausbrechen würde, würde es keinen streit vond er seite ausgeben das andere etwas von uns haben wollen oder neidisch auf uns wäre.
der streit muss nicht immer von den anderen ausgehen ...
niemand sagt dass es dann nicht einfach dazu kommt, dass wir in den usa die kornkammern plündern. (ganz banales beispiel)


Wenn "Leichen im Keller" hier von Ghent mit Menschenrechtsverletzung gleichgesetzt wird, knall ich ihm eben eine Rechtsgutabwägung vor die Nase.
tu das. damit kannst du zwar sagen dass ich nicht zwingend recht habe. aber es sagt nicht, dass du deshalb recht hast. es verschiebt die beurteilung einfach auf ein 'wenn es mal so weit ist'. soweit ist es aber nicht.

Und Menschen, die das nicht tun, sind ihre Feinde.
und wie geht ihr als gewaltfreie leute mit den feinden um?
wie mit den fanatikern, die ja die ausnahme sind?
ausserdem sind meiner meinung nach den meisten menschen sowas wie gesellschaftliche ziele, etc völlig egal. sie machen einfach das, was zur zeit gerade 'normal' oder 'gut' ist, um nicht negativ aufzufallen. sei es gewalt oder gewaltlosigkeit.

Fanatismus ist also aus gesellschaftlicher Sicht normativ falsch und sozial die Ausnahme.
was ist mit überpopulation? ist sie nicht auch gesellschaftlich falsch, obwohl jeder ein recht auf sein familienglück hat? und fanatiker kümmern sich meistens nicht so sehr um die gesellschaftliche sicht.

Ausserdem ist laut Kant´s kategorischem Imperativ Moral relativ objektiv...
er ist ungenügend, wenn es 2 gute werte gibt und nicht beide gleichzeitig erfüllen kann und deshalb durch das unterlassen der einen 'guten sache' böses entsteht.

Dass jeder seine eigene Moral hat, stimmt in dem Sinne nur begrenzt.
gut. geb ich zu, die meisten haben keine eigene und übernehmen ein paar allgemeine phrasen und standarts.

Du schließt aus der Unabgeschlossenheit der globalen Rationalisierung auf die Unmöglichkeit selbiger für die Zukunft.
wie gesagt müsste ich das nicht mal irgendwoheraus schliessen. nach meiner sichtweise läuft das ganze nicht, solange nicht gleich ein kollektiv eingerichtet wird. denn die gewalt und gewaltbereitschaft liegt im wesen und der biologie des menschen. wenn leuten die mir etwas bedeuten von leuten die mir nichts bedeuten bedroht werden hau ich denen eine rein.
in eurer vorstellung nach gibt es keinen der den anderen bedrohen würde. aber bedrohung muss nichtmal effektiv da sein. es reicht wenn sich jemand bedroht FÜHLT. wenn man glaubt eine situation vor sich zu haben bei der man mit reden nicht weiterkommt. die wahrheit ist völlig egal, solange die wahrnehmung etwas anderes sagt.
ein mensch ohne gefühle wie neid und hass ist meiner meinung nach nicht mal mehr ein richtiger mensch. die ganzen überlegungen mögen ja nett anzuschauen sein. aber solange ein mensch ein mensch ist wird das nichts. und ICH hab keine lust nen robo zu werden oder ständig auf gute-laune-stimulanzen zu sein. ich weine nicht, wenn in afrika kinder verhungern. es ist mir egal ob in london bomben hochgehen. nur schon wegen egomanen wie mir dürfte euer system nicht mal erst entstehen, geschweige denn entstehen bleiben.

und zur unmündigkeit ... warum sollte ich überhaupt mündig werden wollen? bringt es mir etwas? er sagte 'du sollst wollen können'. schön und gut. aber wenn man nicht können will nützt auch das beste sollen nichts.

@reden
nun, dann sag doch mal, wie man so was wie die judenfrage zwischen den juden und hitlern im ww2 hätte 'bereden' können. ... oh ... stimmt ja ... sowas KANN es in eurer gesellschaft ja nicht mehr geben ...
 
Ghent schrieb:
er ist ungenügend, wenn es 2 gute werte gibt und nicht beide gleichzeitig erfüllen kann und deshalb durch das unterlassen der einen 'guten sache' böses entsteht.
Das ist auflösbar, wenn man das kategorische auf die Situationsbewertung verlagert und so ein wenig der Generalisierung aufhebt. Dass z.B. Lügen generell schlecht wäre, ist demnach nicht tauglich für den k.I., weil es Situationen gibt, in denen Lügen andere Dinge wie z.B. Leib und Leben des nächsten retten kann.
Das kategorische am kategorischen Imperativ ist das kategorische Legitimitätsempfinden einer gewissen Handlungsweise, auch in dem vorgestellten Falle, dass man selber in dieser Situation wäre.

Bezüglich Rechtsgutabwägung:
Gar nichts wird hier in die Zukunft verschoben!
Du hast gesagt, dass die Leichen im Keller haben bezüglich Meinungsfreiheit, weil man nicht gegen das System (was bei der Blümchenutopie ja bedeutet gegen das akkumulierte Gute) denken darf, etc.
Ich hab dir JETZT die Abwägung vor die Füße geworfen und will JETZT von DIR hören, was dir wichtiger ist: Freiheit von Diskriminierung oder die Freiheit, alles meinen zu dürfen.

Und bezüglich Gewaltlosigkeit:
Ich bin zwar kein Anarchist, aber genau das hab ich dir gerade erklärt.
Das Ei ist nicht gar. Und daraus folgerst du, dass das Ei nicht gar ist. Und Leute abseits von Fanatismus sind mit sozialen Sanktionen zur Raison zu bringen.
 
Konterfeit schrieb:
Das ist Unsinn.
Die Frage, ob "Leichen im Keller" wirklich welche sind, kann ohne Folgenbetrachtung gar nicht beantwortet werden.
Wenn "Leichen im Keller" hier von Ghent mit Menschenrechtsverletzung gleichgesetzt wird, knall ich ihm eben eine Rechtsgutabwägung vor die Nase.
Und abwägen kann man eben nur mit Folgenorientierung, weil man da positivistisch nicht weiterkommt.
Dass du mal wieder aus dem kalten die Grundlagen gesellschaftlichen Zusammenlebens subjektivierst, um dir dein identitäres Selbstbild zu bestätigen, war ja klar... :mad:

Ja dann mach doch mal ne brauchbare Folgenbetrachtung und beschränke dich nicht auf deine Seite. Was sind denn die Möglichkeiten in Bezug auf individuelle Freiheit? Der eine Pol bringt individuelle Freiheit die eine mögliche Diskriminierung mit sich bringt, der andere Pol wäre die Unfreiheit des Individuums in einer gleichgeschalteten (soweit das eben möglich ist) Gesellschaft die diktatorische Züge (auf die Freiheit des Einzelnen bezogen) mit sich bringt.
Auch wenn du meinst daß manche Freiheiten nicht erlaubt sein sollten ist das schlicht deine Sicht der Dinge und ob du es gut damit meinst erstmal irrelevant. Andere Menschen sehen das anders denn sie haben andere Prioritäten.

Sonst hat Ghent ja alles gesagt.
 
@kI
ich meinte nicht die bewertung an sich. ich setze zwei bewertete aktionen voraus die beide als gut bewertet wurden und deren nichterfüllung ein schlecht bewirken würde.
jetzt sieht die situation aber so aus, dass man (zbsp aus zeitlichen gründen) nur eine der beiden auswählen kann. und da hilft der kI nicht mehr.

Du hast gesagt, dass die Leichen im Keller haben bezüglich Meinungsfreiheit, weil man nicht gegen das System (was bei der Blümchenutopie ja bedeutet gegen das akkumulierte Gute) denken darf, etc.
das mit der rechtsgutabwägung hatte ich falsch verstanden. mein fehler.
aber das mit der meinungsfreiheit ist nur eine art von leiche-im-keller. es sind auch sachen wie polizeistaat denkbar, halt systeme die gut aussehen, etc aber ihre absoluten züge haben (vorallem gegen andersdenkende oder gesetzesbrecher).

ich weiss nicht ... kennst du die star-trek folge (mit pikard) wo die bei nem konkret tollen planeten sind wo alles friedlich is, etc (das mit dem gottwesen-beschützer-teil) aber auf jeden gesetzesverstoss steht die todesstrafe (sogar 'rasen betreten verboten'-dinger) sowas ist ein anderes beispiel.

Ich hab dir JETZT die Abwägung vor die Füße geworfen und will JETZT von DIR hören, was dir wichtiger ist: Freiheit von Diskriminierung oder die Freiheit, alles meinen zu dürfen.
freiheit meinen zu dürfen mit der beschränkung nicht alles tun zu dürfen.
man darf zwar sagen 'die juden sind arschlöcher' aber sie nicht niederprügeln. man darf von mir aus behaupten 'ausländer nehmen uns alle jobs weg' aber darf trotzdem keine jagden veranstalten. ist ja nicht so dass ich die absolute handlungsfreiheit fordern würde. und wenn sich ein (um beim beispiel zu bleiben) ausländer daran stört können sie das ja sicher mit einem freundlichen gespräch und gegenseitiger höflichkeit aus der welt schaffen ;)

as Ei ist nicht gar. Und daraus folgerst du, dass das Ei nicht gar ist. Und Leute abseits von Fanatismus sind mit sozialen Sanktionen zur Raison zu bringen.
verstehe ich das richtig, dass du sagst 'noch sind wir nicht gewaltfrei. aber irgendwann sind wir es, dann ist das ei gar'?
ich habe gesagt: das ei war nie gar, ist nicht gar und wird nicht gar sein da es nichtmal nen topf gibt um es zu kochen. ihr sagt 'es könnte ja irgendwann mal von selbst gar werden, so ganz plötzlich'
 
freiheit meinen zu dürfen mit der beschränkung nicht alles tun zu dürfen.
man darf zwar sagen 'die juden sind arschlöcher' aber sie nicht niederprügeln. man darf von mir aus behaupten 'ausländer nehmen uns alle jobs weg' aber darf trotzdem keine jagden veranstalten. ist ja nicht so dass ich die absolute handlungsfreiheit fordern würde. und wenn sich ein (um beim beispiel zu bleiben) ausländer daran stört können sie das ja sicher mit einem freundlichen gespräch und gegenseitiger höflichkeit aus der welt schaffen
Das ist Blödsinn. Man darf sie nicht prügeln, aber man darf sie diffamieren.
 
hab ich was von einem recht auf beleidigung gesagt? ich hab was von dem recht gesagt andere doof, dumm, vertrottelt, was auch immer zu finden.

edit:
gut. ich habs schlecht formuliert:
man sollte den anderen einen arschloch finden dürfen. man sollte ihn so nennen dürfen. und der andere kann darauf reagieren in dem er zurückbeleidigt oder versucht mir eine reinzuhauen, etc. notfalls kann er ja auch ne ehrverletzungsklage einreichen. alles möglichkeiten. aber ich will ihn trotzdem ein arschloch finden können dürfen.

und man muss auch nicht auf das polarisierende vonwegen juden gehen. (man könnte natürlich - ist nich meine ansicht, aber trotzdem - auch sagen 'ohne juden keine judenfeindlichkeit')
es gibt genug gebiete wie system-feindliche ideen und theorien / überzeugungen. ob diese geduldet werden?
 
Mika-chan` schrieb:
Das ist Blödsinn. Man darf sie nicht prügeln, aber man darf sie diffamieren.

man darf beides net...
grade die rufschädigung kann schwere folgen haben.
aber man darf sie dumm etc finden, worum es wohl auch ging.


@Ghent
fassen wir zusammen:
auf der einen seite um es platt zu sagen, findest du das der mensch an sich dumm ist und nie über seine beschränkheit hinauswachsen kann.
auf der anderen seite wärst du gegen eine diktatur, die den menschen zügeln würde, z.b. du weißt auf die jeweiligen schwächen hin.
was wäre den für dich eine annehmbare zukunft ?

ich bin mir auch gar nicht so sicher ob wir nicht doch uns weiterentwickelt könnten, die beschränkungen aufheben könnten.
wenn ich mir mal so ansehe das durchaus eine entwicklung statt findet, heute aber wir, trotz der schwächen in der demokratie und ihrer verrottung, die möglichkeit zu beobachten, uns ein urteil zu bilden, selbstständig zu denken.
grade dies ist wichtig, auch sich gedanken machen zu dürfen und diese zu äußern ist eine große veränderung zu den vorherigen jahrhunderten.
und wer weiß schon, vielleicht ist es eben nicht alles umsonst das man das machen kann ;)
und wie sollte uns das weiterbringen ?
eine gute frage, der hacken meiner argumentation.
doch unzufrieden zu sein und alles als verloren an zu sehen, kann auch nicht der weg sein der was ändert....

edit: zum dulden
in einem system das wirklich meinungsfreiheit verspricht, sollte man eben grade die anders denkenden zulassen.
ich persönlich würde mich auch mit einem rechtsradikalen unterhalten, unheimlich nett von mir ;)
von mir aus kann er es auch auch weiterhin sein....
das wichtige daran ist dann nur, das er andere nicht verletz, sei es körperlich oder geistig. aber ansonsten sollte es doch egal sein, was er im kopf hat.
 
auf der einen seite um es platt zu sagen, findest du das der mensch an sich dumm ist und nie über seine beschränkheit hinauswachsen kann.
auf der anderen seite wärst du gegen eine diktatur, die den menschen zügeln würde, z.b. du weißt auf die jeweiligen schwächen hin.
was wäre den für dich eine annehmbare zukunft ?
der mensch an sich dumm? es gibt viele menschen die nicht gross nachdenken, ja. aber ich bezog mit bei dem mensch-allgemein eher auf dinge wie die gefühle und die angeborene agressivität (arterhaltung, schutz der familie -> arterhaltung, etc).
aber ja. ich weise gerne auf solche fehler hin. aber nur weil ich sie kritisiere hat das nichts weiter zu bedeuten. von gewissen gesichtspunken und mit gewissen voraussetzungen kann man alles kritisieren. ich sage auch nicht, dass eure utopie das schlechtest-mögliche wäre. aber was ich nicht aussehen kann ist scheinheiligkeit. wenn jemand sagt: dies und das ist meine utopie, dies und das sind aber die abschneidungen, bzw 'kosten' / 'leichen im keller' / der preis dafür. dann kann ich das akzeptieren. aber wenn jemand den preis dafür nicht sieht oder sehen will, und einfach sagt 'sowas gibt es dann nicht mehr' ... dann stösst mir das sauer auf.

was wäre den für dich eine annehmbare zukunft ?
ach weisst du ... die zukunft interessiert mich nur sehr begrenzt, bis sie gegenwart geworden ist. ich gehöre zu dem krabbelviech dass sich den meisten sachen soweit anpassen kann das es nicht allzusehr auffällt aber immer mal wieder die fühler ausstreckt wenn grad sonst keiner hinschaut ;)
ich glaube eh dass man ein persönliches glück in JEDER art von system erreichen kann.

trotz der schwächen in der demokratie und ihrer verrottung, die möglichkeit zu beobachten, uns ein urteil zu bilden, selbstständig zu denken.
demokratie ist nunmal das staatssystem das sicherstellt, dass kein volk besser regiert wird, als es das verdient ;)

doch unzufrieden zu sein und alles als verloren an zu sehen, kann auch nicht der weg sein der was ändert....
ganz und gar nicht. jeder sollte nach dem streben was er will aber akzeptieren dass das andere auch tun. und nicht die augen vor den kosten des eigenen strebens verschliessen. wer zu wenig hartnäckigkeit und/oder boshaftigkeit in sich trägt um zu streben strebt halt nicht. so könnte jemand zbsp sagen dass für den beginn seiner utopie zuerst ein 3. weltkrieg stattfinden muss. er weiss um das leid und die opfer aber setzt trotzdem alles daran den krieg zu beginnen um seine utopie einzuleiten.

ich persönlich würde mich auch mit einem rechtsradikalen unterhalten
ich diskutier auch mit euch, obwohl wohl keiner von uns den anderen überzeugen können wird ;) bin halt auch viel zu nett ^^

das wichtige daran ist dann nur, das er andere nicht verletz, sei es körperlich oder geistig.
das sehe ich ein wenig anders ^^° manchmal kann man nicht anders als andere zu verletzen. sei es für den anderen um ihm einen anstoss zu geben sich aus einer selbstzerstörerischen lage zu befreien oder um selbst nicht einzugehen.
 
@Ghent
schön das du schon mal mir nicht arg widersprichst, das gibt hoffung das du noch einsichtig wirst *fg*

es muss dir aber nichts sauer aufstossen, den eine schöne "blümchen-utopi" hatten wir doch noch nicht.^^
nur den ansatz einer idee, eher eine frage ob sich so eine zukunft gestalten lassen würde, eben mit einem gewissen preis.
ich meine die hier geschriebenden sind eh über die blauäugigkeit hinweg, obwohl ich mir bei mir net so sicher bin *g*

ganz und gar nicht. jeder sollte nach dem streben was er will aber akzeptieren dass das andere auch tun. und nicht die augen vor den kosten des eigenen strebens verschliessen. wer zu wenig hartnäckigkeit und/oder boshaftigkeit in sich trägt um zu streben strebt halt nicht. so könnte jemand zbsp sagen dass für den beginn seiner utopie zuerst ein 3. weltkrieg stattfinden muss. er weiss um das leid und die opfer aber setzt trotzdem alles daran den krieg zu beginnen um seine utopie einzuleiten.

das sehe ich ein wenig anders ^^° manchmal kann man nicht anders als andere zu verletzen. sei es für den anderen um ihm einen anstoss zu geben sich aus einer selbstzerstörerischen lage zu befreien oder um selbst nicht einzugehen.

das andere nach ihrem glück oder was auch immer streben, kann mir nur recht sein, sind sie beschäftig.
andere opfern nur damit ich meine kopf durchbekommen und würde eine glücklich zukunft wirken, könnte ich dies nicht gut heißen.
es muss dann und wird einen anderen weg geben :P

wieso sollte es so sein das man andere verletzten muss ?
also bei star trek haben wir das anders gelernt, picard hat immer einen anderen weg gefunden ...
ein intersanntes beispiel mit der selbstzerstörung, da ein mensch der das eben macht, diese entscheidung getroffen hat und wenn er geistig gesund is, sollte man ihn dann nicht seinen willen lassen ?

zu dem zu nett sag ich einfach mal nichts *fg*
 
Ghent schrieb:
opferst du nicht andere wesen um zu überleben? nimmst du - wenn du eine stelle annimmst - nicht anderen bewerbern die stelle weg?

so ungefähr?

bsp schocktherapie

ich opfere sie net, ich opfer mich dann, wenn es um meinen arbeitsplatz geht *g*
außerdem werde ich ausgewählt als beste geeignete person ...

fast, is aber aus dem lustigen rollenspiel geklaut :P

was net die frage beantwortet, das wenn sie es selber gewählt haben, man sie ihren weg gehen lässt oder auch net...
ich meine man sollte sie dann gehen lassen, wo mir das natürlich jetzt leicht fällt zu sagen und wenn eine person die ich mag das macht, sie aber schon anweisung hat mir das eben nicht zu sagen....
 
Ghent schrieb:
hab ich was von einem recht auf beleidigung gesagt? ich hab was von dem recht gesagt andere doof, dumm, vertrottelt, was auch immer zu finden.

edit:
gut. ich habs schlecht formuliert:
man sollte den anderen einen arschloch finden dürfen. man sollte ihn so nennen dürfen. und der andere kann darauf reagieren in dem er zurückbeleidigt oder versucht mir eine reinzuhauen, etc. notfalls kann er ja auch ne ehrverletzungsklage einreichen. alles möglichkeiten. aber ich will ihn trotzdem ein arschloch finden können dürfen.

und man muss auch nicht auf das polarisierende vonwegen juden gehen. (man könnte natürlich - ist nich meine ansicht, aber trotzdem - auch sagen 'ohne juden keine judenfeindlichkeit')
es gibt genug gebiete wie system-feindliche ideen und theorien / überzeugungen. ob diese geduldet werden?
Beleidigung ist psychische Gewalt. Das kann mal passieren, aber darauf hat man auch jetzt kein Recht.
Und zudem ist deine Position hier total blauäugig.
Die Meinung ist nichts von der Handlung abkapselbares. Im Gegenteil, sie ist sogar handlungsleitend. Deshalb ist es eine Frage des Grades an zivilisatorischer Courage, bestimmte Meinungen zu verbieten. Ausrotten kann man sie damit natürlich nicht, aber man setzt ein Zeichen, dass sie illegitim sind. Das ist aber eine gesellschaftliche Aufgabe, denn auch die Gesellschaft sanktioniert, wenn ihre Normen verletzt werden, nicht nur das Rechtssystem...
 
Makeda schrieb:
ich glaube im kern ging es mir darum, ob eine zukunft wo der mensch eigentlich keine oder kaum selbstbestimmung inne hat, sich nur noch paart zu erhaltung der art, sie lebenswert is ?
die art überlebt.
keine verantwortung und viel sex? klingt erstmal nicht allzu übel... :rolleyes:

um irgendetwas zum späteren zu schreiben:
vielleicht zieht dieses "aufgeklärt sein" ja als konsequenz gerade den freitod ("...ach mei, die menschheit ist ja tatsächlich das schlimmste, was dem planeten geschehen konnte...") wär dann aber wohl ein widerspruch zur arterhaltung.
 
Menno... Ich hab eben erst gemerkt, das es hier auch ein Phylosophie Forum gibt! Ich liebe es, über solche Dinge zu reden und zu diskutieren. (Ja,ja. Ich bin verrückt, ich weiß...)

Sind wir nicht alle nur Bakterien an einem riesigen Strand?
Ein Mensch hat Gefühle, ebenso wie Tiere und Pflanzen, nur, das unsere komplexer und umfassender sind. Das ist meine Meinung zum Anfang. Irgendwer hat doch über sowas geschrieben...
Gewalt liegt meiner Meinung nach in jedem Menschen. Aber es bedarf schon einiges an Arbeit, diese Gewalt für Gutes einzusetzten. Man kann sie nicht durch Gesetze verhindern oder verbieten, aber man selbst kann sich doch ändern. Denn wenn einer Gewalt ausübt, tut der Gegenüber es ihm vielleicht nach. Also liegt die Wurzel allem Übels in der Selbstbeherrschung, Toleranz und dem Ergeiz eines Menschen. Gewalt wird es immer geben, aber wie können sich Menschen umbringen? Sind sie nicht eine große Familie?
Ich frage mich, was wohl zum Beispiel Platons Lehrer (ich glaub, der hieß Aristoteles) zu den Menschen heute sagen würde...
 
Ohne Gefühle ist man kein richtiger Mensch mehr! Gute und schlechte Zeiten gehören nunmal zum leben dazu! Diese Zeiten prägen uns und lassen unseren charakter wachsen und erst zu dem werden was wir letzten endes sind! Ohne etwas schlechtes können wir auch nicht erkennen wie gut es uns geht! Ohne Krieg würden wir den Frieden nicht schätzen, ohne Trauer die Freude nicht! Ich bin zwar auch nicht gerne Traurig und ich mag auch keinen Krieg, aber ich glaube man kann stolz drauf sein das man Gefühle hat und man sollte sie nicht verbergen! Wenn einem zum heulen ist sollte man mal weinen, wenn man wütend ist sollte man schreien und wenn man glücklich ist sollte man lachen! Der rest wäre einfach nur eine Maske!
 
und wenn man stinksauer ist, dass man das Gegenüber erwürgen könnte... auch einfach machen, weil alles andere Maskerade wäre?
 
@Mace: Ich mein nicht gleich das du die leute abschlachten sollst!^^ Ich meinte eher das man seine Gefühle nicht immer unterdrücken soll und so tun soll als wäre man glücklich!
 
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