Trainingsraum

Dieses Thema im Forum "Trainingsraum" wurde erstellt von Quinn, 7. November 2007.

  1. Lycan

    Lycan Jedi-Knight

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    Lir lächelt matt, etwas zaghaft und wog den Kopf hin und her. "Manche Dinge ändern sich, mit der Zeit. Andere Dinge ändern sich allerdings nie. Manchmal ist das gut so. Das Leben ist voller Veränderungen, in stetigem Wandel. Ungewiss. Auf manche Dinge haben wir Einfluss, auf andere nicht." Er musterte seinen Bruder. "Da müsstest du dem Batha schon in den Rachen klettern, bevor er dich freiwillig runter schluckt. Aber du hast Recht: Du warst zu lange fort von hier, Bruderherz." Die Mundwinkel hoben sich zu einem Grinsen, ehe die dunkelbrauen Augen auf seine Schwester fielen, auf die kurzen Haare, den Schal, die schwarze Kleidung.

    "Augen können einen täuschen. Man sollte ihnen nicht zu sehr trauen. Oberflächlichkeiten sind eben genau das. Sie müssen nicht allzu viel aussagen." Er umrundete Sarana, betrachtete sie forschend, nachdenklich. "Man kann in dieser Galaxis tun und lassen was man will. Sein, wer und was man will. Ich denke, du bist zurecht gekommen." Er hebt eine Hand und tätschelt ihr kurzes Haar, ehe er sie in eine Umarmung zieht. "Viel zu lange her."
     
  2. vegetto17

    vegetto17 Schinderdschungel Gärtner

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    "Ja, aber ich glaube kaum das der Bantha mich verdaut. Menschen wie wir sind oftmals schwer verdaulich."
    Er grinste seinen Bruder ebenfalls breit an. Doch dann wurde sein Blick etwas wehmütig als er auf die Ruinen schaute.
    "Wenn ich das hier so sehe könnte man meinen, ich sei Äonen lang fort gewesen."
    Er griff mit der Macht hinaus, ertastete einen herum liegenden Stein und fügte ihn in eine Spalte in der Mauer. Geschickt nutze er die Macht um den Stein mit dem Rest der Mauer zu verbinden.
     
  3. Lycan

    Lycan Jedi-Knight

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    "Der Bantha kriegt das blanke Kotzen, weil du so schlecht schmeckst... oder weil du dich mit dem Lichtschwert wieder raus schneidest." Das Grinsen nahm eine frechere Nuance an, ehe auch seine Miene wieder ernster wurde. "Du bist ja auch Äonen fort gewesen. Die Natur holt sich alles so schnell zurück, wenn man sie lässt."

    Er atmet tief durch und verbindet sich mit der Macht, griff dann nach Millionen, nach Milliarden von Grashalmen der großen Wiese vor dem Trainingsraum und stutzte sie alle, fegte die herausgerissenen Halme achtlos beiseite, in Richtung Wald. Somit war der Rasen wieder halbwegs begehbar. "So schnell vergeht die Zeit. So viel ist hier geschehen. Gutes, Schlechtes. Es hat uns geformt. Und damit bleibt es unvergessen. Heute... Schimpf mich alt, aber heute sehe ich nur noch das Gute." Er lächelt und lehnt sich an seinen Wanderstab.
     
  4. Sarana

    Sarana ..~Hold me~..

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    "Ich vertrete nach wie vor die Meinung, das Gewalt das letzte Mittel sein sollte. Erst wenn mir nichts mehr einfällt. Mit, sagen wir, einer gewissen Listigkeit kam ich bisher ganz gut an einige meiner Ziele."
    Schmunzelnd seine Schulter klopfend, ließ sich Sara von Lycan umrunden, bewegte sich dabei aber nicht mit. Sie würde es merken wenn er keine guten Absichten hätte. Seine Worte ließen sie schmunzeln, zog dann aber eine Schnute und kniff ein Auge zusammen, als er ihren Kopf tätschelte.
    "Hey, ich bin keine 5 mehr..."
    Ein wenig schmollend umarmte sie ihn aber auch fest, verhalten grinsend. Ja. Der Bantha der ihren Bruder frass musste wohl erst noch geboren werden.
    Sie sah dann dabei zu, wie sie beide mit der Macht diesen Ort wieder ein wenig instand setzten. Auch in ihren Blick lag etwas wehmütiges, doch auch einem anderem Grund. Wenn beide zu Staub zerfallen sind, würde sie immer noch da sein. Ein trauriges Los ihres Volkes. So lange man sie nicht tötete oder sie sich selbst das Leben nahm, würde sie nicht an Altersschwäche sterben.
    "Ich wünschte ich könnte das mit euch teilen...", murmelte sie gedankenverloren, schüttelte dann aber ihren Kopf und setzte mit der Macht das Dach ein wenig instand. Was ihre Brüder konnten, konnte sie auch.
     
  5. vegetto17

    vegetto17 Schinderdschungel Gärtner

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    "Du weißt schon das List eher etwas für Sith ist."
    Er konzentrierte sich auf die Ranken an den Fasaden. Er beschleunigte die Schwingungen der Atome so stark das die Ranken Feuer fingen. Immer stärker ließ er die Macht durch sich strömen, damit das Gebäude keinen Schaden nahm. Leicht kniff er die Augen zusammen als der letzte Rest des Gewächses in Rauch aufging.
    "Nun ich würde dich nicht alt nennen. Vielleicht sentimental aber definitiv nicht alt."
    Er nickte seiner Schwester anerkennend zu als er sah was sie tat.
     
  6. Lycan

    Lycan Jedi-Knight

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    Nachdenklich neigte Lir den Kopf zur Seite. "Ich glaube, List ist nicht nur etwas für Sith. Manchmal kann man Kämpfe vermeiden. Am Ende kommt es immer darauf an, wer schlauer ist. Ob man der Hellen oder der Dunklen Seite folgt, ist dabei belanglos. Heute glaube ich, dass keine Seite stärker als die andere ist. All unsere Kämpfe werden durch unseren Verstand entschieden."

    Er ließ Sarana los und lächelt schwach, bei den Worten seines Bruders. "Sentimental? Nun, das mag sein. Ich denke, ich darf es mir heraus nehmen." Etwas erstaunt betrachtete er die brennenden Ranken und neigte anerkennend das Haupt. "Ich sehe, du bist nicht untätig geblieben. Dein Verständnis für die Macht hat sich vertieft." Er schlenderte näher an das Gebäude heran und schloss die Augen, griff nach der Macht und lächelte, als er die Echos so vieler vergangener Kämpfe deutlich vor sich sah.

    "Eigentlich sind wir doch bescheuert gewesen, die Bude immer wieder aufzubauen, nur um sie dann doch wieder abzureissen."
     
  7. Sarana

    Sarana ..~Hold me~..

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    "Ich gebe Lir recht. Nicht nur Sith sind listig, denn sonst würde es ja viel mehr von ihnen geben. Zumal ich auf einem sehr schmalen Pfand wandle. Aber im Balancieren war ich schon immer ziemlich gut gewesen."
    Verhalten schmunzelnd, lauschte sie den Worten ihres Bruders, während sie selbst einige Balken des Daches richtete. Keiner von ihnen wird wohl untätig gewesen sein. Sie selbst hatte viel, sehr viel gelesen. Hatte versucht mehr über sich selbst und ihr Volk herauszufinden. Doch Aufzeichnungen waren sehr rar. Ihre Heimat war wohl nicht interessant genug gewesen oder man versuchte was zu verbergen. Bis heute wusste sie nicht, warum man sie als kleines Mädchen von ihrem Heimatplaneten entführt hatte. Ein Planet der unglücklicherweise genau in der Einflugschneise einer gewaltigen Sternenexplosion gelegen hatte. So lautete die offizielle Version. Sie wusste nichts über sich. Aber sie würde nicht aufgeben, bis sie ihre Antworten hatte.
    Sarana stoppte ihre Tun, als sie merkte dass sie sich schon wieder viel zu viel Gedanken machte. Ihre Augen schließend konzentrierte sie sich. Ein Dach instand setzen und dabei abzuschweifen waren keine gute Kombination. Sie hatte aus der Vergangenheit gelernt. Erst als sie wieder ihre Gedanken im Griff hatte vollendete sie die Dacharbeiten und nickte zufrieden, bevor Lirs Worte ihr ein Kichern entlockten.
    "Ich denke das liegt in der Natur eines Kriegers."
     
  8. vegetto17

    vegetto17 Schinderdschungel Gärtner

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    "Ihr wisst genau das ich wenig von eurem Grau halte. Natürlich gibt es Liste und Tücke auch bei den Jedi. Jedoch sind Sith weitaus bewanderter darin."
    Er schmunzelte leicht den den Worten vom Wiederaufbau.
    "Ich vermute eher wir haben es jedes mal neu gebaut weil wir ein Dach über dem Kopf haben wollten."
    Leicht nickte er seinem Bruder dann zu.
    "Hast du gedacht ich lege die Hände in den Schoß?"

    Er schloss die Augen. Dann setzte er zu einem leisen Gesang an. Die Lasten der Jahren schienen von den Schultern zu weichen, eine Wärme sich auszubreiten die die Herzen berührt. Ganz leise erklang eine Melodie, eine Melodie die zum träumen anregte. Und ganz sachte erschien vor den Augen eine Schrift: Frohe Weihnachten an alle! Möge diese Zeit euch Freude und Glück bereiten!
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Dezember 2019
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  9. Lycan

    Lycan Jedi-Knight

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    Lir trat zum Eingang der Hallen und hob die Hände an. Er griff nach dem Wind, lenkte ihn in die Trainingsräume und erfasste dabei Dreck und andere Staubpartikel. Mit der Macht fegte er durch die Hallen, konzentrierte sich darauf, den Wind in seinen Bahnen zu lenken. An ihm vorbei schoss all der Schmutz ins Freie.

    "Balancieren ist eine Kunst, wenn man nicht fallen will. Denn manchmal gibt es keine Rettungsleine und kein Netz, das einen auffängt." Er nickt langsam. "Ein Krieger muss an sich arbeiten. Zumindest das haben Jedi und Sith gemeinsam. Niemand wird von alleine besser, ohne jede Mühe." Er grinste bei den Worten seines Bruders. "Du und untätig? Niemals. Aber etwas Bauch hast du bekommen, oder?" Die Augen funkelten frech.
     
  10. vegetto17

    vegetto17 Schinderdschungel Gärtner

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    Leicht klatschte er bei dieser Darbietung in die Hände, ehe er mit dem Finger kreiste und eine Wassersäule in die Höhe schoss. Sich ganz auf das Wasser konzentrierend spülte er damit den restlichen Schmutz und Unrat aus dem Trainingsraum.

    "Machen wir nicht alle ständig einen Balanceakt?"
    Er zog leicht die Augenbrauen zusammen als er Lirs Worte vernahm, grinste ihn dann aber schelmisch an.
    "Nun würdest du das Essen meiner Frau kosten, wärst du zumindest kein Klappergestell."
    Kurz streckte er seinem Bruder die Zunge raus.
     
  11. DarkCrow

    DarkCrow New Member

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    Die Dunkelheit brach herein und die Sonne verschwand hinter dem Hang, zu dem sie blickte.
    Einige Zeit war vergangen, seit sie das letzte Mal jemand lebendes gesehen hatte. Nachdem sie sich von der Gruppe am Waldrand verabschiedet hatte, hatten ihre Schritte sie irgendwie hier her geführt.
    Es war ein Fehler gewesen, noch einmal her zu kommen. In Erinnerungen zu vergehen, an eine längst vergangene Zeit und zu hoffen, antworten auf Fragen zu finden, die ihr keiner geben konnte.
    Sie sah sich noch einmal kurz um, bis sie einen Schatten zwischen den wenigen Bäumen die noch standen, erblicken konnte.
    Ein sanftes Lächeln stahl sich auf ihre Züge, ehe sie in seine Richtung lief.
    "Vielleicht sollten wir zurückkehren, irgendwo muss es jemanden geben, der etwas weiß.." Der Schatten setzte sich augenblicklich in Bewegung und war mit wenigen Schritten auch schon neben ihr.
    Zaghaft stieß er sie mit der Nase an, als wolle er ihr damit zeigen, dass er für sie da war.
    Das war er immer, würde er wohl auch immer sein. Die Zeit in der sie voneinander getrennt waren, schien das Band zwischen ihnen nur noch stärker gemacht zu haben.
    Der alte Wolf lief voraus, hielt die Nase in die Luft und suchte für sich und sie den besten Weg, um von diesem Berg herunter zu kommen.
    Noch ein letztes Mal verließ ein Seufzen ihre Lippen, innerlich verabschiedete sie sich von diesem Ort und allem was er ihr einmal bedeutet hatte. Dies hier war nicht mehr ihr zuhause.
    Für sie gab es keinen Platz mehr, den sie Heim nennen konnte. Sie war ein ruheloser Geist geworden.
    So folgte sie ihrem Wolf, nicht wissend wohin ihre Schritte sie als nächstes führen würden.
    Gedanklich glitt sie zurück zu alten Zeiten. Was mochte wohl aus ihren Freunden geworden sein...
     
  12. Sarana

    Sarana ..~Hold me~..

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    Sara schmunzelte nur verhalten und schüttelte für einen Moment nur ihren Kopf. Die beiden würden sich wohl nie ändern und irgendwie war dies vielleicht auch gut so. Beide zu sehen. Lebendig. Ja, das machte sie glücklich.
    Galant trat sie mehrere Schritte zurück, als Turalyon die Mauern mit der Wassersäule reinigte, ehe sie sich selbst auf die Macht konzentrierte und mithilfe eines kleinen Mini-Tornados den Trainingsraum trocken föhnte. Schließlich neigte sie ihren Kopf und nickte zufrieden.
    "Fast wie neu. Mal sehen wie lange das dieses Mal hält."
    Für einen Moment runzelte sie ihre Stirn und blickte über ihre Schulter zurück in die Ferne. Lauschte. Lächelte nur matt und wandte sich dann wieder ihren Brüdern zu.
    "Du hast eine Frau?"
    Skeptisch wurde Turalyon gemustert.
    "Wie hast du das denn geschafft?"
     
  13. Dhan

    Dhan Temptation...

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    Klippe auf einem Berghang
    Die kniehohen Stiefel trugen sie stetig, aber langsam nach vorne. Das schlichte, schwarze Leder und die gleichfarbige Kapuze ließen sie gut mit den Schatten verschmelzen, doch gleichzeitig wurde jeder Schritt durch wenig dezentes Knirschen unter ihren Füßen verraten. Steinchen, die den steilen Weg die Höhle hinauf säumten und den Aufstieg beschwerten, rutschten stetig weg und brachten sie hier und da zum Fluchen, war der Weg doch zu eng, um anders hinaufzukommen. Es war ihr keineswegs neu und sie wusste, dass es so sein musste, änderte aber nichts daran, dass sie sich jedes Mal aufs Neue bequemere Alternativen vorstellen konnte, auf die Oberfläche zu kommen.

    Und als sie dann endlich auf der Lichtung ankam, in dem ihr einst so bekannten Areal, war es, als bliebe ihr etwas fürchterlich im Hals stecken. Es gab einen Grund, warum sie sich unter die Erde zurückgezogen hatte. Etwas Wichtiges.

    Der dichte, wabernde Nebel lichtete sich und es sickerte heftig in ihre Knochen. Das Blut. Die Schwärze. Der Schmerz. Sie hatte sich nie verabschiedet, hatte ihm nicht mal gedankt. War nicht bei sich. Er war dabei, sich...sie…

    Während ihre Gedanken rasten, erstarrte ihr Körper. Kein Schritt ging mehr vorwärts. Wenigstens gingen die goldenen Iriden hektisch über die Ebene, um ihr wenigstens etwas vorzugaukeln, dass sie Herr ihrer Sinne war. Unter der Kapuze zuckten die Ohren kurz wie zur Bestätigung… oder hatte sie doch etwas gehört? Irgendwann schnaufte sie aus und schob sich mit schwereren Schritten durch den Wald in Richtung der Sonne, die noch hier und da durch die Baumwipfel spitzte. Ein Ziel, ja.

    Der Weg endete allerdings ein weiteres Mal jäh an einer Klippe. Sie schob die zittrigen Finger, die in Stulpenhandschuhen bis zum Ellbogen steckten, zwischen das Leder ihrer Rüstung und den schlichten Gürtel, der an der Seite auch ein Langschwert in der Scheide hielt, als wolle sie sich damit aufrichten. Es gab da keine Schnörkel. Es hatte keinen Namen. Also gab es auch keine Gefühle. Nur ein schlichtes Schwert. Eine schlichte Rüstung. Pragmatisch an den Schultern mit Metall verstärkt. Eine schlichte Brosche. Selbst der Bernsteinanhänger an ihrem Hals war nicht mehr zu finden. Vieles war der Schlichtheit gewichen. So kam wenigstens nichts anderes hervor. Nichts...

    Nach ein paar schier endlos wirkenden Sekunden, in denen ihre Gedanken erneut davonrasten und ihr Blick sichtbar unruhiger über die weite Ebene unter ihr wanderte, schob sie die Kapuze vom Kopf. Erneut eine Bewegung, die mechanisch ausgeführt wirkte.

    Ein silberblonder, im Nacken kurz gebundener Pferdeschwanz und lange, elfenartige Ohren tauchten darunter auf. So bildete es einen starken Kontrast zu der dunklen Haut und Kleidung, welche scheinbar kaum sichtbare Narben davontrug.

    Für ein paar Augenblicke starrte sie leer nach unten, dann wich der Schatten auf ihren Augen wieder und sie begann konkret in eine bestimmte Richtung zu sehen, als habe etwas ihr Interesse geweckt.
     
  14. USSJ Nanami

    USSJ Nanami @~>~~Red Like Roses~~

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    Irgendwo im Wald...
    Sie betrachtete die Lichtung im Wald und zog die Kapuze tiefer ins Gesicht... in all den Jahren hatte es sich nie geändert dass sie empfindlich für Sonnenlicht war... ein Grummeln entwich ihren Lippen. Sie hatte sich entschieden - mal wieder - in diese Welt zu kommen, zu schauen wie sie sich entwickelt hatte... sie hatte ein paar Dörfer bereits abgeklappert, und war überrascht dass nicht so viel Zeit vergangen war seitdem sie das letzte Mal da war, ein paar Monate maximal. Für sie selbst waren Jahre vergangen dort wo sie herkam. Sie war weiser... älter... mächtiger. Ein Seufzen und sie setzte sich wieder in Bewegung, auf die Lichtung und drüber hinaus...

    Ein wenig später abseits des Weges im Wald...
    Sie zog die Zähne aus dem Hals der jungen Frau... hübsches kleines Ding... jung... naiv... aber geschmacklich sehr gut... Der Körper hing schlaff in ihren Armen, die Augen glasig... oh, die arme war fast tot... Sie ließ ihren Blick über den Körper der Frau wandern, bevor sie wieder in deren Gesicht blickte... Blut floß der Frau am Hals hinab, nicht stark, aber stetig. Sie würde sterben, es gab keinen Zweifel daran... Leicht schüttelte sie den Kopf... es wäre Verschwendung gewesen, sie einfach verbluten zu lassen, dafür war dieses Mahl viel zu köstlich.... langsam senkte sie ihren Kopf wieder und biss langsam zu, ein leises Stöhnen als Reaktion fordernd...

    Eine gewisse Zeit später, aktuelle Zeit...
    Sie erblickte den Waldrand und hielt inne... sie kannte das Dorf... sie wusste wo sie war.... Erinnerungen fluteten ihr Gedächtnis, übernahmen jeden ihrer Sinne... sie stand nur da, während Bilder von ihrem Kampf mit Danae vor ihrem Auge abliefen... Wie die Beiden auf Biegen und Brechen kämpften, beide unnachgiebig, unaufhaltbar, unbelehrbar... sie hatten eine gesamte Seitengasse hinter ein paar Häusern ruiniert, in Schutt und Asche gelegt und.... am Ende war sie der Gewinner, aber der Sieg fühlte sich hohl an... deswegen sah sie sich nicht als Gewinner... Sie würde ihren Kampf mit Danae irgendwann bekommen... sie wollte es so...
    Sie zog sich die Kapuze erneut tief ins Gesicht und setzte sich in Bewegung, hinaus aus dem Wald, an dem Dorf vorbei so gut es ging... Heute hatte sie keinerlei Interesse an dem Dorf oder den Leuten die auf der Anhöhe in der Näöhe lebten... nein, sie war einfach nur hier um zu genießen...was genau wusste sie noch nicht, aber bald schon würden einige wissen, dass Adriana zurück gekehrt war...
     
  15. DarkCrow

    DarkCrow New Member

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    Klippe, Berghang

    Etwas in ihrem Inneren rührte sich und sie runzelte die Stirn. Sie versuchte sich zu erinnern, was dieses etwas war, dass sie spürte.
    Seram spitzte die Ohren, drehte sie in verschiedene Richtungen und sah dann zu Elara zurück.
    Für einen Moment war es ihr, als würde der alte Wolf lächeln, ehe er mit zügigen Schritten davon trabte.
    Einen Moment hielt sie in der Bewegung inne und schloß die Augen.
    Das Gefühl in ihrer Brust wuchs an, bis es endlich zu dämmern schien bei der Dämonin.
    Eine Aura... Eine bekannte Aura.
    Es schien so lange her zu sein, dass sie jemand anderen getroffen hatte, das sie vergessen hatte wie sich das anfühlte.
    Ein knappes unscheinbares Lächeln stahl sich auf ihre Züge.
    Wie lange war es her, dass sie sich gesehen hatten... Elara vermochte sich nicht einmal zu erinnern.
    Ihre Arme knackten, als sie sie vor sich ausstreckte, als müsse sie ihren Körper an seine Funktion erinnern. Die Zeit in ihrem Sarg hatte Spuren hinterlassen und manchmal hatte sie das Gefühl, wieder in diesem Ding zu sein.
    Ein Schauer durchfuhr sie, ehe sie sich in Bewegung setzte.
    Danae...
    Es wurde Zeit ihrer alten Freundin Hallo zu sagen.
    Noch während sie sich in Bewegung setzte, um ihrem Wolf zu folgen, der schon voraus geeilt war, spürte sie noch ein ziehen im Bauch.
    Dort war noch jemand, weiter entfernt... Sie konnte die Aura nicht zuordnen, aber es schien ihr, als würde sie sich ihnen nähern.
    Mit einem Schulterzucken tat sie es ab, rückte ihren Mantel zurecht und versuchte sich an das letzte Treffen mit Danae zu erinnern.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. April 2020 um 16:38 Uhr