Trainingsraum

Dieses Thema im Forum "Trainingsraum" wurde erstellt von Quinn, 7. November 2007.

  1. Lucretia

    Lucretia Guest

    Sie hockte in der Dunkelheit und betrachtete die beiden Frauen, zu denen sich jetzt auch noch eine Dritte gesellte. Das wurde ja immer besser.
    Langsam erhob sie sich auf ihrer geduckten Haltung und lehnte sich gelassen an einen Baum. In diesem überaus dunklen Teil des Waldes fielen die eisblauen Augen besonders auf, als sie die Fremden anfunkelten.
    Wenn man genauer hinsah, erkannte man, dass sie einfache Kleidung truf. Eine schlichte Hose, einfache Stiefel, eine weiße Leinenbluse und ebenso einfache Handschuhe. Die Haare fielen ihr über die Schulter, ihre Farbe war schwarf und sie waren durchzogen von silbernen Strähnen. Was aber am meisten auffallen sollte, waren die zwei nach hinten gebogenen Hörner, die sich die Haare schoben.
    "Was für eine Veranstaltung. Schon lange war in diesen Gegenden nicht mehr soviel los, abgesehen von den Vampiren." Sie lehnte den Kopf gegen den Baumstamm, die Arme locker vor dem Oberkörper verschränkt.
     
  2. Wolf1988

    Wolf1988 New Member

    Registriert seit:
    5. Januar 2008
    Beiträge:
    85
    Zustimmungen:
    0
    Daityas:

    Der Dämon stand noch abseits von dem tobenden Kampf, der gerade in die nächste Runde zu gehen schien, als sich nun auch Elena dem Gemetzel anschloss. Ein wenig verblüfft, nichts desto trotz angespannt, betrachtete er sie, als sie mit einem Kreuz das sie unter ihrer Robe getragen hatte, auf das Wesen los ging, welches aus dem Portal erschienen war. Er hatte sie unterschätzt. Hatte sie ihm das verletzte Mädchen nur vorgespielt, um an Mitleid zu kommen oder gar ... Informationen? Der Griff um seinen Stab wurde fester, als er den Blick von ihr zu Danae und Adriana umwand. Die beiden schienen die Anwesenheit von ihm und Elena nicht zu bemerken, oder einfach geflissentlich zu ignorieren, wie es schien. Doch das war es nicht, was den Dämon dazu veranlasste, seinen Körper noch mehr anzuspannen. Als Danae aufgesprungen und im Begriff war auf ihre Kontrahentin los zu stürmen, stolperte sie und kaum das sie selbiges tat, stieg ihm der metallhaltige Geruch von Blut in die Nase. Sie war verletzt! Weiterer beißender Geruch von Blut stach ihm in die Nase, so mehr er sich auf sie Konzentrierte. Doch von außen, konnte er nichts erkennen. War sie dem Wahnsinn anheim gefallen, dass sie einfach weiter kämpfte, ob der Tatsache das sie verletzt war und blutete? In seinem Kopf überschlugen sich die Gedanken, rasten wie Wild durcheinander. Sollte er eingreifen und sie stoppen, bevor es zu spät war oder doch lieber auf Abstand bleiben, der Tatsache wegen welche Kräfte hier entfesselt wurden. Als sie sich aufrichtete und ihre Magie freien lauf lies, die sich wie ein hungriges Biest den Weg zu ihrem Opfer durch fraß, hatte er seine Entscheidung getroffen, ohne sich dessen Bewusst zu sein. Mit schnellen Schritten, ohne darüber nachzudenken, eilte er an dem Spinnenwesen vorbei, von dem er hoffte, das Elena es weit genug unter Kontrolle behielt, damit er ohne weitere Probleme daran vorbei kam. Ein paar Schritte hinter Danae hielt er an, spürte die Hitze der Magie die sie wirkte dennoch ganz deutlich auf seiner Haut.
    Doch Feuer, machte ihm schon lange keine Angst mehr.
    "Danae.." flüsterte er, gerade laut genug das nur sie ihn würde hören können, unter dem tosenden Gebrüll. "Danae...", wisperte er ein weiteres Mal ihren Namen und ging einen weiteren Schritt auf sie zu, ignorierte dabei den beißenden Geruch der ihm ein weiteres Mal in die Nase stach. Irrte er sich nicht, so mussten es mehrere Wunden sein, die sie davon trug. Doch ihm war nicht klar, woher. Angespannt, immer bereit auf einen Angriff zu reagieren, von welcher Seite er nun auch kommen mochte, hielt er den Stab fest in seiner rechten Hand und lies einen Teil seiner Magie auf ihn übergehen. In seinem inneren brodelte es, doch er zwang sich selbst zur Ruhe. Er musste etwas unternehmen, ehe das ganze hier völlig außer Kontrolle geriet.
    Hinter ihm konnte er um die Ecken der Häuser schon ein paar der Dorfbewohner schreien hören, die das brennende und fast einstürzende Gebäude bemerkt hatten. Wollten sie nicht noch mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen, so sollten sie wohl baldmöglichst hier verschwinden.
    Sein Blick glitt hinüber zu Adriana, ihr wirrer und vom Chaos übermannter Blick irritierten ihn. Was war aus dem Mädchen geworden, welches er im Wald kennengelernt hatte? "Ihr müsst aufhören, alle beide!" rief er etwas lauter, als man es von ihm gewohnt war und hob seinen Stab an um sich ggf. zwischen beide zu Stellen und den Kampf zu beenden oder um zumindest Danae vor weiteren Verletzungen zu wahren. Sie war ihm wichtig geworden, ohne das er es selbst bemerkt hatte und nun, wollte er nicht dabei zusehen, wie sie sich selbst verlor und im Kampf ihr Leben aufs Spiel setzte.

    Denova:

    Fast hatte sie die Frau im Gebüsch vergessen, die ihr Pferd attackiert hatte und sie so zum anhalten zwang. Aber eben auch nur fast. Als jene sich ein wenig mehr zu erkennen gab und man deutlich die Augen und Hörner eben jener Person erblicken konnte, huschte ein amüsiertes Grinsen über ihr Gesicht, ehe sie es mit einem zucken der Schulter abtat, als sei es das normalste der Welt für sie.
    Ihr Blick wanderte umher, fiel auf eine weitere Person die sich zwischen den Bäumen aufhielt und ihrer Aufmerksamkeit bisher gänzlich entgangen war. Ihre Rüstung schien teuer, ihr Aussehen lies sie Glauben das sie es mit einer Templerin zutun haben konnte. War sie vielleicht eine abgesandte ihres Vaters, der sie nach all den Jahren immer noch suchte und zu ihrer Strafe führen wollte? Denova knirschte hörbar mit den Zähnen, verlagerte unruhig das Gewicht von einem Fuß auf den anderen. Nein, wenn dem so wäre, so wusste sie, hätte die Frau sie schon längst attackiert. Sie schnaubte, lies den Blick weiter wandern und blieb am Ende auf der Person hängen, die aus einem Portal entstiegen war.
    'Himmelsrand?' wiederholte sie den Namen in Gedanken und runzelte ein wenig und kaum sichtbar die Stirn. Von solch einem Ort hatte sie nie zuvor gehört, aber zuvor hatte sie auch noch nie jemanden aus einem Portal erscheinen sehen. "Nein, davon habe ich bisher noch nicht gehört. Ihr müsst von weit her gekommen sein, wenn ihr solche ... ", sie machte eine Geste um das Portal zu symbolisieren "Methoden für Eure Fortbewegung nutzt." Ein amüsantes Lächeln glitt über ihre Züge, als die Frau mit den Hörnern davon sprach, dass wohl seit langem nicht mehr sehr viel in diesen Gefilden getrieben wurde, wenngleich wohl Untote hier ihr Unwesen trieben. Auf ihren Reisen hatte sie einige von jenen getötet, ihre Asche war nützlich und sie brachten gutes Geld. Vielleicht war der kurze Zwischenstopp ja doch nicht gänzlich umsonst. Sie schwieg, als die Frau aus dem Portal die Worte an jene richtete und verschränkte die Arme vor der Brust. Es schien noch ganz ... amüsant zu werden, dieses aufeinandertreffen.

    (falls was nicht in Ordnung, wisst ihr ja, einfach sagen)
     
  3. Elara:

    Es schienen Wochen, gar Monate vergangen zu sein, seid sie sich auf den Rückweg gemacht hatte. Wolfgart hatte ihr eine Karte und Proviant, zusammen mit ein paar nützlichen Tipps mit auf den Weg gegeben, ehe sie sich verabschiedeten und die Truppen wieder in den Kampf zogen. Wie es ihm wohl ging? Sie hoffte, das ihr umkehren kein Fehler gewesen war, doch weiteres konnte sie nicht ausrichten und eine innere Stimme sagte ihr, dass sie nach Hause zurückkehren sollte. 'Nach Hause..' wiederholte sie immer wieder in Gedanken und spürte bei jedem Schritt, wie ihr Herz schwer wurde. So etwas wie ein Zuhause, hatte sie schon seid Jahren nicht mehr. Sie war auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit und auf der Suche nach ihrer Zukunft und der einzige Ort, der einer Heimat gleich kam, war die Halle der Krieger. Sie seufzte, kickte unachtsam einen Stein mit den Füßen weg, der unweit vor ihr in einen kleinen Rinnsal von Wasser plumpste und von der Strömung mit gerissen wurde. Irgendwie ging es ihr, wie diesem Stein. Sie wurde vom Schicksal getreten und von der Ungewissheit davon geschwemmt. 'Es war richtig, umzukehren, Elara', hörte sie eine vertraute Stimme in ihrem Geist und senkte den Blick hinab zu ihrem treuen Begleiter, der neben ihr her lief und sie anblickte. War es das? Sie wusste es nicht, doch gab es nun auch kein zurück mehr. Wie sollte sie Wolfgart und die anderen auch finden. Es gab nur den Weg nach vorne für sie.
    So setzte sie weiter, einen Schritt vor den anderen, hinein in eine ungewisse Zukunft und doch mit der Gewissheit nie allein zu sein. Mit der linken Hand kraulte sie Seram hinter den Ohren, während sie in der rechten die Karte hielt und versuchte heraus zu finden, wo genau sie sich gerade befand. Orientierung war noch nie besonders ihre Stärke. Als sie ein weiteres Mal seufzte und die Karte zurück in ihre Tasche stopfte, hob sie den Blick und sah sich um. Sie konnte Berge erkennen, die sich gen Himmel streckten und weit in der Ferne, so glaubte sie, auch den Wald zu dem sie wollte. Doch sicher, war sie sich nicht. So ging sie weiter, trieb sich selbst zur Eile an und hoffte, bald auf ein Vertrautes Gesicht oder eine vertraute Gegend zu stoßen. Nicht weit von ihr, so ihre Augen sie nicht trügen, konnte sie zumindest die Umrisse eines Dorfes erkennen. Vielleicht konnte ihr dort jemand den Weg erklären, wie sie zurück fand. Zurück, zu ihrer Heimat.

    Ratro:

    Er streckte die Glieder in alle Richtungen, als müsse er seine Gelenke an ihre eigentliche Aufgabe erinnern. Ein leises Knacken war hier und da zu hören, ehe er sich - gleich einem nassen Hund - schüttelte und seine Kleidung wieder richtete. Erst dann schenkte er den Worten von Luzia gehör, die jedoch nicht mit ihm, sondern vielmehr mit Adrian und sich selber zu sprechen schien.
    Ratro war es, als sollte er nachhaken und fragen, was genau sie damit meinte, doch ehe er dazu in der Lage war, hatte Luzia das Thema schon wieder gewechselt.
    Sie zählte die Liste der benötigten Zutaten auf und erläuterte, dass es wohl kein Problem sein sollte, an zwei der genannten heran zu kommen. Doch eine Stimme im Vampir schlug Alarm, als sich die Gestalt aus dem Buch an Luzia vorbei wand und in den Vordergrund schob.
    "Ich glaube ihr irrt euch, wenn ihr glaubt, die Zutaten seien so einfach zu besorgen. Es ist wichtig...", sie schien einen Moment zu zögern, legte den Zeigefinger ihrer linken Hand an ihr Kinn und blickte verträumt in die Ferne, ehe sie weiter sprach "die richtigen Zutaten zu finden. Nicht irgendwelche."
    Ihre Miene glich einer Statue, nichts lies sich daraus lesen oder deuten und doch war es ein Blick in ihre Augen, der so vieles offenbarte. Doch zumindest Ratro, bemerkte es nicht und ließ nur ein Knurren von sich verlauten.
    "Und uns das zu sagen, fällt dir jetzt erst ein?" raunte er, leicht angesäuert. Aber sie schien ihn nicht weiter beachten zu wollen, als sie sich auch schon halb von ihm abwandte und ihren Blick schweifen lies. "Einen Orobas zu finden, ist nicht möglich ... ", kicherte sie leise, doch ließ den Anwesenden keine Zeit für einen Einwand. "Wir brauchen einen Beschwörer, jemanden, mit einem bestimmten Buch, der die Fähigkeit besitzt, auch das Ritual durchzuführen und ... " Wieder machte sie eine Pause, während es schien als würde sie die vorbei ziehenden Vögel beobachten, die sich ihren Weg in die abgelegenen Baumwipfel suchten.
    Ratro hatte allmählich die Nase voll davon, so auf die Folter gespannt zu werden und damit wertvolle Zeit zu vergeuden. Er ging einen Schritt auf sie zu und versuchte ihre Arme zu packen, doch seine Hände fanden kein Ziel. Dort wo er sie hätte berühren müssen, war nichts. Er glitt einfach durch sie hindurch. "Was .. ?" Entwich es ihm ungewollt und er knirschte wütend mit den Zähnen. "Hör auf unsere Zeit zu vergeuden und sag uns endlich, was wir wissen müssen!" knurrte er ungehalten und machte keinen Hehl daraus, das sein Geduldsfaden inzwischen kurz davor war zu reißen. Doch die Frau zeigte sich wenig beeindruckt von seinem Tun, wirkte eher noch amüsiert über seinen Versuch sie zu fassen zu bekommen. "Immer mit der Ruhe", kicherte sie leise, ehe sie wieder ernster zu werden schien. "Wir müssen einen Weg in die Hölle finden, nur dort kann man das Ritual durchführen, um einen Orobas zu beschwören und dort unten, müssten wir auch jemanden finden können, der das kann."
    Ratro wich einen Schritt zurück. In die Hölle? Er wusste, das ihm als Untoter im Falle seines Ablebens ein Platz dort unten sicher war, doch war er nicht gewillt, diesen Ort vor jenem Eintreten aufzusuchen. "Gibt es denn keine andere Möglichkeit?" fragte er zögernd, wissend, dass es nichts nutzen würde. Aber wie sollten sie den Eingang zur Hölle finden? Es gab wohl kaum ein Reklameschild oder eine Leuchtanzeige, die darauf hin wies, wo sich der Zugang befand.

    Weit entfernt, Raziel:

    Der Welpe kam allmählich wieder zu Bewusstsein, wirkte inzwischen weniger angeschlagen und bissig. Dennoch jaulte er vor Schmerzen auf, als er versuchte sich auf dem Arm der Frau zu bewegen. Es würde dauern, bis die Knochen wieder zur Gänze verheilt waren, so sie denn richtig zusammen wuchsen. Seine Lider waren nur zur Hälfte geöffnet, als er sich im Wald umsah und zu deuten versuchte, wo sie sich gerade befanden. Wo brachte sie ihn hin? Wo war Ratro? Was war passiert? Der Welpe wurde ein wenig unruhig, sein Jaulen wurde lauter, was deutlich sein Unbehagen zum Ausdruck brachte. Er wollte weg, zurück zu ihm. Seine Gedanken verschwammen, als die Dunkelheit sich erneut über ihm breit zu machen versuchte, doch der kleine Wolf kämpfte dagegen an.

    (same as ever.. bei Kritik/Fragen/Änderungswünschen, Bescheid geben. Was besseres krieg ich grad nicht hin und werd ich die nächste Zeit wohl au nicht, deswegen .. Sorry.)
     
  4. Dhan

    Dhan Temptation...

    Registriert seit:
    16. März 2002
    Beiträge:
    2.629
    Zustimmungen:
    1
    [Wald mit Blick auf ein Dorf]
    Kiesel rutschten unter seinen Füßen tiefer in die Höhle hinab, obwohl er bedächtig einen Weg vor den anderen setzte. Den Eingang der tiefen Höhle konnte er bereits sehen, als er sich hinaufschleppte. Er hasste es, auf die Oberfläche zu kommen. Die Gänge waren zu eng zum Fliegen und zu abschüssig, damit nicht jeder einfach so über ein Tor stolperte. Der Grund, warum er jetzt hier war, war ein Vorfall auf der tiefsten Höllenebene und sein Pflichtgefühl, ihr zu helfen, weil sie sein Leben damals im Feindgebiet gerettet hatte.

    Er war sich bis heute nicht sicher, ob das nicht einfach nur Tarnung war und sie vielleicht immer noch als Doppelspion in ihren Reihen ihr Spielchen trieb, schließlich sprachen sie nie darüber. Gerade deswegen teilte er Kurai's Naivität nicht und hätte an ihrer Statt nicht Danae ihm direkt als Stellverteterin unterstellt. Resozialisierung, Wiedereingliederung, zweite Chance - was auch immer sie sich dabei dachte, er konnte es nicht nachvollziehen. Was passiert war, konnte nicht vergessen werden, nur verziehen, aber auch dazu war er nicht wirklich bereit. Er ließ es sie jedes Mal spüren.

    Und nun hatte sie ihn erneut im Stich gelassen! Wut flammte schon wieder in ihm auf. Diesmal konnte sie sich nicht hinter der Ausrede verstecken, dass etwas sie gegen ihren Willen wegteleportiert hatte! Der Gedanke schlich sich immer wieder ein, ob sie Probleme damit hatte, als sein Stellvertreter zurück zu sein und sich ihm unterzuordnen, wo sie doch früher eigentlich ihn herumkommandierte. Aber die Umstände hatten sich geändert, sie war zu lange weg gewesen und hatte kein Anrecht...

    Die Halbstarken, die als Zukunft ihres Volkes für die Armee ausgebildet werden mussten, erkannten den Ernst der Lage nicht. Danae war als nur geduldeter, von vielen als Verräter gesehener, Besucher sowieso kein Vorbild für die Jugend, sodass keiner von ihnen auf sie hörte, wenn er nicht da war. Ihm tanzten sie zwar auch ab und an auf der Nase herum, aber er wurde die meiste Zeit respektiert, während sie nur durch Taten überzeugen konnte.

    Allerdings hatte er die jungen Oger nicht täglich im Nacken, ein paar Stunden seiner Abwesenheit würden also nicht weh tun. Dennoch fühlte er sich in dieser Zeit des Nichtstuns nutzlos und überflüssig. Dann war er war der Führer einer Armee ohne Krieg. Nur dann fragte er sich, wie es in Danae's Innerem eigentlich wirklich aussah.

    Jahrelang sprachen sie nicht über die Vorfälle - darüber, wie der Krieg sie und ihre Gesellschaft verändert hatte, aber es wurde Zeit. Die Freundschaft, die sie einst verband, bevor die Dämonin in Feindeshand fiel, war längst nicht mehr, dennoch fühlte er noch die Bande, die ihn - gepaart mit wachsender Unruhe - jeden Schritt weiter nach oben trieb.

    Als er dann aus der Höhle heraustrat, hatte er sich endgültig in einen Kreislauf aus Wut und Sorge vergraben, sodass seine stapfenden Schritte raus aus dem Wald eher unvorsichtig und laut als bedächtig waren. Er hielt erst inne, als er in etwas Entfernung plötzlich eine Gestalt mit einem Wolf entdeckte. Abrupt blieb er stehen, war sich aber mit einem Mal der Lautstärke seiner vergangenen Schritte durch das Unterholz nur all zu bewusst. Er knurrte leise, mehr über sich selbst.
     
  5. Es war eine innere Unruhe die sie Antrieb, die sie schneller laufen lies als normal. Ein Gefühl, ein innerer Instinkt. Die Zeit selbst schien sie zu Jagen wie ein Raubtier, als würde sie ihr wie Sandkörner durch die Finger hindurch gleiten. Was in ihrer Abwesenheit wohl geschehen sein mochte? Wie es den anderen wohl ging? Grüblerisch und mit einer leichten Falte auf der Stirn, hob sie den Blick gen Himmel und sinnierte über ihre Freunde. 'Luzia ... Danae ... Raziel ...' Es war, als wäre dort eine Stimme in ihr, die die Namen jener immer und immer wieder aufsagte, als seien sie eine Verse aus einem alten Gedicht. Sie hatte nicht auf ihren Weg geachtet, ihre Umgebung fast gänzlich ausgeblendet und so zuckte sie deutlich sichtbar zusammen, als das tiefe Knurren an ihr Ohr drang.
    "Was ist los?", fragte sie, lauter als beabsichtigt, noch vom Schreck ein wenig verunsichert. Seram stand nicht weit von ihr entfernt, hatte das Nackenfell gehoben und die Lefzen zurück gezogen, mit dem Blick in den Wald. 'Da ist jemand ... Ein ... fremder Geruch ... Seine Schritte waren viel zu Laut für einen Attentäter, aber vielleicht ist es auch eine Falle!' vernahm sie die tiefe dröhnende Stimme ihres Begleiters in ihrem Kopf.
    Sofort war sie wieder im Hier und Jetzt, spitzte die Ohren und konnte selbst die Schritte von jenem hören, den ihr Wolf schon zuvor gewittert hatte. Als die Schritte je verhallten, verengte sie die Augen ein wenig. 'Was jetzt?'fragte sie Telepathisch, da sie sich nicht sicher sein konnte wie gut das Gehör des Fremden wohl sein mochte. Er musste sie gesehen haben, sie liefen direkt auf einer freien Wiese herum. Wie Dumm!
    Sollte es wirklich eine Falle sein, konnte ihr jemand Gefolgt sein? Waren es womöglich ein paar der Kämpfer, gegen die Wolfgart in den Kampf zog?
    Elara versuchte ihre Nerven zu beruhigen, spürte jedoch das jede ihrer Muskeln zum bersten gespannt war. 'Lass uns näher ran gehen und heraus finden, mit wem oder was wir es zutun haben' Ein Blick über die Schulter zurück, gab der Dämonin zu verstehen das er mit der Idee alles andere als Einverstanden war, doch sie musste ihren Argwohn ablegen. Sie befanden sich nicht mehr im Kampfgebiet, vielleicht war es auch ein Dorfbewohner und sie konnte jenen nach dem Weg fragen.
    Mit ansehbarer Spannung lief sie los, vergrub eine Hand unter ihrem Mantel, die sich um den Griff ihres Dolches legte. Als sie glaubte, nahe genug heran getreten zu sein an den Wald, ohne jedoch direkt hinein zu gehen, rief sie "Hallo, wer seid ihr?" Nicht die klügste Frage, sollte sie Gefahr laufen in eine Falle hinein zu tappen, aber was sollte sie auch sonst Fragen 'Plant ihr einen Hinterhalt?' Hätte bestimmt super funktioniert ...
    So wartete sie, Seram blieb ein Stück hinter ihr zurück und knurrte noch immer, während Elara versuchte im Dickicht des Waldes jemanden zu erkennen.
     
  6. Dhan

    Dhan Temptation...

    Registriert seit:
    16. März 2002
    Beiträge:
    2.629
    Zustimmungen:
    1
    Der Dämon seufzte kurz, atmete dann tief durch und trat aus dem Wald heraus auf die beiden zu. Während er so schlenderte, schweifte sein Blick über die Ebene, aber sie schienen alleine zu sein. Dann nahm er das Aussehen der beiden in nächster Nähe wahr und stutzte für einen Moment. Kurz glaubte Kiba die humanoide Form der Drachengöttin Jade vor sich zu sehen, die Hautfarbe eine Versinnbildlichung der Eis- und Wassermagie, wie man sie durch ihre Verehrung erhielt, noch verstärkt von dem Saphir an ihrem Hals. Dann stolperten seine Gedanken jedoch über die Worte „Saphir“ und „Jade“ und schnell fiel ihm wieder ein, dass die Drachengötter sich unter gewöhnlichen Umständen nicht dem gewöhnlichem Volk zeigten - schon gar nicht humanoid - und er wischte den Gedanken bei Seite, lachte innerlich über sich selbst.

    „Ich suche nach jemandem... aus meinem Volk.“, antwortete der blonde Dämon schließlich, als er die letzte Verwirrung abgeschüttelt hatte. Einen Augenblick blieben seine eisblauen Augen, die vor Ewigkeiten mal braun gewesen waren, auf dem Wolf neben der Frau haften und ihm fiel etwas ein, von dem Danae ihm einst erzählt hatte. Es gab andere Dämonenstämme, die unabhängig von ihrer Politik lebten und eine von ihnen hatte sie zusammen mit einem Wolf getroffen. Er hatte dem nicht weiter Beachtung geschenkt, schließlich würde er nie mehr auf die Oberfläche kommen, hatte er geglaubt. Seine Augen zogen sich kurz zusammen, als er eins und eins zusammen zählte und das Misstrauen des Wolfes deutlich spürte. Er würde sich zu verteidigen wissen, war er sich gewiss, doch ob das überhaupt nötig war, würde sich noch zeigen.

    (Charakteranmeldung wird im Anschluss vervollständigt)
     
  7. Jeden Schritt des Fremden beäugte sie, als sei sie eine Katze auf der Pirsch. Ihre Körperhaltung, das angespannte Gesicht und die fast zu schlitzen verengten Augen ließen Rückschlüsse darauf zu, welche Anspannung in ihr lag und welchen Argwohn sie dem Neuankömmling gegenüber hatte. Doch sie blieb, für ihre Verhältnisse, ruhig. Die Hand wich vom Schwertknauf herab und sank zurück in ihre Manteltasche, als er aus dem Wald heraus getreten war und sie ihn genauer erkennen konnte. Für einen Attentat, war das ganze irgendwie zu leicht gewesen. Angestrengt versuchte sie ihre Haltung zu lockern, seufzte, über den fast verzweifelten Akt, ihre Muskeln dazu zu bewegen, sich wieder zu entspannen. So jemanden wie ihn, hatte sie hier noch nie gesehen. Er sah... anders aus.

    „Ich suche nach jemandem... aus meinem Volk.“, kam es schließlich von ihrem Gegenüber und gab ihr damit deutlich zu verstehen, dass er nicht gewillt war seinen Namen jetzt schon Preis zu geben. Ein leises raunen ihrerseits folgte, aber sie beließ es zunächst dabei und bemerkte dabei den Blick, den er ihrem Wolf schenkte. "Er wird Euch nichts tun, solange Ihr ihm keinen Grund dafür gebt.", entgegnete sie ihm ruhig und drückte dabei den Rücken durch, um die letzte Anspannung aus ihren Muskeln zu vertreiben. Sie war nicht mehr in Gefahr, weit weg von Wolfgart und den anderen. Und hier, in diesen Gefilden, wusste sie sich zu wehren und zu Verteidigen, wenn es nötig war.
    Sie lies sich seinen Satz noch einmal durch den Kopf gehen und wippte leicht von einem Fuß auf den anderen, während sie ihn genauer betrachtete. 'Von seinem Volk...', sinnierte sie und überlegte, zu welchem er wohl gehören mochte. Von seiner Statur und seiner Kleidung her, wollte er nicht so recht zu irgend einer ihr Bekannten Spezies passen.
    "Wie passend, das wir beide auf der Suche nach etwas sind, wenngleich doch nach zwei Verschiedenen Dingen. Vielleicht können wir uns ja gegenseitig helfen.", kam es schließlich von ihr, als das Schweigen und Mustern allmählich unangenehm zu werden schien.

    Seram indes blieb weiterhin auf Abstand, ihm gefiel nicht wie der Fremde ihn ansah und noch weniger, wie er Gekleidet war und wie er sprach. Er wirkte wie ein Söldner und von solchen, hielt der Wolf nicht besonders fiel. Doch um den Worten seiner Begleiterin folge zu leisten, dass von ihm keine weitere Gefahr ausging, schüttelte er sich kurz durch um sein aufgerichtetes Rückenfell wieder zu glätten und setzte sich. Seine goldgelben Augen verrieten jedoch, dass er auf alle Eventualitäten Vorbereitet war und zum Sprung bereit, sollte er auch nur eine falsche Bewegung bemerken, die von dem Fremden ausging.
     
  8. USSJ Nanami

    USSJ Nanami @~>~~Red Like Roses~~

    Registriert seit:
    13. August 2001
    Beiträge:
    12.230
    Zustimmungen:
    1
    Vampires best friends

    Er verschränkte die Arme vor der Brust und lauschte dem Hin und Her. Hölle zuerst, hm? Dann wäre die Teleportation, die sie durchgemacht hatten, vollkommen umsonst gewesen. Doch fürs Erste hielt er sich zurück. Er würde die Anderen machen lassen. Sehen, wie sich die "jungen" Leute so schlagen würden. Aber er würde versuchen sein Wissen einfließen zu lassen, sofern die es denn wollten. Schweigend stand er da, schloss damit diesen Gedanken ab und widmete sich dem Nächsten: Der beunruhigenden Präsenz, die er vor ihrer Abreise gespürt hatte.



    Village dance party

    Adriana wirbelte herum, ließ das zerrissene und zerfetzte Kleid tanzen. Sie trat kräftig mit dem nackten, schmutzigen Fuß auf den Boden und riss etwas Erde hoch, um sich damit eine Lücke in der Welle zu verschaffen. Sie vernahm dabei, wie sich Elena um die Spinne kümmerte. Die Kleine war also doch nicht das, als was sie sich ausgab. Nun, ein Umstand, der wohl jeden hier betraf, Adriana eingeschlossen. Wobei sie es nur verdeckte, weil sie nicht wusste, wie stark vertreten die Vampirjäger hier waren. Den zweiten Angriff umging sie mit einem geschickten Sprung. Ihr Haar tanzte zu jeder ihrer Bewegungen. Elegant kam sie auf, eleganter als man glauben mochte. Sie machte sich gerade bereit, die letzte Attacke abzuwehren, als sich Daityas einmischte. Sie knurrte, sammelte ein großes Maß Magie in ihrer rechten Hand und schlug mit einem lauten "Genug!" gegen die Feuerwelle. Es knisterte und die sich gegensätzliche Magie löste sich in einem lauten Knall auf. Flammen fielen über Adriana umher, schnellten wie ein kurzer Regenschauer über sie, versengten Haare, ließen ein paar leicht geschwärzte Stellen Haut oder Stoff zurück. Durch den Druck der Entladung stolperte sie ein paar Schritte rückwärts und brauchte ein paar Augenblicke, bis sie sich gefangen hatte und wieder aufrecht stand. Ihr Blick war zornig und angespannt, und ihre Haare tanzten in einem unsichtbaren Wind gesammelter Magie. Lilane Blitze zuckten in unregelmäßigen Abständen über ihren Körper, während sie ihre Gegenüber betrachtete. Wie die Dämonin war auch die Vampirin von Wunden und Schnitten übersät, frisches, dunkelrotes Blut trat aus den Meisten davon aus, allerdings nicht in großem Maße. Sie hatte ihre langen, schlanken Finger zu zornigen Fäusten geballt, als ihr Blick von Danae zu Daityas wanderte.
    "Diesen Tanz zu unterbrechen..." Sie knurrte, spuckte neben sich auf den Boden, sah ihren Gegenüber wieder an.
    "Es hat an Spaß verloren, wenn sich Leute einmischen..." Sie knurrte erneut, ballte die Faust fester als zuvor. "...wir setzen das ein andernmal fort Danae."
    Sie hatte die Dämon fest im Blick. Dass von ihrem Kleid kaum etwas übrig gewesen blieb und es nicht mehr die Funktion erfüllte, die es eigentlich erfüllen sollte, nämlich verhüllen und dabei gut aussehen, störte sie in dem Moment nicht. Sie wartete auf Danaes Zug. Oder auf Daityas. Oder auf den von Beiden.

    Das Spinnenwesen ließ sich von der Kette Elenas ablenken und obwohl es sich wehrte wurde es zu der Priesterin gezogen. Doch aus dem Plan von dieser, die Kette auf die Spinne zu schlagen, wurde nichts. Mit einem kurzen Satz nach links, dem man dem Vieh fast nicht zugetraut hätte, wich es dem Angriff der Kette aus. Diesen einen Moment, mit dem Elenas Verteidigung offen war, nutzte das Spinnenwesen, um die kleine Priesterin anzustürmen. Mit erhobener Faust und lautem Zischen versuchte es, Elena eine ordentliche Kieferkorrektur zu verpassen.


    In the dark forest

    Atreia musterte die Anwesenden, registrierte dass sie angesprochen wurde, aber sie reagierte nicht gleich. Sie versuchte die Gerüche jedes Einzelnen einzuordnen, während sie sich eine graue Strähne aus dem Gesicht wischte und es damit unter der Kapuze verschwand. Nur ein paar vereinzelte Strähnen tanzten hervor, der Haaransatz war ebenfalls leicht zu sehen. Das Grau ihrer Haare wirkte... natürlich, aber gleichzeitig auch irgendwie nicht. Aber es zeugte nicht von Alter, soviel war sichtbar. Dieses Grau mit vereinzeltem weiß war kräftig, strahlte eher Stolz aus, was ungewöhnlich für diese Färbung war. Ein Geruch umspielte ihre Nase, ein bekannter, gewohnter Geruch. Sie konnte die einzelnen Gerüche der Anwesenden zwar nicht vollends einordnen, aber dieser eine hatte nun eh ihre Aufmerksamkeit. Erinnerungen brandeten über sie herein. Kinderlachen. Laute Musik. Stimmengewirr. Ihre Mutter, die sie ausschimpfte. Ein Fest. Ihre Mutter, die sie nach der Predigt zum Fest zog. Kameradinnen, die an ihrer Seite standen. Nacht. Rufe. Kämpfe. Das Läuten der Glocken. Sie blinzelte, schüttelte ihren Kopf und sah sich um. Sie war wieder dort wo sie hingehörte, im Hier und Jetzt. Sie brauchte einen Moment, um die Situation wieder aufzunehmen. Langsam öffnete sie die Lippen, atmete tief aus...
    "Atreia... umher ziehende Abenteurerin..." war vorerst alles was sie sagte. 'Bin immer dort, wo mich meine Füße hintragen.' hatte sie sich verkniffen. Sie wollte nicht zu viele Informationen preis geben, zumindest nun noch nicht. So verschwieg sie auch, dass einige ihrer Armbrustbolzen mit einer Silberspitze und andere mit einer versilberten Stahlspitze versehen waren. Wieder andere waren in Knoblauch und Weihwasser gehüllt. Diese Vielfalt an Bolzen hatte ihr bisher gute Dienste im Kampf gegen Vampire, die sich nicht an die Regeln hielten, geleistet. Und Werwölfe und andere Wesen, die meinten, Atreia zum Frühstück verspeisen zu wollen. Und für alle, für die solche speziellen Bolzen nicht wirkten oder Verschwendung waren: Sie hatte auch einige normale Bolzen und ein paar spezielle, in brennbare Flüssigkeit gewickelte Bolzen, falls es mal sehr endgültig sein musste. Sie legte ihre linke Hand auf die Befiederung der Bolzen, wollte sichergehen, dass alles so war wie es sein sollte, während sie die Gruppe betrachtete und immernoch versuchte, die Leute zuzuordnen.
     
  9. Laha-chan

    Laha-chan .

    Registriert seit:
    9. Februar 2002
    Beiträge:
    14.328
    Zustimmungen:
    3
    "Die richtigen Zutaten zu finden. Nicht irgendwelche." Die Untote verengte die Augen und fasste die frauliche Erscheinung ins Visier. Aha .. und dann noch direkt in die Hölle. Unweigerlich schnalzte Luzia mit der Zunge und blickte an den Anwesenden vorbei, gen Horizont.

    Wahnsinn, warum schickst du mich in die Hölle? – Hölle, Hölle, Hölle!

    Spontan fiel ihr diese Liedzeile ein, die eine Gruppe trinksüchtiger Männer ein letztes Mal gesungen hatten, während sie über die Felder nach Haus gestolpert waren.
    Luzia strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und schob diesen irren Gedanken beiseite. Genug davon.
    "Warum nochmal wurden wir dann hierher teleportiert?"
    Langsam trat sie einen Schritt zur Seite und anstatt das ihr Schatten ihr folgte, blieb er an Ort und Stelle. Es dauerte einen Moment, dann erhob dieser sich und zog sich in eine ovale Form. Einige Sekunden schien man in einen schwarzen Spiegel zu blicken, dann bekam er einen Schub an Tiefe und es formte sich in seinem Inneren eine Art Gang.
    "Die wievielte Ebene hätten wir denn gern?" Ein leichtes pulsierendes Schimmern ging von den Tätowierungen aus. "Und ja, es ist ein Eingang. Wir können nun also hier durch gehen oder aber wir rennen weiter ziellos der Erscheinung nach und Ratro bekommt seinen ersten Herzinfarkt." Während sie sprach, machte sie eine einladende Bewegung. "Meine Herren, ich weiß, wir haben ewig Zeit. Aber ich weiß mit dieser Zeit wesentlich besserer anzufangen."

    ( Damit wa mal vorwärts kommen, ne? ^^ Sonst diskutieren sie noch weitere Stunden über Nichts ;) )
     
  10. .: Elena :.

    .: Elena :. Guest

    Geschwind duckte sie sich unter dem Hieb hinweg und rümpfte dabei die Nase. Was für ein widerlicher Geruch. Elena sprang nach hinten, um wieder Abstand zwischen sich und der Spinne zu erarbeiten. Ein kurzer Blick zu allen Richtungen bestätigte ihr, dass im Moment niemand weiteres hier war. Zumindest nicht auf der Straße. Sie zog mit einem Ruck an dem Kreuz, sodass die Kette wieder zu ihr zurückschlug. Ein kurzer Druck auf einem der Ornamente an dem heiligen Symbol und die Glieder der Kette verfestigten sich zu einem festen Stab, auf dem das schwere Kreuz thronte. Die Waffe überragte Elena um mehrere Köpfe.
    Sie rammte das Ende des Stabes in den Boden und plötzlich breitete sich kreisförmig von der Einstichstelle gleißendes, warmes Licht aus. Es traf die Spinne und wo das Licht sie berührte, blieb nichts als verbranntes Fleisch übrig. Elena nutzte diese kleine Ablenkung und hastete auf die Spinne zu, um den Stab in das Untier zu stoßen und um es damit auszulöschen.

    Elena blinzelte ein paar Mal, während sie beobachtete wie das Wesen sich in Nichts auflöste und blickte dann zu den Anderen. Verwirrung stand in ihrem Gesicht geschrieben, ehe sie sich wieder fing und die Waffe wieder in dem Kreuz verschwand, welches sie dann mit beiden Händen festhielt.
     
  11. Lucretia

    Lucretia Guest

    Sie blieb im Hintergrund stehen, beobachtete die Gruppe. Im Grunde hatte sie hier nichts verloren und wenn jemand ihre Spur aufnahm, konnte es böse für sie enden. Nicht, dass sie es nicht gewohnt war. Aber jetzt, wo sie endlich wieder einen Körper hatte, wollte sie das Ganze ungern aufs Spiel setzen. Dennoch .. Es war so unglaublich erheiternd, endlich mal jemand anderes zu sehen.
     
  12. Paann

    Paann has a bad temper.

    Registriert seit:
    26. Februar 2002
    Beiträge:
    9.249
    Zustimmungen:
    2
    In dem alten, verlassenen Gemäuer hatten sich mittlerweile allerlei Tiere eingenistet. Gezwängt in den Nischen und Ritzen waren nun Fipen und Vogelgesang das Einzige was nun mehr in der Luft lag.

    Manchmal wenn sich der Wind regte und raschelnd durch das Laub der Bäume fuhr, hätte man meinen können weit entfernte Stimmen zu hören.
    Schallendes Gelächter, aufgebrachte Diskussionen, hin und wieder das Geräusch von Klingen, die in einander schepperten.

    Ein Echo aus längst vergangener Zeit, erhalten von dem letzen bisschen Magie, die einst diesen Ort umgab.
     
  13. vegetto17

    vegetto17 Schinderdschungel Gärtner

    Registriert seit:
    5. April 2001
    Beiträge:
    6.185
    Zustimmungen:
    3
    Eine Gestalt, pechschwarz wie der Tod, trat langsam aus den Nebelschwaden hervor. Der Blick schweifte über das Land und die mittlereweile verfallenen Gebäude. Die letzten Reste seines Herzens wurden schwer bei diesem Anblick.
    Der linke Mundwinkel zuckte leicht nach oben. Geschmeidig, als wäre er keinen Tag gealtert, zog er sein Schwert aus der Scheide und rammte es in den felsigen Untergrund.

    "Behüte diesen Ort! Behüte alles was hier war, ist und jemals wieder sein wird!"

    Mit seinen Fingern formte er einige komplizierte Gesten, mit der Kraft seiner Gedanken wob er den letzten Bann.
    Hinter ihm erschien ein steinerner Thron auf den er sich mühsam sinken ließ.

    "Mögen die Krieger in Frieden Ruhen und auf den Tag ihrer Wiedergeburt warten!"

    Mit diesen Worten schloss er die Augen, ließ sich fallen in einen endlosen Traum aus alten Zeiten!
    Und so würde er warten bis zu dem Tag wo er wieder gebraucht würde!
     
  14. Sarana

    Sarana ..~Hold me~..

    Registriert seit:
    7. Dezember 2001
    Beiträge:
    5.637
    Zustimmungen:
    0
    Ohne den Griff des Schwertes zu berühren, glitt ihre Hand leicht darüber, verharrte, ehe sie ihre Hand wieder sinken ließ. Eine Geste, welche sie schon des Öfteren ausgeführt hatte. Es kam ihr falsch vor, diese Waffe zu berühren. So als könnte sie es beschmutzen.

    Ihr Blick hob sich zu der Gestalt auf dem Thron und wie sooft umspielte ihre Lippen ein seichtes Lächeln. Auch er konnte nicht von diesem Ort lassen, auch wenn die Gebäude schon längst dem Verfall preisgegeben waren. Er würde immer hier sein. So wie auch sie immer hier sein würde. Selbst wenn sie sich nicht an den Kämpfen beteiligen würde.

    Einst war sie die Kriegerin des Lichts. In ihrer alten Heimat war sie eine Legende. So sollte es auch bleiben. Man musste nicht wissen, dass sie noch immer da war. Mittlerweile betrachtete sie sich mehr als eine Hüterin des Lichts. Sie würde auf ewig den Kristall in ihrem Herzen beschützen, bis das Universum vergehen würde.

    Sie musste schmunzeln, als sich Erinnerungen an vergangene Tage vor ihrem inneren Auge auftaten. Wie oft man damals versucht hatte sie zu bekehren. Auf die Seite der Finsternis zu holen. Selbst ihr Bruder hatte es versucht. Erfolglos.

    Mit ruhigen Schritten trat sie an die ruhende Gestalt auf dem Thron heran und streckte leicht ihre Hand aus. Kurz bevor sie sein Gesicht, seine Wange berühren konnte, hielt sie inne und ballte leicht ihre Hand zur Faust. Kopfschüttelnd zog sie ihre Hand zurück und entfernte sich wieder von ihm, ihr Blick ging hinauf zum Himmel. Das Glasdach war schon lange nicht mehr intakt.

    "Wir werden immer hier sein. Nicht wahr?"

    Ihre Augen schließend, erstrahlte ihr Körper in einem sanften Licht, bis ihre Gestalt verschwunden war. Ein kleiner Licht-Orbit flog um das Schwert herum, ebenso um die ruhende Gestalt auf dem Thron. Wie ein Abschied, doch kein Abschied für immer. Sie würde wieder kommen, doch solange zog sie ihre Kreise um dieses Gebäude und den dunklen Wäldern.
     
  15. Laha-chan

    Laha-chan .

    Registriert seit:
    9. Februar 2002
    Beiträge:
    14.328
    Zustimmungen:
    3
    Langsam schritt sie durch die Ruinen, während sie sich misstrauisch umsah.
    Seine Präsenz hämmerte immernoch in ihren Knochen, obwohl es nun schon eine Zeit her war, dass sie so gebündelt aufgetrat. Nach ihrem eigenen Gefühl hatte sie zu lange gezögert, doch endlich trieb sie ihre Neugierde wieder hier her. Sie betrachtete die Überreste der Hallen, bis sich ihre Aufmerksamkeit auf den steinernen Thron lenkte.

    Schweigend begann sie, mehr oder minder bemüht unbemerkt, ihn einzukreisen, um dann doch frontal zu ihm stehen zu bleiben und anzusehen.

    Luzia neigte den Kopf leicht zur Seite, hin und her. Sah sich wieder um. Schließlich überbrückte sie den letzten Abstand und kam an der Seite des Thrones zum Stehen. Leicht beugte sie sich vor und blickte ihn forschend an.

    "Du bist da." Sie wirkte kurz erheitert, dann hob sie die Hand und berührte mit den Fingerspitzen sein Gesicht. "Du bist wirklich da."
     
  16. vegetto17

    vegetto17 Schinderdschungel Gärtner

    Registriert seit:
    5. April 2001
    Beiträge:
    6.185
    Zustimmungen:
    3
    Als sein Gesicht berührt wurde riss er sofort die Augen auf.

    "Wer wagt es meine Ruhe zu stören? "

    Erst jetzt erkannte er die Frau welche da vor ihm stand. Sofort fuhr seine Hand zur Scheide. Dann fiel ihm ein das er sein Schwert unweit von ihm in den Boden gerammt hatte. Blitzschnell legte er sich ein paar Zauber zurecht.

    "Ah, du bist es Luzia. Was verschafft mir diese Ehre."
     
  17. Laha-chan

    Laha-chan .

    Registriert seit:
    9. Februar 2002
    Beiträge:
    14.328
    Zustimmungen:
    3
    Sie zog leicht eine Augenbraue hoch und betrachtete ihn skeptisch. "Na na. Als ob ich dir immer was schlechtes will." Luzia lächelte ihn an, vielleicht ein bisschen zu freundlich. "Wobei Gelegenheit gab es ja", fuhr sie fort und klopfte leicht gegen seine Rüstung. "Alles abhalten tut die ja immerhin auch nicht."

    Geschwind lies sie sich auf der Lehne sinken, musterte ihn nun mit unverhohlener Neugierde.
    "Aber um deine Frage zu beantworten: Ich bin hier, weil du hier bist. Also ... Was treibt dich wieder hierher, hm?"
     
  18. vegetto17

    vegetto17 Schinderdschungel Gärtner

    Registriert seit:
    5. April 2001
    Beiträge:
    6.185
    Zustimmungen:
    3
    Er kniff leicht die Augen zusammen als sie seine Rüstung berührte.

    "Allem hält sie nicht stand, dass ist wohl richtig."

    Kaum merklich drehte er den Kopf um Luzia nicht aus den Augen zu lassen. Langsam, fast schon herausfordernd, erhob er sich von seinem Thron und ging ein paar Schritte. Dabei wob er im Geiste seinen Zauber, welcher ihn im Falle eines Falles in Sicherheit bringen würde.

    "Was ich hier tue ist einfach. Ich möchte mich von den Strapazen der letzten Kämpfe erholen. Gegen Götter zu kämpfen ist immerhin keine Kleinigkeit."

    Bewusst blieb er mit dem Rücken zu Luzia stehen.
     
  19. Laha-chan

    Laha-chan .

    Registriert seit:
    9. Februar 2002
    Beiträge:
    14.328
    Zustimmungen:
    3
    Luzia lies sich auf die Sitzfläche des Thrones rutschen und baumelte mit den Füßen über die Lehne. Schweigend betrachtete sie seinen Rücken, hin und hergerissen. Sie könnte doch mal wieder ein bisschen .. Nur weil es Spaß machte ..

    "Ach diese Göttergeschichten schon wieder."

    Dolche aus Eis bildeten sich um den Thron herum und als Luzia sich vom Thron erhob, schossen diese auf ihren Gegenüber zu. "Und ich dachte doch tatsächlich, du hast mich vermisst." Sie lachte müde.