Tränen

Dieses Thema im Forum "Fanfictions" wurde erstellt von Freya Sarijas, 21. Februar 2007.

  1. Freya Sarijas

    Freya Sarijas Member

    Registriert seit:
    20. November 2006
    Beiträge:
    43
    Zustimmungen:
    0
    Hallo erstmal. :)

    Hab dieses Forum von einem Freund empfohlen bekommen, der mir gesagt hat ich würde hier gute Kritiken zu meinen Geschichten bekommen. Zumindest war das wohl bei ihm zu seiner Anfangszeit so gewesen. Würde mich jedenfalls sehr darüber freuhen, bekomme sonst nämlich nicht viele. Die beisten enden bei "Gut." oder "Schlecht." xD

    Nun denn, zur Geschichte: Tränen ist eine Fortsetzungsgeschichte und außerdem meine zweite Geschichte. Die erste habe ich dann irgendwann abgebrochen, weil ich zwar die wichtigsten Stellen schon kannte, sie aber nicht miteinander verknüpfen konnte, bis ich schließlich eine ganz andere Geschichte im Kopf hatte. Das ganze ist nun ne ganze Weile her und ich habe immer nur kleinere Texte geschrieben.
    Noch ein kleiner Hinweis bevor es losgeht: Gedanken schreibe ich immer kursiv. Aber das merkt man ja auch.
    Hier ist sie also nun:

    Tränen


    Es gibt viele Geschichten…
    Geschichten voller Blut, Macht und Verderben.
    Von fabelhaften Wesen und todbringenden Kreaturen.
    Was würdest du tun, wenn du herausfändest, dass all das wirklich existiert und dich nur eines davon trennt:
    Geheimhaltung
    Ich möchte dir eine Geschichte erzählen. Eine traurige Geschichte, welche vielleicht noch ein gutes Ende nehmen kann. Lass mich dir die Geschichte von Magie erzählen.
    Meine Geschichte…​

    Es war später Herbst und kalt draußen. Gerade hatte ich meinen letzten Auftrag erfüllt und meinen Lohn abgeholt, als meine Schritte mich durch die Kälte in eine recht schäbige Spielunke führten. Nur hier, so wusste ich, würde ich halbwegs sicher sein vor nervigen Rednern, denn die hohen Damen und Herren ließen sich nicht dazu herab sich unter niederes Volk zu mischen, noch dazu in einer solch schäbigen Behausung. Zugleich trauten sich die meisten des ‚niederen Volkes’ nicht mich, als jemanden der bei den Adligen ein und aus ging, anzusprechen, da ein solcher Mann sich nie mit ihresgleichen unterhalten würde und sie sich bestenfalls einen Rausschmiss einhandeln würden, wegen Belästigung der bestzahlenden Gäste. Dieses Standesgerangel nutzte ich um etwas Ruhe zu haben. Niemand der einen Auftrag haben möchte, niemand der Geschichten hören will. Selbst die anfänglich misstrauischen Blicke waren inzwischen verschwunden, da sich die anderen Gäste an mich gewöhnt hatten und in der stummen Übereinkunft miteinander Wettranken, dass ich einfach ein gebrochener Mann war, der sich regelmäßig das Pech aus dem Leibe soff, was mir nur Recht war.
    Als ich die Tür zum ‚Schäbigen Schuppen’, wie das Bollhaus dank der hohen Adligen mittlerweile genannt wurde, öffnete, stieg mir wohlige Wärme entgegen. Meinerseits zufrieden schritt ich zu meinem Stammplatz und machte es mir in Erwartung eines ruhigen Abends bequem. Es dauerte nicht lange, als auch schon Morry, der Schankwart, zu mir rüber kam.
    „Na, Levis? Schon wieder in der Stadt? Scheint ja nicht gerade ein schwieriger Auftrag gewesen zu sein“, sagte er, während er ein Glas abtrocknete.
    „Ja, ziemlich einfach. Die Elementarkugeln scheinen momentan nur so geflogen zu kommen.“
    „Uiuiui. Das bedeutet, dass die Kassen klingen.“ Er stellte das Glas vor mich hin und sah mich erwartungsvoll an. „Das Übliche?“
    „Ja, das Übliche.“ Einen Moment schwieg ich ehe ich weiter sprach: „ Wegen der Kugeln klingeln nur deren Kassen, die ohnehin schon genug haben. Für den Rest des Volkes bedeutet das nur Gefahr, durch die vielen Naturkatastrophen. Neverly ist völlig verwüstet.“
    „Und eure Kasse klingelt auch“, sagte er, als er mir das Getränk unter die Nase hielt und sich weit zu mir herab beugte. Sogleich wandte er sich abermals ab um weiter Gläser zu trocknen. Der scharfe Geruch des alkoholischen Getränks stach mir in der Nase. Es war ein schwerer Geruch, doch er brachte mir Wohlbehagen.
    „Warum seid ihr so unzufrieden? Kaum jemand der nicht adelig ist besitzt auch nur annähernd so viel Geld wie sie, geschweige denn, dass er bei ihnen ein und aus ginge.“
    Es folgte wieder Stille. Ich hatte nicht vor ihm zu antworten. Was bedeuten mir Geld und der Adel? Ob Leute wie er, die nie wirklich etwas von diesem zu sehen bekamen jemals begreifen könnten? Ich konnte keinen Gefallen daran finden. Es machte die Dinge nur bequem, weiter nichts. Nach einer Weile schüttelte Morry einfach den Kopf und fuhr in einer Tonlage fort die sein Unverständnis ganz offenkundig belegte: „Ein Mann mit so viel Geld und Ansehen und alles was er übrig hat ist Unzufriedenheit. Das glaubt einem doch kein Mensch!“
    „Das ist meine Sache, Morry. Es geht dich nicht’s an“, unterbrach ich ihn ruhig. „Schon gut, schon gut. Ich bin schon wieder weg.“
    Ich atmete einmal tief ein und wieder aus, ehe ich mein Glas anhob und zu trinken begann.
    Diese unerfreulichen Gedanken aus meinem Kopf streichend nahm ich ein paar Schlucke des Brovos, eines stark alkoholisierten Getränks aus dem Westen. Ein kurzes Brennen im Hals als mir die Flüssigkeit die Kehle hinab glitt und es breitete sich wohlige Wärme in mir aus. Ich seufzte kurz und stützte mich auf meinen Arm. Mit jedem Glas entglitt mir ein klein wenig mehr meines Verstandes und ich dämmerte schweigend vor mich hin. Mehrmals bemerkte ich Morrys Blick auf mir. Ich wusste er hätte mir gern einen Vortrag über zu viel Alkohol gehalten und umging diesen, indem ich auf Morrys Blick nicht reagierte. Die Minuten verstreichen, während ich dem ein oder anderen Gedanken nachging bis schließlich beinahe zwei Stunden verstrichen waren.
    Ich sollte auf mein Zimmer gehen. Es ist schon spät und das war gewiss genügend Brovos. ging es mir durch den Kopf. Einen Moment später erhob ich mich und ging zur Treppe. Morry rief mir noch hinterher es sei das selbe Zimmer wie immer, als ich auch schon auf der ersten Treppenstufe stand – und stehen blieb. Wie war das grad? Ich drehte mich um und blickte in die Richtung aus der die Worte kamen. Tatsächlich. Schon auf meinem Weg hier her hatte ich die Worte gehört, doch der Alkohol verbot es mir allzu schnell zu reagieren.
    In einer Ecke des Raumes, recht abseits des Restlichen Geschehens, doch unweit der Treppe saß eine zierliche Gestalt, eingehüllt in einen tiefschwarzen Mantel. An eine Wand gedrängt und das Gesicht unter der Kapuze verborgen zischte sie ihren Verehrern etwas entgegen. Diese lachten und rückten ein weiteres Stückchen näher. Offenkundig, hatte Morry einige Gäste die nicht wussten wann man eine Frau in Ruhe zu lassen hatte.
    Mir entfuhr ein grimmiges Brummen, als mein Gehirn langsam wieder ansprang und ich mich den dreien näherte. „Och komm schon Püppchen, nu hab dich doch nicht so. Zeig uns doch was für Wunder du unter deinem so finstren Mantel versteckst. Wir werden dich auch sicherlich gut entlohnen.“ Wieder Gelächter. Einer der beiden wollte gerade seine Hand auf die Stelle ihres Mantels legen wo, sich bei einem Mann der Schritt befände, als mein Schatten über die Wand fiel. Ein Zucken und die Hand verschwand wo sie hergekommen war. Mit feindseligen Gesichtern drehten sich die beiden Männer zu mir um. „Was willst du den, Schnösel?“ „Genau, das ist unsere Braut! Mach das du weg kommst!“ Ein Lächeln schlich sich auf meine Züge. Inzwischen hatte sich mein Verstand wieder hochgearbeitet und analysierte die Situation. „Steh nicht so dümmlich da rum. Zieh endlich leine und grins nicht so blöd!“ Ich schwieg, genau wie sie.
     
  2. dark-toffel

    dark-toffel Mindfucked

    Registriert seit:
    18. März 2005
    Beiträge:
    320
    Zustimmungen:
    1
    na dann mal willkommen im forum^^
    ich muss sagen, die story macht wirklich lust auf mehr.
    auch wenn diese art held, die brummig in einer versifften kneipe abhängen noch nicht sooo originell is...aber mir haben diese typen irgendwie immer gefallen:D

    deine welt ist bis jetzt ja noch ziemlich geheimnisvoll, klingt aber interessant, mal sehn was noch alles kommt...ich bleib auf jeden fall dran
     
  3. dragancy

    dragancy ...

    Registriert seit:
    30. Mai 2004
    Beiträge:
    3.621
    Zustimmungen:
    0
    Also ich fands ganz interessant und mir gefällt der Charakter der Hauptperson. Ausserdem kannst du gut Gedanken und Situationen beschreiben. Nur eines: Mach bitte mehr Absätze, ich kann das sonst so schlecht lesen und verrutsch dauernd ^^

    Schnell weitermachen! ^^

    edit: achja, pflichtangaben solltest du noch reinmachen ^^
     
  4. Freya Sarijas

    Freya Sarijas Member

    Registriert seit:
    20. November 2006
    Beiträge:
    43
    Zustimmungen:
    0
    Vielen Dank. :)

    Ja, das Ganze wirkt am Anfang noch seeeehr Klischee. O_O Das ändert sich später erst. Ich kann von dem guten Levis mal ein Bild zeigen, die Geschichte baut am Anfang nämlich ausschließlich auf den Charakteren auf. Ziemlich lange sogar kommt ein Geschehen nach dem anderen allein durch die Charakterzüge der Charaktere zustande. Oder durch eben das, was die Charaktere so durchs Land treibt. Das liegt daran, das Gefühle hier auch im zentralen Mittelpunkt stehen. Insofern, als das eben alles stark von eben jenen abhängt. ... Verstanden? X_x *sich langsam selbst verwirrt*
    Später bekommt das Ganze dann erst einen Hauptplot, wenn alle Charaktere anwesend sind. Das dauert erstmal.

    Wie ich bereits sagte ist aus den Charakteren die Geschichte entstanden und die Charaktere sind aus Bildern entstanden aus denen ich einen Walli machen wollte.

    Also das hier ist Levis:
    X

    Das mit den Absätzen werde ich mir merken. ;) Hatte ich mir auch irgendwo gedacht, aber ich wollte nicht mehr weiter dran rum fummeln, hatte keine Lust mehr. xDD Morgen gibts mehr, dann frimel ich den Text auch extra auseinander.

    Freut mich das es euch gefällt. :)

    Edit: Pflichtangaben? Mist! Hab ich was verpasst? ;__; Was ist das?
     
  5. dragancy

    dragancy ...

    Registriert seit:
    30. Mai 2004
    Beiträge:
    3.621
    Zustimmungen:
    0
    Autor:
    Titel:
    Teile:
    Genre:
    Serie (Original oder Fanfiction):
    Pairing (wenn vorhanden):
    Disclaimer:

    Das sind sie, nur ausfüllen und oben einfügen ^^

    P.S: Das Bild passt gut zu ihm ^^
     
  6. Freya Sarijas

    Freya Sarijas Member

    Registriert seit:
    20. November 2006
    Beiträge:
    43
    Zustimmungen:
    0
    Danke, hatte den Thread aber auch grade gefunden und gelesen. xD

    Ich editier die Pflichtangaben oben in den ersten Post rein.

    Naja, nicht schwer das Bild passend zu machen, wenn erst das Bild, dann der Char da war. xD Ich habe auch zu den anderen Charakteren Bilder, nur für einen noch nicht. Werd noch schaun was ich da mache. Jedes Mal wenn ein neuer Charakter hinzu kommt - erkenntlich hinzu kommt - poste ich auch sein Bild. :)
     
  7. Scherben

    Scherben Member

    Registriert seit:
    10. März 2002
    Beiträge:
    418
    Zustimmungen:
    0
    Interessante Geschichte mit sehr greifbarer Atmosphäre.
    Gut, dass du es langsam angehst, da kann man sich gut darin einleben und eine Beziehung zu dieser Welt aufbauen.
    Bin schon sehr darauf gespannt, wie sich die Charaktere entwickeln.

    Eine ausgefeilte Wortwahl, die die Geschcihte trägt.

    Hier muss aber doch ein kleiner Heinweis sein:
    Achte darauf, dass du dich nicht mit den Sätzen und Formulierungen verzettelst.
    Einige Kommafehler machen es schwerer dem Inhalt des Satzes zu folgen und ich würde raten, lieber ein Wort weniger zu nutzen, als ein Wort zu viel.


    Also, bin gespannt auf das nächste Kapitel.
     
  8. Freya Sarijas

    Freya Sarijas Member

    Registriert seit:
    20. November 2006
    Beiträge:
    43
    Zustimmungen:
    0
    Ja stimmt, manchmal ist das etwas durcheinander, ich werde mich bemühen das etwas zu entwirren, das ist dann aber erst im nächsten Teil.
    ---------

    Meinen Blick auf den Dickeren von beiden gerichtet ging ich auf ihn zu und packte ihn am Arm. Ziel war es ihn schlicht raus zu schleifen, doch wie erwartet wehrte er sich.

    „He, was bildest du dir ein?“ warf er mir entgegen und riss sich wieder los.

    „Hast du ein Problem, Kleiner?“

    Mit diesen Worten sprang auch der zweite augenblicklich auf, bereit mich in die Mangel zu nehmen. Die beiden Männer wurden langsam lauter und erregten die Aufmerksamkeit der restlichen Gäste, sowie Morrys.

    „Nun ich habe nicht das Gefühl, die Lady wünscht eure Gesellschaft.“ Entgegnete ich schlicht.

    „Was geht dich das an?“ Die gleiche Unfreundlichkeit wie zuvor.

    Der zweite öffnete den Mund um etwas zu sagen. Offenbar musste er den Worten seines Kameraden immer noch mal Nachdruck verleihen.

    „Zum letzten Mal, verzieh dich einfach. Kümmer dich um deinen Kram!“

    Inzwischen herrschte im sonst so belebten Schankraum Totenstille. Jeder hatte mit dem was er tat aufgehört und sich zu uns umgedreht, mit dem Ziel dem Geschehen zu folgen. Es war töricht sich mit einem Mann höheren Ansehens anzulegen, besonders dann, wenn er gute Kontakte zu den Adeligen hatte. Wer nicht aufpasste, der landete schnell im Gefängnis. Dementsprechend selten kamen solche Situationen auch zustande und lockten jedes Mal lauter Sensationsgieriger Zuschauer an.

    „Tut mir leid die Herren, aber diesen Gefallen werde ich euch nicht tun können.“

    Einen kurzen Moment herrschte Stille in der ich beobachten konnte wie der Kopf des einen Rüpels dunkelrot anlief und sich die Gesichtszüge des anderen mehr und mehr verfinsterten. Innerlich wappnete ich mich auf das was nun kommen würde, gerade noch rechtzeitig, denn im selben Augenblick stürzte der Dicke auf mich zu. Mit einem schnellen Schritt zur Seite wich ich ihm aus, nur um seinem Kumpanen gegenüber zu stehen der sogleich ausholte. Wieder ausweichen, zurück treten, ausholen. Mit einem dumpfen Geräusch landete meine Faust im Gesicht des Mannes, der Rücklings gegen die Wand krachte. Erschrockene Rufe hallten durch den Raum, dann verspürte ich einen ziehenden Schmerz am Kopf. Einen Moment zu spät registrierte ich erst das klirrende Geräusch von zerbrechendem Glas, welches nur noch ein Hallen in meinem Kopf war.
    Verdammter... Wut keimte hauchzart in mir auf, wurde jedoch sogleich wieder bei Seite gedrängt. Ruhig drehte ich mich wieder um, den Blick auf den breiten Mann gerichtet, der noch immer die Überbleibsel einer Flasche in der Hand hielt.

    „Na schön…“ sagte ich leise.

    Mit einer schnellen Bewegung hechtete ich um den Tisch herum und schleuderte auch diesem Mann meine Faust ins Gesicht, seine Hand mit der kaputten Glasflasche abwehrend. Wenn sie unbedingt Prügel beziehen wollten, so konnten sie dies auch gerne tun. Das immer wieder kehrende Pochen in meinem Kopf, der schmerzhaft zu dröhnen begonnen hatte, schaffte dafür die beste Vorraussetzung. Ein kurzer Schlagabtausch und der Mann ging zu Boden. Seinen Freund, der mittlerweile wieder angekommen war, schickte ich ihm kurz darauf hinterher. Mit einem hauch grimmiger Genugtuung schleifte ich beide aus dem Gasthaus und hinein in das nächst gelegene Blumenbeet. Als ich wieder durch die Tür nach innen trat, jubelten die Anwesenden. Natürlich. Das her musste ein herrliches Amüsement gewesen sein. Einen betrunkenen aus den Reihen der Adeligen zu sehen der sich erfolgreich mit zwei scheinbar darin geübten Schlägern prügelt um eine mysteriöse, aber fraglich wirkende Dame zu retten, war schon etwas Besonderes.

    -------
    Bin mit der Kampfszene noch nicht zufrieden und werde die wohl noch umschreiben.

    Gruß

    Freya
     
  9. dragancy

    dragancy ...

    Registriert seit:
    30. Mai 2004
    Beiträge:
    3.621
    Zustimmungen:
    0
    Etwas kurz, aber dafür voller Action.

    Das ist aber ein heftiger Kampf... aber was tut man nicht alles wenns um Frauen geht ^^... Bleibt nur die Frage wer diese Frau ist o_O

    Schnell weiterschreiben ^^
     
  10. Freya Sarijas

    Freya Sarijas Member

    Registriert seit:
    20. November 2006
    Beiträge:
    43
    Zustimmungen:
    0
    Ja ist ziemlich wüst. Aber das sollte auch so sein, schließlich ist der Held was solche Leute betrifft recht skrupellos und diese Leute halt Ärsche. Betrunkene Ärsche. xD
    Bin allerdings mit dem Actiongehalt noch nicht zufrieden. Besser gesagt werde ich den Teil in Hinblick auf die Spannung nochmal überarbeiten.
    __________________

    Hier noch ein kurzer Teil. Am We gibts dafür nichts, weil ich nicht da bin.


    Schweigend trat ich zu der Dame an den Tisch und verbeugte mich mit schmerzendem Kopf.

    „Ich hoffe ihr seid wohlauf, Miss?“

    Das Loch unter der Kapuze in dem sich das Gesicht verbergen musste fuhr hoch und ich konnte mir ihr verwundertes Gesicht nur allzu gut vorstellen. Was aber, hatte sie so verwundert? Meine Hilfe? Nein, wohl kaum.

    Nach kurzem Zögern antwortete eine Stimme von der ich nicht zu sagen im Stande war ob sie nun mehr sanft war oder hart:
    „Mir geht es gut.“

    Es war eine tiefe Stimme und ohne Zweifel lag darin eine gewisse Sanftheit, aber auch Verbitterung und Härte schwangen mit. Ich zögerte kurz, doch an der abweisenden Haltung dieser Frau konnte ich ablesen, dass ich nicht mehr von ihr zu erwarten hatte.

    „Dann will ich ihren Abend nicht weiter Stören. Eine gute Nacht wünsche ich.“ Sagte ich noch, verbeugte mich ein weiteres Mal und ging wieder in Richtung Treppe.

    Das wird für Gerüchte sorgen. Dachte ich noch, während ich eine Treppenstufe nach der anderen empor stieg.

    Ein Freund der Adeligen der sich nicht nur für diese Unbekannte von vermutlich niedrigem Stand schlägt, sondern sich auch noch vor ihr verbeugt wie vor einer edlen Dame. Arg, verteufelt…Diese verdammte Nettikette….Morgen werde ich eh abreisen und bis ich die Tore dieser Stadt abermals passiere ist längst ein anderes Gerücht in Umlauf der die Leute beschäftigt.

    Ich wollte gerade in mein Zimmer gehen, als laute Schritte und Rufe hinter mir meine Aufmerksamkeit von der Türklinke fort lockten. Am Absatz der Treppe erschien ein etwas zerstreut wirkender Morry, einen nassen Lappen und Eiswürfel in der Hand.

    „Ich dachte die könntet ihr brauchen. Geht es euch auch wirklich gut?“ Wieder mal hatte Morry seinen raschen Verstand unter Beweis gestellt. Ich war dankbar für seine Fürsorge, denn mein Kopf fühlte sich an als würde er zerbersten.

    „Ihr blutet, soll ich einen Arzt kommen lassen?“

    „Nein, nein.“ Begann ich ihn zu beruhigen.

    „Es geht schon. Danke für die Eiswürfel, die kann ich wirklich gebrauchen.“ Dann nahm ich sie und verschwand in meinem Zimmer.

    Vor einem Spiegel wusch ich das Blut von meiner Wange und versuchte die Wunde etwas zu reinigen. Immer wieder zuckte ich weg, einer Welle des Schmerzes nachgebend die sich immer dann meldete, wenn ich dachte ich hätte eine Stelle gefunden an der ich vorsichtig tupfen konnte. In Gedanken war ich noch immer bei dieser Frau. Sie hatte ein Geheimnis zu verbergen, das sah man sofort. Worin bestand dieses Geheimnis? Sie wirkte nicht wie eine Frau, die sich gewöhnlich in Schankhäusern rum treibt. Nein, eher wie jemand der sich dort höchst unwohl fühlte. Und dieser Mantel. Sie hatte eine Reise hinter sich. Das erklärte den Reisemantel und den vielen Schmutz darauf. Vielleicht hatte sie für ein besseres Gasthaus einfach nicht genug Geld gehabt. Was aber verleitet eine so zarte Frau dazu eine Reise ganz alleine zu unternehmen? Keine Frau reist allein. Sie barg ein Geheimnis und ich hätte nur zu gern gewusst welches das ist.

    Jetzt aber, war es an der Zeit zu schlafen. Das verriet mir der pochende Schmerz an meinem Kopf und die wohltuende Wirkung der Eiswürfel darauf, ebenso wie das bequeme Bett unter mir. Ich war müde und erschöpft. Immerhin war ich selbst gerade erst von einer Reise zurückgekehrt. Ich würde schlafen…und am nächsten Morgen würde die Unbekannte auch schon verschwunden sein. Aber was machte das schon? Immerhin waren meine Augen so schwer….

    __________________

    So. Ich hoffe es gefällt.

    Sind das mittlerweile genügend Absätze? Ich trenne die Wörtliche Rede und Gedanken einfach immer. Denke so ist es übersichtlicher. In Büchern geht son Fließtext ja, aber im Internet ist das immer so schwer zu lesen..

    Gute Nacht. :)
     
  11. dragancy

    dragancy ...

    Registriert seit:
    30. Mai 2004
    Beiträge:
    3.621
    Zustimmungen:
    0
    Na die ist aber nicht gerade dankbar ô.o ... Aber dafür geheimnissvoll.. Ich hoffe mal, dass sich das Geheimniss um sie bald lüftet und dass es unserem Helden bald besser geht ^^
     
  12. Freya Sarijas

    Freya Sarijas Member

    Registriert seit:
    20. November 2006
    Beiträge:
    43
    Zustimmungen:
    0
    Schön das wenigstens einer hier noch liest. xD''

    Das Geheimnis um sie...abwarten ;P

    Wie war es denn vom Schriftstellerischen her? Eigentlich bin ich ja auf Verbesserungen aus. xD
    Andererseits ist Stille auch eine Antwort. :( Muss mich wohl noch mehr ansträngen.
     
  13. MajinKay

    MajinKay Revelation 6:4

    Registriert seit:
    24. März 2002
    Beiträge:
    2.584
    Zustimmungen:
    3
    ...oder einfach noch etwas warten. In diesem Forum dauert es manchmal ein wenig, bis Leser auf ein Thema aufmerksam werden ;)

    Also, was soll ich sagen? Die Geschichte selbst gefällt mir sehr gut. Auch wenn rein handlungstechnisch noch nicht *sooo* viel passiert ist, als eine kleine Schlägerei in einer Bar, hast du in den ersten Szenen eine wirklich gute Atmosphäre rüber gebracht und die bis jetzt auch noch gut gehalten. Der Hauptcharakter ist recht sympathisch, auch wenn er das vielleicht gar nicht beabsichtigt, und die Umgebung ist schön beschrieben.

    Rein fehlertechnisch kann ich nur ein paar wenige Flüchtigkeitsfehler, bzw. Tippfehler entdecken. Einige Punkte, wo Beistriche sein sollten, aber alles in allem nicht wirklich etwas großartig, dass den Lesespass sehr trüben könnte oder würde.

    Einzig und alleine zwei Dinge sind mir im letzten Teil noch etwas spanisch vorgekommen. Zum einen erwähnst du da einmal die "Nettikette", was ein wenig falsch am Platz ist. "Nettikette" oder "Netiquette" ist eine Wortkreation aus "Net" und "Etikette". Also offline nicht wirklich gut zu gebrauchen. Und zum anderen Haben mich die Eiswürfel ein wenig verwundert, da ich ursprünglich von einer Art mitteralterlichen Welt ausging. Aber gut, dies ist ja noch nicht bestätigt. Erwähnen wollt ich's aber trotzdem ;)

    Nun... So weit - So gut. Viel mehr kann ich im Moment nicht sagen. Mal abwarten, was der nächste Post so bringt. ^^

    -Kay
     
  14. Freya Sarijas

    Freya Sarijas Member

    Registriert seit:
    20. November 2006
    Beiträge:
    43
    Zustimmungen:
    0
    Das ist doch mal ne nette Kritik. :) Danke, hat sehr geholfen.

    Das mit der Dauer wusste ich nicht, werd ich mir aber merken.

    Kannst du mir viellleicht sagen wo die Beistriche sein sollten? Damit hab ichs nämlich nicht so. ^^''

    Das wusste ich garnicht, werd ein anderes Wort verwenden, danke. :)

    Und: Gabs da noch keine Eiswürfel? O_O Was haben die denn da benutzt? Ah...natürlich gibts keine Eiswürfel....*der GRoschen ist gefallen* Gibt ja keine Kühlschränke....Ops. xD Gut, gut. Mal schaun was die da verwendet haben. xD

    Vielen Dank nochmal. Freut mich das es dir soweit gefallen hat.

    Werd heute nochmal Mathe pauken können und dann morgen weiter schreiben. :)

    __________________

    Edit: Hab doch noch was, ist inhaltlich aber noch nicht viel weiter gekommen. Dafür aber sicher beim nächsten Mal. :) Da tappert er nämlich los. :D

    Hier ein weiterer Teil:

    Am nächsten Morgen erwachte ich mit einem monotonen Pochen im Kopf, welches mich schmerzhaft an den gestrigen Abend erinnerte. Nicht gerade wohl gelaunt blieb ich reglos und mit geschlossenen Augen liegen. Es musste schon später am Morgen sein, denn ich konnte warme Sonnenstrahlen auf meinem Gesicht spüren.

    Ich wollte schon weg sein…na ja. In diesem Zustand ist es vielleicht besser, etwas länger geschlafen zu haben. Gott, mein Kopf….


    Mühsam öffnete ich die Augen und blickte mich im Raum um. Sanfte Sonnenstrahlen machten hier und da den Tanz des Staubes sichtbar, der langsam auf den Boden fiel, beleuchtete Möbel und Wände. Ein Windhauch wehte ins Zimmer und verriet das offene Fenster.

    Morry muss heute schon mal hier gewesen sein. Ich hatte es gestern Nacht nicht geöffnet.

    Der Vorhang verursachte ein herrliches Spiel aus Licht und Schatten im Zimmer, während er im Wind tanzte.
    Einen Moment betrachtete ich dies, dann erhob ich mich – um gezwungener Weise inne zu halten. Ich konnte nicht sagen ob sich der Raum um mich rum oder doch mein Kopf drehte. Das Dröhnen wurde für einen Moment stärker, ebbte dann jedoch gemeinsam mit dem Schwindel wieder ab. Langsam stand ich auf. Diesmal würde ich vorbereitet sein. Doch es kam nichts. Leicht wankend, setzte ich meinen Weg fort, hinunter in den Schankraum.

    Viel war nicht los. Die meisten Leute betranken sich erst Abends.

    „Ach! Unser Retter ist auch schon wach!“ rief mir Morry von der Schanke her entgegen. Ich ging hin und setzte mich auf einen Stuhl an der Theke.

    „Was macht der Kopf?“

    „Brummt.“ ,kam die Antwort mit tiefer Stimme die so brummig klang, dass sie an der Antwort keinen Zweifel lies.

    „Da hilft nur eines.“

    Mit noch immer gesenktem Kopf lauschte ich den Geräuschen. Schritte, kurzes Plätschern einer Flüssigkeit, dann abermals Schritte und ein dumpfer Laut als etwas vor mir auf den Tresen gestellt wurde. Ich erkannte den Geruch noch bevor meine Augen reagieren konnten. Es war ein frisch gezapfter Krug Brovos. Ein kurzes „Danke“ ertönte und die Flüssigkeit lief auch schon meinen Rachen hinunter. Wieder dieses wohlige, kurzzeitige Brennen gefolgt von innerer Wärme. Ich stellte das Glas wieder zurück und betrachtete die trübe Flüssigkeit während ich das Glas langsam hin und her drehte.

    „Hast du die Frau von gestern noch mal gesehen?“ fragte ich, mehr in Gedanken versunken als anwesend.

    „Nein. Als ich nach ihr sehen wollte fand ich auf ihrem Bett nur die Bezahlung für das Zimmer. Sie selbst war schon verschwunden.“

    So früh schon? Seltsam….wirkt als hätte sie Dreck am Stecken….oder als hätte sie Angst vor etwas…..jedenfalls nicht ganz sauber.


    Als einer der wenigen die Morry schon seit Jahren kannte wusste ich nur zu gut, dass er noch vor Sonnenaufgang aufstand um den Schankraum geschäftsfähig zu machen. Ihr so frühes und noch dazu seltsames Verschwinden bestätigte mich noch in meiner Vermutung, dass diese Frau ein Geheimnis barg, welches ich nur zu gerne lüften würde.

    Was solls….nun ist sie fort. Vermutlich werde ich sie ohnehin nie wieder sehen.


    Mit einem weiteren kräftigen Schluck Brovos spülte ich die Neugierde hinunter.

    __________________
    Beim Nächsten Mal gehts richtig weiter. :)
     
  15. Puuchan

    Puuchan Back from hell how boring

    Registriert seit:
    18. November 2005
    Beiträge:
    789
    Zustimmungen:
    0
    Ich kann mich Kay nur anschließen ^^
    Was deine Frage mit den Eiswürfeln angeht, im Mittelalter nutzten sie dann meist einfach nur einen mit kaltem Wasser getränkten Lappen und wenn die Jahreszeit passte wurde Minze hinzugefügt.

    Und haha wie bringt man am besten einen Kater am nächsten Morgen zum Schweigen -... man säuft weiter XD gefällt mir!
     
  16. antivirus

    antivirus autark

    Registriert seit:
    6. Juli 2005
    Beiträge:
    93
    Zustimmungen:
    0
    Oder weil sie einfach zu faul/bequem/beschäftigt sind, eine Antwort zu hinterlassen ... so wie ich. *g* Ehrlich gestanden lese ich deine Geschichte jetzt schon mit, seitdem sie hier drin steht ... nun ja.
    Aber bis jetzt gefällt sie mir echt gut. Levis ist auch so ein typischer Trunkenbold ^^ Ich glaub, ich hätte den Brovos nicht angerührt, wenn ich ein Kater gehabt hätte. Harter Kerl, echt. Vielleicht aber auch nur ein wenig krank. ;)
    Das mit der Frau fand auch schon mysteriös, allerdings muss ich sagen, dass ich manchmal Levis' Reaktion oder Gedankengang nicht ganz nachvollziehen konnte. Ich mein, ok, als Gentleman hilft man schon mal einer Frau, wenn sie bedroht wird, aber dass er sich gleich soviele Gedanken über sie macht, z.B., dass sie ein Geheimnis wahren muss, weil sie so allein und flüchtig unterwegs sind. Ich glaube, mir wäre das danach scheißegal gewesen, hätte mich vllt. noch kurz gewundert und über ihre unhöfliche und unfreundlich Art geärgert, aber das wäre es gewesen. Aber vllt. hat er sich ja auch magisch von ihr angezogen gefühlt. :D (Oder aber, ich habe etwas überlesen/vergessen, hab schließlich den letzten Teil gestern gelesen ... ^^")
    Die Eiswürfel hingegen fand ich mal recht stylisch in der Fantasywelt. Hätteste einfach sagen können, war Absicht, weil ein Fabelwesen die herstellen kann. *lol* Nun ja ... ähm. Nicht alle meine Ideen sind toll. :rolleyes:

    So denn, warte ich mal auf den nächsten Teil ... auf das ich nicht wieder so ... "beschäftigt" bin und auch antworten kann. =P
     
  17. Freya Sarijas

    Freya Sarijas Member

    Registriert seit:
    20. November 2006
    Beiträge:
    43
    Zustimmungen:
    0
    Entschuldigt erstmal mein Schweigen, aber ich hatte da halt noch die erwähnten Klausuren und dafür hatte ich dann doch mehr Zeit benötigt als erwartet. >_>

    Morgen werde ich mich aber GANZ SICHER wieder mal an die Geschichte setzen und euch einen weiteren Teil darlegen können.

    Vielen Dank erstmal für alles Lob und auch die Kritik! :D

    Mir auch. Muahaha! Deswegen ists drin. xD Und weils einfach zu dem Kerl passt.

    Naja, weiß nicht ob ich dann nicht nochmal hinterher trinken würde. Hab gehört das soll wirklich helfen, aber ich war nie so betrunken und dass ich einen solchen Kater bekomme und hatte das eigentlich auch nicht vor. xDD
    Da hab ich Mitleid mit meiner Birne. Außerdem ist das garnicht nötig, ich bin auch so krank genug. xD

    Ich weiß nicht genau ob ich sie einfach nicht gut genug beschrieben habe oder ob du tatsächlich was nicht mitbekommen hast. ICh versuch mal zu erklären:
    Sie sitzt da in einem weiten, schwarzen Umhang der sie vollständig verhüllt. Sogar ihr Gesicht kann man nicht sehen. Dann reagiert sie auf die Hilfe sehr eigenartig und ihr Verschwinden ist es ja auch. Außerdem sind Frauen damals ja nicht mal eben einfach so alleine verreist. O_O

    Vielleicht ist es nun deutlicher.

    Kam das euch anderen denn auch so seltsam vor?

    Wie gesagt, morgen mehr. :)

    Gute Nacht

    Freya
     
  18. MajinKay

    MajinKay Revelation 6:4

    Registriert seit:
    24. März 2002
    Beiträge:
    2.584
    Zustimmungen:
    3
    Der Teil hat mir wieder recht gut gefallen. Die morgentliche Kater-Stimmung hast du recht gut eingefangen, und auch sonst war die Atmosphäre mal wieder prima rübergebracht :) Viel mehr fällt mir eigentlich nicht so richtig ein, da ja auch nicht *wirklich* viel passiert ist, aber ich nehme mal an, das wird sich bald noch ändern... Immerhin glaube ich nicht so wirklich, dass wir alle diese Fremde zum letzten Mal gesehen haben.

    Ah ja, und die Einstellung "Anfangen, mit dem man aufgehört hat" gefällt mir auch irgendwie. ^^ Vor allem, da sie auch irgendwie hilft *hust* Naja... und sonst gibts ja immer noch so patentierte Anti-Kater-Mittelchen wie 'Kays Rü-B-Frei'. *gg*

    Also denn - bis bald, will ich mal hoffen ;)

    -Kay
     
  19. Freya Sarijas

    Freya Sarijas Member

    Registriert seit:
    20. November 2006
    Beiträge:
    43
    Zustimmungen:
    0
    Soooo. DA bin ich wieder. Und ich habe euch was Lesestoff mitgebracht. :D
    Hat ja schließlich auch lange genug gedauert. Leider musste ich noch ein bisschen was anderes vor die Aktion schieben, aber wir wollen es ja auch alles schön komplett. :) Mir fallen immer noch so viele Sachen ein bis ich dahin komme wo ich eigentlich hin will. xD Beim nächsten Mal gibts nen längeren Teil. Da wird dann auch etwas von einer neuen, ganz interessanten Sache drin vorkommen. (Freut sich schon lange darauf diesen Teil der GEschichte zu schreiben :biggrin2: )

    __________________

    Hier ist der nächste Teil:


    Nur wenig später stand ich frisch gewaschen und mit weit weniger dröhnendem Kopf erneut im Schankraum und klatschte Morry einen Beutel Münzen auf den Tresen. Bei dem Laut drehte er sich um und ließ ein lautes Seuftzen vernehmen als er den Beutel entdeckte.

    „Ihr seid wirklich wie ein Streuner, Levis de Govery. Ihr werdet wohl nie länger als zwei Nächte bleiben.“

    Er nahm den Beutel an sich und sah mich wieder an.

    „Bevor ich zum nächsten Auftrag aufbreche komme ich wieder.“

    Entgegnete ich und wollte mich gerade umdrehen um den Abschied zu verkürzen, als ich seine Stimme wieder hörte.

    „Ich hoffe es ist bald. – Und passt auf euch auf.“

    Bei diesen Worten wurde Morrys Stimme so weich wie kaum einer sie zu hören bekam. Das er dazu überhaupt fähig war, würde der ein oder andere Tunichtgut, der Unfug in seiner Schänke treibt, nicht einmal glauben. Ein sanftes Grinsen schlich sich in meine Züge und ich wandte mich ihm wieder zu.

    „Nein, ich denke nicht so lange.“

    Sagte ich und nachdem wir uns eine Weile so angesehen hatten, beide mit einem sanften, aber schelmischen Grinsen im Gesicht, steckte ich meine Hand in meine Manteltasche und zog etwas heraus.
    Eine gänzlich akkurate Feder mit exotischem Muster in den verschiedensten Brauntönen, durchwandert mit weiß und schwarz kam zum Vorschein, welche im Licht der Schenke edel glänzte.

    „Pass hierauf für mich auf. Sie hat mir immer Glück gebracht, nun bringt sie es dir. Pass gut auf die Schänke auf, Morry.“

    Ich hielt sie ihm hin, doch er nahm sie nicht an.

    „Ach was. Bei euren halsbrecherischen Aktionen braucht ihr sie viel eher.“ Gab er zurück, doch die Gerührtheit in seinem Blick konnte er nicht verbergen.

    Morry und ich kannten uns schon so viele Jahre und er war der einzige der mir über diese Zeit hinweg wichtig geworden war. Selbst wenn ich ihn auf Abstand hielt und das gar nicht wollte, so war er in Gedanken und in meinem Herzen immer ein guter Freund gewesen. Hier in seiner Schänke, wo er mich immer wieder aufnahm, war mein zu Hause. Aber er hatte Recht. Ich würde nie länger bleiben. Das war so sicher, wie meine stetige Rückkehr. Ich konnte nicht allzu lange an einem Ort eingesperrt bleiben wie in einem Käfig.

    „Behalte sie. Ich habe so viel Glück, davon kann ich dir ruhig etwas abgeben.“ Mit einem Zwinkern legte ich sie vor ihn auf die Theke.

    Nie zuvor hatte ich meiner Verbundenheit zu ihm Ausdruck verliehen, selbst wenn ich wusste das er sich danach gesehnt hatte. Ich konnte diese Grenze die ich unwissentlich um mich aufgebaut hatte einfach nicht umgehen. Diesmal jedoch hatte ich trotz meines Versprechens bald wieder zurück zu sein das Gefühl ich würde ihn eine lange Zeit nicht mehr wieder sehen, obgleich ich es mir damals nicht erklären konnte.

    „Pass auf dich auf. Wir sehen uns bald.“

    Mit diesen Worten wandte ich mich um und ging endlich aus der Schenke hinaus. Die Kälte verschlang mich und war eine willkommene Erfrischung zu der Luft innerhalb des 'Schäbigen Schuppen'.

    Ich hasse lange Abschiede…

    Und ich hasste sie wirklich. Wegen diesem bedrückenden Gefühl welches diesmal nur umso stärker war durch die Ahnung Morry für länger als gedacht zu verlassen.

    Mit schweren Schritten gelang ich zum Stall und öffnete das Gatter. Mein Hengst stand ruhig dösend in seiner Box und schaute erst auf als ich bei ihm stand, wenn er auch die Ohren schon längst in meine Richtung gedreht hatte.

    „Hey..“ sagte ich leise und strich ihm über den Hals. Das Pferd knabberte zutraulich an meinem Kragen.

    „Es geht wieder los, Kleiner.“

    Morrys Laufbursche, Jerry, hatte ihn schon sorgsam gestriegelt, sodass ich ihn nur noch satteln musste ehe ich ihn hinaus aus dem Stall führen konnte. Das Tor schloss sich knarzend und ich wandte mich noch mal zur Schänke um. Morry war nicht gekommen, wie ich erwartet hatte.
    Wenn ich die Schänke einmal verlassen hatte wartete er jedes Mal drinnen bis er die Hufe meines Pferdes hören konnte, dann erst kam er ans Fenster. Ich wusste es, hatte es von Jerry erfahren.

    Bis bald…
    dachte ich noch, ehe ich die Zügel fester in die Hand nahm und aufsaß.

    „Na komm.“ Sagte ich zu meinem Gefährten und ritt im Galopp durch die Straßen davon.

    Hinter mir kam ein runder Kopf hinter dem Schankhausfenster zum Vorschein der sich seine eigenen, aber nicht unähnlichen Gedanken zu diesem Abschied machte. Mach keinen Blödsinn Levis…
     
  20. Puuchan

    Puuchan Back from hell how boring

    Registriert seit:
    18. November 2005
    Beiträge:
    789
    Zustimmungen:
    0
    Ich wusste zwar schon immer das Männer auch sowas haben, abner das war ja fast schon "zärtlich" wie die zwei sich verarbschiedet haben oO
    Vielleicht auch nur mein empfinden, das eine Freundschaft herrscht zwischen ihnen war klar;-)

    Levis de Govery hat was schönes der Name sehr harmonisch vom Klang her ^^

    BTW was ich voll vergessen hatte das letzte mal. Dein Bild !!!! Absolut genial !!!

    Lg Puu
     

Diese Seite empfehlen