Jesus Christus?

S.Fachinger

Uranai Baba
Mika-chan schrieb:
Warum diskutieren, das ist eine gute Frage. Vielleicht weil jeden von uns die Aussicht auf Überzeugung antreibt und zwar eine, die nicht nur jeden je für sich, sondern auch andere überzeugen kann.

Du willst mich überzeugen, dass es keinen Gott gibt? Das schaffst du nicht. Ebensogut könnte ich versuchen, dich zu überzeugen, dass es dich nicht gibt. :D

Mika-chan schrieb:
Der Glaube kann höchstens der Anfang sein. Dann muss er, nach und nach, zum Wissen umgebildet, erfahren werden. Vielleicht trifft das die Unterscheidung einer Theistin von einer Gläubigen, so wie du es beschrieben hast, obwohl ich das nicht mehr gläubig, sondern überzeugt nennen würde.

Bingo !!! Genau das ist der Punkt. Erst kommt der Glaube und dann das Wissen. Und ich bin überzeugt in dem Punkt, dass ich weiß, dass es Gott gibt. Gläubig bin ich in dem Punkt, dass mit dem Wissen um Gottes Existenz ja nicht alles getan ist. Wenn ich erst einmal erkannt habe, dass es Gott wirklich gibt, dann hat das Konsequenzen für mein Handeln. Also: Es gibt Gott, daraus folgt, ich möchte ihn erkennen. Dazu muss ich wieder Glauben einsetzen, um das zu Glauben, was in den Heiligen Schriften steht. Als ich soweit war, dass ich erkannt hatte, dass es Gott gibt, begann ich es so auszudrücken: "Ich glaube an Gott, aber nicht an die Kirche." Denn in den mir damals bekannten Kirchen (kath. und ev.) gab es mir zu viele Widersprüche. Außerdem konnte mir niemand erklären, wie es sein kann, dass Gott gut und allmächtig ist und es trotzdem so viel böses auf der Welt gibt. So hatte ich meine Meinung - Gott ja, Kirche nein - bis meine Schwester aus Kanada zurück kam und behauptete, sie hätte die wahre Kirche Gottes gefunden. Zu meiner großen Verwunderung ging meine Schwester, die absolut keine Kirchgängerin war, plötzlich jeden Sonntag in die (Mormonen)Kirche. Da sagte ich zu mir: "Eine Kirche, die das schafft, dass meine Schwester jeden Sonntag hin geht, die muss ich mir ansehen" ...

In der Bibel steht: "Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott."
Weiter steht in der Heiligen Schrift (da spricht Gott von sich selbst, bzw. Jesus Christus) "Ich bin Alpha und Omega. Ich bin ohne Anfang der Tage und ohne Ende der Jahre" und "Zeit ist nur den Menschen zugemessen".

Es lohnt sich, die Heiligen Schriften zu studieren. Da steht sehr viel Interessantes drin. Sowohl in der Bibel als auch im Buch Mormon. Warst du schon mal auf der Website der Kirche? Da haben sie jetzt etwas geändert. Es gibt keinen Button mehr für die Sprache, sondern da ist ein kleines Erdkugel Symbol. Wenn man das anklickt, erscheint eine Liste mit Sprachen, die man auswählen kann.

Mika-chan schrieb:
Was die Jünger angeht muss ich gestehen, dass ich garnicht so genau weiß, wer nach der Bibelgeschichte den Auferstandenen wieder gesehen hat. Aber immerhin stimmen wir bei der Vokabel "Wissen" überein, so würde ich es auch sagen.
In diesem Sinne schließen sich auch Wissen und Glauben aus. Was ich weiß, das kann ich nicht mehr nur glauben. Deswegen ist letztlich jede Form eines Gottesbeweises sinnlos, wenn die Forderung besteht, dass er geglaubt werden soll.

In der Bibel kannst du genau nachlesen, wer alles den Auferstandenen Christus gesehen hat. Es heißt, dass er sich nicht nur seinen Jüngern, sondern noch vielen anderen gezeigt hat. Und die erste, die den Auferstandenen Christus gesehen hat, war eine Frau: Maria aus Magdala.
Wissen und Glauben schließen einander nicht wirklich aus. Eher ist es so, dass vor dem Wissen immer erst der Glaube kommt. Das beginnt schon in der Schule. Ein Erstklässler muss seinem Lehrer glauben, dass das stimmt, was dieser sagt. Anders ist kein Lernen möglich. So geht der Lernprozess: Glauben >>> Ausprobieren >>> Wissen.
Was du weißt, das musst du nicht mehr glauben, denn du weißt es. Und löse dich mal von den katholischen Irrtümern, die anscheinend so tief in dir drin stecken, dass sie dich daran hindern, Gott zu erkennen. Es besteht keine Forderung, dass er geglaubt werden soll. Im Gegenteil: Gott möchte, dass wir ihn suchen. Wer Gott sucht, von dem lässt er sich finden.
Gottes Wege sind auch nicht unergründlich, schließlich sind wir seine Kinder, und das ist wörtlich zu nehmen. Denke den Gedanken mal zuende: Was bedeutet es, wenn wir buchstäblich Gottes Kinder sind? Wir können als solche erwachsen werden!
Das stand ursprünglich auch mal in der Bibel, aber es wurde von bösen Menschen heraus genommen, weil sie sonst keine Möglichkeiten gehabt hätten, ihre "Schäfchen" zu unterdrücken.

Besuche mal die Website der Kirche, das kann ich dir nur empfehlen.
Lieben Gruß
Susanne
 
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