Du behauptest, dass eine andere Möglichkeit des Umganges mit auftretenden Problemen nicht möglich ist. Das machst du daran fest, dass die Voraussetzungen der Utopie nicht gegeben sind.
ich behaupte dass es probeleme gibt die man nicht mit reden aus der welt schaffen kann. damals hat man sich auch nicht mit hitler an den runden tisch gesetzt und mal überlegt wie das mit der weltherrschaft und der judenfrage nun so aussehen könnte.
und eine weitere voraussetzung für die blümchentheorie ist die gewaltlosigkeit. nur will ich aber meine freiheit haben zu meinen gefühlen zu stehen. es ist nunmal einfach weitaus befriedigender jemandem der einen immer wieder reizt eine reinzuhauen statt sich wegen runtergeschluckter wut und hass einen eigenen psychischen koller einzuholen.
Der mensch ist ein individuum. jeder ist anders als die anderen, hat andere gedanken, erlebnisse, ziele, träume und eine ANDERE MORALVORSTELLUNG. Davon ist nicht alles erziehungssache oder alles angeboren. es ist eine mischung. aber vor allen anderen dingen ist der mensch ein fühlendes wesen. und das meint, er hat alle arten von gefühlen. hass ist so natürlich wie liebe. wenn ihr meint dass man den menschen durch irgendwelche theorien oder ideen davon abbringen könnte zu hassen ... und wo ist dann der unterschied zum 'rechtschaffenen zorn' gegen jene 'ideologien, die ausgemerzt gehören'?
die Voraussetzungen (eine prinzipiell säkularisierte, aufgeklärte Weltgesellschaft)
ich brauche das nicht mal zu schlussfolgern. nur schon die voraussetzung säkular würde ausreichen um dem ganzen einen 'traumtänzerei'-stempel zu verpassen. aber sag mal ... was verstehst du unter aufgeklärt und weltgesellschaft? willst du damit sagen du hast DIE EINE WAHRHEIT gefunden?
1. Daraus, dass es immer Probleme geben wird, lässt sich nicht folgern, dass eine kommunikative Lösung irgendwann versagt.
es wird immer probleme geben - imho. und man kann nicht alle probleme mit reden lösen. folglich versagt die kommunikation als allheilmittel bei problemen, da sie eben nicht alle probleme abdeckt. das ist etwas anderes als das von dir beschriebene dessen logische betrachtung imho völlig korrekt ist. aber das ist nicht genau das, was ich gesagt habe.
2. Anarchie heißt nicht, dass es kein soziales Normengeflecht gibt, die im Ernstfall gemeinschaftlich durchgesetzt werden können.
ich habe nie die anarchie im speziellen kritisiert. ich finde ihn zwar nicht richtig durchdacht, aber das wäre eigene threads wert.
3. Ist eine Projektion des Gegenwartsstatus (mit den religiösen Fundamentalisten) auf die Zukunft ein theoretisches Unding.
der gegenwart und der gesamten menschlichen vergangenheit.
es gibt keine möglichkeit auf eine welt ohne gewaltausübung. und sei es gewaltausübung in form vom schlachten von tieren oder ausrupfen von grünzeug um nahrung zu haben.
aber ehrlich gesagt hab ich bei solchen diskusionen immer wieder das gefühl, dass die leute einfach zu viele fantasy-filme mit elfen gesehen haben und nun meinen 'ach die tollen baumhocker leben in liebe und frieden. das sollten wir auch mal tun'.
--> zeigt dass es möglich ist. fangt an in der welt zu missionieren und alle menschen 'aufzuklären'.