Freiheit

K

Khnie

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Wen der Mensch Wüste was Frei Sein heist,dann würder er Niemals sagen ich will Frei sein.

Ein Mensch der aus dem Gefängnis kommt ist Zwar nicht mehr gefangen, aber dennoch gefangen, den er Tauscht die Gitter nur gegen die Geselschaft aus.

Wen du Frei sein willst,dann Höhre nicht auf die ,die gefangen sind sondern auf dich.

Ps.: die wahre Freiheit ohne Gesetz gibt es nicht grund das " Das Gesetz des Stärkeren" deshalb wollen Menschen nich die Wahre feiheit sondern nur die Schwache Freiheit ( Wariabel in aller Form):D
 
Mika-chan`

Mika-chan`

Member
Was verstehst du unter wahrer Freiheit? Der Begriff hat in jedem Fall mit Wille und Handlung zu tun. Ich bin der Ansicht, dass diese beiden Aspekte nicht wegzudenken sind, wenn man von Freiheit redet. Ein freier Wille ist zuerst nötig und anschließend eine Handlung (als Äußerung des Willens)
Der Wille ist nun keineswegs als determiniert oder allein den Trieben unterworfen zu denken, das wäre falsch und einseitig. Ebensowenig ist der Wille rein vom Subjekt abhängig, das alles beliebige wollen kann. Nur mit beiden Momenten kann man den Begriff "Willen" fassen. Einmal braucht es jemanden, der will und dann braucht man etwas, das gewollt wird. So funktionierts und nicht anders: "einer will etwas"
Jeder, der sagt "Ich möchte dies oder jenes" verwendet (unbewusst) den Willensbegriff so, wie ich es beschrieben habe, bzw umgekehrt, ich muss ihm diese Bestimmungen zuschrieben, nämlich, dass er sein Wollen (das, was ich beobachte) durch einen übergeordneten Willen (was nur ihm zugänglich ist, denn nach Konstruktion frei und unbeeinflusst) bestimmt hat.
Dies alles muss ich jemandem unterstellen, wenn er handelt.
Für eine Handlung gilt das gleiche, sie braucht erstens eine subjekive Handlungsabsicht und zweitens eine objektive, wirkliche Seite. (Eine Absicht, die keine tat zur Folge hat, ist keine echte Absicht). Nur beides zusammen macht die Handlung aus, sie muss bewusst geschehen und es muss eine Handlungstat erfolgen. Ausserdem ist sie in einen Kontext von Kausalität, Bestimmungen, tradierten Werten und Sitten eingebettet. Ohne diese könnte man nicht einmal ein Urteil abgeben, ob man handelt und was man eigentlich getan hat. (Wenn ich mir 100 Euro aus dem geldbeutel meiner Schwester nehme muss ich die Absicht haben dieses zu tun, sonst ist es keine Handlung. Weiter ist dies in einen Kontext eingebettet. Bei uns heißt sowas nämlich Diebstahl ;) ) Dies muss alles nicht bewusst geschehen, jemand, der klaut, kann trotzdem handeln, auch ohne gerade diese beschriebenen gednaken zu haben. Allerdings muss ich, wenn ich sage er handelt, ihm dies so zuschrieben können, sonst dürfte ich nicht von Handlung sprechen.
Deshlab hast du ganz recht, wenn du in gewisser Weise die Freiheit von der Gesellschaft abhängig machst, aber gerade das ist Freiheit.

Gruß,
mika-chan
 
E

Excess

New Member
Wieso ist es falsch davon auszugehen, dass es keinen determinierten Willen gibt?
Meiner Meinung nach möchte man nur etwas, wenn man ein Bedürfniss hat, welches erfüllt werden muss.
Das kann zum einem z.b. etwas offensichtliches wie Nahrung sein, zum Anderen aber auch durch Werte geben sein.
Ein Neugeborenes will z.B. nur Schlaf, Nahrung, usw.. Aber ein Erwachsener möchte neben diesen Sachen auch noch Anerkennung und einen guten Job, weil sich kulturelle Bedürfnisse ergeben.
Wobei Kultur meiner Meinung nach eine Form des Überlebens des Menschen darstellt. Nur durch Kultur und später aus Errungenschaften der Kultur, z.b. das aufkommen der Wissenschaften, ist es überhaupt möglich gewesen dem Menschen einen überlebenswichtigen Vorteil zu schaffen.
Wenn ich mich z.b. dazu entschliesse eine neue Sprache zu lernen, dann lässt sich das meiner Ansicht nach daraufzurückführen, dass mir damit einen 'kulturellen' Vorteil anderen meiner Art gegenüber verschaffe, was sich wieder auf das Überleben zurückführen lässt.
Bedeutet ja keineswegs, dass jeder sich jetzt ne neue fremdsprache aneignet
denn das Verhalten unterscheidet siche von Person zu Person, wie das Fluchverhalten von Tieren einer Art.
 
Mika-chan`

Mika-chan`

Member
Wieso ist es falsch davon auszugehen, dass es keinen determinierten Willen gibt?
Meiner Meinung nach möchte man nur etwas, wenn man ein Bedürfniss hat, welches erfüllt werden muss.
Das kann zum einem z.b. etwas offensichtliches wie Nahrung sein, zum Anderen aber auch durch Werte geben sein.
Ein Neugeborenes will z.B. nur Schlaf, Nahrung, usw.. Aber ein Erwachsener möchte neben diesen Sachen auch noch Anerkennung und einen guten Job, weil sich kulturelle Bedürfnisse ergeben.
Wobei Kultur meiner Meinung nach eine Form des Überlebens des Menschen darstellt. Nur durch Kultur und später aus Errungenschaften der Kultur, z.b. das aufkommen der Wissenschaften, ist es überhaupt möglich gewesen dem Menschen einen überlebenswichtigen Vorteil zu schaffen.
Wenn ich mich z.b. dazu entschliesse eine neue Sprache zu lernen, dann lässt sich das meiner Ansicht nach daraufzurückführen, dass mir damit einen 'kulturellen' Vorteil anderen meiner Art gegenüber verschaffe, was sich wieder auf das Überleben zurückführen lässt.
Bedeutet ja keineswegs, dass jeder sich jetzt ne neue fremdsprache aneignet
denn das Verhalten unterscheidet siche von Person zu Person, wie das Fluchverhalten von Tieren einer Art.
Es gibt verschiedne Möglichkeiten einen Determinismus anzudenken (zB physikalisch, alles ist kausal und mechanisch geregelt, dann über Triebe, über soziale Verpflichtungen usw) Alle führen aber, letztlich, in die Irre und entziehen sich selbst den Boden. Das kann man sich zunächst klarmachen, indem man sich selbst zu diesem Determinismus in Beziehung setzt. Dann fällt auf, dass, ist man selbst nur "ein Rädchen im Uhrwerk", der Determinsmus, den man behauptet, verschwindet, da niemand mehr bleibt, der ihn behaupten kann oder überhaupt irgenwie in der Lage wäre zu urteilen. Man kann nicht einmal mehr von "jemand" sprechen. Einen determinierten Willen gibt es demnach begriffslogisch nicht.

Triebe usw. sind natürlich nicht frei, man wird dazu getrieben, wie das Wort schon sagt. Andererseits sind wir Normen, Traditionen usw. unterworfen. Die Frage ist also "Wie kommen wir aus Vorprägungen und Pflichten heraus, ohne gleichzeitig auf unsere Triebe und Neigungen zurückzufallen?“
Der Schlüssel dazu liegt im Unterscheid zum bloßen Verhalten zu etwas (das wären die Ausrichtugn des Lebens nach Pflichten) und dem bewussten Handeln.
Das kann man am Unterschied zwischen Natur (zu der wir uns verhalten) und
Technik als Wissen über Natur (welches uns befähigt zu handeln) recht gut sehen. Durch unser Wissen um Naturgesetze erreichen wir, dass wir nicht nur „funktionieren“, sondern dass unser Vermögen zu handeln durch Kenntniss von dem, was wir nicht ändern können, erst entsteht. Dieses Wissen können wir nun nach eigenen Zwecken nutzen, wenn diese unserer Absicht entsprechen. Gerade das, was also zuerst gegen die Freiheit steht (nämlich Normen, Naturgesetzte usw.) macht diese erst möglich, da wir so eine übergeordnete, objektive Perspektive einnehmen können, welche uns aus der Willkür der Triebe befreit und es erlaubt unser Tun in der Rückschau, ausgehend von einem Zweck (den wir erreichen, indem wir Normen folgen), zu kontrollieren.
 
K

Krillinlove

New Member
Darf ich euch kurz stören? ;)

Ich glaube ihr solltet beide mal das Gedicht "Der Traum vom Fliegen" von Michael Ende lesen. Es ist sehr schön und eröffnet dem Leser eine neue Perspektive zum Thema Freiheit! ... Für mehr Harmonie!!!

@Khnie: Rechtschreibung ist kein Gefängnis!! Give it a try!!
 
Mika-chan`

Mika-chan`

Member
Liest sich wie eine Ode an die Willkür, aber das muss auch manchmal sein :)
Das Gedicht beschäftigt sich genau dem Punkt, den ich auch schon angesprochen habe. Regeln und Normen werden aber als Zwänge gesehen, die zu befolgen sind und diesen gegenüber wird ein Traum (der nicht unbedingt etwas schlechtes sein muss) gestellt. Aber keine echte Handlungsfreiheit. (Möglich, dass ich das Gedicht ein wenig auf meine Argumentation zuspanne, aber ich denke diese Interpretation ist auf jeden Fall legitim) Wer handelt, der träumt nicht, sondern brauch ein Ziel vor Augen, sonst weiss er nicht, was er tut. Dann muss er sich eben den gegebenen Strukturen unterwerfen, denn nur sie ermöglichen ihm erst sein bewusstes Tun. Deswegen sind Grenzen und Gesetze eben nicht als Ursache der Unfreiheit zu sehen, denn man kann sich bewusst gegen sie entscheiden. Verfolgt man aber einer bestimmten Zweck, so muss man, um diesen zu erreichen, sich an den Gegebenheiten orientieren. Deswegen ist dieses Netz aus Regeln, Gesetzen usw. erst das, was Freiheit möglich macht.

Liebe Grüße,
mika-chan
 
Realist

Realist

New Member
es gibt auhc so ein zitat.... erst wenn man alles verloren hat, kann man vollkommene freiheit genießen - oder so ähnlich
 
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