Dragonball DRS - Version B

Dieses Thema im Forum "Dragonball Fanfictions" wurde erstellt von Dragonballdreamer, 25. November 2017.

  1. Dragonballdreamer

    Dragonballdreamer Lost Shadow

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    Eine junge Frau betritt den Raum, wischt den Staub von dem Schreibtisch und setzt sich.
    Sie holt einen großen Stapel altem Papiers hervor und beginnt, ihn durch zu blättern.
    Als sie dich bemerkt, hebt sie den Kopf.
    "Oh. Hier ist ja tatsächlich jemand." Kläglich räuspert sie sich, um den Frosch in ihrem Hals loszuwerden. "Ich war so lange nicht mehr hier. Es hat sich eine Menge verändert."
    Sie schaut sich um. "Die neue Wandfarbe gefällt mir. Auch das Design."
    Sie schaut dich an. "Aber deswegen bist du wohl kaum hier. Du möchtest eine Dragonball-FF lesen.
    Vielleicht kennst du mich sogar noch. Vor.. uff... fast einem Jahrzehnt war ich hier echt aktiv.
    Meine erste Geschichte die Online ging, tat es genau hier."
    Sie umarmt den Schreibtisch.
    "Das fühlt sich nach Heimat an." T_T
    "Jedenfalls habe ich mich entschieden, sie mal neu aufzulegen. Inzwischen hat sich mein Schreibstil ja echt verändert.
    Ja, das hatte ich schonmal und dann kam nichts mehr. I know <_< Bin aber diesmal hochmotiviert.. seit längerem schon. habe eine Menge vorgeschrieben usw. Also eiiiigentlich kann nichts schief gehen." Sie klopft dreimal auf den hölzernen Tisch.
    "Also ohne weitere Umschweifen die neue - und dann bald auch vollendete - Version von...
    _____________________________________
    DRAGONBALL DRS - Die Red Saiyajins
    oder auch: Version B

    Prolog
    Eins lebten auf dem Planeten Vegeta zwei verschiedene Rassen – die Saiyajins und die Tsufurujins.

    Die Saiyajins waren unglaublich stark, doch von niederer Intelligenz. Ihr Temperament und Ungeduld machte ein Zusammenleben selbst unter der eigenen Art schwierig. Nichts konnte sich ihnen in den Weg stellen – außer ihnen selbst. Ihre Lebensweise war von simpler Natur und glich der von wilden Tieren.

    Die Tsufurujins hingegen waren klein und leicht zu übersehen. Schmächtig, schwach und zerbrechlich, aber unglaublich klug und einfallsreich. Sie trieben den Fortschritt voran, arbeiteten zusammen und entwickelten unglaubliche Technologien, die ihr Leben vereinfachten und sie schützten.

    Doch die Erfindungen der Tsufurujins blieben nicht unbemerkt. Als die Saiyajins ihren Sinn begriffen, begannen sie die Tsufurujins zu attackieren. Die Kriegerrasse rückte an, um ihre Nachbarn nach und nach auszurotten und deren Fortschritt für sich selbst zu nutzen.

    Eine Hand voll der unterlegenen Rasse fand im Untergrund Schutz. Sie versteckten sich, flohen immer weiter in die Tiefe. Weit, weit im inneren des Planeten stießen sie auf Etwas, mit dem sie nicht gerechnet hätten: Einem Labor mit unbekannter Technologie. Weder Tsufuru- noch Saiyajins hatten je solche Apparate genutzt.
    In silbrig schwarzen Containern waren Lebewesen gesperrt, eingefroren, festgehalten in der Zeit. Äußerlich glichen die künstlichen Kreaturen den Saiyajins, bis auf einen Unterschied: Während die Haare und Augen der Saiyajins stets rabenschwarz waren, waren die ihre von leuchtendem Rot.
    Die Tsufurujins nannten sie daher Red Saiyajins.
    Verzweifelt an den Gedanken einer Rettung klammernd, öffneten sie die Behälter und erweckten alle fünf Personen aus ihrer Starre.
    Es war das Letzte, dass sie je taten. Sie wurden Sekunden später von denen getötet, die sie für ihre Rettung hielten.

    Drei Männer und zwei Frauen der Red Saiyajin wurden so zu neuem Leben erweckt.
    Doch sie schlossen sich auch der Kriegerrasse des Planeten nicht an. Etwas regte sich in ihnen – vielleicht der Grund, weshalb sie weggeschlossen wurden? Ein dunkles Brodeln, etwas jenseits von Gut und Böse.
    Aron, der älteste von ihnen, bekam es schon kurz nachdem er befreit wurde. Er war es, der im Zuge dessen die Tsufurus ermordete.
    Die anderen vier schafften es, ihn eine Weile zurück zu halten. Doch über die Jahre hinweg befiel es auch sie, machte sie gewalttätig und unberechenbar.
    Die originalen Saiyajins fühlten sich von der Kraft der Kopien bedroht und ein langer blutiger Krieg begann. Viele Saiyajins starben, doch zu guter Letzt schafften sie es, ihre Kontrahenten zu besiegen.

    Eine einzelne Red Saiyajin entzog sich aller Blicke. Im Gegensatz zu den anderen ihrer Art war sie nicht von dem heimtückischen Wahnsinn und der Mordslust besessen. Ihr Name war Narli.
    Sie färbte ihre Haare und die ihrer beiden Kinder schwarz, nutzte Kontaktlinsen und schummelte sich in die Gesellschaft der ‚richtigen‘ Saiyajins, die durch die Technik der ausgerotteten Tsufurujins begannen sich weiter im All auszubreiten.
    Sie lebte sich so gut unter den Kämpfern ein, dass sie unter ihnen einen neuen Gefährten fand.
    Ihre Liebe war groß und wild. Sie übernahmen gemeinsam Planeten, flogen quer durch die Galaxie und zwischen all den Abenteuern… wurde sie schwanger.

    Zu dieser Zeit war das Leben der Saiyajins im Wandel. Der Tyrann Freezer, der alleine stärker war als all die Kämpfer gemeinsam, unterjochte sie. Die Lage wurde stetig schlimmer.
    Während der Geburt zerbrach die Welt des Pärchens.
    Narlis Geheimnis hielt nicht länger stand. Ihr Gefährte, der ihr wahre Identität zuvor nicht kannte, war geschockt. Große Wut überkam ihn, und dennoch konnte er die letzte Bitte, die er von Narli hörte, nicht abschlagen: Ihre Kinder zu retten.

    Während der diktatorische Freezer den Planeten Vegeta mit einem Angriff komplett auslöschte, starben beinah sämtliche Bewohner.

    Die Insassen der beiden Raumkapseln, die kurz zuvor gestartet waren, entkamen jedoch.

    Ihr kennt bereits die Geschichte von Son Goku.
    Ihr wisst, dass er in einer dieser Kapseln saß und auf der Erde landete. Als er mit seinem Kopf auf einen Felsen fiel, begann sein neues Leben als Erdbewohner. Er erlebte viel. Er wurde stark – sehr stark. Er beendete Freezers Leben und rächte damit den Untergang seines Volkes und die Zerstörung seiner eigentlichen Heimat.
    Er entkam einer lebensbedrohlichen Herzkrankheit, besiegte Cyborgs und so manches andere Unwesen.

    Aber in dieser Geschichte geht es nicht um einen erbitterten Kampf zwischen Son-Goku und einem fiesen Monster.

    Es geht um den Kampf mit der Dunkelheit, die in jedem von uns lebt.

    Und darum, wie sich meine Brüder kennen lernten.
     
  2. Dragonballdreamer

    Dragonballdreamer Lost Shadow

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    Weil der Prolog so kurz war, gibts jetzt noch direkt Nachschlag ;)
    ______________________________


    Kapitel 1: Anmeldung? Check!


    Es war der dritte Anreisetag. Die Anmeldungen würden heute schließen.
    Die Hände in die Hüften gestemmt und mit einem sicheren Lächeln auf den Lippen beobachtete Bulma Briefs, wie ein Raumschiff nach dem anderen landete. Die Unterschiede der Bauweise waren faszinierend. Keines sah wie das andere aus.
    Der große Raumhafen existierte zwar schon seit einem guten Jahr, doch erst seit einer Woche herrschte solch ein Betrieb. Normalerweise war die Erde kein Ort, der besonders viele Besucher anlockte. Doch nachdem sie mit viel Aufwand das Intergalaktische Turnier aufgestellt hatte, drängelte und stritt man sich grade zu um die verbliebenen Plätze.
    Es juckte sie in den Fingern, als sie ein besonders wirr geformtes Schiff landete, dessen Antrieb aus Kühlmodulen zu bestehen schien. Wie funktionierte das? Konnte sie es auch bei ihren Maschinen nutzen? Ob sie es sich wohl mal genauer ansehen durfte?
    Sich selbst zügelnd kämmte sie sich mit den Fingern eine der blauen Haarsträhnen nach hinten und zog das Haargummi enger.
    Es gab jetzt wichtigeres zu tun. Es musste alles richtig ablaufen. Und vor allem hatte sie sich mit jemandem verabredet. Wo blieb er nur?
    Während sie sich zum dritten Mal umsah, fingerte sie ein kleines Gerät mit Display aus ihrer Hosentasche und notierte die Parknummer des Raumschiffes mit den Kühlmodulen. Vielleicht konnte sie es sich ja später doch ansehen… ein bisschen.

    „Bulma, hier bin ich! Entschuldige die Verspätung!“
    Der Saiyajin auf den sie gewartet hatte, flog zügig auf sie zu und landete direkt vor ihr.
    „Da bist du ja endlich, Goku“, grüßte sie ihn. „Ich dachte schon, du hast mich wieder vergessen.“
    „Tut mir leid, Chichi hat mich aufgehalten. Sie sagt, wenn ich schon so selten zuhause bin, soll ich in der Zeit in der ich mich sehen lasse auch mehr im Haushalt helfen. Und du kennst sie ja…“ Verlegen kratzte er sich am Hinterkopf.
    „Ja, ist schon in Ordnung. Du hast nichts verpasst“, beruhigte sie ihn. „Aber gewöhn es dir nicht an, die Leitung der Capsule Corp. warten zu lassen.“ Neckisch sah sie zu ihm hoch.
    „Bestimmt nicht!“, versicherte er.
    Ja, es war nicht schlimm, dass er etwas zu spät dran war. Aber sie verstand nicht, warum seine Frau sich nicht einfach eine Haushälterin für solch Zwecke anschaffte. Das nötige Geld dafür hatte sie ja.
    Vielleicht war es auch nur eine Ausrede, damit sie ihren Mann öfter zu Gesicht bekam.
    Bulma öffnete ihre Handtasche und holte einen dreieckigen Anstecker hervor. ‚Aufsicht‘ stand dort rot auf weiß. Sie steckte ihn Goku an den orangenen Trainingsanzug.
    „Jetzt ist es offiziell“, verkündete sie ihm, „du bist mein ganz besonderes Aufsichtspersonal. Danke nochmal dafür. Ich glaube ohne dich, hätte ich die Erlaubnis hierfür nie bekommen.“
    „Ach was.“ Der Saiyajin winkte ab. „Die sind doch alle heil froh, dass Mr. Satan auf sie aufpasst.“
    „Die von der Erde vielleicht – auch wenn ich nicht verstehe weshalb“, seufzte die reiche Erfinderin. „Aber er überzeugt nicht die Obrigkeiten da draußen. Die denken, wenn du nicht hier bist und mit aufpasst, kommt es zu krieg und Chaos. Als ob der Planet gesprengt werden würde wegen einem kleinen Turnier… sowas haben wir doch schon öfter gehabt.“
    „Aber nur mit Erdenbewohnern, wenn man uns Saiyajins und Piccolo mal abzieht“, erwiderte Goku. „Was hier jetzt an Kräften zusammen kommt, umfasst ganz andere Dimensionen.“
    Erst jetzt bemerkte Bulma seinen interessierten Blick, mit dem er die verschiedenen Lebensformen musterte, die durch den Flughaufenausgang geführt wurden.
    „Bemerkst du irgendjemanden gefährliches?“, fragte sie etwas verunsichert.
    Er schüttelte den Kopf. „Nein. Ich war ja erst enttäuscht, weil ich als Aufseher nicht mitmachen darf. Aber ich glaube die Konkurrenz hier ist nicht besonders…“ Seine Worte verloren sich auf dem Weg nach draußen.
    Eine schwarz gewandete Gestalt mit roten Augen und rotem Haar war abrupt stehen geblieben und starrte ihn an mit einer Mischung aus Unglaube und Misstrauen.
    Noch bevor er sich überlegen konnte, wie er auf das Verhalten zu reagieren hatte, wandte sie sich ab und lief zügig davon.
    „Dein Ruf scheint dir vorauszueilen“, beglückwünschte Bulma ihren Freund. „Hier gibt es bestimmt keinen Ärger. Die haben alle Angst.“

    Obwohl die umliegenden Hotels bereits überfüllt waren und auch der Raumhafen immer weniger freie Plätze erübrigen konnte, war der Anmelde-Bereich noch überschaubar geblieben.
    Von den Erdenbewohnern gab es nicht viele, die ihre Stärke mit der von Außerirdischen messen wollten. Aber die Tatsache, dass Son Goku – und in Folge dessen auch Vegeta – nicht an dem Turnier teilnehmen wollten, erschienen einige andere Gesichter auf der Bildfläche.
    Yamchu und Tenshinhan nahmen zwar selbst nicht Teil, aber ihre Schüler, zwei Jungspunde mit den Namen Harra und Edil. Die beiden Lehrmeister trainierten oft zusammen, so dass sie alle vier bereits gut kannten.
    Goku besah sich die beiden interessiert. Ja, sie wirkten nicht untalentiert, aber sie schienen auch keine abnormale Stärke zu haben oder versteckten diese sehr gut.
    Warum Yamchu grade Harra zu seinem Schüler gemacht hatte, war für Goku völlig offensichtlich. Der Junge mit dem dunklen zerrauften Haar hielt die Arme verschränkt und starrte bockig zu den anderen Kandidaten, die Schlange standen. Sein Gesicht war dreckig und die Nase sah mitgenommen aus. Er erinnerte den Saiyajin sofort daran, wie er Yamchu das erste Mal traf – als kampfeslustigen Banditen. Sicher hatte er dem Lehrling seine Wolfstechnik beigebracht.
    Edil hingegen machte einen weltoffeneren und ruhigeren Eindruck. Zwar hatte er nicht wie Tenshinhan ein drittes Auge, jedoch nutzte er seine beiden schon fleißig um seine Gegner abzuschätzen. Diese Wachsamkeit und das Einschätzungsvermögen waren definitiv die besten Eigenschaften seines Meisters.
    Beide Lehrlinge trugen orangene Trainingsanzüge.
    Gut gelaunt schlenderte er zu der Gruppe hinüber. „Ihr habt euch also schon angemeldet? Seid ihr aufgeregt?“
    Ertappt nickte Edil. „Es ist schon etwas anderes, als das große Turnier, wie wir es bisher kannten.“
    Der dreiäugige Mönch ließ seine Hand auf die Schulter seines Schülers fallen. „So eine Gelegenheit wird sich so schnell nicht wieder ergeben. Gib einfach dein Bestes.“
    Yamchu wandte sich mit ernstem Blick zu Goku. „Irgendjemand verdächtiges bisher?“
    Dieser schüttelte den Kopf. „Alles gut bisher, keine Sorge. Aber ich bin ganz schön gespannt auf die Kampftechniken, die ich hier zu sehen bekomme. Wann fangen die Vorrunden nochmal an?“
    „Nach Anmeldeschluss werden die Kampfpaare gezogen“, erklärte der ehemalige Bandit. „Zunächst werden alle Teilnehmer in eine von 8 Gruppen zugeteilt. Die Vorrunden beginnen dann am nächsten Morgen.“
    „Diejenigen, die aus den Gruppen als Sieger herausgehen, kommen in die Finalrunden“, schloss Edil ab. „Bei so vielen Teilnehmern ist die Chance klein, es so weit zu schaffen.“
    „Für dich vielleicht.“ Harra sah ihn abwertend an. „Für mich wird es ein Klacks. Ich habe noch nie verloren und damit fange ich jetzt sicher nicht an.“
    „Das ist die richtige Einstellung“, lachte sein Meister und klopfte ihm auf die Schulter. „Sag mal, Goku, wollte Son Goten nicht auch mitmachen?“
    „Ja, klar! Aber er verspätet sich offenbar.“ Er suchte nach der Aura seines Sohnes, die sich rasant näherte. „Ah, er ist schon auf dem Weg. Er sollte sich beeilen, sonst wird das nichts mehr.“
    „Woher er das wohl hat…?“ Yamchu grinste und auch Tenshinhan sah zur Seite, damit Goku sein Schmunzeln nicht bemerkte.
    „Hey, Leute!“ Trunks Briefs schob sich durch die Menge hindurch. „Schon alle eingetragen?“
    Goku war nicht der einzige, der bei Auftreten von Vegetas Sohn stutzte. Trotz der anderen Zeitlinie hatte sich der Junge zu einem Abbild des Mannes entwickelt, der die Z-Krieger einst vor den Cyborgs gewarnt, ihn selbst gerettet und die Truppe dadurch auch auf die bösartige Kreatur Cell vorbereitet hatte.
    Natürlich trug Trunks nicht dieselbe Kleidung wie sein Ego aus anderer Zeit, aber er hatte sich genauso fit gehalten – vielleicht durch etwas Ansporn seitens seines Vaters – und auch die Art wie er sprach, sich bewegte, waren sofort wieder zu erkennen. Sein Blick allerdings war weniger verbittert und ernst, sondern grade zu leuchtend vor Glück und Aufregung.
    „Was ist los?“, fragte der Halbsaiyajin verwirrt. „Habt ihr euch nun eingetragen oder nicht?“
    „Nur unsere Schüler“, erklärte Yamchu erneut, „Wir alten Hasen wissen doch, dass wir bei euch nicht mithalten können.“
    Edil sah nun forschend zu dem Neuankömmling, als wüsste er nicht, was von ‚so einem‘ denn zu erwarten war.
    „Seit wann trägst du denn deine Haare lang, Trunks?“, wollte Tenshinhan wissen. „Sonst waren sie doch immer eher kurz.“
    „Ach, ich kam einfach auf den Gedanken und lasse sie ein wenig wachsen seit ein paar Monaten. Mutter gefällt es auch irgendwie. Aber nicht mehr lange und ich brauche ein Haargummi“, lachte er.
    Eine weitere Gestalt gesellte sich zu ihnen. Einer der außerirdischen Besucher, ein humanoides Wesen mit hochstehender Pferdemähne und raubtierähnlichen Beinen. Sein Gewandt bestand aus blau und silbern gefärbten Leder.
    Bizarre Geräusche erklangen. Bis Goku begriff, dass es die Sprache war, die das Wesen nutzte, hatte es seinen Satz – oder die Sätze? – schon beendet.
    Hilfesuchend sahen die Freunde sich an. Nie hatten sie in Erwägung gezogen, dass die Fremden, die zu ihnen auf die Erde kamen, eine andere Sprache nutzen würden. Bisher hatten sie Glück gehabt, denn jede ihrer außerirdischen Bekanntschaften waren mit der Erdensprache wohl vertraut gewesen.
    Trunks war der einzige, der nicht eingeschüchtert war. „Dort drüben, Sir.“ Er deutete auf ein nahestehendes Hotel. „Wenn sie sich schon im Vorfeld gemeldet haben, steht auch schon ein Zimmer für sie bereit.“
    Der Fremde lächelte, nickte dankbar und ging in die besagte Richtung.
    Verdutzt sah die Gruppe zu dem Fliederhaarigen, der dies zuerst gar nicht bemerkte. „Oh“, wurde er sich dann bewusst und machte große Augen. „Habt ihr etwa noch keine Brabbelfische?“
    „…Brabbelfische?“, wiederholte Harra und zog eine Braue hoch. „Was soll denn das sein?“
    „Ja, Brabbelfische. Wartet.“ Er holte eine Hand voll kleiner, fischförmiger Stecker hervor. „Man steckt sie sich ins Ohr, dann wandeln sie fremde Sprachen für einen in die eigene Muttersprache um. So versteht ihr hier jeden.“
    Zögerlich bedienten sie sich.
    „Meine Mutter hatte die Idee aus einem Science-Fiction Roman“, lachte Trunks. „Die Brabbelfische werden an den Eingängen aufs Gelände verteilt, habt ihr das gar nicht bemerkt?“
    „Ehrlich gesagt ist es schwer, sich hier zu orientieren. Es sind eine ganze Menge... seltsame Leute unterwegs“, erwiderte der Mönch und suchte nach den passenden Worten. „Es ist…“
    „Umwerfend!“, ergänzte Edil.
    Die Krieger setzten sich die Stecker in die Ohren. Kurz zwickte es, die Brabbelfische krallten sich in den Gehörgängen fest. Dann waren sie auch schon nicht mehr zu spüren, als wären ihre Lauscher völlig frei.
    „Ich kann es kaum erwarten, die Kämpfe zu sehen!“ Goku rieb aufgeregt grinsend seine Hände aneinander. „Da kann ich mir sicher etwas abgucken!“
    Yamchu sah besorgt aus. „Hält der Schutzschild auch bestimmt? Der, der den Kampfring umgibt?“
    „Ich und Vegeta haben ihn mehrfach getestet“, winkte der Held ab. „Niemand außerhalb wird verletzt.“
    „Da kommt Goten“, bemerkte Tenshinhan.
    Der zweite Halbsaiyajin kämpfte sich zu ihnen durch. „Sorry, Leute! Ich hab‘ mich erst mal angemeldet.“
    „Kurz vor knapp, typisch für dich.“ Trunks tippte auf seine Armbanduhr.
    „Die Anmeldung schließt in einer Minute“, schallte eine Stimme durch die Lautsprecher. „Anschließend ist keine Anmeldung mehr möglich. Bitte melden Sie sich jetzt, falls sie noch im Turnier mitmischen möchten.“
    Erwartungsvoll huschten die Blicke der Umstehenden immer wieder zu den Bildschirmen hoch, die überall auf dem Gelände aufgestellt wurden.
    ‚Die Kampfgruppen werden in kürze erstellt‘, lautete die Schrift, die sich dick schwarz auf rot anzeigten.
    Anschließend wurden die angemeldeten Kämpfer aufgelistet.
    Goku fand sofort seinen Sohn Goten darunter, sowie auch Trunks, Harra und Edil. Auch das Alien, das nach dem Hotel gefragt hatte, war abgebildet.
    „Manche davon sehen echt fies aus“, murmelte der Schüler des Mönchs. „Da waren mir meine menschlichen Gegner lieber.“
    „Ach was. Alles Waschlappen“, brummte Harra, schaffte es aber nicht, seine Nervosität komplett zu unterdrücken.
    „Der mit den Narben im Gesicht, der sieht hart aus“, schätzte Goten. „Der mit der roten Haut und der Augenklappe.“
    „Ihr solltet nicht so nach dem Äußeren gehen“, belehrte Tenshinhan. „Manchmal sind es die Kleinen und Schmächtigen, die einen überraschen. Ich denke da an einen gewissen Gotenks.“
    Goten und Trunks warfen sich grinsend blicke zu, während die Schüler fragend in die Runde sahen.
    „Bitte richten sie Ihre Aufmerksamkeit nun auf die Bildschirme. Die Kampfgruppen wurden zusammengestellt.“
    Goten fluchte ärgerlich. „Verdammt. Ich bin mit Trunks in einer Gruppe… Wir sind beide in der A. Ich hatte gehofft, zumindest zu den Finalrunden zu kommen.“
    „Hast du etwa nicht trainiert?“, fragte Goku irritiert. „Du warst doch so oft unterwegs?“
    „Nun, ja. Nein.“ Er wurde rot und schaute zu Boden.
    Edil war in Gruppe C, Harra in Gruppe F.
    „Was ist los, Goku?“, fragte Yamchu. „Wo starrst du hin?“
    „Da ist diese eine Frau in Gruppe F“, murmelte der Saiyajin. „Ich glaube, sie hat mich auf dem Flugplatz angestarrt.“
    „Ach, Dad, das machen doch viele“, gähnte Goten. „Lass uns was essen gehen, ja?“
    Sofort waren alle Sorgen über Bord geworfen. „Oh ja, Essen!“
     
  3. Son-Goku_GIGA-SSJ!!!

    Son-Goku_GIGA-SSJ!!! I'm a saiyan from Earth!!

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    Hey, wie du mir, so ich dir *g*
    Habe mir mal ebenfalls die Zeit genommen deine FF zu lesen und bislang gefällt sie mir wirklich gut :)

    Der Prolog erinnerte mich sehr an den Anfang meiner FF, frag mich wohl warum *g*
    Er ist spannend erzählt und macht wirklich Lust auf mehr. Allerdings hab ich da etwas nicht verstanden:
    Also hat Narli mehr als ein Kind bekommen und diese wurden, auf ihren Wunsch hin, gerettet, indem sie per Raumkapseln weggeschickt wurden. Aber hat man sich einfach dazu entschieden zwei (oder mehrere, wie auch immer, wird mir nicht ganz ersichtlich) Kinder in eine Kapsel zutun? Wenn ich mir anschaue, wie Gokus Kapsel in DBZ gestaltet war, kann ich mir das nicht so gut vorstellen^^ Die war kleiner als eine Standardkapsel und Goku war sogar mit ihr verbunden (vielleicht für Nährstoffversorgung oder so ähnlich). Deswegen wird mir hier nicht so ganz ersichtlich um wie viele Kinder es sich handelt und ob diese wirklich alle in einer Kapsel stecken.
    Ansonsten, wie gesagt, fand ich den Prolog wirklich sehr gut :)

    Auch Kapitel 1 beginnt mit einem Turnier nach richtiger Dragon Ball Manier. Toll, da freut man sich auf mehr. Allerdings hab ich hier das Problem, dass ich mir leider überhaupt nicht vorstellen kann, wann genau dieses Turnier stattfindet. Da Trunks seinem Zukunfts-Ich gleicht, muss ja schon einige Zeit vergangen sein, seit Kid Boo ausgelöscht wurde.
    Ich nehme mal an, dass du nicht Dragon Ball Super mit einbeziehst, deswegen nehme ich an, dass es irgendwann vor dem Erscheinen von Oob spielt? Da hätte ich gerne eine Aufklärung^^
    Ansonsten freu ich mich aufs nächste Kapitel und sehe bereits jetzt schon, dass die rothaarige Kriegerin einen Hoffnungsschimmer in Son-Goku geweckt hat. Vielleicht ein neues 'Talent' für seine Rivalensammlung? *g*
     
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  4. Dragonballdreamer

    Dragonballdreamer Lost Shadow

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    @Son-Goku_GIGA-SSJ!!! : Ich habe ehrlich gesagt angenommen, dass die Raumkapseln verschiedene Größen haben können. Schließlich hat auch Nappa in so ein Teil gepasst XD
    Um dein Zeitchaos etwas zu klären:
    Es ist vor Oob, allerdings nicht weit vorher.
    GT und SUper werden nicht ein berechnet. GT weil ichs nicht mag. Super, weil es als diese FF ihren Anfang fand noch nicht exsistent war


    Kapitel 2: Fäuste, Ki und...

    Für die Vorrunden waren vier große Zelte rund um die Arena aufgebaut worden. Eines für jede Gruppe von Kämpfern. An diesem Abend sollten, sofern sich keiner der Kämpfe in die Länge zog, nur noch ein Kämpfer in jedem der Zelte befinden.
    Im Inneren waren je zwei Ringe aufgebaut. Die Tribünen für die Zuschauer waren klein. Ein jeder, der das Spektakel von Nahem sehen sollte, hatte zwei Tickets bekommen. Ein Ticket reichte für einen Vorrundenkampf. Für alle anderen gab es die Möglichkeit, die Kämpfe über die Bildschirme mit zu verfolgen.

    Als Edil den Kampfring das erste Mal betrat, fühlte er seine eigenen Beine kaum vor Aufregung. Wie eine Masse aus Wackelpudding schob er sich vorwärts.
    Er spürte den ruhigen Blick seines Meisters auf sich. Der Junge schluckte und sah zu der Tribüne. Tenshinhan sah ihn ohne jede Mimik an.
    ‚Er vertraut mir‘, wurde Edil bewusst. ‚Er denkt, ich habe das Potenzial dafür, wenn ich es nur richtig nutze!‘
    Der Kampfanzug in grün mit dem roten Band, in dem er sich sonst so sicher fühlte, zwickte nun unbehaglich. Er zwang sich, sich nicht zu kratzen, sondern tief durch zu atmen. Ein paar Sekunden tiefste Meditation, sie halfen schon beachtlich.
    „Okay“, sprach er zu sich selbst. „Du machst das jetzt.“ Als er hörte, wie sein eigenes Zittern aus seiner Stimme schwand, packte ihn der Mut.
    Er schob die blonden Haare aus seiner Stirn, stellte die Füße weiter auseinander und hob die Arme auf Augenhöhe.
    Erst jetzt betrat sein Gegner den Ring. Er war gebaut wie ein Schrank.
    „Auf der Linken haben wir Edil Nao, einen Erdenbewohner und Schüler in der Kampfkunst der Kraniche!“, stellte der Kommentator vor.
    Applaus erhob sich, die Spannung knisterte spürbar.
    „Auf der Rechten sein Gegner Qyf von den Amolaien!“
    Der Alien hob die muskelbepackten Arme und ein Teil der Tribüne explodierte förmlich vor Jubel. Dieser Kämpfer hatte eine treue Fangemeinschaft.
    Er ließ den Kopf mit den drei einschüchternd großen Hörnern wild umherkreisen.
    „Die Amolaien sind ein Bündnis dreier Planeten, das für seine Verteidigungsarmee selbst Krieger ausbildet“, erklärte der Kommentator den Zuschauern.
    Qyf schnaubte und ließ noch einmal die Muskeln für seine Fans spielen.
    Edil rutschte sein Herz in die Hose, doch es versuchte den Gegner genaustens im Auge zu behalten. Die Angebereien konnten ihm schon jetzt etwas über ihn verraten.
    Seine Haut war sicher dick, so wie sie sich über seinen Körper legte. Die beiden Hörner an den Seiten des Kopfes würden vermutlich nicht zum Problem werden, der Winkel deutete darauf hin, dass sie nur schlecht zum Angriff taugten. Um das vorne auf der Stirn des Ungetüms würde er sich mehr Sorgen machen müssen. Bestimmt würde es frontal Angriffe bevorzugen.
    Der schwere Kopf hatte kein sichtbares Gegengewicht. Sicher war die Panzerung des Kampfanzugs hinten am Rücken verstärkt. Ein Angriff dort würde also wenig Sinn machen.
    „Nun dann, möge der Bessere gewinnen!“, schloss der Kommentator ab, der bis eben noch die Regeln erläutert hatte.
    Noch bevor sich der Schüler rühren konnte, stand sein Gegner direkt vor ihm. Die Faust, durch die dicke Haut wie mit einem Panzerhandschuh verstärkt, wurde in seinen Magen gerammt.
    Während er weggeschleudert wurde, überschlug er sich mehrere Male. Doch bevor er den Boden außerhalb des Rings berührte, fasste er sich wieder und schwebte kurz darüber in der Luft.
    ‚Er ist schneller, als er aussieht!‘
    Qyf wartete ungeduldig auf ihn.
    ‚Aha. Er kann nicht fliegen. Na so ein Pech aber auch.‘
    Edil stieg ein wenig höher und hob seinen rechten Zeigefinger. „Dodonpa!“, rief er, warf den Finger nach vorne und ein heller gelber Lichtstrahl schoss aus diesem hervor. Zielgerichtet schmetterte er das Ki zu dem Krieger der Amolaien hinüber, der schützend einen der gepanzerten Arme hob.
    Mit einem lauten Knall explodierte das Licht aus reinem Ki, kaum hatte es den Gegner berührt.
    Doch als sich Staub, Dreck und Rauch lichteten, stand das Biest von einem Kämpfer noch immer dort. Der gepanzerte Arm wies kaum eine Beschädigung auf.
    Kaum eine, doch es war ein erstes Zeichen von Schwäche.
    Edil gewann an Höhe und ging dann zu einer Kette von aggressiven Angriffen über.

    Zur gleichen Zeit hatte Harra in Zelt F seinen ersten Gegner vor sich. Er erkannte das Alien sofort, denn es war genau das Geschöpf, welches am Vortag nach dem Hotel gefragt hatte.
    Seine borstige Mähne war schwarz und rot gefärbt, das Gesicht voller abschreckender Kriegsbemalung – die dem Jüngling natürlich nichts ausmachte.
    Das Wesen trug kaum Rüstung, seine Kleidung war wie die von Harra lediglich aus Stoff.
    Die spitzen Krallen seiner Hinterläufe kratzten über den marmornen Grund des Kampfrings, als es zum Angriff überging.
    Der Schlagabtausch war schnell und die Kontrahenten sich in ihrer Wendigkeit Ebenbürtig.
    Während Harra mal Faust, mal krallenbewerten Fuß abwehren musste, konterte er mit Yamchus Wolfszahntechnik, die er selbst optimiert hatte. Die roten Wölfe aus Ki, die sich um seine Fäuste bildeten, verschwanden nicht. Und wenn sie treffen würden..., wenn sie wenigstens einmal zubeißen konnten… wäre der Schaden verheerend.
    Der Sulhein mit dem Namen Lyko, wie ihn der Moderator dieses Zeltes vorgestellt hatte, dachte daran allerdings gar nicht erst.
    Der Kampf nahm das gesamte Zelt ein. Für Zuschauer mit langsamen Augen war es, als würde er sich über allen Kampfringen gleichzeitig abspielen.
    Irritiert unterbrachen andere Teilnehmer ihre Kämpfe und hoben ihre Köpfe.
    Plötzlich stoppte das wilde hin und her.
    Angstschweiß glitzerte auf Harras Stirn. Lyko hatte ihn an seinem rechten Handgelenk gepackt, über die Schulter geworfen, sich gedreht und dem perplexem Jungen auch die zweite Hand fixiert. Seine Konzentration schwand für einen Moment und die Wölfe an seinen Händen verschwanden.
    Der Sulhein zog das Knie hoch und schmetterte es gegen das Kinn des Dunkelhaarigen. Der Schmerz durchzog den ganzen Kopf des Jungen.
    Bevor das zweite Bein folgen konnte, befreite er sich mit einer spontanen Ki-Explosion. Geblendet von dem Licht, wich sein Feind zusätzlich ein paar Meter zurück, so dass er sich an der Zeltwand wiederfand.
    Hastig sammelte der Schüler Ki in seiner rechten Hand und schoss es auf seinen Gegner.
    Er verfehlte um Haaresbreite.
    Die Zeit für einen weiteren Versuch war ihm nicht gegönnt, denn sofort wurde er wieder in einen engen Nahkampf verwickelt.
    ‚Wie soll ich ihn von mir wegbekommen, ohne dabei einzustecken?‘ Der Kopf des Lehrlings pochte. Die Gedanken rasten. ‚Ich kann keine Ki-Explosion auslösen, wenn ich die ganze Zeit seine Attacken abwehren muss!‘
    Eine von Lykos langen Krallen erwischte seine Schulter und riss sie auf. Er nahm es hin.
    ‚Vorhin wurde er geblendet, das muss doch irgendwie nochmal gehen!‘
    Aber es gab hier nichts, womit er ihn blenden konnte. Es sei denn…
    Harra grinste siegessicher, auch wenn seine Kinnlade ein wenig schief stand.
    „Du hast verloren!“, kündigte er an.
    Der Sulhein runzelte die Stirn. „Hast du Wahnvorstellungen, kleiner Mann? Du hast mich nicht ein einziges Mal getroffen.“
    Pfeilschnell sauste die Faust des Jüngeren auf Lyko zu. Aber auch diesmal traf sie ihn nicht. Nicht, weil das Alien ausgewichen wäre, nein. Harra hatte gar nicht erst auf ihn gezielt, sondern hinter ihn.
    Verwirrt drehte Lyko den Kopf und ein greller Lichtstrahl traf seine Augen.
    Es war die Sonne. Yamchus Schüler hatte ein Loch in die Zeltwand geschlagen.
    Endlich traf die Wolfzahntechnik ihr Ziel. Ihre Wirkung trat sofort ein.
    Während sie eine tiefe Wunde in Lykos Körper schlug, regenerierte sich Harras Ki. Er war so fit, wie zu Beginn des Kampfes.
    Bewusstlos kippte der fremdartige Kämpfer zu Boden, wo er abgezählt wurde und im Anschluss eine magische Bohne bekam.
    „Und der Gewinner ist: Harra aus den Wilden Steppen!“
    Die Menge explodierte und applaudierte jubelnd. Auch Yamchu hatte beide Arme erhoben und strahlte den jungen an, der zufrieden neben dem Ring landete.
    Die Einzige, die keine Regung zeigte, war eine Frau auf der Tribüne. Sie erhob sich lediglich, stieg die Treppen hinab und betrat den Ring, um ihren Kampf auszutragen.
    „Komm raus, wir gehen feiern!“, schlug Yamchu vor. „Der erste Kampf und sofort gewonnen, dabei war der Kerl echt nicht ohne!“
    Aber der Junge schüttelte den Kopf. „Später, okay? Ich will das sehen.“
    „Achso?“ Der ehemalige Bandit schaute sich die Frau an. Ihre roten Haare lagen glatt bis zu ihren Schultern. Sie trug ein seidiges Oberteil in dunkelgrün und eine unten weit ausfallende, schwarze Hose mit einem roten Pelzgürtel.
    „Warum grade sie? Sie sieht doch aus wie eine ganz normale Erdenfrau… so wie sie aussieht, noch nicht mal in den Dreißigern, also fast noch ein Mädchen.“ Yamchu streckte sich und bemerkte Son Goku, der das Zelt betrat. „Nanu, Goku? Möchtest du dir etwa auch diesen Kampf ansehen?“
    „Jep“, antwortete er nur knapp und grinste. „Bleibst du auch?“
    „Nun, also…“ der Narbige sah wenig überzeugt sein letztes Zuschauer-Ticket an. „Wenn ihr der Meinung seid, dass es sich lohnt, werde ich mich euch anschließen.“ Seufzend gab er es dem Mann, der die Tickets einsammelte.

    Edil hatte seinen Kampf mit einer Reihe von Fernkampfangriffen gewonnen. Es behagte ihm nicht, dass er zu dieser feigen Kampfart gewechselt war, doch es war im Anbetracht der Stärken und Schwächen seines Gegenübers das Vernünftigste gewesen.
    Von Tenshinhan erntete er weder Rüge, noch Lob. Nur ein Nicken, als sie fertig waren, ehe sie dann das Zelt C verließen, um sich eine kurze Pause zu gönnen.
    Als ihre Freunde dann aus Zelt F traten, waren sie überrascht. Harra war zwar top fit und es war ihm anzusehen, dass er sich mit einem Sieg gebrüstet hatte, doch Yamchu war regelrecht wütend. Auch Son Goku hatte nicht seine sonst so übliche gute Laune, sondern schien – ganz untypisch – nachdenklich.
    „Was ist los?“, fragte Tenshinhan sofort. „Ist etwas passiert?“
    Aufgebracht stampfte Yamchu auf. „Ich habe mein zweites Zuschauerticket verpulvert, das ist passiert!“
    „Wem hast du denn noch zugesehen?“
    „Ihr Name ist Rela“, erklärte Goku. „Sie trat gegen ihn hier an.“ Er deutete auf einen gigantischen Außerirdischen, der ihnen zerknirscht gefolgt war. „Sie hat ihn auseinandergenommen.“
    „Sie hat ihn genau einmal geschlagen“, brummte Yamchu. „Einmal. Direkt zu Beginn des Kampfes, vielleicht eine halbe Sekunde nachdem es losging. Und dann war es schon vorbei.“
    „Ist er so schwach?“, hakte Edil flüsternd nach, damit der Riese ihn nicht vernahm.
    „Nein“, erwiderte der Saiyajin. „Kein Zweifel, sie wird diejenige sein, die am Ende des Tages als Siegerin aus den Vorrunden steigt.“
    Trotzig sah Harra zu ihm hoch. „Das soll sie mal versuchen.“
    Als ob sie sie beschworen hätten, trat auch die rothaarige Kämpferin aus dem Zelt. Kurz hielt sie inne und ließ den Wind über ihr Gesicht streichen. Dann sah sie zu der Gruppe herüber, wobei ihre rubinroten Augen ganz klar den Helden unter ihnen fixierten.
    Ein Knistern durchzog den Abstand zwischen ihnen.
    Ihre Aura, ein vielfaches höher als zu dem Zeitpunkt, als Goku sie am Flughafen gesehen hatte, flammte wenige Sekunden um sie herum.
    „Son Goku… kennst du diese Frau etwa?“ Tenshinhan sah seinem Freund ernst in die Augen.
    Abwehrend hob dieser die Hände. „Nein, kein Stück!“
    „Sie aber dich“, schloss Edil. „Da bin ich mir sicher.“
    „Ich bring‘ sie um.“
    „Was?“ Goku sah von einem zum anderen. „Hat einer von euch etwas gesagt?“
    „Dass sie dich kennt, habe ich gesagt“, wiederholte Edil.
    „Nein, danach… hat keiner von euch geredet?“
    „Nein…?“ Unsicher sah der Blonde zu dem Mönch.
    „Keiner von uns“, bestätigte dieser.
    „Ihr Blut wird mein neues Rasierwasser.“
    Er fuhr herum, doch hinter ihm stand niemand.
    „Alles in Ordnung?“, fragte Yamchu vorsichtig und legte eine Hand auf Gokus Schulter. „Du siehst durcheinander aus.“
    „Sicher…“ Sein Blick schweifte zu der Stelle, an der Rela bis eben noch gestanden hatte. Er versuchte ihre Aura wahr zu nehmen und fand sie dann außerhalb des Geländes. Sollte er sie warnen? Jemand, wer auch immer, hatte es offensichtlich auf sie abgesehen.
    Aber er hatte niemanden gesehen. Vielleicht hatte er sich die Stimme nur eingebildet.
    „Ihr solltet wieder rein“, seufzte Yamchu. „Man, ich würde gern mitkommen.“
    „Du siehst mich ja im Finale“, versicherte Harra. „Bis später.“
    Auch Edil verabschiedete sich und ging, gefolgt von Tenshinhan, wieder ins Zelt.
    „Dann schau‘ ich eben über die Bildschirme zu“, murmelte der Narbige sichtlich enttäuscht.
    „Ja…“ Goku war noch halb abwesend. Er hatte Kopfschmerzen und wusste nicht woher. Und diese Stimme… diese abscheuliche, grausame Stimme… Es war, als ob sie noch in ihm wiederhallte. „Ich hole mir etwas zu Trinken. Möchtest du auch etwas?“
    „Oh, klar. Danke, dass du fragst!“
    Manchmal war es wirklich leicht Yamchu aufzuheitern. Auch wenn es sich nicht gut anfühlte, anderen etwas zu verschweigen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. November 2017
  5. Son-Goku_GIGA-SSJ!!!

    Son-Goku_GIGA-SSJ!!! I'm a saiyan from Earth!!

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    Endlich ist Kapitel 2 da, dann fang ich direkt mal an zu lesen :)
    Danke für die Aufklärung :) Die Größe der Kapsel war mir zwar eher nebensächlich, ich dachte aber nur, dass Kapseln eben nur einen Sitz haben und für mehrere ist das sehr unpraktisch :D
    Aber jetzt kanns ichs endlich einordnen :)

    Was mir direkt aufgefallen ist, dass du dazu neigst (zumindest im 1. Teil, also bis zum Kampf von Harra umgeswitched wurde) entweder Wörter oder Buchstaben entweder zu vergessen oder zu vertauschen. Das kann jedem mal passieren, aber es ist mir eben aufgefallen.
    Angefangen mit
    also noch sehr harmlos, aber dann
    . Da wäre einmal das "schoss aus hervor" aber auch das "schmetterte er ... hinüber" was ich nicht so ganz verstehe (ich finde beim Dodonpa ist das Verb schmettern eher unglücklich gewählt^^)
    Dann auch ein, verzeih mir, sehr lustiger Fehler
    Also während ich vorher noch versuchte die Dinge zu ignorieren musste ich da schon ziemlich lachen^^
    Hier ist sogar ein Wort zu viel
    Danach war aber so weit alles fehlerfrei :) Die Kämpfe waren spannend beschrieben und machen wirklich Lust auf mehr, vor allem das Ende. Da war ich zwar etwas verwirrt, weil ich zunächst dachte, dass die Stimme (mit der roten Schrift) von der Frau kam, aber wenn Son-Goku darüber nachdenkt sie zu warnen, dann wird es ja wohl nicht der Fall sein. Da bin ich wirklich gespannt.
    Etwas enttäuscht war ich, dass du das Ende von Edils Kampf nicht beschrieben hast. Ich bin noch nicht so sehr mit den Namen vertraut, daher dachte ich erst, dass Harra Tenshinhans Schüler ist (ich weiß, dass das relativ am Anfang verneint wurde, aber das ist meiner Schusseligkeit gedankt) und, dass Harra seinen Gegner mit der Taiyoken fertig macht. Aber ein Loch im Zelt tuts wohl auch *g*

    Freue mich auf jeden Fall auf das nächste Kapitel :)
     
  6. Dragonballdreamer

    Dragonballdreamer Lost Shadow

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    So, ich meld mich hier mal ganz fix ohne neues Kapitel zu Wort:
    Vielen vielen Dank fürs korrigieren!
    Ich musste grade selbst ziemlich lachen xD
    Ehrlich gesagt bin ich es kein Stück gewöhnt ohne Beta-Leser zu arbeiten und das ist dann wohl die Quittung dazu.
    Ich schreibe, sobald ich ein Kreativ-Hoch habe möglichst viel runter und lese selbst so gut wie gar nicht ein zweites mal drüber - damit sollte ich dann wohl mal anfangen. Vor allem, wenn ich mitten in der Nach schreibe.
    Ich werde die entsprechenden Stellen jetzt direkt verbessern, damit andere Leser ein etwas schöneres Leseerlebnis dabei haben^^
     
  7. Rela1309

    Rela1309 Miss bloody Sunday

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    Guten Morgen statt *gähn*

    Wenn nicht spät, dann "früh". Geben wir es doch zu, es ist so nebelig, dass es auch um 1pm früh ist.

    Zum eigentlichen:

    Hallo Dreamy,
    willkommen zurück.

    Ehrlich, ich kenn ja Version "A"... Und ich war verwirrt, als ich von den Tsufus las. Okay, die haben sich aber nach dem Prolog nicht mehr gemeldet, also denke ich kann man den Punkt übergehen.

    Trotzdem, einen Satz im Prolog wollte ich ansprechen. Der stört im Lesefluss ein wenig wegen der Satzstellung:

    Wie wäre es mit: "Denn wenige Sekunden später wurde die vermeintliche Rettung ihr Verderben, dass ihr Ausrottung besiegelte."?

    Ok, vielleicht ein bisschen zu hart. Punkt ist, ich finde es komisch, wenn du nach der Standartsatzstellung hier anfängst Subjekt - Prädikat usw...

    Kapitel 1

    Okay, Einführung in ein ganz normales Turnier, weniger normal, wenn Son Goku und Vegeta nicht mitmachen, aber das ist relativ glatt ausgebügelt.
    An der Stelle, ich kann verstehen, dass Chao Zu nicht zwingend dabei ist (man verzeihe mir Rechtschreibfehler, ich weiß wirklich nicht, wie sein Name geschrieben wird). Aber wo bitte hast du Kuririn versteckt?? Ich setze ein Kamehameha auf dich, weil er nichtmals als Aufseher dabei ist. Und C18 auch nicht.

    Und du solltest dir wirklich mal drüber lesen, du gibst uns einige Buchstaben nicht. Machst du dir davon Suppe? Ich will auch! :)

    Kapitel 2

    Hoooray Fight!
    Warum hast du den Kampf von dem überheblich arroganten Harra bis zuende beschrieben, aber Edil in der Hälfte stehen lassen? Nur weil er sich auf Abstand gehalten hat? Das hätte man doch auch aus der Sicht des Kommentators beschreiben können. Nein, einfach ist es nicht, aber es wäre möglich.

    Und achja, da ist ja noch ein neuer Charackter. Frage: Der Prolog spielt der vor oder nach den Ereignissen? Wie viel weiß unsere Miss, zu dem Zeitpunkt, wie sie da ankommt? Und woher?
    Ich denke mal, das supertolle technisch aufgepeppte Raumschiff ist Ihres? Wehe wenn! Das ist dann zu offensichtlich.

    Soll ich dir was sagen? Wenn es nicht spannend gewesen wäre, hätte ich den Kommi nicht hinterlassen und dir noch geschrieben, dass du nicht posten sollst, bis mein Kommi da ist.
    Lass dich von den Punkten nicht runter reißen, nutze sie!

    Ich warte jetzt mal ganz brav auf das nächste Chapter.

    MfG

    Rela
     
  8. Dragonballdreamer

    Dragonballdreamer Lost Shadow

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    Da bin ich wieder. Entschuldigt die Verspätung. Das Kapitel steht schon seit ca. Mittwoch... allerdings nur auf kleinen Papierzetteln xD Das Abtippen frisst ne Menge Zeit... Ich denke das nächste Kapitel kommt wieder etwas schneller.
    Auf eure Kommentare gehe ich am Ende nochmal ein
    _______________________


    Kapitel 3: Verstimmungen
    Ein Synchron-Seufzen taumelte durch das Restaurant.
    Edil, Harra und Goten saßen Seite an Seite an einem Tisch und tranken Wasser – das gab es für alle Teilnehmer hier gratis.
    Die Vorrunden des Tuniers neigten sich dem Ende zu und sie legten eine Pause ein.
    Obwohl doch alle drei noch nicht ausgeschieden waren, wirkte keiner von ihnen glücklich.
    Gedankenverloren ließ Goten seine halbvolle Flasche in seiner Hand hin und her schaukeln und beobachtete das schwappende Wasser darin.
    „Dein nächster Kampf ist der gegen Trunks, nicht wahr?“, riet Edil.
    Ertappt und frustriert ließ der Halbsaiyajin nur den Kopf auf den Tisch sinken und stöhnte.
    Tenshinhans Schüler sah zu seiner anderen Seite, wo Harra saß. „Und du gegen… wie hieß sie noch? Rela?“
    Erneut seufzte auch dieser und antwortete: „Ich weiß nicht, ob ich sie schaffe.“
    „Du hast doch alle anderen auch gepackt“, versuchte der Blonde ihn zu ermuntern.
    Der Banditenschüler brummte unzufrieden. „Die meisten waren Schwächlinge. Der erste... dieser Sulhein. Der war echt stark. Ich musste…“ Sein ganzer Körper spannte sich an. „Ohne den Trick, ihn zu blenden, hätte ich es nicht geschafft. Und das war schon eine echt feige Methode.“
    „Ihr macht euch beide echt gut für Menschen“, beruhigte Goten sie. „Ihr könnt nun mal nicht die gleiche Kraft nutzen wie andere Rassen. Ich und Trunks wären sicher nicht so stark, wenn wir kein Saiyajinblut in uns hätten.“
    Edil ließ die Worte auf sich wirken. „Du hast recht“, schloss er schließlich. „Man muss seine Stärken nutzen und auch die Schwächen seines Gegners. Anders hätte ich es wohl auch nicht gegen meinen ersten Gegner geschafft.“
    Neugierig sahen die anderen beiden ihn an.
    „Was ist?“, fragte er verdutzt.
    „Na, du hast bisher keinen Ton über deine Kämpfe verloren“, erklärte Harra. „Und wir sind echt neugierig.“
    Goten stimmte ihm sofort zu. „Etwas Ablenkung könnte ich jetzt wirklich gut gebrauchen!“
    „Also gut“, seufzte Edil. „Ich bin nicht stolz darauf, aber… das war in etwa so…“

    Rauch und Staub legten sich und der Krieger der Amolaien stand noch immer dort, unversehrt, bis auf einen winzigen Knacks in der Panzerung seines Unterarms.
    Edil, in sicheren Abstand schwebend, bemerkte ihn sofort und sammelte so viel Ki, wie nur möglich.
    Wenn die Panzerung zerstörbar war, dann damit auch sein Schutz.
    Qyf war nun doch sichtbar nervös. Die Tatsache, dass er nicht fliegen konnte, hatte er wohl bisher nicht als so großen Nachteil gesehen. Die drei Hörner an seinem Kopf begannen rot zu glühen. Ein Zeichen von Wut?
    Der Junge streckte erneut einen Arm nach vorne, die Hand dabei jedoch dieses Mal weit gespreizt, die Fingerspitzen bildeten einen Halbkreis. Wie fünf kleine Laserpointer schossen die Ki-Strahlen aus ihnen hervor: Eine 5-fache Dodonpa. Jeder von ihnen war auf den kleinen Knacks in der Panzerung gerichtet, wo sie sich dann auch mit einem Knall trafen.
    Erst dachte Edil, sie hätten eine stärkere Energie frei gelassen, als er erwartet hatte. Dann wurde ihm bewusst, dass die Druckwellen, die er spürte, gar nicht von ihm ausgelöst worden waren. Denn obwohl sein Angriff schon vorüber war, wurden sie stetig stärker. Noch dazu war es, als kämen sie von oben.
    Sofort versuchte er die Gestalt des außerirdischen Kriegers in dem erneuten hochgewirbelten Staub auszumachen. Doch er stand nicht mehr im Ring!
    Sein Blick wanderte nach oben, während die Druckwellen ihn langsam aber kontinuierlich nach unten drückten.
    Da war er!
    Das Biest hing kopfüber an der durch Balken verstärkten Zeltdecke. Die Druckwellen schienen durch die rotglühenden Hörnern zu kommen.
    War der Krieger dort hochgesprungen?
    Edil versuchte sein Ki weiter zu entfesseln und kämpfte so gegen die Kraft an, die ihn zu Boden zwingen wollte.
    Verzweifelt warf er einen Ki-Ball nach oben, verfehlte aber.
    Mit einem breiten Grinsen ließ sich Qyf fallen, als der Junge direkt unter ihm war.
    Nun ging alles ganz schnell, so dass Edil sich selbst nicht so recht sicher war, wie er es geschafft hatte.
    Aber statt von dem Monster aufgespießt zu werden, hatte er durch eine kleine Ki-Explosion aus dem Weg schwenken können und mit seinem Fuß nachgetreten.
    Es war knapp gewesen – sehr knapp.
    Der Kämpfer aus dem All hatte sich am Rand des Ringes auffangen wollen, aber durch den Wirbel, den Edil verursacht hatte, geriet er minimal aus dem Gleichgewicht.
    Sein rechter Fuß berührte kurz den Boden.
    „Qyf aus den Amolaien hat den Ring verlassen! Edil Nao gewinnt!“

    „…und so war das. Es war mehr Glück als Können“, schloss der Blonde seine Erzählung.
    „Ach“, warf Goten ein. „Das klang für mich mehr nach guten Instinkten und einem ungeschickten Gegner.“
    „Verlass‘ dich nicht darauf, dass der nächste genauso dumm ist“, lachte Harra.
    „Lasst uns wieder gehen“, schlug Edil vor. „Es ist bald soweit.“
    Trotz Gotens aufheiternder Worte, kam es ihm weiter so vor, als ob er etwas verkehrt gemacht hatte. Wäre ein richtiger Kämpfer nicht Auge in Auge mit seinem Gegner im Ring geblieben?
    Auf dem Weg zu dem Zelt, in dem ihn nun sein letztes Match erwartete, lief er wieder einmal Goku über den Weg.
    Der Aufseher war mit einem kleinen Mann ins Gespräch vertieft, der zahm geschnittene, schwarze Haare hatte und Urlaubskleidung trug. Sie schienen von den Gesichtszügen her ein ähnliches Alter zu haben, aber der Größenunterschied war verblüffend.
    „Jedenfalls, deswegen konnten wir nicht eher anreisen“, erklärte der für Edil fremde, „Sie kommt einfach zu sehr nach ihrer Mutter.“
    Goku lachte. „Ist C18 denn auch hier?“
    „Ja, aber ich glaube sie hat eigentlich gar kein Interesse an den Kämpfen. Sie und Marron sind direkt ins Einkaufszentrum abgedüst. Wenigstens muss ich nicht mehr tragen helfen, seit die Kleine mit shoppt.“ Er seufzte.
    Der Mönchsschüler wollte sich nicht aufdrängen, zudem musste er nun wirklich weiter. Er entschloss sich, den Saiyajin dieses Mal nicht zu grüßen und ging weiter.
    Damit verpasste er auch, wie Vegeta ankam, der sich gleich mit verschränkten Armen vor seinem Erzfeind - und doch auch Freund - aufbaute.
    „Vegeta, toll, dass du dich auch blicken lässt“, rief Goku glücklich. „Kurririn ist auch hier, wir sind also beinah komplett!“
    Kurririn war weit weniger begeistert von der Ankunft des Prinzen, sagte aber nichts.
    „Als ob ich mir entgehen lasse, wie mein Sohn deinen Sohn in aller Öffentlichkeit fertigmacht“, feixte Vegeta. „Das sehe ich mir immer und jeder Zeit gerne an.“ Er stockte. „Was ist das für eine Aura?“
    Sofort konzentrierten sich die anderen beiden.
    „Das ist Rela“, merkte Goku an. Sie hatte offenbar ihre Aura entfesselt. Lief der Wettstreit zwischen ihr und Harra etwa bereits?
    „Wer soll das sein?“ Zornig blitze der Kleinere den Größeren an.
    „Nun, die macht bei dem Turnier mit. Warum bist du denn so wütend?“
    „Ist er das nicht immer?“, murmelte Kurririn in seinen nicht vorhandenen Bart hinein und zuckte zusammen, als Vegeta sofort reagierte.
    „Wenn du was zu sagen hast, dann sag es mir ins Gesicht, Knirps!“, zischte er aufgebracht. „Und was diese Aura angeht, die sollte es verdammt nochmal nicht geben! Dafür haben wir damals gesorgt!“ Er ballte die Fäuste.
    „Wir?“, hakte der zweite Saiyajin ein wenig verwirrt nach, doch Vegeta war bereits auf dem Weg zu dem Zelt, in dem sich Rela grade befand. Als der dort stehende Kontrolleur sein Ticket zu sehen verlangte, stieß der Prinz ihn lediglich beiseite, so dass der arme Mann mitsamt Absperrung zu Boden fiel.
    Goku eilte seinem Freund nach. „Vegeta, sowas kannst du nicht machen! Bulma hat mich gebeten, hier aufzupassen.“ Ein wenig verzweifelt versuchte er sich in den Weg zu stellen, aber sei Rivale ging schnurstracks an ihm vorbei. Seufzend hielt der Held schritt.
    Rela und Harra standen mitten im Ring.
    Der blondhaarige Schüler, sein siegessicheres Lächeln stand ihm mal wieder fabelhaft, hatte den Ki-Wolf an seiner rechten Faust tief in die Schulter der Frau beißen lassen. Das Blut quoll hervor und war bereits ein ganzes Stück ihren Rücken heruntergelaufen.
    Die Frau rührte sich nicht. Die rubinroten Haare verdeckten ihr Gesicht.
    Plötzlich ging ein Zucken durch ihren Körper. Was bisher alle für einen Gürtel gehalten hatte, entpuppte sich nun als roter Schweif mit langem, jetzt buschig abstehenden, Fell. Er sah fast aus wie der eines Saiyajins.
    Hara erblasste. Sein Ki-Wolf, der eigentlich Relas Energie hätte absorbieren sollen, begann zu flimmern. Geschockt beobachtete der Junge, wie seine stärkste Waffe in die Wunde seiner Gegnerin hinein gesogen wurde. Diese verschloss sich danach nahtlos. „D-das ist unfair“, stammelte er. Plötzlich bemerkte er, dass nicht nur sein Angriff absorbiert worden war, sondern auch ein Teil seiner Energie, die sich noch in seinem Körper befunden hatte. Rela hatte den Spieß einfach umgedreht, indem sie eine Technik genutzt hatte, die von der Wirkung ähnlich wie seine funktionierte.
    Unfähig sich zu bewegen, musste er mit ansehen, wie sie weit ausholte und ihm in die Magengrube schlug.
    Die Wucht nahm ihm den Atem.
    Es war, als ob es seine Gedärme zerreißen würde. Er wurde aus dem Ring katapultiert, durch die Zeltwand hindurch, so dass nur noch ein Loch darin zu sehen war.
    „Was für ein Schlag!“, rief der Kommentator begeistert. „Ist er raus? Meine Damen und Herren, ich sehe es genauso wenig wie sie. Aber unser Schiedsrichter macht sich bereits auf den Weg!“
    Kurze Zeit später sah man ein Fähnchen durch das Loch hindurch schwenken.
    „Das ist das Zeichen! Harra hat wohl das Bewusstsein verloren – keine Sorge, unser medizinisches Personal wird sich umgehend um ihn kümmern. Die magischen Bohnen, die Mr Satan für unsere Veranstaltung gespendet hat, bringen ihn sofort wieder auf die Beine! Siegerin ist damit jedenfalls: Rela, die Rote!“
    Die Gewinnerin legte gelassen ihren Schweif wieder um die Hüfte. Die langen Haare legten sich flach an, so dass wieder aussah, als hätte sie einen roten Gürtel umgebunden.
    Goku wollte zu Rela nach vorne gehen, um ihr zu gratulieren, aber Vegeta, kochend vor Wut, hielt ihn eisern fest. „Bleib weg von ihr!“
    „Warum? Sie sieht doch nett aus.“ Verwundert sah der Größere ihn an.
    „Nein, das tut sie nicht“, widersprach der Prinz. „Bedauerlich, dass noch eine von ihnen lebt.“
    „Eine was?“
    „Eine Red-Saiyajin.“ Abfällig spuckte Vegeta auf den Boden. „Die sollte zusehen, dass sie Land gewinnt.“ All seine Muskeln waren bis aufs Äußerste gespannt. „Solange ich noch Geduld aufbringen kann.“
    „Sie hat das gleiche Recht hier zu sein, wie alle anderen auch“, gab Goku zurück.
    „Sag ihr sofort, dass sie zu verschwinden hat!“, forderte der andere.
    „Nein“, weigerte sich der Held.
    „Du machst es mir wirklich schwer, mein Versprechen gegenüber meiner Frau zu halten“, knurrte sein Rivale aufgebracht. „Dann kümmere ich mich eben selbst darum!“ Ohne sich aufhalten zu lassen marschierte er auf Rela zu, die grade auf dem Weg zum Ausgang des Zeltes war.
    Wieder dackelte Goku ihm nach. „Vegeta, wenn du Probleme machst, muss ich dich rauswerfen. Direkte Anordnung von Bulma.“
    „Pha! Versuch das mal, Kakarott!“
    Wie angewurzelt blieb Rela stehen, als sie die Stimmen der Saiyajins hörte. „Kakrott? Einer von euch heißt Kakarott?“, fragte sie ungläubig nach.
    „Ja, das ist sein richtiger Name. Einer, den er von seinen Saiyajin-Eltern bekommen hat“, erklärte er resigniert. Ihm war anzusehen, dass die Frage ihn etwas stutzig machte.
    Ihr Blick wurde ernst. „Auf dem Planeten Vegeta hieß ich Tarla. Den Namen habe ich aber nicht sonderlich gemocht“, erklärte sie.
    „Was redest du für einen Stuss?!“, fauchte der Prinz. „Tarla ist ein Saiyajin-Name. Solche wie ihr hatten so etwas nicht. Davon ab ist der Planet zerstört worden, lange bevor du geboren wurdest!“
    Die junge Frau verschränkte die Arme. „Du kennst mich nicht. Ich hingegen kenne dich, Prinzchen. Als ich dich das letzte Mal sah, warst du genauso wütend wie jetzt.“
    „Schwachsinn!“, zischte Vegeta.
    Ihr Blick wurde kaum merklich weicher. „Ich kann deine Wut verstehen. Aber ich bin nicht wegen euch hier. Hätte ich gewusst, dass du hier bist, wäre ich vermutlich gar nicht aufgetaucht.“ Neugierig forschend sah sie zu Goku hinüber, sprach aber nicht weiter.
    „Wäre besser gewesen, wenn du hier nicht aufgetaucht wärst“, schnaubte der Prinz. „Andererseits könnte ich dich dann nicht so gut vermöbeln, wie ich es jetzt tun werde.“
    Beschwichtigend stellte sich der zweite Saiyajin zwischen die beiden. „Vielleicht sollten wir uns erstmal zusammensetzen und reden, meint ihr nicht? Hier stehen eine Menge offene Fragen im Raum. Zum Beispiel, woher du meinen Namen kennst“, erklärte er, „und wo du Vegeta gesehen hast“, führte er fort, bevor dieser ihn unterbrechen konnte.
    Die beiden Angesprochenen sahen sich widerspenstig an, gaben aber dann beide mit einem Nicken nach.
    „Gut, dann gehen wir erstmal an einen ungestörten Ort und dann erzählt uns Rela die ganze Geschichte.“

    ______________________________________

    @Euch beide: Warum das Ende von Edils Kampf gefehlt hat ist nun klarer? Ich brauchte es hier als Argument für Harra^^ Hätte man sicher auch anders lösen können, ich fand es so aber ganz geschickt :D

    @Rela1309 :
    Da hattest ihn ja nu :D Ich find's immer ein wenig doof, wenn ich alle Charakter auf einmal in den Topf werfe. Da kommt man als Leser doch nicht mehr so ganz mit... vor allem wenn es die neuen OCs gibt.

    Ich hab zwar drüber gelesen, aber ich wette auch hier fehlt wieder einiges *SEUFZ* Kannst gerne was abhaben, wenn ich fertig bin. ich glaub das wird ein großer Topf voll x_X


    Spielt vorher. Wie viel sie weiß und woher erfährst du ja bald :p
     
  9. Son-Goku_GIGA-SSJ!!!

    Son-Goku_GIGA-SSJ!!! I'm a saiyan from Earth!!

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    Hey Dreamy :)

    Dein neues Kapitel gefällt mir sehr gut und ich finde es toll, wie du sofort die vermissten Dinge aufgegriffen hast :D
    Außerdem hat der Fehlercount drastisch nachgelassen, find ich ebenfalls gut. Allerdings hat (so viel wie ich gesehen habe) hier wieder ein Wort gefehlt:

    Wenn der Topf fertig ist, dann hätte ich auch gerne eine Portion :p

    Außerdem finde ich deine Wortwahl sehr gut. Gerade bei Kuririn passen (aus dem deutschen Dub zumindest) so Worte wie "düsen" einfach top :) Und auch Vegeta war so, wie man ihn kennt :D
    Was mir da nicht so ganz gepasst hat (kann natürlich jeder sehen, wie er mag) ist folgender Punkt:
    Da hatte ich irgendwie gehofft, dass Vegeta dieses "Prinzchen" als starke Provokation aufnimmt und direkt darauf eingeht. Aber vielleicht gibt es ja einen direkten Background zwischen Vegeta und Rela, der mir nicht bewusst ist und deswegen davon weg führt^^

    Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt aufs nächste Kapitel und freue mich bis dahin :)

    LG, Son-Goku!
     
  10. Rela1309

    Rela1309 Miss bloody Sunday

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    Hooooray!

    Hey Dreamy!

    Hallo Rela
    Fangen wir da mal direkt an. Find ich ja gut, wenn meine Namensvetterin bekannt ist, ABER Ende Kap 2 hat Goku keinen Plan davon, wer sie ist. Und bisher ist sie ihm nicht vorgestellt worden, keine Register wurden geprüft, maximal vom Gespräch am Tisch der kleinen haben wir eine Zuordnung Bild/Name, dass die Aura ihr gehört,... naja... rechtfertigt meines erachtens nicht, dass Goku das so locker sagt.

    2. Edils Kampf, Wenn der Qyf sich an der Decke hält, ist das dann nicht schon außerhalb des Rings?

    Okay, Trunks - Goten ist der letzte Vorrundenkampf? Warum durfte dann Harra - Rela vorher stattfinden, ist ja immern schon Harras 2. Kampf? Wenn nicht, wo sind die jeweiligen Kämpfe von Trunks und Goten?

    Ich sag jetzt nichts über zu viele Buchstaben, gib es zu, in den anderen Kapiteln hast du sie geraubt um sie hier oder da wieder frei zu lassen und uns zu verwirren! :)

    Und Ja, ich bin gespannt was Rela jetzt zu erzählen hat. Aber wäre es aus Ihrer Sicht überhaupt sinnvoll das in Anwesenheit des "Prinzchens" (man, ich muss an mich halten nicht Prinzesschen zu schreiben), preiszugeben?
    Anyway, lets see!
     
  11. Dragonballdreamer

    Dragonballdreamer Lost Shadow

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    Hallo ihr! :)
    Leider hab ich eine Woche flach gelegen und bin jetzt mitten im Weihnachtsrausch~
    Daher vorerst nur ein schnelles eingehen auf eure Kommentare. Keine Sorge, ich verschwinde nicht!
    Das neue Kapitel kommt auch definitiv noch diese Woche ;D

    @Son-Goku_GIGA-SSJ!!!
    Da hast vermutlich recht. Ich persönlich hab ihn in dem Moment erstmal als zu 'geschockt' für sowas gesehen, einfach durch Relas Anwesenheit. Wie du bemerkt hast, ist er von der nämlich nicht all zu angetan.

    Es freut mich, dass meine Fehler wieder weniger werden. Vielleicht musste ich ja einfach nur wieder hinein finden^^

    @Rela1309
    Erstmal zu den Kämpfen:
    Die Vorrunden finden alle möglichst schnell hintereinander statt, damit aus dem vielen Anmeldern dann die Finalisten hervorgehen.
    Dennoch sinds ja pro Zelt nur vier Ringe und je nachdem wie schnell welche Kämpfe von statten gehen, gehts mal da schneller und da langsamer.
    Im Endeffekt hat Goten auch schon gekämpft, aber ich werde hier nicht jeden Kampf beschreiben, sondern bleibe bei denen die ich für wichtig halte :)

    Übrigens, die Decke oberhalb des Rings zählt noch als Ring. Zugegeben, hab ich mir vorher wenig Gedanken drum gemacht xD

    Was Rela und das erkennen ihrer Aura angeht: Goku hat Rela ja bereits kämpfen gesehen und kennt daher vom Kommentator auch ihren Namen. Da er recht viel Aufmerksamkeit ihr widmet, sollte er auch ihre Aura erkennen können. Die Z-Krieger sind was das angeht ja nie aus der Übung gekommen.

    Was Rela und ihre Geschichte angeht... zum einen sieht sie Vegeta nicht wirklich als Gefahr - man kennt ja den typischen Hochmut eines jeden Saiyajin - zum anderen wäre es vermutlich gar nicht kontraproduktiv, was die Beziehung zwischen den beiden angeht.. .nun ja... du wirst sehen^^
     
  12. Dragonballdreamer

    Dragonballdreamer Lost Shadow

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    Dinge die total toll sind: Internet, das streikt.
    Ich muss echt aufhören, Versprechungen zu machen...
    ich hoffe, ihr hattet schöne Feiertage. Hier nachträglich euer Geschenk! ;)


    Kapitel 4 – Wahnsinn
    „Ich war noch sehr klein, als meine Mutter mit uns floh. Genau genommen, konnte ich mich nicht daran erinnern, jemals nicht geflohen zu sein. Meine Mutter, ich und mein jüngerer Bruder Mike. Ob wir vor den tobenden Saiyajin flohen oder vor dem Mann, der einmal unser uns liebender Vater war. Es machte für uns keinen Unterschied. In beiden Fällen war keine Rücksicht, keine Gnade zu erwarten. Wir sprangen dem Tod so oft von der Schippe, dass es bereits Alltag geworden war.
    Mein Bruder und ich lernten, unsere Auren zu verbergen, noch bevor wir laufen konnten.
    Nach einer waghalsigen Aktion, in der die uns verfolgenden Saiyajin und unser Vater aufeinandertrafen, entschloss unsere Mutter sich dazu, etwas an unserem Lebensstil zu ändern.
    Ich weiß nicht, warum es diesen Funken bei ihr erst gab, nachdem ihre Kinder dabei zusahen, wie ihr Mann in Stücke gerissen wurde.
    Manches verändert einen wohl einfach.
    In dieser Stelle sollte ich erklären welche Zustände damals auf dem Planeten Vegeta herrschten.
    Durch die Bedrohung, die die Saiyajin in der neu aufgetauchten Rasse sahen und durch die Unberechenbarkeit auf beiden Seiten, kam es immer wieder zu Problemen. Orte wurden verwüstet, Häuser zerstört, Unschuldige getötet.
    Immer mehr Saiyajinfamilien suchten im Schutze ihrer Hauptstadt eine Zuflucht für sich und ihre Kinder, solange wie der Terror anhielt.
    Und wir waren ab diesem Tag eine solche Familie. Wir suchten Schutz und Frieden.
    Unsere Mutter färbte uns die Haare, schnitt das Haar unserer Schweife, mahnte uns zur Vorsicht und gab uns neue Namen.
    Wir mussten wohl einiges an Glück gehabt haben, denn die Tarnung hielt stand. Wir bekamen Obdach – mehr noch – wurden Teil einer Gesellschaft, wie wir es noch nie waren.“

    Rela stoppte kurz, als müsste sie überlegen, wie sie am besten fortfahren sollte.
    Während Goku ihr offenkundig neugierig lauschte, hatte Vegeta den Kopf abgewandt. Er bebte vor Zorn. „Das kann nicht sein“, murmelte er nur zischend.
    Die Red Saiyajin für mit der Geschichte fort.

    „Mike und ich gingen in eine Art Kampfschule. Wir lernten die gängigsten Methoden ein Lebewesen zu töten, aber auch wie man mit der Technik umging, die sie für Kommunikation und Raumfahrt nutzten. Wie man eine Raumkarte las und sich auf einen Auftrag vorbereitete.
    Wir begannen uns zuhause zu fühlen und… glücklich zu sein.
    Unsere Mutter brauchte nicht lange, um sich wohl zu fühlen. Die Saiyajin sahen uns als Opfer eines Anschlags. Als Kammeraden, denen man kurz unter die Arme greifen musste, damit sie wieder mit ihnen in die Schlacht ziehen konnten.
    Wir gingen zusammen mit ihnen auf die Trauerfeier, die der König veranlasst hatte. Ein Jahr war es her, dass seine Frau von einem Red Saiyajin getötet worden war.
    Ich stand in der Menge, als er seine Ansprache hielt. Und ich sah den kleinen Prinzen traurig und wütend neben ihm stehen. Wisst ihr, was ich fühlte?
    Neid.
    Dieser kleine Prinz durfte trauern, mit all seinen Kameraden konnte er trauern um seine verstorbene Mutter.
    Ich hingegen musste lügen, wenn mich jemand nach meinem Vater fragte. Nicht einmal meine Mutter schien ihn zu vermissen… Ich wusste, er war verrückt geworden. Aber er war nicht immer so.
    Ich weinte auf der Trauerfeier. Nicht für die Königin oder die vielen Saiyajin, sondern um meinen Vater. Aus Wut.
    Die Jagd nach den Unseren ging natürlich weiter.
    Nachdem sie keine Red Saiyajin mehr fanden und auch die letzte Suche als erfolglos gemeldet wurde, wurden die übrigen Dörfer wieder neu errichtet – und damit meine ich natürlich, dass man verlassene Orte der Tsufurujin übernommen und umbenannt hat.
    Die ehemaligen Flüchtlinge verließen die Hauptstadt von Vegeta. Nur wir nicht. Wir zogen lediglich ein paar Blocks weiter in das geräumige Haus eines männlichen Saiyajin.
    Unsere Mutter hatte sich Hals über Kopf in ihn verliebt. Natürlich wusste er nicht, wer oder vielmehr was wir tatsächlich waren.
    Und sie... sie erkannte ihn nicht wieder. Sie hatte weggesehen, als unser Vater starb. Mike und ich hingegen haben es sofort gewusst. Er war es gewesen.
    Und selbstverständlich bekamen wir Angst. Wenn die Krankheit nun bei einem von uns auch ausbrach, würde er sofort dahinter kommen was wir verbargen. Und wir wussten aus Erfahrung, wie er handeln würde.
    Es dauerte lange, bis ich es schaffte ihn zu mögen. Aber als ich es tat, verstand ich, was unsere Mutter an ihm gefunden hatte, an diesem Bardock.
    Ja, ich mochte ihn. Ich mochte einen Saiyajin. Und nach ihm auch weitere... ich fand richtige Freunde auf dem Planeten, auf dem ich mir stets vorgekommen war wie eine kleine Fliege auf einer großen fleischfressenden Pflanze. Der einzige, mit dem ich nicht klarkam, war mein Stiefbruder Radditz.
    Ich wünschte, Mike wäre es ähnlich gegangen. Aber er hielt sich sehr bedeckt. Er war der Außenseiter, den keiner mochte. Er schien sich von den Erlebnissen nicht erholen zu können.
    Als Mutter erneut schwanger wurde, war er etwa sieben Jahre alt. Er bekam er eine Panikattacke und war für fast zwei Monate verschwunden. Aber nicht nur er machte sich auf seine Art Sorgen…
    Nachdem ich sie nicht überreden konnte, abzutreiben, bemühte ich mich darum sie zu überlisten. Ich versuchte ihr Gift unterzuschieben, dass den Embryo töten würde. Doch sie durchschaute mich jedes Mal und drohte mir schließlich damit, mich aus dem Haus zu werfen.
    Ich war noch nie so wütend auf sie gewesen.
    Schließlich schaffte ich es, dass ihr neuer Gefährte während des bevorstehenden Geburtstermin auf Außenmission musste. Wir hätten alles heimlich über die Bühne bringen können. Eine Hausgeburt. Keine Ärzte, kein Team das merken würde, dass etwas nicht stimmte.
    Aber leider… machtest du uns einen Strich durch die Rechnung.“

    Wieder unterbrach Rela einen Moment und sah Goku an, der sie verdutzt und verlegen ansah. „Ich machte dir keinen Vorwurf“, erklärte sie. „Und ich weiß, es klingt verrückt. Aber ich bin deine Halbschwester. Und du bist ein Halbblut.“
    „Und du hast eine Menge gelitten“, erwiderte der Held.
    Der Prinz schnaubte verächtlich. „Selbst von dir hätte ich besseres erwartet, Kakarott…“ Er sah abfällig zu der Erzählerin. „Erstaunlich genau deine Beschreibung des Ganzen. Vergib mir, wenn ich dir keinen vorheule. Leider hast du eine Kleinigkeit in deinem Lügenmärchen vergessen.“ Er grinste. „Du bist viel zu jung, als dass du das alles miterleben hättest können.“
    „Lass mich ausreden“, verlangte sie barsch.

    „Wir erwarteten die Geburt erst eine Woche später, doch die Wehen kündigten sich an. Bardock flitzte mit seiner Gattin ins Krankenhaus, bevor ich auch nur den Mund öffnen konnte. Und als ich ihnen in den Saal folgen wollte, ließen sie mich nicht hinein, auch Mike nicht. Während ich wartete, rannte er los und versuchte Raumkapseln für uns zu ergattern, damit wir fliehen konnten. Ich musste ihn anflehen, dass wir Mutter nicht zurückließen.
    Als die Ärzte die Türen öffneten und mich endlich hineinließen, war noch alles in Ordnung. Kurz waren es nur wir vier: Mutter, Bardock, Ich und Du, Kakarott.
    Natürlich dauerte es nicht lange, bis es auffiel. Wir hatten es nicht anders erwartet. Der Säugling, den die Ärzte in die Arme unserer Mutter legten, begann nach wenigen Minuten die Haarfarbe zu ändern. Erst waren sie rabenschwarz, dann blutrot. Genauso seine Augen.
    Ein Teil von mir hatte verzweifelt gehofft, meine Mutter hätte Bardock vorbereitet. Zumindest ein bisschen. Aber ich sah in seinen Augen, wie seine Welt zusammenbrach.
    Sie stritten lauthals und es war kein gutes Ende in Sicht. Ich bemühte mich, meine Mutter zum Gehen zu überreden, doch sie fühlte sich zu schwach.
    Als die Ärzte ins Zimmer stürzten, packte Bardock sich dich und mich am Kragen und rannte hinaus. Ich versuchte mich zu wehren, aber keine Chance. Am Raumhafen stießen wir auch auf Mike, der bereits gewartet hatte. Als er Bardock sah, wollte er ihn erst angreifen, aber letztendlich fanden wir uns zu zweit in einer engen Kapsel wieder, die abhob.
    Eine zweite Raumkapsel, die in der du lagst, war direkt neben uns gestartet, jedoch mit einem anderen Kurs.
    Ich hätte nicht damit gerechnet, dich je wieder zu sehen. Du… du siehst aus wie dein Vater.“

    „Richtig“, diesmal war es Vegeta, der unterbrach. „Er hatte nie rote Haare und er zeigt auch kein anderes Zeichen dieser verteufelten Rasse von Nichtsnutzen. Warum sollten wir dir diesen Stuss glauben? Und das mit deinem Alter hast du noch immer nicht erklärt.“
    Sie seufzte.

    „Wir landeten auf einem abgelegenen Planeten mit dem Namen Kaehli. Dank unserer Ausbildung und dem Überlebenstraining, mit dem wir in gewisser Weise aufgewachsen waren, rotteten wir die dortige Bevölkerung in Handumdrehen aus. Erst im Nachhinein wurde uns unser Fehler bewusst.“
    „Dass ihr ein ganzes Volk getötet habt ohne ersichtlichen Grund?“, fragte Goku, der nun deutlich abgeneigter von Rela war als vorher.
    „Ja. Vor allem, weil Kaehli seine Tücken hatte. Was einmal auf dem Planeten gelandet war, kam so schnell nicht wieder von ihm weg. Es umgab ihn ein nur einseitig wirkender Schild, der Raum und Zeit beeinflusste. Die Raumkapsel schaffte es nicht hindurch und das einzig vorhandene Raumschiff der Einheimischen wurde von diesen zerstört, als unser Angriff begann.
    Viele, viele Jahre steckten wir dort fest, ohne dass unsere Körper sich veränderten. Zu unserem Glück war der Planet sehr gut mit verschiedensten essbaren Pflanzen und Tieren versorgt, so dass wir mit Nahrungsbeschaffung wenig Probleme hatten.
    Aber was tut man, wenn man eine so lange Zeit feststeckt? Wir trainierten jeden Tag. Und jeden Tag sprachen wir weniger.
    Man sollte meinen, ich hätte den Kontakt zu Mike, der auf Vegeta so gelitten hatte, wiederherstellen können. Aber stattdessen ging er mir gänzlich verloren.
    Manchmal, wenn er dachte ich würde schlafen, tauchte er in meiner Nähe auf und beobachtete mich über Stunden, ehe er dann wieder für Monate verschwand.
    Ich hörte auf ihn zu suchen, weil er nicht gefunden werden wollte und aggressiv reagierte, wenn ich ihm auf die Pelle rückte.
    Schließlich wurde mir klar, dass er wirklich krank geworden war. Der Wahnsinn, den alle von uns Red Saiyajin in uns tragen, hatte auch ihn fest im Griff. Es war nur eine Frage der Zeit, wann er so unberechenbar werden würde, wie unser Vater es war.
    Entweder müsste ich ihn töten oder verschwinden. Andernfalls wäre ich es, die sterben würde.
    Ich hatte einen Teil meiner schier unendlichen Freizeit dazu genutzt, dass fremde Raumschiff zu studieren und den Apparat, der den Schild umgehen konnte, auszubauen. Ich bastelte ihn in die Raumkapsel, mit der wir einst gelandet waren und floh von dem Planeten.
    Seitdem habe ich Mike nicht gesehen.
    Ich flog recht ziellos umher… erfuhr von der Vernichtung Vegetas und auch von dem Tod Freezers. Vor kurzem vernahm ich Gerüchte um dieses Kampfturnier. Und hier stehe ich.“

    Hasserfüllt sah Vegeta zu Rela, dann zu Goku. Schließlich stand er zornig auf. „Keine Sorge, wenn einer von euch diesen ‚Wahnsinn‘ bekommt, mache ich der Sache ein sehr kurzes Ende. Von mir aus auch schon früher.“ Wutentbrannt ging er nach draußen und schlug dabei die Tür aus ihren Angeln.
    Rela kümmerte sich nicht darum und Goku, der das Verhalten schon irgendwie gewohnt war, tat es ihr gleich.
    „Ich verstehe nicht, warum du so… so normal für einen Saiyajin aussiehst. Du bist doch der Sohn von Bardock, oder nicht?“
    Der Held nickte zögernd. „Soweit ich weiß schon. Aber ich bin ja auch für einen Saiyajin ein wenig neben der Spur. Radditz sagte damals, ich hätte eigentlich alles hier ausrotten sollen. Und weil ich auf den Kopf gefallen bin, hat sich meine Persönlichkeit irgendwie verändert. Ich bin sowieso in jeder Art untypisch, wie du siehst.“ Er lachte, wurde dann aber wieder ernst. „Diese Krankheit... hast du keine Angst, dass sie dich auch erwischt? Oder mich?“
    Sie lächelte ihn beruhigend an. „Ich habe mich sehr lange mit mir beschäftigt, um den Ursprung herauszufinden. Ich bin mir sicher, jeder von uns hat etwas Dunkles in sich… und wenn man es findet, kann man es vertreiben – oder zumindest daran hindern, hervor zu brechen.“
    Grübelnd, was sie damit wohl meinte, kratzte sich Goku am Hinterkopf. „Du meinst sowas wie Leberflecken?“
    „Nein“, prustete Rela. „Eher sowas wie Ki. Warte, ich zeige es dir. Schließe die Augen.“ Sie legte ihre Hand auf seine Brust. „Atme tief durch und konzentriere dich auf das Ki, das in dir steckt. Ich helfe dir, deine Dunkelheit zu finden.“
    Vor Gokus innerem Auge gab sich ein Bild auf. Es war, als würde er mit Rela durch ein grellendes weißes Nichts fliegen, durchbrochen von einzelnen Farbsträngen, die mal hier auftauchten und dann wieder verschwanden. Er bemerkte, dass sie beeindruckt war.
    „Du hast ein großes und gutes Herz, Kakarott.“
    „Bitte, nenn mich doch Son-Goku. Das wäre mir deutlich lieber.“
    „Ist gut.“
    Das Weiß um sie herum wurde dunkler, als wäre es neblig geworden. Und plötzlich war sie da.
    Es war wie… eine große gläserne Kugel, gefüllt mir schwarzen Nebelschwaden.
    „Sieh einer an“, murmelte die Red Saiyajin. „Deine Dunkelheit ist bereits verschlossen worden. Seltsam.“
    Goku näherte sich der Kugel mit Bedacht. „Das ist meine Dunkelheit?“
    „Ja. Und es ist eine Menge. Pass gut auf sie auf.“
    Sie löste sich von ihm und Goku befand sich alleine in seiner Gedankenwelt. Fasziniert flog er um die Nebelkugel herum und versuchte etwas, darin zu erkennen. Kurz war es ihm, als hätte er ein paar rote Augen gesehen.
    Er ging noch näher heran und stierte hinein. Lebte etwas darin?
    -Klick-
    Ein winzig kleiner Sprung war auf der Oberfläche der Kugel aufgetaucht. Das Halbblut machte einen Satz zurück und sah sich panisch um. Das war doch nicht etwa schlimm?
    Einen solchen kleinen Sprung hatte er auch schon auf der anderen Seite bemerkt und Rela hatte nichts dazu gesagt.
    Solang die Kugel hielt, war das wohl kein Problem... oder doch?
    Er öffnete die Augen.
     
  13. Rela1309

    Rela1309 Miss bloody Sunday

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    Hallo Dreamy!

    >Schneeball werf<
    Der war aus meinem Urlaub. Hab ich mitgebracht.

    Zu dem letzten Feedback deinerseits
    Das bedeutet, du würdest maximal Andeutungen dazu machen, sobald ein Kampf nicht wesentlich entscheidend ist für den Plot?

    Zum neuen Kapitel:

    Man nehme sich eine Tasse Kakao und lasse Rela erzählen.
    Interessant ist, dass Vegeta nicht reagiert, besser gesagt, sich so gut zurückhält. Ich denke mal, das hängt mit seinem Versprechen zusammen, dass er Bulma gegeben hat?

    Andererseits, Rela erzählt von sich, ihrem Bruder, ihrer Mutter und so weiter und mich wundert trotz allem weiterhin ihr Alter, da ich sie um die 10 schätze, als Bardock sie mit ihrem Bruder in die Kapsel setzt und diese gleichzeitig mit Karkarotts starten lässt, wodurch sie auf dem zeitlosen Planeten landet. Irgendwann flieht sie dann. Wie alt ist Sie da? Immer noch etwa 10? Und dann taucht sie um die Zeit herum wieder auf, wo Vegeta vernichtet wird. Und altert von da an normal. Also wäre sie jetzt wie alt?

    Ich denke mal unsere schöne nebelige Kugel bei Son Goku wird auf lang oder kurz gut brechen.
    Allerdings schätze ich, wird Mike nicht wieder vorkommen. Wenn doch brauchst du eine gute Erklärung, wie er vom Planeten herunterkam. Er schien nicht so technikversiert aus Relas Sicht.

    Bin mal gespannt. Bisher erinnert mich nur die Person Rela an die Version A.


    Viele Grüße

    Rela
     
  14. Son-Goku_GIGA-SSJ!!!

    Son-Goku_GIGA-SSJ!!! I'm a saiyan from Earth!!

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    Hey Dreamy :),
    ich hab mir das neue Kapitel gestern Nacht durchgelesen. Es ist sehr interessant, was Rela erzählt und ich sehe auch hier und da eine Parallele zur Version A. Ich finds nur ein bisschen komisch, dass sich die Geschehnisse in den Tagen vor Freezers Anschlag und die Situation in deiner FF nicht komplett decken. Heißt es, weil Son-Goku eine Frühgeburt war, dass er auch (von der original Zeitlinie aus gesehen) eine Woche früher geboren wurde? Bardock hatte ja weder Son-Gokus Geburt miterlebt, noch wie er zur Erde geschickt wurde. Hat er jetzt einfach einen X-beliebigen Planeten ausgewählt und alle 3 einfach irgendwo hingeschickt? Und ich verstehe auch nicht wirklich Bardocks Beweggrund: War es wegen Freezer? Oder war es, weil nie herauskommen durfte, dass seine Kinder Red Saiyajin sind? Falls letzteres würde ich zu gerne wissen, was darauf zwischen Bardock und Relas Mutter geschah und wie generell mit der Situation auf dem Planeten umgegangen ist.

    Auch das Ende des Kapitels wird sehr interessant. Son-Gokus dunkle Seite, ob sie auch so wird wie in Version A? Da bin ich wirklich gespannt drauf.

    LG, Dennis :)
     

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