Echo der Vergangenheit

Dieses Thema im Forum "Legenden vergangener Tage" wurde erstellt von Lycan, 6. Januar 2020.

  1. Lycan

    Lycan Jedi-Knight

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    Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis...


    Star Wars

    Echo der Vergangenheit

    Es herrschen unsichere, trostlose Zeiten in
    der NEUEN REPUBLIK. Die Galaxis sah den Jedi-Orden
    zerbrechen, sah die Entstehung der Sith, den Aufstieg
    und Untergang von Imperien. Für tausende von Generationen
    herrschte Frieden in der Galaxis, immer wieder unterbrochen
    von kleineren Konflikten. Die Jedi-Ritter dienten dabei als Hüter von
    Recht und Ordnung, als Beschützer der Republik.
    Doch die Jedi-Ritter wurden verraten und ausgelöscht.

    Die Klonkriege kamen, die Republik wurde zum Galaktischen Imperium.
    Jedi-Ritter wurden gnadenlos gejagt und von DARTH VADER ermordet.
    Doch wo Unterdrückung, da auch Widerstand. Und schließlich
    fiel auch das Imperium, bei der Schlacht von Endor.
    Die Überreste kapitulierten, die Neue Republik wurde gegründet und
    die Kriegsmaschinerie des Imperiums wurde in die neue Regierung integriert.
    Ein Jahr ist vergangen, seit das IMPERIUM unterging. Es entstand die NEUE
    REPUBLIK. Doch es entstand kein neuer Jedi-Order.

    Angst und Vorbehalte der Bevölkerung und Senatoren hinderten
    LUKE SKYWALKER daran, die Jedi-Ritter neu aufzubauen. Als letzter Jedi
    kämpft er nun im Auftrag der Republik dort, wo er gebraucht wird, in der Hoffnung,
    die Galaxis von den guten Absichten der Jedi zu überzeugen. Viele, viele
    Jahre sind vergangen, seit SARANA, TURALYON und LIR zuletzt gesehen wurden.
    Da Lichtschwerter verboten sind und Machtanwender gefürchtet werden,
    verbringen die drei ein verborgenes Dasein am Rand der Galaxis. Weder sie, noch
    die Neue Republik oder Luke Skywalker ahnen, dass sich eine neue
    Bedrohung anbahnt, mächtig genug, die Galaxis abermals in Finsternis zu hüllen.



    Kapitel 1: Weckruf

    Alle Sterne brennen vereint. Dies war der Name der Hymne der Republik. Und zum ersten Mal seit Jahrzehnten stimmte es auch - größtenteils. Es gab keine Separatisten mehr, kein Imperium mehr. Ein Jahr war seit der Gründung der Neuen Republik vergangen. Ein Jahr des Friedens und des Wideraufbaus. Das Holonetz zeigte Paraden auf den Straßen von Coruscant, Naboo, Corellia und anderen Planeten. Die weißen Rüstungen der Sturmtruppen waren den Uniformen der Republik gewichen. Die Oberste Kanzlerin, Mon Mothma, hielt eine flammende Rede über Wohlstand und Einigkeit. Hinter ihr standen Prominente wie Leia Organa Solo, General Han Solo und Luke Skywalker.

    Verbittert schaltete Lir den Holobildschirm ab. Die Hymne der Republik mit ihren Trommeln und Trompeten verhallte als schwaches Echo im Inneren der alten Frachters, der dem ehemaligen Jedi als Unterschlupf diente. Es tat ihm weh, diese Bilder zu sehen. Es freute ihn und schmerzte gleichzeitig: Er, sein Bruder und seine Schwester waren noch junge Padawan-Schüler gewesen, als der Jedi-Orden fiel. Turalyon und er hatten mit der Dunklen Seite geliebäugelt, doch hatten beide auch das Lichtschwert für das Gute geschwungen. Am Ende war es egal gewesen. Es hatte kein Dankeschön gegeben. Sie alle waren Kanonenfutter in den Klonkriegen gewesen und hatten sich bedeckt gehalten, als das Imperium an die Macht gelangte. Nur vereinzelt waren sie aktiv gewesen, nie lang genug, um die Aufmerksamkeit lange auf sich zu ziehen. Niemand von ihnen wollte von Darth Vader gejagt werden, selbst, wenn sie es vielleicht geschafft hätten, ihn zu besiegen. Seinem Bruder Turalyon hätte Lir durchaus zugetraut, es mit Vader aufzunehmen. Lir seufzte und schüttelte den Kopf. Solche Überlegungen schmerzten. Es war eigentlich egal, oder? Das Imperium war besiegt worden. Eigentlich war doch alles in Ordnung, oder?

    Nein, musste Lir sich eingestehen, es war nicht alles in Ordnung. Sein Bruder und er hatten immer schon Probleme mit Autorität gehabt, hatten schon als junge Schüler Kritik am Jedi-Orden geübt. Sie hatten schon früh die Schwächen der Republik gesehen. Nun gab es die Neue Republik. Aber für Lir war die Zeit des Versteckens nicht vorbei. Für ihn hatte sich in den letzten Jahren nichts geändert. Es gab keine Märchenbuchende für ihn, in dem er - gemeinsam mit allen anderen Überlebenden - zum Jedi-Orden zurück kehrte. Niemand würde ihn auf Coruscant mit offenen Armen empfangen. Außer vielleicht Wachen, die ihn ins Gefängnis bringen würden. Nicht nur, weil er Dinge getan hatte, auf die er nicht stolz war. Sondern einfach nur deshalb, weil er ein Lichtschwert besaß und die Macht nutzen konnte.

    Vor dem Imperium waren die Jedi die Hüter der Republik gewesen. Sie waren verehrt worden. Doch der Ruf der Jedi-Ritter hatte gelitten. Geschickt wurden sie in eine negatives Licht gerückt, als Schoßhunde der Republik, als Kriegstreiber bezeichnet. Order 66 hatte die Republik gegen die Jedi aufgebracht. Man hatte sie alle des Hochverrats bezichtigt und das Imperium hatte sie zwanzig Jahre lang gnadenlos gejagt. Nun, wo das Imperium besiegt war, hätte man annehmen können, dass der Jedi-Orden neu aufgebaut werden sollte. Doch es kam nicht so.

    Lir starrte noch lange auf den Holobildschirm, selbst als dieser abgeschaltet war. Schließlich erhob er sich vom Sofa im Aufenthaltsraum seines Schiffes und steuerte die Einstiegsluke an, fuhr diese nach unten und trat ins Freie. 43 Jahre war er nun alt. Und tatsächlich hatte er die Hälfte seines Lebens nunmehr auf der Flucht verbracht, größtenteils im Verborgenen. Man hatte seinen Bruder Turalyon, seine Schwester Sarana und ihn auf dem gleichen Planeten gefunden. Deshalb nannten sie sich Geschwister. Sie hatten als Jünglinge zusammen trainiert und waren tatsächlich wie Familie gewesen. Es war die Rivalität zwischen Lir und Turalyon, die beide immer wieder über die Grenze zur Dunklen Seite lockte. Es war die Rivalität, die beide anspornte, besser zu werden. Früh sahen die beiden Brüder Kritik am Jedi-Orden. Niemand hatte auf sie gehört. Als die Klonkriege begannen, hatten Lir und Turalyon den Orden bereits verlassen. Dennoch hatten sie vereinzelt gekämpft, manchmal auf der gleichen Seite, manchmal auf der Seite, die ihnen richtig erschien. Unter der Herrschaft des Imperiums hatten sie sich nur selten gezeigt. Lir war auf seiner Suche nach Wissen auf dem Planeten Thule imperialen Inquisitoren begegnet. Er hatte eine ganze imperiale Garnison vernichten müssen, um seine Spuren zu verwischen. Seitdem hatte er sich stets im Äußeren Rand aufgehalten, fern vom Imperium. Er hatte Wissen gesammelt, so gut es eben ging. Überlebt, so gut es eben ging.

    Seine Schritte trugen ihn die Einstiegsrampe hinab, durch violettes Gras. Er ließ den Schatten seines Frachters hinter sich und blickte zum Horizont. Silberne Gischt glitzerte auf einem goldenen Meer, gleich einem Ozean aus Bier. Am dunkelroten Himmel hingen zwei orangene Sonnen, die langsam im Meer versanken. Der Planet Cirrus im Äußeren Rand war ruhig, fernab der Hyperraumstraßen und dem Einflussbereich der Neuen Republik. Seit nunmehr zwanzig Jahren verschrieb sich Lir der Suche nach Wissen. Seit zwanzig Jahren reiste er durch die Galaxis und suchte Orte der Jedi und der Sith, suchte Artefakte und uralte Schriften. System um System hakte er auf seiner Liste ab, Sektor um Sektor durchforstete er nach möglichen Anlaufpunkten. Mit Blick auf die Doppelsonnen von Cirrus entkam ihm ein gedehntes Seufzen. Es war vergebliche Mühe. Warum suchte er noch? Wofür? Für wen? Um die Galaxis zu durchsuchen reichte ein Menschenleben nicht aus. All sein Wissen würde mit ihm sterben. Und doch konnte er nicht anders. Wenn er Geld brauchte, arbeitete er oder stahl sich ein paar Credits, jedoch immer von Halunken und Verbrechern. Am Geld mangelte es nicht. Aber die Zeit würde ihm irgendwann ausgehen.

    Er hätte schon vor Jahren sesshaft werden können, eine Familie gründen können. Er hatte sich dagegen entschieden. Nein, wenn er ehrlich war, hatte er sich nicht einmal wirklich entschieden. Lir folgte dem Willen der Macht. Die Macht führte ihn und er folgte. Er war sich sicher, dass seine Reise, seine ewige Suche, nicht umsonst war. Es war an der Zeit, Cirrus zu verlassen. Es galt, weiter zu ziehen. Diesen Abend aber, den durfte er noch genießen. Er strich sich durch die ergrauenden, sandbraunen Haare und schloss die Einstiegsluke seines Frachters hinter sich, ehe sich von der Küste abwandte und in Richtung Stadt marschierte. Die Hauptstadt, Ciran, lag in der Nähe einer Bucht und war annähernd wie ein fünfzackiger Stern geformt. Lir zog es heute in ein kleines Diner am Stadtrand. Er wollte ein vernünftiges Abendessen genießen, eine willkommene Abwechslung zu den widerlichen Rationen seines Raumschiffes. Das Diner war verhältnismäßig klein, aber hell und sauber. Gegenüber dem Eingang befand sich ein langer Tresen mit einer Küche, die nach hinten hinaus ging. Gegenüber, entlang großer Fenster reihten sich Tisch und Bänke und Essnischen. Am Tresen saßen ein paar Arbeiter und genossen ihr Feierabendbier, an den Tischen saßen ein paar Familien. Lir wählte den letzten Tisch und setzte sich. Bei der hübschen, blonden Bedienung bestellte er sich ein ordentliches Steak mit belangloser Beilage. Er hatte seinen Teller kaum bekommen, da regte sich die Macht, stellte seine Nackenhaare auf. Draußen, auf dem Parkplatz, fuhren mehrere Speederbikes vor. Sie fuhren schnell, ihre Repusolaggregate wirbelten Staub auf. Drei Speederbikes, sechs Personen. Alle von ihnen vermummt, bewaffnet und aggressiv.

    Lir saß nur da und beobachtete sie, als sie zur Tür stürmten. Er wusste, wer sich im Diner befand. Zwei Köche im hinteren Teil, zwei Kellnerinnen, vier Arbeiter am Tresen, zwei Ehepaare mit Kindern. Lir seufzte und beeilte sich damit, sein Steak aufzuessen, als die Tür auch schon aufgestoßen wurde und die sechs Banditen in das Diner stürmten. "Das ist ein Überfall! Eure Wertsachen und eure Creditsticks her, na los!" Die Gruppe trennte sich: Zwei Kerle blieben am Tresen, hielten die Arbeiter und die Kellnerinnen in Schach, zwei bogen nach links zu den Essnischen und die restlichen zwei Banditen bogen in Lirs Richtung, marschierten die Tische entlang, mit erhobenen Blastern. Lir war sich bewusst, dass er in der engen Nische wenig Bewegungsspielraum hatte. "Mach deine Taschen leer und gib uns deinen Creditstick!" Einer der Kerle hielt Lir das Blastergewehr unter die Nase. Es wäre ein leichtes gewesen, die sechs Typen einfach auszuschalten. Aber er wollte kein Aufsehen erregen. Er legte seinen Creditstick auf den Tisch, mit langsamen Bewegungen. Um das Geld war es schade. Vielleicht sollte er diese Kerle verfolgen und es sich zurück holen. Später. "Was hast du sonst noch? Zeig mal. Was ist das da?" Lir trug eine schwarze Pilotenmontur, darüber einen braunen Staubmantel aus Bantha-Leder. Der Mantel war offen und in einer der Innentaschen war eine deutliche Ausbuchtung. Sein Lichtschwert.

    Lir durfte sein Lichtschwert nicht weg geben. Und auch nicht zeigen. Es war dumm gewesen, es mit zu nehmen. Er verband sich mit der Macht, sah die beiden Banditen vor sich an und tastete vorsichtig nach ihrem Verstand. "Ihr wollt nicht wissen, was ich da im Mantel habe. Ihr wollt umdrehen und gehen." Die beiden Banditen sahen einander an und drehten sich um. Erleichtert seufzte Lir, ehe die Macht abermals wie eine Alarmsirene klingelte: Auf der anderen Seite des Diners bedrohten zwei Banditen eine Familie. Sie richteten ihre Blastergewehre auf den Vater und die Mutter, während sich ein kleines Mädchen ängstlich auf den Schoß der Mutter schob. Die Banditen wollten die Halskette des Mädchens. Das Mädchen weinte, war panisch. Die Nerven der Banditen waren zum Zerreissen gespannt. Sie waren bereit, zu feuern. Zeigefinger krümmten sich am Abzug. Es wäre ein leichtes gewesen, das einfach zu ignorieren. Sie einfach machen zu lassen, entkommen zu lassen und in Ruhe abzuhauen. Doch das konnte Lir nicht. Obwohl er genau wusste, dass er ein Risiko einging. Die Macht befahl es ihm. Und er musste gehorchen.

    Er streckte die linke Hand aus. Die Zeigefinger an den Abzügen der Blastergewehre hielten inne und bogen sich dann mit einem Ruck nach außen, der Muskeln überdehnte und Knochen splittern ließ. Beide Banditen schrien überrascht und vor Schmerz auf, ließen ihre Gewehre fallen. Die übrigen sahen sich um, die beiden Banditen bei Lir drehten sich wieder zu ihm um. In einer raschen Bewegung erhob sich Lir von der Sitzbank, trat an beide heran und versetzte dem nahe stehenden Banditen mit dem Kopf einen Stoß ins Gesicht. Er legte sein Gewicht auf den hinteren Fuß, stieß sich ab und schnellte mit dem Kopf vor, schmetterte seine Stirn auf die Nase des Banditen. Die Stirn bildete einen perfekten Bogen und war noch dazu sehr stark, die Schädeldecke war an dieser Stelle äußerst dick. Der menschliche Kopf ist schwer, etliche Hals- und Rückenmuskeln halten ihn in der Balance. Es war, als bekäme man eine Abrissbirne ins Gesicht. Überraschend war es allemal. Die Leute erwarten immer, geboxt, erstochen oder erschossen zu werden. Ein Stoß mit dem Kopf kam meist unerwartet. Der Stoß hatte das Gesicht des Banditen plattgedrückt, die Nase zerquetscht und beide Wangenknochen gebrochen. Er sackte zu Boden und wimmerte. Der andere Kerl riss seinen Blaster herum und feuerte. Lir verband sich mit der Macht, ließ sich von ihr leiten und wirbelte herum. Eine gleißende, weiße Plasmasalva zischte haarscharf an seiner rechten Schulter vorbei, krachte funkenschlagend in Wand hinter ihm. Doch der Bandit feuerte weiter. Lir riss seine linke Hand herum und fing eine weitere Blastersalve auf, absorbierte das glühende Plasma mit der Handfläche, bevor es ihm ein Loch in die Brust brennen konnte. Seine Gedanken rasten, sein Herz schlug wie wild. Er war vermutlich fähig genug, die Kerle ohne großen Aufwand zu erledigen. Das eigentliche Problem war, dass er nicht mit ihnen alleine war. Unschuldige drohten, im Kreuzfeuer erwischt zu werden. Das durfte Lir nicht zulassen. Er krümmte die Finger und griff mit der Macht zu und würgte den Banditen vor sich, zertrümmte seinen Kehlkopf. Auch er sackte zu Boden. Mit einem Tritt gegen den Kopf des anderen Banditen nahm er auch diesen aus dem Spiel. Blieben nur die zwei mit ihren zertrümmerten Zeigefingern und die beiden Kerle am Tresen.

    Nun aber hatten die Banditen begriffen, dass hier etwas nicht stimmte und das Lir die Ursache für den vereitelten Überfall war. Die Macht war mit ihm, die Zeit floss langsam wie Sirup. Zeit, zu agieren. Zeit, nachzudenken. Die Kellnerinnen hatten sich hinter den Tresen geworfen. Die Familien an den Tischen duckten sich unter den Tisch. Die Arbeiter am Tresen waren in unmittelbarer Gefahr. Die Banditen im Hintergrund griffen bereits wieder nach ihren Gewehren, würden versuchen, die Waffen irgendwie mit dem Mittelfinger abzufeuern. Lir hatte etliche mögliche Optionen. Und so sehr er auch überlegte, die Sicherste Option war, sich nicht zurück zu halten. Den beiden Banditen im Hintergrund riss er mit der Macht die Blastergewehre aus den Händen, schleuderte sie gegen die Hinterköpfe der beiden Männer am Tresen, brachte sie dabei kurz aus dem Gleichgewicht und erkaufte Lir wertvolle Sekunden. Blitzschnell, von der Macht beschleunigt, stürmte er am Tresen entlang, auf die beiden Banditen zu. Einem riss er mit der Macht den Blaster aus den Händen, die Waffenhand des anderen schmetterte er mit einem Machtstoß gegen den Tresen. Schließlich rammte er dem Kerl die Faust in den Magen. Vielleicht konnte er diese Sache doch irgendwie halbwegs unspektakulär über die Bühne bringen und danach klammheimlich verschwinden. Zwei kräftige Hände legten sich von hinten um Lirs Hals, würgten ihn. Der Bandit, der eben noch den Schlag in den Magen kassiert hatte, holte aus, um sich zu revanchieren. Wenn er traf, so wusste Lir, war er ein toter Mann. Also lehnte er sich nach hinten und riss einen Fuß hoch, trat dem Kerl in den Unterleib. Lir krümmte die Schultern und spannte seinen Hals an, um dem Würgegriff stand zu halten. Er hob die Füße, stemmte sich gegen den anderen Kerl und stieß sich ab, stieß seinen Angreifer gegen einen der Tisch. Doch der Würgegriff wurde nicht schwächer.

    Lir begann, Sterne zu sehen und fast hätte er den Kontakt zur Macht verloren. Mit beiden Händen griff er nach den Handgelenken seines Angreifers und ließ die Macht durch sich fließen. Er verstärkte seine Muskeln und zerquetschte die Handgelenke des Banditen, ließ die Knochen splittern. Schreiend vor Schmerz ließ er von ihm ab und Lir schnappte gierig nach Luft, drehte sich um, um den Kerl mit einem Faustschlag gegen die Schläfe nieder zu schlagen. Dann aber wurde er selber gerammt und flog gegen einen der Tische. Einer der Banditen hatte ihn angegriffen und legte nun einen Arm um seinen Hals, um ihn in den Schwitzkasten zu nehmen. Die anderen beiden Banditen rückten nach. Der Kerl, der den Tritt in die Eier kassiert hatte, hob seinen Blaster auf. Der andere boxte Lir mit seiner gesunden Hand in den Bauch. Lir sackte beinah in sich zusammen und tastete nach seinem Lichtschwert. Doch der Bandit kam ihm zuvor, griff in die Manteltasche und holte die zylinderartige Waffe heraus. "Was ist das denn?" Er betrachtete die Waffe neugierig und diesen Moment nutzte Lir, um nach der Macht zu greifen und sein Lichtschwert zu aktivieren. Die blau leuchtende Klinge erwachte mit einem Zischen und bohrte sich durch die Stirn des Banditen. Lir rief die Waffe mit der Macht in seine Hand, drehte den Griff in der Hand und rammte sie hinter sich, in die Seite seines Angreifers. Der letzte Bandit richtete den Blaster auf Lirs Stirn und dieser hob die linke Hand, wobei der Bandit den Boden unter den Füßen verlor und mit einem Krachen vier Meter hoch, an die Decke krachte und ohnmächtig zu Boden ging. Hastig deaktivierte Lir sein Lichtschwert und sah sich um. Die Arbeiter und Familien starrten ihn an, ebenso die Kellnerinnen, die hinter dem Tresen in Deckung gegangen waren. "Tut mir leid, die Sauerei" kommentierte Lir und verzog das Gesicht, ehe er zum Ausgang eilte und ins Freie stürmte. Während des Handgemenges hatten die Köche bereits die lokalen Sicherheitskräfte gerufen. Viel Zeit blieb Lir also nicht. Er griff nach der Macht, ignorierte die Schmerzen in seiner Brust und rannte in Richtung Stadtrand. Er musste sein Schiff erreichen und von dieser Welt verschwinden.

    Er war schnell. Nicht schneller als die Gleiter der Sicherheitskräfte. Aber es wurde langsam dunkel, die violetten Wiesen außerhalb der Stadt glichen einer dunklen Decke, die ihm Deckung bot. Doch es dauerte nicht lange und Lir hörte die Triebwerke der Gleiter. Es war egal, dass er nur geholfen hatte. Er hatte die Macht benutzt und war dabei gesehen worden. Es war töricht gewesen, in die Stadt zu gehen. "Stehen bleiben!" forderte die von einem Lautsprecher verstärkte Stimme eines der Sicherheitsbeamten hinter ihm. Lir nutzte die Macht und wirbelte mit einem Machtstoß auf dem Boden eine Staubwolke auf, um sich selber zusätzliche Deckung zu geben. Blaue Energieblitze zischten an ihm vorbei. Wenigsten waren ihre Blaster auf Betäubung gestellt! Lir rannte im Zickzack, erreichte seinen Frachter gerade rechtzeitig, als vier Gleiter ihre Kreise enger zogen. Ein Betäubungsstrahl krachte in seinen Rücken und nur dank der Macht konnte er die Energie absorbieren, anstatt zu Boden zu gehen. Benommen senkte er die Einstiegsrampe und eilte ins Innere. Noch während sich die Rampe wieder hob, stürmte Lir ins Cockpit und machte den Frachter startbereit, fuhr die Triebwerke hoch. Immer mehr Gleiter näherten sich aus Richtung Stadt. Nun feuerten die Sicherheitskräfte auf die Triebwerke, doch Lir hob vom Boden ab und hob die Nase des Frachters gen Himmel. In dem Augenblick erzitterte das Schiff, die Lichter im Cockpit flackerten. Die Anzeigen verrieten ihm, dass der Antrieb beschädigt worden war. Vielleicht eine Granate oder ein schwerer Blaster. Lir gab Schub auf die Triebwerke und schoss dem Abendhimmel entgegen, bis das dunkle Rot endlich der Finsternis des Alls wich. Weit würde er nicht kommen, mit beschädigten Maschinen.

    Groß war die Auswahl nicht: Das Dalron-System war spärlich besiedelt, vor Jahren vom Imperium verwüstet worden. Das Uba-System war die Heimat der maskierten Ubese, ein Ödland, aber halbwegs besiedelt. Dort würde er zwar Ersatzteile bekommen, lief aber auch Gefahr, entdeckt zu werden. Lir entschied sich für Troska, einen Waldplaneten, der einst einen Außenposten des Imperiums beherbergte. Mit etwas Glück würde er dort Zuflucht finden. Doch vermutlich würde man ihn verfolgen und suchen. Als die Sterne des Alls sich in die Länge zogen und der Frachter in den Hyperraum sprang, seufzte Lir. Das war ziemlich dumm von ihm gewesen. Lange würde der Flug nicht dauern. Es würde vermutlich auch nicht lange dauern, bis man ihn suchen würde. Obwohl Cirrus nicht zur Republik gehörte, war er gesehen worden. Möglicherweise gab es sogar Holo-Aufnahmen vom Diner. Natürlich würde die Republik versuchen, ihn zu finden. Was nun? Lir atmete tief durch und versank in einer Heiltrance. Er würde sich darüber Gedanken machen, wenn er Troska erreicht hatte.
     
  2. vegetto17

    vegetto17 Schinderdschungel Gärtner

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    Der Alarm schrillte los. Turalyon riss die Augen auf. Ungläubig starrte er auf die Abtaster. Tatsächlich!
    Ein Schiff kam im Sektor an. Nach dem Fall des Imperiums hatte er sich einen Söldner angeschlossen die im Dantus-Sektor immer wieder einmal für Ruhe sorgen sollten. Seine alte Z-95 hat er mit einem neuen Sendersignal ausstatten lassen.
    Er erkannte aber die Signatur des Frachters welcher gerade aus dem Hyperraum gefallen war. Mit einem Tastendruck aktivierte er den Stimmenmodifikator.
    Er öffnete eine Frequenz und begann den Frachter zu kontaktieren.
    "Unbekannter Frachter. Sie befinden sich in einem gesperrten Bereich. Deaktivieren Sie sofort Ihre Triebwerke und bereiten Sie sich darauf vor geentert zu werden!"
    Dann schaltete er sein Kom ab.
    Er musste breit anfangen zu grinsen. Sicher würde sein Bruder nicht direkt auf die Warnung eingehen, dafür kannte er ihn einfach zu gut. Er unterdrückte seiner Aura zur macht und begann sie zu verändern. Für die meisten Machtnutzer wäre er vielleicht ein machtsensitiver Mensch, das war aber schon alles. Jetzt fuhr er die Schilde hoch und aktivierte die Waffensysteme.
    Leicht, ohne Eile, näherte er sich dem Frachter.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Januar 2020
  3. Sarana

    Sarana ..~Hold me~..

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    Langsam öffnete Sarana ihre Augen, als die sich die Machtsignatur ihres Bruders Lir in unmittelbarer Nähe befand. Und sie lächelte nur schmal, als sie spürte wie Turalyon die seinige veränderte. Ob ihm eigentlich bewusst war, dass sie sich selbst nur einen kleinen Steinwurf von ihm entfernt auf Troska befand? Nun, vermutlich nicht, immerhin verstand sie es sich mittlerweile gut darin ihre Aura der Macht zu unterdrücken.
    Langsam wieder gen Boden schwebend, löste sie den Schneidersitz und landete elegant auf ihren Füßen, ehe sich ihr Blick gen Himmel richtete. Seit gut einem halben Jahr lebte sie hier auf diesem Planeten, versteckte sich vor diversen Söldnern, die es auf ihren hübschen kleinen Kopf abgesehen hatten. Und das alles nur weil sie einen klitzekleinen Aufstand auf Canto Bight angezettelt hatte, aber hey. Sie hielt nun einmal nicht sonderlich viel vom Glücksspiel. Und da sie ihre Macht sowie ihr Lichtschwert benutzt hatte, machte es wahrscheinlich nicht besser. Dabei war sie auf ihrem Streifzug durch die Galaxie nur rein zufällig dort gelandet, weil sie Ersatzteile für ihr Raumschiff benötigt hatte. Und irgendwie kam dann eines zum anderen.
    Auf diesem Planeten hatte sie sich unterhalb eines Gebirges in einer Hölle ein kleines zuhause eingerichtet, wo sie die wenigen Schriften studierte, die sie über ihre Spezies und ihre zerstörte Heimat finden konnte. Ihr Raumschiff hatte sie unter einem Tarnschirm in einer anderen von ihr erschaffenen größeren Hölle geparkt.
    Ein leiser Seufzer perlte über ihre Lippen. Ihre neusten schriftlichen Errungenschaften brachten momentan auch nicht viel Licht ins Dunkle und so wirklich wusste sie nicht, ob sie sich ihren Brüdern eigentlich zeigen sollte. So viel Zeit war vergangen. Alle beide müssten nun ihrem Alter entsprechend aussehen, doch sie selbst... Sie wusste nicht, ob sie lachen oder weinen sollte, wann immer sie in den Spiegel sah, so zog sie es vor sich meist zu verhüllen. Nicht zu altern fiel irgendwann auf und so könnte sie nie lange an einem Ort verweilen. Nun gut, sie könnte sich irgendwann als Tochter ausgeben, aber das wäre auf Dauer ein wenig mühselig. Zumindest hatte sie die Zeit in gewisser Weise auf ihrer Seite. So konnte sie mehr alte Schriften studieren und versuchen mehr über sich und ihre Herkunft herauszufinden. Doch alles zu seiner Zeit. A) wusste sie nicht ob sie wirklich unsterblich war oder eben halt nur nicht alterte und das war etwas was nun wirklich nicht herausfinden wollte und b) gab es noch das Söldner-Problem, was sie irgendwann mal aus der Welt schaffen musste. Und c) wollte sie ihre Brüder da nun wirklich nicht mit reinziehen. Vermutlich hatten sie selbst genug eigene Probleme am Hals, seit sie quasi illegal waren. Und das nur weil sie eben Jedis waren. Zumindest sie. Bei ihren Brüdern war das immer so eine Sache. Sie hatte sich nie von der dunklen Seite verführen lassen. Aber gut. Zunächst einmal behielt sie die Machtsignaturen ihrer beiden Brüder im Auge. Auch wenn sie nicht blutsverwandt waren, es waren ihre Brüder. Ihre Familie. Und sie sorgte sich um sie. Lir schien es nicht ganz so gut zu gehen, aber er war stark. Das würde schon heilen.
     
  4. Lycan

    Lycan Jedi-Knight

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    Der beschädigte, alte Frachter war kaum aus dem Hyperraum gestürzt, da wurde er auch schon angefunkt: "Unbekannter Frachter. Sie befinden sich in einem gesperrten Bereich. Deaktivieren Sie sofort Ihre Triebwerke und bereiten Sie sich darauf vor geentert zu werden!"

    Lir runzelte die Stirn. Das war unerwartet. Und bedauerlich. Der Zusammenbruch des Imperiums hatte zu einem Machtvakuum geführt, welches nicht nur von der Neuen Republik gefüllt worden war. Natürlich waren unzählige alte Außenposten nun im Besitz von Schmugglern und Piraten. Lir überprüfte die Sensoren und musste auflachen: Eine Z-95. Amüsiert aktivierte er die Kom-Verbindung:

    "Die Mühle ist doch nur Schrott. So eine habe ich seit bestimmt zehn Jahren nicht mehr gesehen." Er blickte aus dem Cockpit, konnte aber nur den Waldplaneten Troska vor sich sehen. Der Jäger musste sich bereits hinter ihn gesetzt haben. Allerdings würde er mit seinem beschädigten Schiff nicht weit kommen, geschweige denn, einen Raumkampf gewinnen. Der Pilot der Z-95 musste dies auch wissen. Lir wägte seine Optionen ab. Nur zwei fielen ihm ein.

    "Also, Kumpel... Wenn deine Z-95 nicht gerade ein halbes Dutzend schwer-bewaffneter Jawas auf dem Pilotensitz hocken hat, würde ich von einem Entermanöver abraten. Aber mein Schiff ist beschädigt. Ich habe wenig Auswahl. Mir ist klar, dass ich dir nicht davon fliegen kann. Mir ist auch klar, dass du vermutlich nicht aus Spaß hier herum fliegst. Also entweder kommst du an Bord oder ich folge dir runter zum Planeten?"

    Lir fixierte die Planetenoberfläche. Vermutlich hatte die Z-95 eine Basis da unten. Oder ein Mutterschiff, dass die Sensoren noch nicht bemerkt hatten. Aber ein Haufen Piraten konnte unter Umständen gefährlich werden. Vom Regen in die Traufe, also. Wenn die Republik ihn hierher verfolgte, könnte es noch einmal spannend werden. Doch eine letzte Möglichkeit hatte er noch, solange man ihm sein Raumschiff nicht abnahm. Er blickte hinab auf die grünen Weiten von Troska, ehe er seine Triebwerke drosselte.
     
  5. vegetto17

    vegetto17 Schinderdschungel Gärtner

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    Er lachte lauthals auf. Ganz sachte steuerte er sein schwarzes Schiff hinter den Frachter und aktivierte wieder die geänderte Verbindung.
    "Sie macht von außen nicht viel her, hat aber echt was los Junge!"

    Kurz atmete er tief durch und beschleunigte. Mit einer raschen Bewegung drehte sich die Z-95 und er schoß so dicht über dem Cockpit des Transporters vorbei, dass er die Kanzel hätte berühren können.

    Jetzt deaktivierte er den Stimmenmodifikator und sein Bruder konnte sein triumphales Gelächter hören.

    "Wer sagt denn das ich nicht soviele Ewoks bei mir habe?"

    Ohne die Verbindung zu beenden drosselte er die Geschwindigkeit.

    "Du solltest mir zum Planeten folgen. In letzter Zeit war es hier sehr ungemütlich."
     
  6. Sarana

    Sarana ..~Hold me~..

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    Mittlerweile hatte es sich Sarana auf dem Ast eines Baumes bequem gemacht und verfolgte ruhig das Geschehen im Weltraum über sich. Und kicherte leise verhalten. Ach ihre Brüder. Diese kleinen 'Streitgespräche' hatten sie schon immer amüsiert. Meist saß sie im Schneidersitz immer ein wenig entfernt und fungierte stets wie eine Art Schiedsrichter. Mal gab sie Lir recht in seinen Argumenten, mal Turalyon. Und immer wenn es handgreiflich wurde, ging sie mit ihrer Macht dazwischen. Das war immer eine ziemlich gute Übung für sie gewesen und ihre Machtschilde ziemlich stark. Nur wenn sie gar nichts tun konnte ist sie immer einen Jedimeister holen gegangen. Dann gab es für die beiden Herren Strafen und das kam leider ziemlich häufig vor.
    Leise seufzend in Erinnerungen schwelgend, richtete sie ihren gesenkten Blick wieder nach oben, doch fokussierten ihre Augen plötzlich etwas anderes. Troska war ein Waldplanet. Und in Wäldern gab es leider Spinnen. Sarana hatte keine Probleme mit Söldern, Sith, nervigen Lehrmeistern, Betrügern oder streitsüchtigen Brüdern, aber Spinnen! Einen Schrei ausstoßend, neigte sie sich hastig zurück und fiel postwendend vom Ast. Nur mithilfe der Macht fing sie sich kurz vor dem Boden ab, sendete aber so ein Signal aus, was sie dann schnell wieder unterdrückte.
    "Scheiße."
    Sich den letzten Zentimeter fallen lassend, kam sie wieder rasch auf ihre Füße und schüttelte sich. Nun gut, sie waren ganz nett als Snack, aber sie mochte diese Viecher trotzdem nicht.
     
  7. Lycan

    Lycan Jedi-Knight

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    "Woah…" Lir spannte sich an, als die Z-95 beschleunigte, sich in einer Fassrolle auf den Kopf drehte. Erst hatte Lir mit Beschuss gerechnet, dann aber schoss der kleine Raumjäger so dicht am Cockpit des Frachters vorbei, dass er den Piloten erkennen konnte. Und ihm fiel die Kinnlade nach unten. Turalyon! Das triumphale Gelächter seines Bruders drang durch die Kom-Verbindung und hallte im Cockpit. Lir fielen die Worte, denn damit hatte er absolut nicht gerechnet.

    Natürlich hatte die Z-95 ihn an Turalyon erinnert, natürlich hatte er an ihn denken müssen. Aber er hatte ihn nicht gespürt. Das stimmte Lir nachdenklich: Er hatte all die Jahre zwar Wissen angehäuft, doch er war auch nachlässig geworden. Er hatte lange nicht mehr trainiert und er hatte die Macht so lange nicht mehr aktiv benutzt. Er war geduckt gegangen, um nicht entdeckt zu werden. Mit eingezogenem Kopf. Und nun schämte er sich dafür. Natürlich hatte er viel Scheiße gebaut. Aber er hatte auch viel davon wieder gerade gerückt. Vor allem aber war er, wer er eben war. Und sich zu verbiegen war falsch.

    "Du hast so viele Ewoks bei dir?" antwortete er mit einem Grinsen. "Ich mag's ja lieber glatt rasiert als pelzig, aber jedem seine Vorlieben, Bruderherz."

    Nun lachte er, nicht schallend aber anzüglich, versaut. Viele Jahre waren seit der strengen Padawan-Zeit vergangen. Er beschleunigte seinen Frachter und folgte seinem Bruder. "Mein Antrieb ist beschädigt. Ich hoffe, ihr habt da unten Ersatzteile. Mann, wie bist du nur hierher..." Er unterbrach sich, denn er ließ die Macht durch sich fließen, atmete sie ein wie ein Erstickender, trank ihre Macht, wie ein Verdurstender. Seine Sinne weiteten sich, schärften sich. Genug, um Sarana unten auf Troska zu spüren.

    "Sarana ist auch hier?" entkam es ihm durch die Kom-Verbindung. "Das ist kein Zufall, Turalyon. Das ist der Wille der Macht, der uns alle hierher geführt hat."

    Und dann spürten sie es, alle drei: Ihre Nackenhaare richteten sich auf, eine Gänsehaut schon sich über ihre Rücken, die Arme entlang und ließ jeden von ihnen schaudern. Gefahr näherte sich. Echte Gefahr.

    Turalyon hatte sich irgendwann einer Söldnertruppe namens Dawn Storm angeschlossen, die im Sektor für Sicherheit sorgten. Eine gute Truppe, eigentlich: Rau, gierig - aber halbwegs in Ordnung, kompetent. Sie hatten den alten Außenposten auf Troska übernommen, wurden von der Neuen Republik beliefert und flogen Patrouillen durch den Sektor, untersuchten die bewohnbaren Welten nach Ärger. Ja, es war ab und an ungemütlich geworden: Piraten und Schmuggler wagten sich wieder und wieder in den Sektor und die Söldnerbande Dawn Storm hatte nur etwa zwei Dutzend Piloten, keine größeren Schiffe. Wenn es brenzlich wurde, wurde die Neue Republik um Hilfe gerufen. Doch die Unterwelt war in Aufruhr: Zum einen wegen dem Tod von Jabba dem Hutten. Viele Gangster strebten danach, seinen Platz einzunehmen. Es gab Bandenkriege und immer wieder erstaunliche Verbrechen, bei denen Dummheit und Dreistigkeit einander zu übertrumpfen schienen.

    Viele solcher Idioten hatte der Dawn Storm einfach vom Himmel geholt. Alleine Turalyon hatte mehr Abschüsse als alle anderen.

    Sarana auf der Planetenoberfläche konnte die kommende Bedrohung besser spüren als ihre Brüder. Lir und Turalyon hatten beide ihre Stärken, doch sie selber hatte diese ebenso. Sie hatte Fähigkeiten, die keiner von beiden hatte. Ihre Sinne waren schärfer. Wenn sie sich konzentrierte konnte sie Gespräche auf der anderen Seite des Planeten spüren. Sie konnte - wenn sie wollte - sogar Kom-Frequenzen abhören. Es hatte ihr oft das Leben gerettet, vor allem beim Trubel in den Kasinos auf Canto Bight.

    Funkbojen des Dawn Storms sprangen alarmiert an. Das konnte Sarana hören. Turalyon bekam eine unmittelbare Warnung auf sein Sensordisplay. Doch nur Sekunden später schob sich eine graue EF76 Nebulon-B Eskortfregatte aus dem Hyperraum, tauchte direkt zwischen Turalyon, Lir und der Planetenoberfläche auf. Natürlich kannten beide diese Art von Schiff: Ein großer, klingenartiger Bug, ein dünnerer Verbindungssteg zur Antriebssektion, wo sieben Ionentriebwerke grell aufleuchteten. Aus dem Hangar des Schiffes schwärmten zwei Staffeln Raumjäger, unterschiedlichster Sorte. Turalyon wusste, dass kaum mehr Schiffe da rein passten, doch trotzdem waren vierundzwanzig Raumjäger keine Kleinigkeit. Auf der Hülle des Schiffes prangte ein Schwarzes Loch, das Symbol des "Schwarzen Schlunds", einer Kopfgeldjägergruppierung.

    "Die Hungry Void an sämtliche Bewohner von Troska", kam es nun auf allen Frequenzen. Sarana konnte es ebenso hören. "Wir suchen eine Kriminelle, die auf Cantonica für Chaos gesorgt hat. Berechnungen zufolge könnte sie hier sein. Wir verlangen Kooperation. Wir werden den Planeten durchsuchen. Wir werden eure Basis durchsuchen. Dann werden wir abziehen."

    Harter Befehlston, natürlich unterstützt von der Kampfkraft zweier Staffeln und den 12 Turbolasern und Laserkanonen der Nebulon-B. Lir atmete tief durch und verband sich mit der Macht. "Turalyon, die suchen Sarana. Und wenn ich ehrlich bin, werde ich vermutlich auch gesucht. Wir müssen Sara da raus holen und verschwinden, bevor die Republik hier auftaucht. Was schlagst du vor, wie wir vorgehen?"

    Ja, da war es wieder, als wären all die Jahre nicht vergangen. In Sachen militärischer Operation war Turalyon immer der Bessere gewesen. Der bessere Pilot, der bessere Kämpfer. Natürlich hatte auch Lir gelernt. Aber er wollte die Meinung seines Bruders hören, während er mit seinen Sinnen nach seiner Schwester tastete.

    "Wir holen dich" flüsterte er.
     
  8. vegetto17

    vegetto17 Schinderdschungel Gärtner

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    Er hörte Lir's Gelächter durch das Kom. Leicht schüttelte er den Kopf.
    "Immer noch zu Späßen aufgelegt du aufgeblasener, schwachsinniger, mieser, widerwärtiger Wookiee-Treiber?"
    Unbeirrt setzte er seinen Flug Richtung Bodenstation fort.
    "Eigentlich haben wir alles was du brauchst."

    Dann zuckte er zusammen. Das Beben in der Macht jagte ihm einen kalten Schauer über den Rücken.
    "Wie es scheint hat unser Schwesterchen dazu gelernt. Irgendwie wundert mich momentan garnichts mehr."

    Plötzlich tauchte eine Fregatte direkt vor ihm auf. Die Sensoren kreischten auf und er brach hart nach Links auf.
    "Verdammter Bantha-Mist!"
    Dann erkannte er das Symbol auf der Nebulon-B Fregatte und stieß einen wahren Schwall an Beschimpfungen aus.

    Er konzentrierte sich auf das hier und jetzt. Kurz legte er einen Finger an die Zielerfassung, vernahm dann seinen Bruder über die Macht.
    Kurzerhand schloss er die Augen und dehnte seinen Geist aus. Über die Macht teilte er seinem Bruder seine Gedanken mit.

    Wir sollten das Spiel erstmal mitspielen. Mit deiner schrottreifen Kiste wärst du mir keine Hilfe. Und allein gegen zwei Staffel und eine Fregatte würde sich vermutlich nur Wedge oder Meister Luke anlegen.

    Sachte steuerte er in Richtung des Planeten, aber dorthin wo er seine Schwester spürte.
    Dann schickte er eine Antwort zu den Kopfgeldjägern.
    "Haben verstanden! Ich eskortiere nur den Frachter zu unserem Stützpunkt."

    Schnell sandte er einen Gedanken an seine Geschwister.
    Wenn man euch nur einmal aus den Augen lässt kann man sich sicher sein, dass man hinterher mehr Ärger hat als zur Zeit des Imperiums.

    Schnell verlangsamte er wieder seine Geschwindigkeit und flog, so unauffällig wie möglich, Richtung Oberfläche.
     
  9. Sarana

    Sarana ..~Hold me~..

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    Für einen Moment rollte Sarana mit ihren Augen. Männer. Dennoch musste sie kurz grinsen, ehe sie ihren Kopf schüttelte.
    Auch wenn man es nicht für möglich hielt: für solche Dinge hatte sich Sara nicht richtig erwärmen können. Ob es an dem Jedi-Kodex lag, an den sie sich noch manchmal hielt, oder nicht sei mal dahingestellt. Sie interessierte sich nicht wirklich dafür. Gut, sie hatte durchaus ein paar Abenteuer mit der einen oder anderen Frau gehabt, wenn ihr der Sinn danach stand oder wenn es um Informationen ging, aber Männer fand sie eher langweilig. Konnte man mal machen, musste man aber nicht.

    Als sie ihren Namen hörte, winkte sie kurz gen Himmel, auch wenn das wohl eher albern war, da man sie eh nicht im dichten Wald sehen konnte. Sie kicherte leise bei Turalyons Worten.
    >>Ich bin ja auch kein Padawan mehr...<< dachte sie sich im Stillen. Und dann überkam es sie. Ein Schauer, vom Kopf bis hin zu den Zehenspitzen. Ihre Augen richteten sich genau auf den Punkt im Himmel, noch bevor das Raumschiff erschien. Sie hörte die Funkbojen in Turalyons Z-95. Ihre Macht richtete sich auf das neue Objekt am Himmel und kurz darauf zog sie unter ihrem Schal eine Grimasse.
    "Verdammte scheiße."
    Sie schnell sie konnte kam sie auf ihre Füße und rannte los. Verdammt, hatte sie denn keine Ruhe? Hatten sie ihr jetzt wirklich diesen Kack-Verein auf den Hals gehetzt? Dabei hatte sie ihre Spuren doch so gut verwischt. Oder hatte dieser kleine Penner sie doch verpfiffen. Nur einem Schmuggler hatte sie verraten wo ihre Reise hinging.
    >>Wenn ich dich in die Finger bekomme.<<
    Ihre Sinne blieben auf das Raumschiff fokussiert, während sie rannte. Dabei ließ sie sich von der Macht leiten, um nicht irgendwo gegen zu rennen. So oder so kannte sie diesen Flecken wie ihre eigene Westentasche, denn hier trainierte sie. Wer rastet der rostet und anders als Lir hatte sie sich so gut wie nie vor der Macht verschlossen. Nur einmal, als sie sich auf Hoth befunden hatte. Eine schwierige Zeit.
    Leise schnaubte sie empört.
    >>Von wegen Kriminelle.<<
    Ja gut. Sie hatte etwas sehr Wichtiges von dort mitgenommen. Aber musste man ihr jetzt deshalb den Schwarzen Schlund auf den Hals hetzen? Die waren erfahrungsgemäß schwerer loszuwerden als andere Kopfgeldjäger.

    Bei ihrem Versteck angekommen, zog sie ihren Umhang aus und schlüpfte in ihren Kapuzenmantel. Diese setzte sie auf, um Mund und Nase legte sie ihren Schal. Noch immer bevorzugte sie die Kleidung der Jedis, jedoch in dunklen Farben. Über den Mantel hängte sie sich ihre Ledertasche um, in der sich all ihre wichtigsten Dinge befanden. Diese packte sie niemals aus, denn manchmal hatte sie nur wenige Minuten um vor einer Bedrohung zu flüchten. Und in dieser Tasche befand sich unter anderem auch ein kleiner, deaktivierter tennisballgroßer Druide, den sie von Canto Bight mitgenommen hatte. Auf ihm waren so ziemlich alle Personen gespeichert, die dort Dreck am Stecken hatten. Sogar einige ziemlich hochrangige Politiker, aber das wunderte sie irgendwie nicht. Sie wusste eh nicht was sie geritten hatte das Ding mitzunehmen. Doch es war ein unbestimmtes Gefühl gewesen, was sie dazu verleitet hatte.

    Sarana schnaubte leise bei Lirs Ruf und antwortete nun zum ersten Mal ihren Brüdern.

    //Aha. Erst setzt ihr zwei mich auf Alderaan aus und nun wollt ihr mich holen kommen? Ich fühl mich geschmeichelt...//


    Einen gewissen bissigen Unterton konnte sie sich wirklich nicht verkneifen. Heute war ihr klar, dass sie das nur getan hatten um sie vor dem aufkommenden Imperium zu beschützen. Doch damals hatte es sie sehr gekränkt. Hielten ihre Brüder sie für so schwach? Gut, sie operierte lieber aus der Ferne und gab ihren Geschwistern Rückendeckung, aber war sie deswegen für beide unnütz gewesen? Ja, es hatte sie sehr verletzt, doch mit den Jahren verstand sie es.
    Um unentdeckt auf diesem Planeten leben zu können, tat sie etwas wofür sie sich heute manchmal noch schämte: sie beeinflusste mithilfe der Macht die Gedanken und Erinnerungen eines älteren Paares und hatte sich als deren Tochter ausgegeben. So hatte sie viele Jahre ein ruhiges Leben gehabt. Na ja, davon war nun nichts mehr übrig geblieben, aber damals hatte sie diese Zeit genutzt um zu lernen und zu trainieren. Es schmerzte zu wissen, dass dieser Planet zerstört worden war. Sie hatte dort viele Freunde gefunden.

    Ihr Versteck verlassend, wallte Unsicherheit in ihr auf, doch dann schüttelte sie ihren Kopf.

    //Kümmert euch um den Frachter und repariert ihn und dann macht das ihr von hier wegkommt. Du bist verletzt, Lir. Ich komme schon zurecht.//

    Sara spürte, wie sich die Beiden ihrem Standpunkt näherten, so fing sie an zu rennen. Sie wollte die beiden wirklich nicht in ihre Probleme mit reinziehen. In den dichten Wäldern würde sie sich schon gut verstecken können.
     
  10. Lycan

    Lycan Jedi-Knight

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    Lir grinste bei den Worten seines Bruders. "Ich bin NICHT schwachsinnig!" gab er vehement zurück.

    Doch angesichts seiner dummen Aktion auf Cirrus war er sich da selber nicht so sicher. Vielleicht wäre er irgendwie anders aus dieser Sache heraus gekommen? Vielleicht hätte er sich einfach da raus halten sollen? Vielleicht steckte nach all den Jahren doch noch ein Jedi-Ritter in ihm, irgendwo. Diese Tat, ob dumm oder nicht, hatte ihn zu seinen Geschwistern geführt. Das war gut, keine Frage. Irgendwas hatte das zu bedeuten, doch für’s Erste hatte er Prioritäten:

    Er musste sein Schiff reparieren oder sich ein besseres besorgen.

    "Es ist viel Zeit vergangen, Turalyon. Ich denke, wir alle waren nicht gerade faul – obwohl ich mir bei dir nicht so sicher bin." Lirs Grinsen war deutlich heraus zu hören – ein deutlicher Schwall an Galgenhumor, denn wirklich gut sah es nicht aus.

    Die Nebulon-B und die zwölf Raumjäger waren ein Problem. In mehrerer Hinsicht. Eigentlich schätze er die Söldner, denen Turalyon sich angeschlossen hatten, als geringes Problem ein. Den Schwarzen Schlund, der nun nach Sarana suchte, ebenso. Aber die Überzahl war ein Problem! Und wenn eine Bande Kopfgeldjäger Sarana durch den nördlichen Outer-Rim verfolgen konnte, dann standen die Chancen nicht schlecht, dass die Republik ihn ebenso suchen würde – besonders mit einem beschädigten Raumschiff.

    Als Turalyon ihn telepathisch kontaktierte, erschrak er beinah. Zu selten war er ein mit der Macht gewesen. Das war ein Fehler, wie er nun erkannte. Er setzte Kurs in Richtung Planetenoberfläche, folgte der Z-95 und drosselte die Triebwerke, bis der Wiedereintritt in die Atmosphäre glühendes Plasma auf den Deflektorschilden abperlen ließ.

    Ach komm… gab er telepathisch zurück. Ärger ist doch dein zweiter Vorname.

    Während er auf die Planetenoberfläche zu flog, griff Lir weiter nach der Macht, ließ sie durch sich fließen, atmete ihre Kraft ein, bis seine Fingerspitzen vor Macht kribbelten, bis seine Sinne sich ausbreiteten. Er tastete nach den Kopfgeldjägern vom Schwarzen Schlund, spürte Vorsicht und Aggression. Wenn er sich Mühe gab, konnte er spüren, was für ein Pilot in welchem Raumjäger saß. Ja, diese Kerle waren nicht übel. Stärke durch Anzahl. Aber eigentlich waren sie nur kleine Nummern. Lir schöpfte Zuversicht und ein Lächeln breitete sich auf seinen Zügen aus.

    Sarana konnte spüren, wie die Nebulon-B-Fregatte sich in einen Orbit über der Söldner-Basis brachte – vermutlich, um im Ernstfall das Feuer auf die Planetenoberfläche zu eröffnen. Acht Raumjäger lösten sich allerdings aus der Formation und begannen, den Planeten zu umfliegen – vermutlich, um die Oberfläche zu scannen, auf der Suche nach ihr. Die Acht Schiffe flogen in acht verschiedene Richtungen, um mit überlappenden Sensorfeldern ein möglichst breites Areal abzudecken. Sarana hatte nicht mehr viel Zeit, bis man sie entdecken würde – sofern ihr kein Trick einfiel. Sechzehn Schiffe blieben in enger Formation hinter Turalyon und Lir.

    Als er Saranas Stimme in seinem Kopf hörte, grinste Lir breit.

    Hey, Alderaan war damals doch noch schön. Die Hauptsache ist doch, dass du es vor dem Feuerwerk da weg geschafft hast. Und das man den Planeten sprengt konnten wir doch wirklich nicht wissen!

    Beide spürten Unwille bei Lir. Ihm war nicht danach, Sarana einfach im Stich zu lassen.

    Ich will dich nicht zurück lassen. Nicht noch einmal.

    Für Turalyon und Lir kam der alte Außenposten des Imperiums langsam in Sichtweite. Die große Sensor- und Radaranlage auf dem Dach des Gebäudekomplexes war schon von Weitem zu sehen. Vor der Basis war eine große Lichtung, reichlich Platz für unterschiedliche Raumschiffe.

    "Dawn Storm an Hungry Void" meldete sich nun die Basis der Söldner. Turalyon konnte sehen, dass die Söldner zu ihren Jägern rannten, um diese in die Luft zu bekommen. "Wir möchten gerne helfen."

    Turalyon aber wusste, dass die Söldner einfach keine Lust hatten, ihre Raumjäger da wie Zielscheiben am Boden stehen zu lassen. Es war klüger, sie in die Luft zu bringen, sollte der Schwarze Schlund feindliche Absichten haben und mehr wollen, als nur nach einer Kriminellen zu suchen.
     
  11. vegetto17

    vegetto17 Schinderdschungel Gärtner

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    Pass mal auf Schwesterchen. Wir können ja demokratisch darüber abstimmen ob wir dich hier WIEDER zurücklassen oder einsammeln.

    Turalyon fuhr seine Deflektorschilde auf das Maximum hoch und steuerte ruhig in Richtung des Außenposten.

    Lir, du nimmst jetzt Kurs auf Sara. Ich versuche dir soviel Zeit wie möglich zu verschaffen und dir den Rücken frei zu halten. Schluß mit dem Versteckspiel!

    Ruckartig riss er den Steuerknüppel herum, senkte den Schub weiter ab und machte in einer engen Kurve eine Kehrtwende. Dabei huschten seine Finger über die Konsole und er aktivierte einen Protonentorpedo. Von der Macht geleitet schickte er den Torpedo auf ein Ziel zu, ehe er die Laser aktivierte und sich ein neues Ziel suchte.

    Und wenn mein zweiter Vorname Ärger ist, wie ist dann eurer?
    Fragte er leicht stichelnd ehe er sich ganz der Macht hingab.
     
  12. Lycan

    Lycan Jedi-Knight

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    Turalyon war nicht nur ein hervorragender Schwertkämpfer, sondern auch ein hervorragender Pilot. So wie ein Lichtschwert wie eine Erweiterung seines Arms war, so war seine Z-95 wie eine Erweiterung seines Körpers. Es mochte moderne, schnellere, wendigere Raumjäger geben. Doch sein Schiff kannte er. Er wusste exakt, was er seinem Schiff zumuten konnte und wie er es zu fliegen hatte. Seine Haarnadel-Kurve kam so plötzlich, dass die Söldner vom schwarzen Schlund kaum reagieren konnten: Der Protonentorpedo traf ein altes GAT-12 Skipray Kanonenboot und durchdrang erst den vorderen Deflektor, dann das Cockpit, ehe das ganze Schiff in einem Feuerball explodierte und glühende Trümmer auf die Planetenoberfläche regneten.

    Mit seinen Lasersalven beharkte er einen uralten Hornissen-Abfangjäger, doch dieser wich zur Seite aus. Das Schiff sah tatsächlich wie eine Hornisse aus, war sehr manövrierfähig und hatte zwei mächtige Laserkanonen, die der Pilot sogar überladen konnte, um doppelten Schaden anzurichten - wobei die Waffen allerdings überhitzen konnten. Der Pilot eröffnete das Feuer auf Turalyon.

    "Fünfzehn gegen einen ist riskant, sogar für dich, Bruderherz", rief Lir alarmiert, nutzte diesmal das Com, denn seine Konzentration war woanders: Er tastete nach Sarana und gleichezeitig überlegte er, was er tun sollte. Und sofort lockte die Dunkle Seite ihn, wie eine verführerische Stimme im Hinterkopf: Er konnte die große Raderschüssel der Basis einfach auf die Raumjäger stürzen lassen. Er konnte so viele grausame Dinge tun, wenn er sich einfach nicht zurück hielt! War es nicht besser, alles zu geben, als hier und jetzt zu sterben?

    "Jedes Leben, das wir nehmen, erschüttert die Macht und den, der die Tat ausführte", hatte man ihm einst erklärt, als er ein Padawan gewesen war. Und es stimmte. Ja, einige dieser Söldner waren Abschaum. Aber da waren auch gute Leute dabei. Doch manchmal trafen auch gute Leute in einem Konflikt aufeinander. Rücksicht konnte die Niederlage bedeuten.

    "WAS MACHST DU? BIST DU DENN DES WAHNSINNS?" Der Dawn Storm funkte Turalyon an, hatte dessen Angriff bemerkt. Immer mehr Schiffe stiegen in den Himmel. Die Chancen wurden nicht besser.

    Lir atmete tief durch und griff nach der Macht, saugte sie auf wie ein Erstickender frische Luft, wie ein Verdurstender kühles Wasser. Schließlich griff er nach dem Comlink und sendete auf allen Frequenzen, während er mit der Macht hinaus griff:

    "Ihr wollt uns nicht angreifen. Ihr wollt auch nicht sterben. Ihr werdet fliehen und überleben."

    Und so griff er nach den Piloten, sowohl nach denen des Schwarzen Schlundes als auch nach den Söldnern des Dawn Storms, er tastete nach schwachen Geistern, nach den guten Leuten, mit Moral. Er versuchte alles, um die Chancen halbwegs zu verbessern. Und tatsächlich: Er erreichte einige der Piloten: 2 Piloten, die dabei waren, Sarana zu suchen, drehten ab und schossen der Atmosphäre entgegen. Von den Raumjägern, die nun einen Kreis um Lir und Turalyon bilden wollten, drehten 6 Piloten ab. Und von den Piloten des Dawn Storms suchten 11 das Weite, fast die Hälfte.

    Damit blieben noch sechs Schiffe, die nach Sarana suchten, 9 Raumjäger des Schwarzen Schlunds, die Turalyon und Lir verfolgten und 13 Schiffe des Dawn Storms, die ihnen entgegen kamen. Erschöpft sackte Lir in seinen Pilotensitz zurück, Schweiß stand auf seiner Stirn.

    "Ich hoffe, das hat ein wenig geholfen" keuchte er ins Com, ehe er vollen Schub gab. Die Triebwerke seines Frachters ächzen, das ganze Schiff vibrierte unter der Belastung. Abermals griff er nach der Macht, konzentrierte sich auf Sarana und auf die feindlichen Piloten.

    Ich bin in ein paar Minuten bei dir, Sara... dann hauen wir ab. Nur ein paar Minuten durchhalten...


    Er hoffte, dass es ihnen dreien gelingen würde, denn sie waren immer noch deutlich in der Unterzahl.
     
  13. Sarana

    Sarana ..~Hold me~..

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    Für einen Moment rollte Sara während des Rennens mit ihren Augen.
    Ich bin beeindruckt. Du kennst das Wort demokratisch?
    Ein spöttischer Klang war in ihrer Stimme zu vernehmen, sie ließ die Macht unaufhörlich durch ihren Körper strömen, sonst könnte sie diesen Sprint niemals aushalten.
    Ich war bereits einige Monate aus Alderaan fort, um zu trainieren. Eigentlich hatte ich dann zurückkehren wollen, für den Geburtstag eines Freundes...
    Kurz schluckte sie, verbot sich aber in dieser Situation an Trauer zu denken. Nicht jetzt und nicht hier. Sie musste überleben und sich vor den Söldern verstecken.
    //Nur noch sechs Sekunden.//
    Sie spürte wie die Schiffe näher kamen, hörte deren Stimmen.
    "Wir nähern uns dem Gebiet."
    Sarana rannte und schließlich ging sie nach unten und rutschte unter einen aushöhlten Baumstumpf, wo sie sich selbst eine Kuhle gegraben hatte um im Notfall Verstecke zu haben. Sie hatte mehrere solcher Verstecke in diesem Wald errichtet.
    Sich konzentrierend, erzeugte sie mithilfe der Macht einen blinden Fleck und schloss ihre Augen. Die Jäger schossen über sie hinweg und scannten das Gebiet.
    "Negativ. Wir suchen weiter."
    Sarana stieß ihren Atem aus, wobei sie gar nicht gemerkt hatte, dass sie ihn angehalten hatte. Für einen Moment gönnte sie sich die Ruhe und tastete mit ihren Sinnen nach ihren Brüdern. Und staunte nicht schlecht als sie spürte, was ihr Bruder im Weltall anstellte.
    Und sonst auch nicht mehr alle Tassen im Schrank? Bist du verrückt Turalyon? Du kannst die nie und nimmer alle besiegen?
    Sarana blieb noch in ihrem Versteck und konzentrierte sich auf die Schiffe. Ganz besonders auf deren Comverbindungen. Mithilfe der Macht schickte sie ein Störsignal, so dass sie nicht mehr untereinander kommunizieren konnten. Dann konzentrierte sie sich auf Lir und sendete ihm in seinem Geist den Weg zu ihrem alten Frachter. Der noch immer unter einen Tarnschirm in einer riesigen Höhle verborgen lag.
    "Ist jetzt nicht mehr das neuste Model, aber immer noch flugtauglicher als deine alte Mühle."
    Aus ihrem Versteck kommend, rannte Sara wieder los. Keine Erschöpfung aufkommen lassend. Ausruhen konnte sie sich später. Nicht jetzt.
     
  14. vegetto17

    vegetto17 Schinderdschungel Gärtner

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    "Wir hatten gelobt dieses System zu verteidigen. Der schwarze Schlund hat hier keinerlei Befehlsgewalt!"

    Er wich den Laserstrahlen der Hornissen durch sachte Korrekturen seiner Flugbahn aus.

    "Glaubt ihr Zwei allen ernstes ich würde sowas machen wenn ich nicht ein paar Tricks auf Lager hätte?"

    Er drückte die Schubaggregate voll durch und ließ sich von der Macht in die Mitte seiner Gegner lenken. Als er sah wie ein paar Schiffe abdrehten, fiel ihm im wahrsten Sinne des Wortes die Kinnlade herunter. Kurz verlor er den Kontakt zur Macht. Gerade noch rechtzeitig konzentrierte er sich wieder genug, öffnete den Ladeschacht für den Proviant und ließ mehrere Ionengranaten daraus fallen. Er beeinflusste mit der Macht die Detonationen, verschonte so sein Schiff. Blitzschnell tastete er nach den Steuerungen der Schiffe um die Rettungssysteme wieder in gang zu bringen.
     
  15. Lycan

    Lycan Jedi-Knight

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    Errungenschaften und Rückschläge. Die Neue Republik und davor die Rebellion, nein, eigentlich die gesamte Galaxis drehte sich einzig und allein um Errungenschaften und Rückschläge:

    Die Völker der Galaxis hatten den Weltraum für sich erobert, hatten eine galaktische Gemeinschaft erschaffen. Immer wieder gab es Rückschläge in Form von Tyrannen oder anderen Bedrohungen. Es gab immer wieder Dunkle Jedi oder Sith, die alle Errungenschaften zu vernichten drohten. Doch von allen Rückschlägen hatte sich die Galaxis erholt und war stärker daraus hervor gegangen.

    Imperien fielen. Despoten wurden gestürzt. Kriege endeten. Für einen Moment nahm sich Lir die Zeit zu staunen, als er spürte, wie seine Schwester die Comverbindungen störte. Eine schwierige Manipulation, soviel war klar. Aber eine kluge Möglichkeit, die Koordinierung der Angreifer zu unterbinden.

    "Ist jetzt nicht mehr das neuste Model, aber immer noch flugtauglicher als deine alte Mühle.", hörte er ihre Stimme in seinem Kopf, während er weiterhin vollen Schub gab und die Triebwerke des beschädigten Frachters gequält aufheulten.

    "Bin fast da..."

    Im gleichen Moment lenkte Turalyon die Ionengranaten aus seinem Laderaum in unterschiedliche Richtungen, ehe sie explodierten. Er schirmte sein Schiff vor den Detonationen ab und konnte sehen, wie fünf Raumjäger des Schwarzen Schlunds in Richtung der Planetenoberfläche trudelten. Kurz darauf blühten Fallschirme wie bunte Blumen auf. Nur noch vier Raumjäger waren übrig, die weiterhin unermüdlich auf Turalyons Headhunter feuerten, dabei aber unkoordiniert vorgingen: Sie konnten nicht mehr kommunizieren. Auch die Antwort des Dawn Storms ging daher unter. Immer noch näherten sich 13 Raumjäger Turalyons Postion.

    In diesem Moment hagelten Lasersalven auf die Basis des Dawn Storms nieder. Die Funkanlage auf dem Dach wurde weg gesprengt, die große Radarschüssel flog in tausend glühende Stücke, ehe die Nebulon-B-Fregatte im Orbit das Feuer auf die Raumjäger konzentrierte: Ein Dutzend Turbolaser und Laserkanonen wob ein glühendes Netz, doch die Raumjäger des Dawn Storms wichen zu allen Seiten aus. Nur ein einzelner Raumjäger wurde getroffen. Gut trainiert, wie sie waren, formten sich die zwölf Raumjäger rasch zu einer Staffel und eröffneten das Feuer auf die vier Jäger, die immer noch an Turalyon klebten. Der Beschuss der Fregatte aber fand kein Ende, immer noch versuchten sie, die Raumjäger zu erwischen. Salven, die daneben gingen, krachten in den Wald unter ihnen.

    "Bin fast da..." wisperte Lir, ehe seine Sensoren anzeigten, dass sich eine Handvoll Schiffe auf seine Position zu bewegten: Sarana hatte sich vor ihnen verbergen können. Doch ein großer, beschädigter Frachter war ein gut sichtbares, verlockendes Ziel.

    Sofort eröffneten die Schiffe das Feuer. Der Frachter erbebte unter den Treffern und die Deflektorschilde gaben binnen Sekunden nach. Lir atmete tief durch und griff nach der Macht. Also musste er doch deutlich brutaler vorgehen, sonst würden diese fünf Jäger ihn vom Himmel holen. Er tastete mit der Macht nach den Raumjäger, doch dann erschrank er:

    Eine mächtige Präsenz tastete nach durch die Macht nach ihm, unsichtbare Finger strichen seinen Rücken hinab und lockten eine Gänsehaut hervor, Schweißausbrüche. Schlagartig verlor er den Kontakt zur Macht, während die Präsenz auch nach Sarana und Turalyon tastete, neugierig aber nicht böswillig oder aggressiv. Doch diesmal gab es kein Verbergen, auch nicht für Sarana.

    "Scheiße" rief Lir ins sein Interkom. "Das ist..." Und in diesem Moment krachten die nächsten Lasersalven in sein Heck. Die Triebwerke explodierten und das ganze Raumschiff erhebte, ehe es drastisch dem Wandboden entgegen schoss. Fieberhaft überlegte er, fand den Kontakt zur Macht wieder. Was tun? Er konnte mit der Macht den Aufprall bremsen! Das würde aber wenig vor den Verfolgern schützen. Der Frachter pflügte durch die Wolken. Lir erhob sich vom Pilotensessel und verließ das Cockpit. Wind pfiff ihm um die Ohren und kündete von einem Loch in der Hülle. Nach wenigen Metern, den er dem Korridor folgte, konnte er allerdings sehen, dass die Triebwerke weg gesprengt worden waren und gemeinsam mit dem nun offenen Laderaum ein gigantisches Loch im Frachter bildeten. Durch dieses Loch konnte er fünf Raumjäger sehen, die immer noch auf ihn feuerten, während der Frachter abstürzte und dabei einen glühenden Schweif auf Rauch und Trümmern hinter sich her zog, wie ein Meteor.

    Lir löste einige Stücke von seinem Raumschiff und schleuderte die Trümmer mit der Macht in Richtung der Verfolger. Zwei Jägern durchschlugen die Trümmer das Cockpit, einem brach es den Flügel ab. Dann aber sah Lir auch schon Baumwipfel unter sich. Er griff ein letztes Mal nach der Macht, konzentrierte sich auf das kosmische Energiefeld und ignorierte das Tosen des Windes. Mit einem Krachen pflügte der Frachter durch einige Bäume und bohrte sich in den Boden. Zurück blieb seine Rauchsäule, über der zwei Raumjäger kreisten. Lirs Präsenz in der Macht erlischte - doch schnell konnte zumindest Sarana fühlen, dass er noch am Leben war.

    Die fremde, mächtigere Präsenz war indes irgendwo da draußen, tastend... näher kommend.
     
  16. vegetto17

    vegetto17 Schinderdschungel Gärtner

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    Immer wieder wich er den Lasersalven seiner Verfolger aus und konzentrierte sich ganz auf den Augenblick. Als er den Beschuss der Fregatte wahr nahm, ebenso wie die Unterstützung des Dawn Storm, schüttelte er leicht den Kopf. Die Jäger des schwarzen Schulnds hatten jetzt vermutlich alle Hände voll zu tun.
    Er konzentrierte sich, dehnte seine Sinne mit der Macht aus und tastete nach den Schaltkreisen für die Waffensysteme der Nebulon-B. Er versuchte lediglich ein paar kleinere Bauteile zu überladen damit der ständige Beschuss aus dem Orbit ein Ende fand.
    Jedoch dann zuckte er zusammen, als etwas nach ihm tastete. Er zog reflexartig den Schub auf 0 zurück und ging in einen Steilflug dem Erdboden entgegen. Kurz vor dem Waldboden zog er die Nase wieder hoch und gab vollen Schub.
    Dann sah er die Rauchwolke und spürte seinen Bruder nicht mehr.
    Zorn stieg in ihm auf. Er sah die zwei Jäger des Schlunds, wie sie über der Absturzstelle kreisten.
    "Dafür werdet ihr bezahlen!"
    Er griff mit der Macht nach den Jäger und schleuderte sie zusammen. Er wollte Rache für seinen Bruder.
     
  17. Sarana

    Sarana ..~Hold me~..

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    Wie als hätte sich eine unsichtbare Mauer vor ihr aufgebaut blieb Sarana stehen, erschauderte von Kopf bis Fuß. Jemand tastete nach ihr. Ruckartig sah sie gen Himmel, verwirrt. Diese Präsenz... Sie erzitterte, riss sich dann aber zusammen und rannte weiter. Hier unten konnte sie nicht viel helfen, außer die Comverbindungen zu manipulieren. Nun gut, sie könnte durchaus noch mehr machen, aber dafür bräuchte sie Steine, sowie ein freies Schussfeld und das hatte sie in den Wäldern nicht. Sie hatte vollstes Vertrauen in ihre Brüder und vor allem in Turalyon. Dann jedoch hielt sie wieder an, als sie tosende Geräusche vernahm. Ein drohender Absturz.
    //Lir!//
    Sofort änderte sie ihre Richtung und rannte auf die Präsenz ihres Bruders zu, ehe diese für einen Moment erlosch und ihr die Tränen kamen.
    //Bitte nicht...//
    Doch je näher sie kam, umso deutlicher spürte sie dass er noch lebte. Und noch immer spürte sie diese merkwürdige Präsenz, doch als sie erneut fühlte wie sie nach ihr zu tasten versuchte, fuhr Sarana ihr Machtschild hoch und stieß die tastende Präsenz zurück. Wer oder was auch immer da nach ihnen tastete, es beunruhigte sie. Solch eine Macht...
    Immer schneller rannte sie, bis sie den in den Boden gebohrten Frachter erreichte, sich aber erst einmal zwischen den dichteren Bäumen verbarg, bis die Jäger endlich abzogen. Erst dann kam sie näher und umrundete das Schiff.
    "Lir! Scheiße..."
    Sie ließ eine tastende Machtwelle über den Frachter gleiten, bis jene ihren Bruder fand.
    //Turalyon, Lir lebt. Wir brauchen dich.//
    Sich voll und ganz auf die Macht konzentrierend, riss sie ein Loch in eine Seite des Frachters, damit sie hinein kam, um zu ihrem Bruder zu kommen.
    "Lir!!"
     
  18. Lycan

    Lycan Jedi-Knight

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    Roter Alarm. Alarmsirenen heulten, rote Lichter flackerten warnend. Hunderte Stiefel polterten durch die sterilen, weißen Korridore, als die Besatzung sich kampfbereit machte. Geschützbatterien wurden bemannt, im gigantischen Hanger öffneten sich die Tore, während Piloten hastig ihre Raumjäger ansteuerten, ihre Ausrüstungen kontrollierten. Astromechdroiden wurden in die Sockel der X-Wing Raumjäger gehievt, Piloten kletterten hastig ins Cockpit, setzten ihre Helme auf.

    Nur ein Mann im gigantischen Hangar des Sternenverteidigers war die Ruhe selbst, gleich dem Auge des Sturms. In seiner schwarzen Uniform stieg er ins Cockpit, schloss das Cockpit und schnallte sich an, während sein Astromech freudig zwitscherte. Der Pilot schaltete das Com seines Jäger an. "Bereit?"

    "Rot Leader, bereit" entgegnete Wedge Antilles. "Rot Zwei, bereit", entgegnete Tycho Celchu. "Rot Drei, bereit", entgegnete Kaz Starchaser, "Rot Vier, bereit", entgegnete Hobbie Klivian. "Rot Sechs, bereit", entgegnete Lian Temiri. "Rot Sieben, bereit", entgegnete Alva Lairnaugh. "Rot Acht, bereit", entgegnete Wes Jenson. "Rot Neun, bereit", entgegnete Nessa Kirst. "Rot Zehn, bereit", entgegnete Wister Kiraal. "Rot Elf, bereit", entgegnete Randi Savaj. "Rot Zwölf, bereit" entgegnete Celes Kando. Cockpits wurden geschlossen, Triebwerke wurden hochgefahren.

    Der junge Mann in der schwarzen Montur gönnte sich ein kurzes Lächeln, ehe er den Com-Kanal änderte und sich mit der Brücke in Verbindungen setzte. "Bringen Sie uns raus, Captain Pellaeon." Er wechselte den Kanal zurück zur Staffel-Frequenz.

    "Rot Fünf, bereit!"

    ***
    Das Turbolaser-Feuer der Nebulon-B erstarb, als Turalyon nach den Waffensystem der Eskord-Fregatte tastete. Mit seinem Sturzflug hatte sich Turalyon außerdem aus den Dogfights am Himmel heraus gebracht. Niemand verfolgte ihn. Die restlichen Raumjäger des Schwarzen Schlunds wurden von den Jägers des Dawn Storms zerfetzt. Sofort eröffneten die Raumjäger das Feuer auf die Nebulon-B. Die Absturzstelle am Waldboden indes war eine lange Schneise aus abgeknickten Bäumen und einer Furche, in der sich sich der Frachter von Lir in den Boden gegraben hatte. Mühelos schmetterte Turalyon die verbliebenen Raumjäger gegeneinander.

    Als Sarana sich gänzlich auf ihren Machtschild konzentrierte, konnte sie fühlen, dass die tastende Präsenz aufgab. Möglicherweise hätte sie die geistige Barriere fort wischen können, doch fehlte der Präsenz jede feindliche Absicht. Als Sarana den abgestürzten Frachter errecihte, konnte sie den völlig eingedellten Bug erkennen. Das Cockpit war nicht mehr zu erkennen, war völlig eingedellt. Dura-Stahlplatten waren zerrissen und verbogen. Rauch schraubte sich in den Himmel. Sarana konnte ihren Bruder irgendwo in diesem Trümmerhaufen spüren, auch wenn seine Lebenszeichen schwach waren. Mit der Macht riss sie die Versiegelung einer Rettungskapsel heraus und konnte den Frachter betreten. In den Resten eines Aufenthaltsraums lag Lir in einem kleinen Krater, inmitten von Trümmern. Er hatte die Macht um sich gesammelt, eine Art Lufttasche gewoben. Diese Tasche hatte ihn vor dem Aufprall gerettet, doch der Druck dieser Lufttasche hatte ihm selber schwere Verletzungen zugefügt. Sein Leib war grün und blau, ein einziger Bluterguss. ​

    "Sara" wisperte Lir schwach und schaute aus geschwollenen Augen zu seiner Schwester, lächelte schwach, während Blut aus seinem Mundwinkel rann. "Du siehst gut".

    Turalyon am Himmel konnte indes sehen, wie der Beschuss der Nebulon-B weiter ging, als die Techniker des Schwarzen Schlunds die defekten Schaltkreise überbrückten. Die Nebulon-B holte einige Raumjäger des Dawn Storms vom Himmel, ehe im Orbit des Planeten ein gigantisches Raumschiff aus dem Hyperraum stürzte. Und für einen Moment mochte vielleicht sogar Turalyon der Atem stocken, denn so ein Raumschiff hatte er seit den alten Super-Sternzerstörern des Imperiums nicht mehr gesehen. Der nagelneue Sternenverteidiger der Viscount-Klasse war das Prunkstück der Verteidigungsflotte der Neuen Republik. Mit 17 Kilometern Länge gab heute, nach der Niederlage des Imperiums, nur wenig, was dem Schiff gefährlich werden konnte. Der Sternenverteidiger war das neueste Modell der Mon-Calamari-Kreuzer, das Flaggschiff der Republik. Turalyon hatte Gerüchte gehört, von tausenden von Turbolasern, hunderten von Ionencanonen. Ein Hangar, groß genug für 200 Raumjäger. Aber als sei das nicht Grund genug zur Besorgnis, gab es das Gerücht, dass besagtes Flaggschiff, die New Hope, niemand geringem unterstellt war, als dem Mann, der Darth Vader und Imperator Palpatine besiegt hatte.

    Wie eine gigantisch, grau-braune Gurke hing die New Hope am Himmel, die Nebulon-B war zu einem lächerlich kleinen Stecknadelkopf verkommen. Sofort endete der Beschuss der Fregatte. Raumjäger schossen aus dem Hanger des gigantischen Sternenverteidigers. "Hier spricht Luke Skywalker", erklang es auf allen Com-Frequenzen, die nicht länger von Sarana gestört wurden. "Ich möchte, dass dieser Konflikt augenblicklich endet und sich sämtliche Beteiligten ergeben. Ich möchte wissen, was hier vor sich geht. Zu diesem Zweck sollen sämtliche Raumjäger an Bord der New Hope landen. Die Fregatte geben." Eine kurze Pause. "Ich möchte keine Tricks sehen. Verwundete werden mit Landungsschiffen eingesammelt. Wer mit mir reden will, soll sich melden - oder warten, bis wir an Bord der New Hope sind.

    Landungsschiffe näherten sich der Planetenoberfläche. Die Nebulon-B-Fregatte wurde von Fangstralen in Richtung eines Hangars gezogen. Die Jäger des Dawn Storms ergaben sich, flogen ebenso auf den Sternenverteidiger zu, wobei Staffel Rot als Eskorte diente. Nur ein Schiff blick zurück. Luke Skywalker selbst wartete ab. Und obwohl seine Stimme freundlich und ruhig war, schwang eine deutliche Warnung mit.


     
  19. vegetto17

    vegetto17 Schinderdschungel Gärtner

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    Na ganz ausgezeichnet. Jetzt stecken wir wirklich ganz tief in der Scheiße.

    Er lehnte sich in seiner Headhunter zurück und blickte auf das riesige Schlachtschiff. Als er Luke Skywalker aus dem Com hörte ließ er den Kopf hängen. Mit diesem Jedi wollte er sich keinesfalls anlegen. Sogleich verwarf er den Gedanken wieder einen schippigen Kommentar abzugeben.

    "Meister Skywalker, im Wald befinden sich zwei Personen. Eine davon ist verletzt. Bitte schicken Sie schnell ein Rettungskomando."

    Tja ihr Zwei. Ich würde sagen wir sind gerade K. O. gegangen. Ich bin mir sicher ein Rettungsteam ist auf dem Weg zu euch. Wir treffen uns dann an Bord der New Hope.

    Sachte steuerte Turalyon seinen Jäger in Richtung des Schiffes. Seine Gedanken kreisten um seine Geschwister, aber er wusste auch das es besser war der Aufforderung zu folgen. Mit einem Tastendruck deaktivierte er die Schilde und näherte sich dem Hangar.
     
  20. Sarana

    Sarana ..~Hold me~..

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    Sara griff sich für einen Moment in ihr Gesicht an die Wange und ein wehleidiges Lächeln zuckte über ihre Lippen. Gut, sie hätte damit rechnen müssen dass ihr Schal diese ganzen Verfolgungsjagd-Tortur nicht halten würde.
    "Tja, das würde ich jetzt gerne auch über dich sagen..."
    Schief grinsend, näherte sie sich ihrem Bruder und ging neben ihm in die Knie und drehte ihn äußerst vorsichtig auf seinen Rücken. Sanft glitt ihre Hand über seine Wange, ehe sie sie auf seinen Brustkorb legte. Vorsichtig.
    "Du hast mir gefehlt... du blöder Idiot."
    Tief durchatmend, schloss sie ihre braunen Augen. Zog sich mit der Macht aus den Com-Verbindungen zurück und ließ ihr Machtschild zerfallen. Hierfür brauchte sie jetzt ihre ganze Konzentration die sie noch hatte. Sie seufzte tief, ehe sich die Zeit um sie herum anfühlte, wie zähflüssiger Sirup. Alles war so merkwürdig surreal. Als hätte nichts mehr eine Bedeutung. Nur noch sie und die Macht existierten. Kleinere Verletzungen an Lir verheilten fast vollständig und langsam aber sicher brachte Sarana ihn aus dem kritischen Bereich, ehe sie seufzend zusammensackte, ihren Kopf auf seinen Brustkorb legte und aufhörte.
    "Tschuldige."
    Ihr war schwindlig.
    "Mehr ist nicht mehr drin."
    Auch sie hatte ihre Grenzen. Zumindest hatte sie ihn aus dem potenziell tödlichen Bereich geheilt.
    Sarana erschauderte, als sie die Präsenz von Luke Skywalker spürte und schnaubte leise. Mag er ein Held sein, sie konnte ihn irgendwie nicht leiden.
    Langsam aber sicher ließ der Schwindel nach und als ein Schiff landen hörte und sie die Schritte vernahm, die sich dem zerstörten Frachter näherten, verdeckte sie ihr Gesicht wieder mit dem Schal und erhob sich langsam, ein wenig schwankend.
    "Es wird alles wieder gut Lir."
    Matt lächelnd, ließ sie sich von dem Rettungsteam einsammeln, wobei sie besorgt nach hinten zu Lir sah. Hoffentlich würde wirklich alles gut werden. Irgendwie.
    Wir sind unterwegs. Pass auf dich auf, Brüderchen. Mach keine Dummheiten.