Omega

Dieses Thema im Forum "Fanfictions" wurde erstellt von MajinKay, 18. Juli 2002.

  1. MajinKay

    MajinKay Revelation 6:4

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    Also, mal vorab:
    Dies ist meine aller, aller, aller, aller erste Story, die ich poste. Daher bitte ich euch, bei den Kritiken so ehrlich wie nur möglich zu sein.
    Desweiteren:
    - Ich schreib sie eigentlich auf Word XP. As far, as I know is der Zeichen satz von dem Prog nicht zu 100% kompatible zu dem Zeichensatz des Forums. Ich versuch zwar, die ganzen Fehler, die dadurch entstehen, im Nachhinein auszubesseren, aber ich bin mir ziemlich sicher, ich werd ein paar übersehen ( :dodgy: ). Also: Nicht wundern, wenn mal ein ? auftaucht, wo es nicht hingehört... :D
    - Der Anfang mag zwar ein wenig lame sein, aber mit der Zeit wirds besser (hoff ich mal...)
    - Ansonnsten: Viel Spass beim Lesen!


    EDIT:


    Autor: Meine Wenigkeit - Kay
    Titel: Omega
    Teile: Über 225 Seiten
    Genre: Thriller/Sci-Fi
    Serie: Original

    Claimer: Die folgende Geschichte und alle darin vorkommende Personen sind alleiniges geistiges Eigentum des Users 'MajinKay'. Parallelen der Geschichte mit bereits bestehenden Schauplätzen/Charakteren/Storylines sind zufälliger Natur und nicht beabsichtigt. Ich habe keine Motivation, mit dieser Geschichte Geld zu verdienen, schließe diese Möglichkeit aber nicht aus. Aus diesen genannten Gründen ersuche ich jeden, der Teile dieser Geschichte oder die Gesamtheit verwenden will, mich zu kontaktieren.


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    Kapitel 1 - World of Darkness (1)

    "Sind... sind sie sicher, das wir hier nicht gefunden werden können??"

    Der alte Mann sah sehr verängstigt und nervös aus. Schweiß rann ihm über die Stirn und tropfte auf seine Augengläser, die sehr dicht am Gesicht anlagen. Er nahm die Brille ab, holte aus seiner rechten Jackentasche ein Taschentuch heraus und putzte sie sorgfältig. Erst jetzt konnte die junge Reporterin sein Gesicht klar und deutlich erkennen. Es war übersäht von Falten, er hatte schwarze Ringe unter den Augen und er hatte sich seit mindestens einer Woche nicht mehr rasiert. Langsam verstand die junge Frau, was der Professor überhaupt alles durchgemacht haben musste.
    Sie wusste nur die knappen Fakten über ihn. Professor Charles Alvin Rhodestone. Professor für angewande Genetik und Dozent an einer der renommiertesten Universitäten dieses Landes. Überschüttet mit Auszeichnungen, Preisen für seine wissenschaftliche Arbeit. Einer der hellsten Köpfe der Welt, stets im Fernsehen, bis vor fünf Jahren. Kein offizieller Abschied, kein Wort an die Medien, nicht einmal seine besten Freunde verständigt. Einfach nur verschwunden. Lediglich eine kurze Nachricht hatte man in seinem Büro gefunden.
    >>Habe bessere Arbeit gefunden. Melde mich wieder<<
    Und dann, fünf Jahre später, ein Anruf bei ihrem Sender. Professor Rhodestone wäre bereit das erste Interview nach fünf Jahren exklusiv nur für Kanal 7 bringen. Unter einer Bedingung: Nur sie dürfte das Interview führen. Sie, Cathreen Fox, ein Nobody im Business. Gerade einmal ein paar Auslandsberichte gebracht. Und nur sie sollte dieses historische Interview führen. Klar, dass sie ihr Boss nicht lange darum bitten musste.

    "Keine Sorge, Professor... Wir befinden hier uns in einem Hotel, welches nicht einmal offiziell existiert... in einer Gegend, wo die meisten Leute nicht einmal wissen, was ein 'Professor' ist... Also... Sorgen sie sich bitte nicht."

    Auf diese Aussage hob der alte Mann seinen Blick und sah die Reporterin an. Sein Blick war sehr müde und ausgelaugt, aber es ging von ihm auch eine innere Wärme aus. Der Professor lächelte leicht, aber nur kurz. Seine Mine wurde schon nach kurzer Zeit wieder ernst. Cathreen interpretierte dies als Zeichen, dass er endlich anfangen wollte. Schnell legte sie sich einen Bleistift samt Block zurecht, aktivierte ihre Digitalkamera, welche schon in Position gebracht wurde, und räusperte sich noch einmal. Auch sie war nun bereit.

    "Also... Professor... Lassen sie uns anfangen? Meine erste Frage lautet: Was haben sie all die Jahre hinweg gemacht? Sie waren ja praktisch vom Erdboden verschluckt. Weder ihre Freund noch ihre Kollegen wussten, wo sie zu finden waren. Wo waren sie, Professor Rhodestone?"

    "Ich war... wie sagt man so schön... anderwärtig beschäftigt... um genau zu sein: Ich arbeitete die letzten fünf Jahre für die Regierung... oder besser gesagt: in einer geheimen Unterorganisation der Regierung... Einer Unterorganisation, die innerhalb der letzten fünf Jahre derart an Macht gewonnen hat, und diese auch nützt... Allerdings nicht nur zum 'Wohle der Menschheit'... Aus diesem Grund muss die Öffentlichkeit auch von der Bedrohung, die von 'Omega' ausgeht, informiert werden."

    "Omega...?"

    "Ja... der griechische Buchstabe... auch bezeichnend für das Ende... Und es wäre auch das Ende der uns bekannten Welt, wenn Omega noch mehr Macht bekommt... Aus diesem Grund sind sie auch hier... Sie sollen meine Geschichte in die Medien bringen... Den Menschen die Wahrheit erzählen. Die Wahrheit über... warten sie... haben sie auch dieses Geräusch gehört?"


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    Also? Was sagt ihr?
     
  2. stLynx

    stLynx Chef-Nörgler

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    Nur weiter so, gefällt mir. Der Stil ist gut. Über die Story kann man ja noch nicht viel sagen, ne geheime Regierungsabteilung ist nicht unbedingt übermäßig originell, aber ich weiß ja nicht, was da noch kommt. Hm ja, angenehm wenige Fehler, lässt sich gut lesen!

    Ich warte auf den nächsten Teil! :)
     
  3. MajinKay

    MajinKay Revelation 6:4

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    Naja... den wirklich großen Andrang gibts ja noch nicht, aber für stLynx kommt hier schon mal der nächste Teil...

    P.S.: Thx für die Kritik :D
    -------
    (2)

    "Verdammt... Es sind sie... ich weis nicht, wie sie mich hier gefunden haben, aber es sind zu hundert Prozent sie... schnell, wir müssen **** hier!"

    Der Professor sprang von seinem Stuhl und rannte zum Fenster, welches er vergeblich zu öffnen versuchte. Dies war eine der Macken an den billigen Hotels in dieser Stadt. Nicht immer war alles intakt. So wie zum Beispiel die Fenster. Auch Cathreen erhob sich von ihrem Stuhl und ging auf den alten Mann zu. Sie wollte ihm sagen, dass er die Nerven bewahren sollte, dass die Tür sicher verschlossen war und dass sie einfach nur die Polizei rufen müssten. Doch sie kam nicht dazu.
    Die Explosion kam ihr dazwischen.
    Es war für die beiden im Zimmer anwesenden nicht viel mehr als ein gewaltiger Knall. Kein Feuer, kein Rauch. Nur Lärm. Die Zimmertür explodierte nur mit einem gewaltigen Knall. Schlagartig war Cathreen jetzt auch bewusst, was dieses kratzen und schaben bedeutete. Die - wer auch immer die waren - hatten also den Sprengstoff an der Tür montiert.
    Obwohl die Detonation weder Feuer noch Rauch erzeugte, war es für beide in den ersten paar Sekunden nach dem Knall schwierig was zu erkennen. Die Explosion hatte einen Haufen Staub aufgewirbelt und die beiden waren von den zahlreichen Holzsplittern, die in ihren Körpern steckten, ziemlich abgelenkt. Ein weiterer Nebeneffekt, wenn man eine alte, sperrige Holztür in die Luft sprengt.
    Professor Rhodestone war der erste, der sie danach sah.
    Schon wenige Augenblicke nachdem sich der Staub einigermaßen abgesenkt hatte, stürmte etwa ein halbes Duzend schwerbewaffnete Soldaten in das Zimmer, zerrten die beiden Zivilisten an ihren Kleidern hoch, beschlagnahmten die gesamte Videoausrüstung und den Notizblock und legten schlussendlich den Beiden Handschellen an.
    Erst dann kamen sie.
    Es waren zwei Typen. Beide in einer fremdartig wirkenden Uniform. Sie war vollkommen schwarz, und jede Form von Abzeichen fehlte. Weder Dienstgrad noch Namensschild. Lediglich ein Emblem schmückte die Uniform im Bereich ihrer Oberarme. Das weiße Zeichen war deutlich zu erkennen, es stach förmlich heraus. Es war der griechische Buchstabe 'Omega'.
    Langsam musterte Cathreen auch die Gesichter der beiden Männer.
    Der linke war ein Schwarzer, mit einem ziemlich rundem Gesicht und kurzgeschorenen Haaren. Er war sehr groß, mindestens an die zwei Meter und sehr kräftig gebaut. Seine Muskeln spannten die Uniform bis ans Maximum. Er schaute grimmig drein und sein Blick hatte etwas Eiskaltes an sich. Er trug einen Ohrstöpsel, von dem aus ein Kabel wegging. Vermutlich ein Funkgerät.
    Der rechte war ein Weißer. Er hatte ein recht lang gezogenes Gesicht und hatte sehr blasse Haut. Dafür hatte er aber einen perfekt sitzenden Haarschnitt, welcher offenbar noch zusätzlich mit Gel behandelt wurde. Auch er sah ziemlich muskulös aus, aber er war kein Extremfall, wie der schwarze Soldat neben ihm. Und er war kleiner. Mindestens 20 cm. Und es gab noch einen anderen Unterschied: Dieser Soldat schaute noch viel Eiskalter aus als sein Kamerad.
    Nach wenigen Augenblicken des Stillschweigens war es auch der Weiße, der zu erst zu sprechen begann.

    "Professor Charles Alvin Rhodestone, nehme ich an?"
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    Kritisiert recht schön... *g*

    EDIT: r a u s wird zensiert??? Seit wann das denn? :indiffere
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Juli 2002
  4. Yuna Almasy

    Yuna Almasy New Member

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    Super geschichte schreib weiter
     
  5. stLynx

    stLynx Chef-Nörgler

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    Hm, wird interessant :)
    Worauf du aufpassen musst, ist das Plusquamperfekt (ich hoffe, ich verzettel mich jetzt nicht bei den Zeiten :D ): Da du ja in der Vergangenheit schreibst, musst das, was früher passiert ist, Vorvergangenheit sein. Also statt "sie montierten den Sprengstoff" "Sie HATTEN den Sprengstoff montiert"...
    Und das "einerseits, andererseits" passt nicht so 100%ig, weil diese Formulierung ja Gegensätze herausstellt und da eigentlich keine sind...

    Aber ansonsten gut!
     
  6. MajinKay

    MajinKay Revelation 6:4

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    @Lynx: Hmm.... Vorvergangenheit... das erinnert mich ja an was... ach weis schon wieder: Grammatik... *g*
    Stimmt aber... Werd das gleich einmal ausbessern... thx...

    @Yuna: *Juhu* Eine neue Leserin *freu*

    Den neuen Teil gibt es i.ü. heute am Abend/heute in der Nacht... wann ich eben ins Forum komm...
     
  7. MajinKay

    MajinKay Revelation 6:4

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    1. World of Darkness (3)

    Ich hasse zwar Doppelposts, aber zur besseren Übersicht schreib ichs trotzdem in einem extra Post.
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    Doch der Professor zeigte keine Reaktion. Sein Blick war immer noch gegen den Boden gerichtet, bedacht darauf, keinen der Männer in dem Zimmer anzusehen. Erst jetzt fiel Cathreen auf, dass der Professor seine Brille bei der Explosion verloren haben musste. Sein Gesicht war schmutzig von Staub und Blut, dass aus den vielen kleinen Wunden rann. Auch sah es so aus, als könnte er nicht mehr alleine auf seinen Beinen stehen, diese hängten lose nach unten und sahen schlaff und kraftlos aus. Offenbar stand er nur mehr, da ihn zwei Soldaten an seinen Armen hielten.
    Einige ewig erscheinende Momente vergingen, bis es dem weißen Soldaten zu bunt wurde. Er verzog sein Gesicht zu einer Grimasse und schritt wütend näher. Nur wenige Zentimeter vor dem Professor blieb er stehen und mit einem schnellen Handgriff packte er ihn an dessen Haarschopf. Er zog seinen Kopf hoch, sodass er dem Professor ins Gesicht sehen konnte. Doch dieser hatte seinen Blick immer noch gegen den Boden gerichtet.

    "Ich sagte: 'Professor Charles Alvin Rhodestone, nehme ich an'... Es wäre nett von ihnen gewesen, wenn Sie mir zumindest eine Antwort gegeben hätten... Nicht, das es etwas gebracht hätte, aber es würde zumindest von Stil sprechen..."

    Der Soldat grinste gehässig und ließ den Kopf des Professors wieder los, welcher mit einen Ruck wieder nach unten sackte. Der alte Mann war entweder völlig kraftlos oder völlig paralysiert.
    Langsam schritt der Soldat wieder zu seinem anderen Kameraden in der schwarzen Uniform. Auf dem Weg zu ihm holte er zwei lederne Handschuhe aus einer seiner zahlreichen Taschen und zog diese auch an. Dann drehte er sich wieder zu dem Professor und der jungen Reporterin. Sein Blick hatte sich erhärtet. Er schien nicht mehr zornig zu sein, nun sah er nur mehr eiskalt drein. Bereit zum töten. Es war ein Blick, der die junge Frau zum Erschaudern brachte. Vermutlich auch den Professor, wenn dieser den Soldaten je angeblickt hätte. Aber vielleicht kannte er ja dessen Gesicht schon.

    "Sie wissen, warum ich hier bin, Professor? Ich bin gekommen, um sie festzunehmen und ihnen den Prozess zu machen... Ihnen und all ihren Komplizen... oder Komplizinnen..."

    Dieser Satz zeige Wirkung. Der Professor erwachte plötzlich wieder aus seiner Stasis und blickte in das Gesicht der jungen Frau neben ihm. Man konnte den Horror in ihren Augen deutlich ablesen. Offenbar wusste sie, auf was der Soldat anspielen würde. Aber schon bald darauf senkte sich wieder der Kopf des alten Mannes. Jedoch fiel er nicht wieder in seine Paralyse zurück. Er sprach stattdessen.

    "Lassen Sie sie aus dem Spiel... Ich habe ihr nichts erzählt... sie weis von nichts... Das ist doch nur eine Sache zwischen ihnen und mir... Lassen sie die Frau aus dem Spiel... Bitte..."

    "Eine Sache zwischen 'Ihnen und mir'? Ha! Professor! Wir reden hier von Landesverrat. Verrat an allen Bürgern dieser Republik. Nein, diese Sache ist definitiv nicht zwischen uns beiden austragbar... Sie wurden bereits schuldig gesprochen... Sie und jeder, der ihnen hilft... Und sie können sich ja vorstellen, wie das Urteil lautet..."

    Auf den letzten Satz hin bewegte sich der weiße Soldat langsam und ruhig zu seinem schwarzen Kameraden. Sobald die letzten Worte im Raum verklungen waren, streckte er seine Hand aus. Bittend. Fordernd. Sein Kamerad reagierte auch sofort darauf. Er verschwand mit seiner rechten Hand hinter seinem Rücken und holte eine Pistole hervor. Mit Schalldämpfer. Ein altes Modell, aber dennoch das Perfekteste für diese Angelegenheit. Die junge Frau brach in Panik aus. Langsam dämmerte ihr, was passieren würde. Zu oft hatte sie schon die gleichen Szenarien gesehen. Dafür Hintergrundinformationen gesammelt. Das ganze sah so bekannt aus. Ein Zimmer in einem Hotel, das niemand kannte. Eine junge Frau und ein älterer Mann. Der Mann war schon länger verschwunden und hatte offenbar Dreck am Stecken. War verzweifelt. Die typische Situation für einen Mord mit anschließenden Selbstmord. Es war tatsächlich perfekt. Dafür brauchte der Soldat auch die Handschuhe. Nicht seine Fingerabdrücke und Gewebematerial, sondern das des Professors musste auf die Waffe. Ein wirklich gut durchdachter Plan.
    Die junge Frau strampelte mit den Beinen und versuchte sich irgendwie loszureißen, aber ihre Versuche scheiternden. Stattdessen zwangen sie die beiden Soldaten auf die Knie, so das sie vor dem Soldaten in Schwarz kniend auf ihr Schicksal warten musste.

    Dieser schritt auch langsam näher und richtete schlussendlich die Waffe gegen ihren Kopf, der Schalldämpfer berührte dabei ganz leicht ihre Stirn.
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    Also... ich warte auf eure Kritiken...
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Juli 2002
  8. FuturTrunksGirl

    FuturTrunksGirl When you touch me

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    HI!!!!
    Klasse Teil!!! :lol2: Schreib schnell weiter :lol2:!!!

    BYE FTG :kiss:
     
  9. stLynx

    stLynx Chef-Nörgler

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    Das schreibst du jetzt wortwörtlich in jede FF rein, ja? :dodgy:

    @Story: Der Teil ist gut geworden, am Ende war ein kleiner Fehler: "Stattdessen zwangen sie die beiden Soldaten neben ihr auf die Knie" - müsste es da nicht "neben ihnen" heißen? "Neben ihr" würde ja heißen, die Reporterin kniete anschließend neben sich selbst? :confused2
     
  10. MajinKay

    MajinKay Revelation 6:4

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    @FTG: Und wieder nen Leser mehr... *g*

    @Lynx: Ja... was soll ich sagen? Lapsus Lingue, hm? Hab ich glatt übersehn...
    (BTW muss ich Lynx ein großes Lob aussprechen, da er sehr genau ist und wirklich jeden Fehler findet. Finde ich super, da ich selbst immer wieder welche übersehe/nicht ausbessere. Thx für die Genauigkeit!)
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Juli 2002
  11. stLynx

    stLynx Chef-Nörgler

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    Danke danke *verbeug* :D
    Dann zoll ich dir mal im Gegenzug ein Lob für die gute FF, wenn's Recht ist :)
     
  12. MajinKay

    MajinKay Revelation 6:4

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    1. World of Darkness (4)

    Den neuen Teil gibts heute mal etwas früher... dafür aber mit wahrscheinlich mehr Fehlern (die nächsten 2 Teile hab ich zu sehr später Stunde geschrieben... so um 0200 herum... also nicht wundern :dodgy: )
    Trotzdem viel Spass damit...
    -----
    Die junge Frau erlebte die schlimmsten Sekunden ihres Lebens. Der Soldat würde nicht mit der Wimper zucken und abdrücken, soviel war ihr klar. Wer auch immer er war, er war auf jeden Fall ein Profi. Das hieß offenbar, dass er keine Gnade kannte. Diese Einschätzung bestätigte sich für Cathreen, als sie noch ein letztes Mal in seine Augen sah. Es waren die Augen eines Fanatikers. Doch es gab noch ein zweites Indiz.
    Er lächelte.
    Machte es ihm Spaß?

    "Bitte... nicht..."

    Es war nicht Cathreen, die sprach. Vielmehr war es die Hoffnungslosigkeit und die Panik in ihr, die Worte fand. Sinnlose Worte, nebenbei. Denn kein ?Bitte' dieser Welt hätte den Soldaten davon abhalten können. Ein Handy allerdings schon.
    Es war ein etwas peinlicher Moment. Etwa eine halbe Sekunde, bevor der eine Soldat tatsächlich abdrücken wollte, konnte man in dem einst totenstillen Raum eine Melodie hören. Sie war klar und deutlich wahrzunehmen. Beethovens Fünfte. Die Schicksalssinfonie. Wie passend.
    Der Soldat mit der Waffe in der Hand hielt inne. Sein Gesicht verzog sich langsam aber stetig zu einer Grimasse. Offenbar hatte er alles in diesem Moment erwartet, alles, nur nicht das sein Handy läuten würde. Man konnte es ihm regelrecht ansehen, dass er einige Zeit im Kampf mit sich selbst stand. Sollte er nun abheben oder nicht? Immerhin wurde er kurz vor der Vollstreckung unterbrochen. Ein Moment, der ihm offenbar sehr viel Freude bereitet hätte. Was sollte er nur tun? Die Melodie spielte schon einige Zeit, bis er endlich zu einer Entscheidung kam. Mit einer schnellen Handbewegung senkte er die Waffe und ließ sie hinter seinem Rücken in einen Halfter verschwinden. In der gleichen Bewegung holte er auch sein Handy hervor, welches nur wenige Zentimeter neben dem Halfter an einem Gürtelclip hing. Genervt und sichtlich wütend hob er ab.

    "Was ist...!?"

    Offenbar war etwas wichtiges. Oder jemand wichtiges. Die Mine des Soldaten änderte sich schlagartig von einer Sekunde auf die andere, als er eine Antwort vernahm. Sie entspannte sich ein wenig, war aber immer noch gekennzeichnet von einem eiskalten Touch. Man konnte die Stimme aus dem Mobiltelefon zwar ganz leise hören, allerdings war es unmöglich, wirklich etwas davon zu verstehen. Ganz anders die Antworten des Soldaten. Sie waren laut und deutlich und auch konnte man Erfurcht aus ihnen heraushören.

    "Ja, Sir... Sie sind hier, Sir... Es sind zwei, Sir... Positiv, Sir... Wie bitte...Sir...? Sind Sie sich dessen sicher, Sir...? Jawohl, Sir!"

    Der Soldat legte so schnell wieder auf und ließ sein Handy wieder verschwinden, wie er es auch einst hervor geholt hatte. Dann sah er sich die fragenden Gesichtsausdrücke der anderen Soldaten in diesem Raum an. Langsam schritt er wieder näher zu Cathreen und dem Professor. Er ging um sie herum, ohne ein Wort zu sagen. Dann ging er wieder zu seinem schwarzen Kameraden und blieb kurz vor ihm stehen. Mit dem Rücken zu seinen Gefangenen gekehrt begann er erst nach einigen bangen Momenten zu sprechen.

    "Lasst sie los... beide..."

    Ein Ruck ging durch die Anwesenden in dem Raum. Ein Ruck der Fassungslosigkeit und der Verwunderung seitens seiner Kameraden, ein Ruck der Freude und der Hoffnung seitens deren Gefangenen. Selbst der Professor schien einmal mehr zum Leben erwacht zu sein. Auch er zeigte eine Reaktion. Seine Beine kamen auf wunderbarer Weise wieder zu Kraft und er konnte wieder ohne fremde Hilfe aufrecht stehen.
    Aber dennoch passierte nichts. Keiner der Soldaten war wirklich überzeugt von den Worten ihres Kameraden. Oder ihres Ranghöheren? Schwer zu sagen, wenn nichts außer dem weißen 'Omega' seine Uniform zierte.

    "Habt ihr nicht gehört!? Lasst sie los! Jetzt!"

    Erst als seine Stimme lauter wurde und eine ungeheure Wut in ihr zu vernehmen war, kam auch Leben in die sechs Soldaten, die das Sturmkommando bildeten. Schnell legten sie dem Professor und der Reporterin die Handschellen ab und ließen sie auch wieder los.
    Die beiden wollten sich sofort auf den Weg machen und das Zimmer verlassen, jedoch hielten sie inne, als sie noch ein letztes Mal die Stimme des Soldaten vernahmen.

    "Drehen sie sich nicht um... Denken sie nicht einmal daran..."

    Seine Stimme war gefüllt mit Hass und Wut. Doch auch das konnte sie nicht mehr abschrecken. Zu sehr bewegte sie der Wunsch, endlich dieses Zimmer verlassen zu können. Sie hetzten hinaus auf die Straße und rannten davon. Ohne sich einmal umzudrehen. Sie waren endlich in Sicherheit. Oder?
    Kaum waren die Beiden aus dem Zimmer gestürmt, bekamen auch die anderen Soldaten den Befehl, wieder 'zum Stützpunkt' zurückzukehren. Einzig die beiden in der schwarzen Uniform verblieben noch einige Zeit in dem leeren und zerstörten Zimmer. In der selben Pose. Nach etwa zwei Minuten drehte der schwarze Soldat seinen Kopf und sah seinem weißen Kameraden ins Gesicht.

    "Was hat der Alte gesagt?"

    Auch der Weiße drehte seinen Kopf und sah ihm entgegen. Sein Gesicht war wieder gezeichnet von einem Grinsen. Einem diabolischen und gefährlichen Grinsen. Langsam griff er an seinen rechten Beinhalfter und holte eine futuristisch anmutende Waffe hervor. Er drückte ein paar Knöpfe, worauf hin einige Energiekristalle in der Waffe zu Glühen begannen. Dann sah er wieder auf zu seinem Freund.

    "Auf der Flucht erschossen..."
    -----
    Ich warte schon gespannt auf eure Kritiken... *g*
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Juli 2002
  13. stLynx

    stLynx Chef-Nörgler

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    *klatsch* *applaudier* Da is ja wirklich alles drin! Spannung, Humor, geniale Formulierung (die Sache mit der 5.! :eek: ) - nur eines nicht: Fehler! :D Ich hab zumindest keine gefunden (und ich finde sonst fast immer welche ;) )...

    Bin schon gespannt, wie's weitergeht - vielleicht solltest du immer zu so unmöglichen Uhrzeiten schreiben :D
     
  14. MajinKay

    MajinKay Revelation 6:4

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    Danke, danke *verbeug* was für eine Kritik! *g*
    Das mit dem
    lass ich mir nochmal durch den Kopf gehen - damals hatte ich eben nen Geistesblitz um die Zeit herum (und nen Laptop in der nähe :D )
    BTW: Keine Fehler? Wundert mich eigentlich... hmm...

    Zu den nächsten Teilen noch ne kleine Vorab-Info:
    Ab Kapitel 2 kommt auch mehr Action in die Story ( :dodgy: ), also alle, die die Story bis jetzt für nen Thriller gehalten haben, werden ihre Meinung noch mal überdenken müssen ( :D :D :D )

    PS: Wenn jetzt noch wer was postet wär ich glücklich... heute am Abend/in der Nacht kommt Teil 1 von Kapitel 2, und ich hasse Doppelposts...
     
  15. stLynx

    stLynx Chef-Nörgler

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    OK, post ich halt was :dodgy: - nur was? ;)
    Also, ich hab jedenfalls keine Fehler gefunden, können also zumindest keine schwerwiegenden drin sein... oder ich sollte nicht mehr zu unmöglichen Uhrzeiten LESEN :D
    Mehr Action? Mal sehen, was ich mir darunter vorzustellen habe... (der alte Professor wird bestimmt zum SSJ :D - kleiner Scherz :dodgy: )
     
  16. MajinKay

    MajinKay Revelation 6:4

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    2. Angels And Devils (1)

    So... wie versprochen bringe ich heute Teil 1 von Kapitel 2.
    Zu den nächsten 2 Teilen muss ich aber noch was vorab sagen: Mir persönlich gefallen sie nicht sonderlich. Ich musste irgendwie ne Überleitung zu den anderen Hauptpersonen finden, und mir is nix besseres eingefallen :dodgy:...
    Aber trotzdem viel Spass!
    -----

    Kapitel 2 Angels and Devils

    Es war nicht mehr als ein Routineeinsatz. Mehrere bewaffnete Terroristen, die sich in einem Gebäude verschanzten. Kaum der Rede wert. Und dennoch schafften es weder die CT - Teams der ansässigen Polizei noch die Delta Force, die Typen auszuräuchern. Etwas war unheimlich an dem Szenario. Etwas stimmte nicht. Niemals würden ein paar Terroristen so viel Ärger machen. Und dennoch. Kein Mitglied der SWAT - Teams oder der Delta - Teams kam zurück. Zumindest nicht in einem Stück.
    Aus diesem Grund wurde auch er geschickt.
    Immerhin war er einer der Besten. Ausgebildet, eine solche Situation innerhalb kürzerster Zeit mit minimalsten Verlusten seitens der Zivilbevölkerung zu bereinigen. Das war sein Job, seine Bestimmung.

    "Sind Sie sich wirklich sicher, Sir?"

    Ruhig und konzentriert sah er noch einmal aus dem Transporter und blickte auf die stillgelegte Fabrik unter ihm, bevor er sich wieder dem Piloten zuwandte und seine Frage beantwortete.

    "Sicher...? Es geht da gute 250 Meter runter... Ich beabsichtige aus dem Transporter zu springen, nur mit einem etwas 1 cm dicken Seil gesichert, und dann durch ein Dachfenster in eine alte Fabrik einzudringen, in der etwa 20 schwerbewaffnete Terroristen auf mich lauern... und das Ganze natürlich im Alleingang... Ja, Captain, ich bin mir meiner Sache ziemlich sicher..."

    Der Pilot nickte kurz zu dieser sarkastischen Aussage, murmelte noch etwas in seinen Bart und versuchte wieder, den Transporter ruhig und sicher in der Luft zu halten. Dies war keine sehr leichte Aufgabe. Die Anti-G Motoren wurden bei dem Angriff ziemlich in Mitleidenschaft gezogen. Genauso wie die Stabilisatoren. Aber wer konnte schon ahnen, dass diese Amateure solche Waffen besaßen? Und selbst ein moderner Transporter der Gamma III Reihe hatte gegen eine ausgewachsene Rakete nur wenig entgegenzusetzen.
    Schnell und dennoch mit äußerster Konzentration drückte der Pilot einige Knöpfe und riss an seinem Steuerknüppel herum. Seine Versuche zeigten Wirkung. Der Transporter beruhigte sich langsam wieder und trudelte nicht mehr ganz so stark. Er drehte sich noch kurz zu seinem einzigen Passagier um. Dem Soldaten in der schwarzen Uniform.
    Er war ein junger Mann, der Pilot schätzte ihn auf etwa 25, der sehr durchtrainiert wirkte. Trotz seiner Uniform konnte man seine Muskelmasse gut erkennen. Er hatte einen sehr athletischen Körperbau und war sehr groß. Er schätzte ihn auf etwa 1,95 m. Sein Gesicht war sehr markant. Es zeigte keinerlei Annzeichen von Weiche oder Naivität. Tatsächlich sah er älter aus, als er wahrscheinlich war. Und es gab etwas an ihm, dass den Piloten etwas irritierte. Den ganzen Flug hindurch hatte er nicht ein einziges Mal seine schwarz verspiegelte Sonnenbrille abgenommen. Zusammen mit der schwarzen Uniform, den kurzen, schwarzen Haaren, dem schwarzen Berret und dem weißen Omega an seiner Uniform, erschuf sie einen sehr bedrohlichen Gesamteindruck des Soldaten. Er strahlte Gefährlichkeit aus. Vermutlich zu Recht.

    "Sir... was auch immer Sie vorhaben, vielleicht sollten Sie sich beeilen... Ich weis nämlich nicht, wie lange ich die Mühle noch ruhig halten kann... der zweite Stabilisator wird sich auch bald mal verabschieden..."

    Der junge Soldat blickte noch einmal zu dem Piloten am anderen Ende des Transporters und nickte kurz, bevor er sich wieder der Lage am Boden hingab.
    Das plötzlich auftretende SWAT - Team hatte ihnen das Leben gerettet. Ihr Auftreten lenkte das Feuer von dem Transporter, so dass dieser außer Gefahr war. Dafür standen jetzt aber die Beamten unter heftigen Feuer.
    Zeit sich zu revanchieren.

    "Ok, Snake... sobald ich am Boden bin, sehen Sie zu, dass sie wieder heil in die Basis kommen... klar?"

    Bei diesen Worten drehte sich der Soldat nicht mehr zu seinem Piloten. Er hatte wichtigeres zu tun. Schnell überprüfte er noch ein letztes Mal die Knoten an dem Seil, vergewisserte sich, dass der Halfter mit seiner Dienstwaffe sicher verschlossen war, richtete sein Berret noch zurrecht und musterte noch ein letztes Mal die Absprungstelle. Der Transporter befand sich genau über dem großen Dachfenster der Lagerhalle der Fabrik. 250 Meter. Das war kein Spaziergang. Aber irgendwer musste den Job ja machen.
    So sprang er.

    "Viel Glück Colonel."
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    Ihr wisst, was zu tun ist :)
     
  17. Aramis

    Aramis Böhser Onkel

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    Wirklich gut die Story, schreib mal schnell weiter.
     
  18. MajinKay

    MajinKay Revelation 6:4

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    2. Angels and Devils (2)

    So... der nächste (meiner Meinung nach miese) Teil...
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    Nur einen Augenblick später befand er sich im Freien Fall, etwas 200 Meter über dem Boden und raste dem Dachfenster zu. Für den Colonel erschien aber alles wie in Zeitlupe abzulaufen. Trotz der relativ kurzen Distanz fand er noch genug Zeit, sich den Schauplatz noch einmal genauer anzusehen. An der Nordseite der Fabrik stand das SWAT - Team und lieferte sich ein Feuergefecht mit den Terroristen. Er selbst sprang aber über der Südseite ab. Über der großen Lagerhalle. Hier gab es auch das einzige Dachfenster, das groß genug für einen solchen Plan war. Doch erst jetzt bemerkte er etwas an dem Fenster.
    Oder besser: dahinter.
    Langsam wurde die Figur immer deutlicher zu erkennen. Es war ein Mann in Militärskluft und mit einer Schimaske auf dem Kopf. Und er hatte eine Waffe in seinen Händen. Eine sehr große Waffe, wohlgemerkt. Die er auch benutzte.
    Und schon zersplitterte das große Dachfenster in tausend Scherben. Eine Rakete war dafür verantwortlich, die sich langsam den Weg zu dem Transporter bahnte. Noch einen Einschlag würde dieser wohl kaum überleben. Der Colonel musste sich etwas einfallen lassen. Er wollte, nein, er konnte Snake nicht so einfach opfern. Der Pilot wurde ihm einfach zugeteilt. Er hatte keine Ahnung, wen oder was er transportieren würde, oder gar wieso. Dieser Pilot stellte keine unnötigen Fragen, vermutlich wollte er die Antworten auch gar nicht wissen. Ein Grund mehr, ihn nicht einfach verrecken zu lassen. Also musste der Colonel handeln. So schnell es ihm nur möglich war, griff er zu seinem rechten Beinhalfter und holte seine Waffe heraus. Ein kurzer Blick, der ihm versicherte, dass sie immer noch auf Stand-By war. Also konnte er einfach abdrücken. Ein beruhigender Gedanke. Nun musste er sich einfach nur mehr auf seine Reflexe verlassen. Sie waren auch der große Trumpf in diesem ?Spiel'.
    Als die Rakete nur wenige Meter an ihm vorbei flog, drehte er sich mit einem Ruck um seine eigene Achse. Er konnte somit den Transporter, sowie auch die, auf ihn zusteuernde, Rakete deutlich sehen. Sie war nur mehr etwa 30 Meter von ihm entfernt. Wenig Spielraum. Dennoch gab es keine Alternative. Schnell streckte er seinen rechten Arm noch aus und drückte schließlich ab. Ein kurzer, roter Lichtstrahl verließ den Lauf seiner Pistole und raste mit ungeheurer Geschwindigkeit auf die Rakete zu. Und traf sie auch. In einer ungeheuren Explosion detonierte das Geschoss nur etwa 20 Meter vor dem Transporter. Dieser wurde von der Druckwelle erfasst und kam wieder ins Trudeln. Schwerer als je zuvor. Auch schien irgendetwas Feuer gefangen zu haben, denn dicke, schwarze Rauchschwaden traten vom Rumpf des Fluggerätes aus. Dennoch befand sich der Transporter immer noch in der Luft. Es gab eine Chance, wo früher keine war.
    Doch der Colonel musste einen teuren Preis dafür bezahlen. Durch die Druckwelle riss das Seil, welches seinen Aufprall eigentlich bremsen sollte. Somit raste er ungebremst und ohne Sicherung auf die Halle unter ihm zu. Und das mit dem Rücken voran
    Das würde ganz sicher wehtun.
    Mit einem ohrenbetäubenden Knall brach der junge Offizier durch die Reste des einstigen Dachfensters. Dabei durchschlug er durch die Wucht des Freien Falles auch das Holzgerüst, welches sich unterhalb des Fensters befand. Der einzelne Terrorist, der sich mit der Bazooka im Anschlag auf jenem Gerüst befand, brach mit ein. Durch den Einschlag wurde zentimeterdicker Holzstaub aufgewirbelt und im gesamten Raum verteilt. Die Luft wurde innerhalb weniger Sekunden zum schneiden dick.
    Auch rief der Lärm des Aufpralles einige weitere Terroristen auf den Plan. Mehrere vermummte Männer in Militärkleidung rannten in den Raum und versuchten trotz des aufgewirbelten Staubes etwas zu erkennen.

    "Hey... Bob... was zur Hölle war das?"

    Man konnte den fragenden Gesichtsausdruck des einen Mannes sogar unter seiner Schimaske ablesen. Er wandte sich zu einem seiner Kameraden, welcher sich bereits etwas weiter in das innere des Raumes gewagt hatte. Dieser sah auch langsam das Ausmaß der Zerstörung. Und schon kurz darauf dämmerte ihn, was hier vorgefallen sein musste.

    "Hähähä... Roy, siehst du das Seil da auf der Metallstange? Sieht ganz danach aus, als hätte hier wer versucht reinzukommen..."

    Mit einer klaren Handbewegung deutete er auf die Reste des Gerüstes. Das ehemalige Halteseil, welches den Colonel eigentlich sichern sollte, hing lose und zusammengeknüllt auf einer abstehenden Metallstange.

    "Yo, mein Alter... der is platt..."
    Roy riss sich schnell die Schimaske vom Kopf. Durch das Ding hindurch bekam er kaum Luft. Und was nützte sie schon? Er befand sich an keinem Fenster, und alle Anwesenden kannten ihn. Und der Eindringling. Kein Mensch hätte einen solchen Aufprall überlegt. Also gab es nichts, vor dem er sich sorgen sollte. Zumindest dachte er das.
    Unter der Maske befand sich das Gesicht einen Schwarzen. Sein Haupt war kahl geschoren und innerhalb kürzester Zeit staubbedeckt. Langsam und mit einer Seelenruhe griff er in eine seiner Taschen, holte eine Zigarette samt Feuerzeug heraus und zog seine Handschuhe aus. Als er die Zigarette in den Mund steckte, konnte man erkennen, dass sein linker Schneidezahn golden blitzte. Für ihn gab es nichts Besseres als eine Zigarette, wenn eine brenzlige Situation bereinigt war. Doch war sie das?

    "Nein... Aber ihr seid gleich platt..."

    Die Stimme war dunkel und rau. Und sie gehörte definitiv zu keinem der Männer in Schimasken. Soviel war Roy sofort klar. Dies, und der Fakt, dass sich die Quelle jener Stimme direkt hinter ihm befinden würde.
    Langsam und dennoch sehr nervös drehte sich Roy um die eigene Achse.
    Und da stand er. Nur wenige Zentimeter hinter ihm. Er war wie aus dem Nichts aufgetaucht. Seine Kleidung war ziemlich in Mitleidenschaft gezogen worden, aber dem Mann selbst schien es ausgesprochen gut zu gehen. Roy starrte direkt in die verspiegelte Sonnenbrille des Typen. Er konnte sich selbst darin sehen. Und er konnte sehen, wie ihm vor Schreck die Zigarette aus dem Mund fiel.

    "Überrascht...?"
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    Wie immer warte ich sehnsüchtig auf eure Bewertung/Kritik... :D
     
  19. stLynx

    stLynx Chef-Nörgler

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    Schon wieder keine Fehler - hast du etwa wieder nachts geschrieben? :D
    Also, von diesen letzten beiden Teilen gefiel mir der erste noch etwas besser, gut waren aber beide. Beim zweiten finde ich den Anfang etwas, naja, merkwürdig zu lesen, bis er durch das Fenster bricht, aber danach ist dir der Text wirklich gut gelungen!
    Übrigens mag ich solche plötzlichen Achtung-dieser-Teil-hat-mit-allem-bisherigen-scheinbar-rein-gar-nichts-zu-tun-Teile :)
     
  20. Aramis

    Aramis Böhser Onkel

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    Ich finde der Teil war gelungen. Er war zwar nicht so gut wie der vorige aber dennoch gut. Mach weiter!