Skyward and staying or falling on it´s blade?

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Für kaum jemanden eine Neuigkeit, aber die letzten Monate waren mit hochkarätigen AAA-Sequels vollgestopft wie eine Weihnachtsgans der Griswalds. Gerade hatte man Arkham City´s Nachthimmel durchstreift, lockte das ferne und exotische Iram, dicht gefolgt vom frostigen Himmelsrand. Egal welches Reiseziel man bevorzugte oder unter was man seinen persönlichen GOTY- oder GOTG-Stempel pressen möchte, man kann sich darauf einigen, dass auf allen Plattformen Weihnachten dieses Jahr vorverlegt wurde. First- und Thirdparty-Entwickler glänzten mit Bombast, großen Spielewelten und setzten vielerorts den Standard neu.

Standard.

Und dann kommt ein neues Legend of Zelda auf den Markt, das so gar nicht Standard ist. Es lockt mit einer Präsentation, über die ein Nathan Drake mit seinem weichkantigen AA-Lächeln nur schmunzeln kann und lädt in eine Spielwelt ein, die oberflächlich nur ein Kur-Örtchen im alten Skyrim ausmachen würde. Wir haben 2011 alter Freund, wird es laut, Nostalgie hält nicht ewig die alte Flamme am brennen. Lüfte mal durch, mach eine Generalüberholung, zieh dir was schönes an.

Nach rund 42 Stunden persönlicher Spielzeit habe ich die goldene Wii-Mote zurück auf ihren angestammten Platz gestellt, verschnauft und die verbrachte Zeit mit The Legend of Zelda: Skyward Sword noch einmal Revue passieren lassen. Ja ja, Standard und sein Nachbar Subjektivität, der alte Meinungsfreund. Die nächsten Zeilen wittme ich dem Guten natürlich auch. Im Endeffekt ist das nur meine Meinung über den Inhalt des Spiels und wenn ich dir rate "Kauf das Ding oder geh Backe-Backe-Kuchen auf betriebsbereiten Elektroherdplatten spielen" steht es dir, wie jedem Menschen mit gesundem Menschenverstand, frei, dass als reinen Vorschlag anzusehen. Lame joke aside, let´s stab the beast.

Story:

Die folgende Geschichte erzählt man sich unter euch Menschen ...

[YOUTUBE]http://www.youtube.com/watch?v=FYoTIWd_DoY&feature=related[/YOUTUBE]

Die Premisse ist so einfach wie charmant. Link ist ein Ritter in Ausblidung auf der fliegenden Insel Wolkenheim, deren Bewohner einst - so die Legende - von der Göttin Hylia vom Erdland in luftige Höhen gehoben wurden, um den Griff des Bösen zu entrinnen. Das bestehen seiner Ritterprüfung und das Behaupten gegenüber dem selbsternannten Rivalen um die Gunst der Tochter des Dorfältesten, natürlich Zelda, sind jedoch längst nicht alle Aufgaben, die das Schicksal für den stummen, jedoch starken Helden bereithält. Schon bald erhebt sich altes Übel und schlägt seine Fänge zwischen die jungen Liebenden. Der Rest ist Stoff aus dem Helden gemacht werden ...

Gameplay tops all. Auch wenn der Anfang den Anschein macht, dass es viele Story-Sequenzen gibt, so wird schnell klar, dass Nintendo auch bei Skyward Sword den Schwerpunkt auf die Spielmechaniken legt. Jedoch sitzt jeder Dialog und die Geschichte der Welt wird wie so oft durch den Look und die Rätsel der einzelnen Areale erzählt. (Timeline-Theoretiker) besonders aufgepasst.
Zwischendurch und im letzten Drittel zieht die Dramatik stark an und die Geschichte entpuppt sich als eine der Wichtigsten der gesamten Reihe. Nicht die Beste, aber die Wichtigste.

Gameplay:

Motion+ at it´s best, but not quite perfect.


Das Wichtigste zuerst. Funktioniert die verbesserte Bewegungssteuerung? Jep, aber nicht immer. Alles ist um diese Steuerung aufgebaut und alls baut darauf.

Eine Rätsel-, Sprung- und Kampfpassage mit reibungsloser Bewegungserkennung = Eine enorme und erfrischende Spielerfahrung / Die selbe Passage mit verpatztem, entscheidenem Sprung, Schlag oder Itemgebrauch = Enorm frustrierend. Zum Glück ist das Verhältnis in diesen Fällen 95:5 und der Anspruchsanstieg typisch grenzgenial, was selbst beim Scheitern oder Ableben, nicht die Lust am Spielen raubt.

Was diese (fast) zu jeder Zeit reibungslose Finesse mit sich bringt ist ein ordentlicher Schwierigkeitsgrad. Stirbt man zu Beginn vielleicht noch, weil man sich an die neue Steuerung gewöhnt, so kann es später vorkommen, dass man der Taktik eines Gegners oder Dungeon-Bosses erliegt, weil diese das erlernte ohne Gnade auf die Probe stellen. Wer es ganz hart möchte, kann sich nach bestehen des Abenteuers in den Helden-Modus stürzen, auf Herzcontainer verzichten und sich auf stärkere Gegner gefasst machen.

Ebenfalls darf man die mit unter besten Tempel der Reihe erwarten. Zwar gibt es einen bis zwei Tempel die man als Standard bezeichnen könnte, doch die allgemeine Qualität befindet sich skyhigh *sich auf die Schulter klopft* über den Vorgängern der Reihe. Mit einem Wort "Zeitkristalle".

Eine Oberwelt, wie aus OOT und TP fehlt oder besser gesagt wurde durch ein Wolkenmeer ersetzt, das als HUB dient und über das man Zugang zu den, sich verändernden Arealen und den verschiedenen Tempeln hat. Diese Einlagen zwischen den Aufgaben, bleiben jedoch nicht ohne eigene Gameplay-Kniffe und Überaschungen.

Tipp: Wer im Erdland nach den Würfeln der Göttin Ausschau hält, wird auch über so manche Dinge im Wolkenmeer stoßen.

Personal Score: 9,2/10

Und um nochmal das Wort Standard in kursiv zu setzen und reinen Tisch zu machen. Meine persönliche Meinung über den Standard von Spielen ist folgende:

Ein Spiel sollte Spaß machen. Ein Spiel braucht keine Motion-Capture-Orgie um eine rührende und effektive Geschichte zu erzählen. Es braucht keine 1080pi um schön zu sein. Ein Zelda braucht kein Uncharted zu sein, so wenig wie ein Uncharted ein Zelda sein muss, um den Standard zu erfüllen. :smash: Mein Beitrag für eine bessere Welt. Frohe Weihnachten im vorraus.
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