was ist gott?

dark-toffel

dark-toffel

Mindfucked
wenn ich ein bisschen übe, kann ich gespräche mit einer handpuppe führen und manche leute mögen mir sogar eintritt bezahlen, um mir dabei zuzuschauen. die basis für beides, gespräche mit gott oder gespräche mit handpuppen, ist imagination. wir schaffen eine projektionsfläche für unsere wünsche, hoffnungen, sorgen etc blala und personifizieren sie.
warum? weil uns der gedanke gefällt dass es etwas überirdisches und allwissendes gibt, dass die welt in irgendwelchen bahnen hält und sich nebenher auch noch für all unsere kleinen problemchen interessiert...bei meinen großeltern und eltern waren sorgenpüppchen noch aktuell. kennt die jemand? wirklich knuffig :D
 
Kingsquest

Kingsquest

Seelengärtner
Er sollte auf Twitter umsteigen.

:lol2: ja genau ^^



@ dark toffel : ich finde es schon recht frevelhaft wenn man Gott mit sorgenpüppchen vergleicht. und eine handpuppe bringt die nich die erkenntnis die du bekommst, wenn du zum beispiel an einem ruhigen platz sitzt und mal auf die umgebung hörst (welche durch gott ist). glaubst du , dass ein gespräch mit die selbst (handpuppe mit deiner hand drin) dir hilft ein tiefer gehendes problem zu lösen? das find ich komisch ^^
 
dark-toffel

dark-toffel

Mindfucked
ich gehe einfach mal ganz hoffnungsvoll davon aus, dass der liebe gott seit den im alten testament beschriebenen ereignissen etwas reifer geworden ist und sich nicht mehr so leicht verknatzen lässt :rolleyes:

aber zum thema: momente wie du sie beschreibst mögen gläubige menschen als gottsnähe o.ä. beschreiben. ich nenne es ehr muße oder inspiration. und ja, "gespräche" mit mir selbst helfen mir sehr wohl, tiefergehende probleme zu lösen. diese momente, in denen unmittelbare alltagsreize, stress und all die anderen ablenkungen von einem abfallen und man zeit und ruhe hat, in sich hineinzuhorchen bieten raum zur reflexion und dies wiederum könnte man durchaus als ein gespräch mit sich selbst bezeichnen. so etwas könnte man vl eine art gotteserfahrung nennen (zumindest in der pantheistischen gottesvorstellung würde ich dem nichteinmal so vehement widersprechen), ich persönlich ziehe aber die sehr viel schlichtere bezeichnung der selbsterkenntnis vor (wobei "schlicht" hier vl etwas leichtfertig gesetzt ist. selbsterkenntnis ist ein langer und mühevoller weg)

wie man dies letztendlich nennt ist aber wohl unwichtig (oder, um aus faust zu zitieren: "Nenns Glück, Herz, Liebe, Gott") und wem wir die ruhe und nachdenklichkeit zuschreiben, die wir in solchen augenblicken empfinden, auch. wichtig ist nur, dass wir hin und wieder unter unsere eigene oberfläche dringen und uns klar machen, dass das leben mehr ist, als alltag und konsumrausch
 
Akkarin

Akkarin

not nice
ich gehe einfach mal ganz hoffnungsvoll davon aus, dass der liebe gott seit den im alten testament beschriebenen ereignissen etwas reifer geworden ist und sich nicht mehr so leicht verknatzen lässt :rolleyes:

*lach* dein Wort in Gottes Ohr, nur um beim Thema zu bleiben XD

@Kingsquest: im Grunde müssen wir ohnehin all unsere Probleme selbst lösen^^ und jeder hat seine eigene Möglichkeit der Konfliktbewältigung, egal wie diese schlussendlich aussieht^^

Ich bin auch eher jemand, der mit dem Gottesgedanken nichts anfangen kann, aber ich verstehe durchaus, dass es für die Menschen tröstlich sein kann, eine wie auch immer geartete Gottheit in seiner Nähe zu wissen. Außerdem hat der Gottesgedanke an sich sich weltweit ja durchaus durchgesetzt, also muss es für manche Menschen essentiell sein, einen Got anbeten zu dürfen.

was die "Naturerscheinungen" angeht...es gibt Religionen, die eben auf diesem Pantheismus beruhen, wie zum Beispiel dem Shintôismus^^ es sind Phänomene, die auf Naturgesetzen beruhen. Wie wir sie letztendlich interpretieren, ist und bleibt unsere Sache, nicht wahr?
 
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