Die Bar der Helden [free RP]

G

Gelöschtes Mitglied 36500

Guest
Er spürte die Unruhe des anderen. Mit jedem Muskel, den er bewegte, mit jedem Herzschlag den er hörte.
Und es verunsicherte ihn.
Der Menschliche teil in ihm wollte ihn dazu antreiben die Bar wieder zu Verlassen, wo anders hin zu gehen. Doch der Instinkt der Bestie in ihm befahl ihm zu bleiben. Schließlich wollte er ein wenig Abwechslung.
Und er war sich sicher, dass er diese hier finden würde.
Als sich der Fremde vor ihm bewegte, schloss Duncan die Augen. Was der andere natürlich wegen der Haare nicht sehen konnte, aber das war auch gut so.
"Na, was ist?! Du raubst die ganze Ruhe...", zeterte er genervt, doch auch eine andere Emotion schwang in seinen Worten mit. Eine, die der Untote nur zu gut kannte und die ihm ein schiefes Lächeln aufs Gesicht zauberte.

Er setzte gerade an, etwas zu Antworten, als die Frau am Tresen ihn unterbrach.
"Will jemand? Hab heute anscheinend meinen spendablen Tag." rief sie und der Geruch der Zigarette wehte an dem Vampir vorbei. Duncan holte einmal tief Luft, sog den Qualm tief in seine Lungen und lies ihn dann gemächlich wieder entweichen.
Passives Mitrauchen hatte was.
Aber eigentlich zog er es vor, die Zigarette selbst zu Rauchen.
Mit einer übertriebenen Gestik warf er den Splitter, den er mit genommen hatte, in die Luft und war im nächsten Moment auch schon verschwunden.
Wobei, nicht ganz.
Er war einfach nur zu der Frau gegangen, hatte sich eine Zigarette bei ihr geliehen und ein "Danke.." ins Ohr geschnurrt und noch ehe der Splitter den Tisch erreichte, war er zurück.
Ein Hoch auf die Geschwindigkeit eines Untoten.

Duncan hielt die Zigarette zwischen Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand, mitsamt dem Splitter den er aufgefangen hatte, und kramte mit der Linken in seiner Hosentasche herum. Als hätte er alle Zeit der Welt, fischte er eine Packung Streichhölzer heraus und entzündete das kleine Hölzchen mit einer geübten Bewegung.
Der Vampir steckte sich die Zigarette in den Mund und entzündete sie, ehe er genießerisch einen tiefen Zug nahm und den Rauch gegen die Decke blies.
Indem Moment als er den Kopf anhob, fielen seine Haare zurück und ließen den Blick auf seine seltsamen Augen frei.
Nach einer schier endlosen Zeit, als habe er vergessen das er nicht alleine in dieser Bar war, blickte er wieder zu dem Fremden und lächelte.
"Stör ich dich etwa beim faulenzen, mein Kleiner?"
 

UltimateGoku

Alex Mercer
Der Mann mit dem grauen Mantel nahm sein Bier in die rechte Hand und hiefte sich von dem Barhocker, er drehte sich um 180 Grad und enteckte eine kleine Sitznische.
Langsam und mit schweren Schritten bewegte er sich auf die Nische linksseitig vom Eingan zu und setzte sich dort hin. Er hob die Flasche an und trank erneut ein paar Schluck. "Merkwürdige Freaks...." murmelte er.

"Will jemand? Hab heute anscheinend meinen spendablen Tag." sprach die junge Frau am Tresen unüberhörbar in der ruhigen Bar. Sie pustete den Rauch in die Luft, welcher sich langsam verteilte. Er sah zu den beiden anderen, die am Tisch saßen, "Ein komischer Ort...wohl ein Zirkustreff..."murmelte der Mann erneut und nahm einen kräftigen Schluck.
 

Dhan

Temptation...
Er ließ den anderen nicht aus den Augen, verfolgte jede Muskelzuckung.
"Bei mir nennt sich das verdienter Feierabend...", antwortete er auf die Provokation des anderen., "Für dich kann ich aber eine Ausnahme machen, wenn du laut genug danach schreist." Ein Grinsen verriet seine Gedanken.

Nach einer kurzen Pause nahm er den Blick von seinem Gegenüber und seufzte kurz. Sein Blick änderte sich.
Er winkte etwas ab, das nur er zu sehen schien und flehte fast:

"Setz dich einfach zu mir oder geh. Aber entscheide dich."

Ein Auge nahm Duncan wieder ins Visier.
 
G

Gelöschtes Mitglied 36500

Guest
"Merkwürdige Freaks...." vernahm er am Rande seiner Aufmerksamkeit und ein schiefes Grinsen schlich sich für wenige Sekunden auf seine Züge. Anscheinend war er also nicht der einzige, der sich Gedanken darüber machte, mit welchen Leuten er diese Spelunke teilte. Bisher gelang es aber nur einem, sein Interesse zu wecken und dieser saß direkt vor ihm mit den Beinen auf dem Tisch.
Duncan nahm einen tiefen Zug an der Zigarette, als müsse er damit jeden kleinen Millimeter seiner Lunge füllen. Doch anders als es Raucher für gewöhnlich taten, blies er den Rauch nicht wieder aus sondern behielt ihn inne. Eine quälende Minute lang zwang er den menschlichen Teil in sich den Impuls des Atmens zu ignorieren, bevor er den Rauch schließlich langsam entweichen lies.

Er lies die rechte Hand neben dem Körper baumeln, während der Qualm der Zigarette sich in seine Kleidung fraß.
Eine Weile stand er einfach nur da, als müsse er überlegen was genau er jetzt tun sollte. Doch dann nahm er die Einladung des anderen an, nahm sich einen der Stühle und setzte sich zu ihm an den Tisch. Sein Blick ruhte auf dem merkwürdigen Wesen das direkt vor ihm saß und seine Augen schienen sich fast in seinen Kopf hinein zu bohren.
Ohne hinzusehen schnippte Duncan die Glasscherbe auf eine Dartscheibe die hinter seinem Gegenüber an der Wand angebracht war. Natürlich traf er nicht ins schwarze. Und wenn man hinsah bemerkte man sogar, dass er die Dartscheibe nicht einmal getroffen hatte. Anfänger Pech.

"So, und was machen wir zwei jetzt?" grinste er schäbig und nahm einen weiteren Zug aus seiner Zigarette.
 

MajinKay

Revelation 6:4
"Ich würde vorschlagen, sie trinken mit allen anderen Anwesenden hier eine Barrunde mit, wie klingt das?", fragte O'Leary mit einem schelmischen Grinsen, ehe eine Reihe Schnapsgläser über den Tresen gingen, die sich mit schnellen Handbewegungen des Barkeepers mit einer transparenten Flüssigkeit füllten.

"Schon wieder eine Runde aufs haus? Wenn sie so weitermachen, ist ihr Laden bald pleite", scherzte Duncan. Ganz zu seiner Verblüffung zuckte Malcom nur mit den Achseln und stellte die Flasche des hochprozentigen Alkohols auf ihren Platz über dem Tresen.
"Glauben sie mir, Mister Duncan... Dieses Lokal hier hat kein Problem damit, seine Getränke bei Zeiten gratis auszuschenken. Wir sind immerhin das einzige Pub, das sich über ein multidimensionales Publikum erfreuen kann."

"Multidimensional? Was soll das bedeuten?", fragte die junge Frau namens Robin, die das Gespräch mitgehört hatte. O'Leary erwiderte ihr ein breites Grinsen, ehe er eines der Schnapsgläser erhob und als Toast nach vorne streckte.
"Meine Dame und Herren... Falls sie es noch nicht selbst bemerkt haben, aber dieser Ort hier hat sie gerufen. Und sie alle sind diesem Ruf gefolgt. Quer durch die Zeiten, quer durch die Welten und quer durch die Dimensionen. Ganz egal, welche Dimension ihre Heimat war, nun sind sie hier, an dieser Kreuzung der Realitäten."

Ein schwer einzuordnendes Lächeln huschte über das Gesicht des Barkeeps.
"Und dieser Ort wird sie erst gehen lassen, wenn sie das erledigt haben, weswegen sie hier sind", fügte er schließlich noch hinzu. "Cheers."
 

Sashman

™©® by Mausi_chan
Die Tür der Schenke öffnete sich. Einen Moment lang schien es, als habe das Unwetter draussen seinen Höhepunkt erreicht, denn kalter Wand bließ ins Innere der Kneipe und ein besonders heller Blitz ließ den Türrahmen zu einem weißen Rechteck werden, in dessen Mitte eine schwarze Silhouette auftauchte. Die Silhouette trat über die Türschwelle und die Tür fiel hinter ihr zu. Die Helligkeit und der kühle Wind schwanden, als hätte es sie nie gegeben. Sofort herrschten wieder die verschiedensten Gerüche und das Dämmerlicht. Der Mann, der die Bar betreten hatte, blieb einen Moment stehen und sah sich erstaunt um. "Nanu..." Der Mann mit dem grauem Poncho, den wilden schwarzen Haaren, dem roten Stirnband und dem Drei-Tage-Bart drehte sich zur Tür um, öffnete diese und sah auf die nassen, glitschigen Stufen außerhalb der Kneipe. Er war diese Treppe nicht hinunter gegangen, hatte nicht einmal in diese Spelunke gewollt. Eigentlich wollte er ein paar alte Freunde besuchen. Sanosuke Sarutobi schloss die Tür wieder und sah sich in der Kneipe um. Dann ging er zur Theke, setzte sich auf einen Hocker. Die Schwertscheide mit der Sternenschauerklinge lehnte er an den Tresen, ehe er den Barkeeper ansah. "Reiswein, bitte. Warm und reichlich davon." Er lächelte freundlich und legte einige Münzen auf den Tresen, die wie Taiji, das Symbol für Yin und Yang, geformt waren. Die Währung seiner Heimat. "Wo genau bin ich hier gelandet? Ich wollte eigentlich ganz woanders hin... Und betrunken bin ich noch nicht, dass ich Kellertreppen runterfalle, ohne es zu merken."
 

MajinKay

Revelation 6:4
Das Lächeln blieb auf O'Learys Gesicht bestehen, während er mit einem geschickten Griff hinter den Tresen eine kleine Lade öffnete und zwei Keramikgefäße herausholte. Eine nahezu verschwindend kleine Porzellanschale, die bequem auf drei Fingern balanciert werden konnte und eine seltsam geformte Porzellanflaxche, die irgendwie eine Mischung aus einer Vase und einer Milchflasche darstellte. Beide Gefäße waren mit hauchdünnen, aufgemalten Blütenblättern verziert und die Flasche strahlte eine angenehme Wärme von sich ab. Ein intensiver, angenehmer Duft durchströmte die kleine Schenke, der eindeutig von der Keramikflasche zu kommen schien.

"Einmal Sake... von unserer eigenen Reserve wohlgemerkt. Kampai!", fügte Malcom hinzu, als er beide Gefäße vor dem Neuankömmling stellte und mit einem fuchsartigen Grinsen die verwirrten Gesichter der Anwesenden betrachtete. Einige von ihnen hatten seinen letzten Trinkspruch vernommen und nicht verstanden. Andere wiederum verstanden aber nicht für möglich gehalten. Und wiederum andere... nun es gab immer diese dritte Gruppe.

"Niemand von Ihnen wollte an diesen Ort, doch sie alle mussten hierher gelangen. Es ist keine philosophische Betrachtung der Dinge, sondern eine ganz einfache Zusammenfassung der Hausordnung dieses Lokals, die sich sehr leicht auf eine einzige Regel zusammenfassen lässt: Die wählen nicht die Bar, die Bar wählt sie", begann der Barkeeper wieder in dem typischen Plauderton seiner Profession, während er ein paar der benutzten Gläser in die Spüle hinter dem Tresen legte.
"Dieser Ort hier ist wie eine überdimensionale Fliegenfalle. Er lockt seine Gäste an, führt sie quer durch Raum und Zeit und bringt sie zu sich. Sobald sie einmal hier angekommen sind, wird er sie erst wieder gehen lassen, wenn sie das getan haben, weswegen sie hergekommen sind. Und glauben sie mir - genauer ins Detail kann ich an dieser Stelle nicht gehen, denn für jeden Einzelnen von ihnen sind die Bedingungen andere. In meinen vielen Jahren an diesem Ort sah ich so viele Möglichkeiten, so viele Aufgaben, dass es unmöglich ist, sie alle innerhalb eines ganzen Tages aufzuzählen, doch lassen sie mich ein paar Beispiele nennen."

Mit diesen Worten drehte sich der Barkeeper wieder zu seinen Gästen, die gespannt auf seinen Lippen klebten. "Ich sah Krieger, die einen Kampf gewinnen mussten, um wieder an ihren Plaz im Universum zurückkehren zu können. Geheime Liebende, die ihre Zuneigung in die Welt hinausschreien mussten. Sterbende, die ihre Angst vor dem nahenden Ende besiegen mussten. Und ich sah viele - sehr viele - die nie den Weg zurück in ihre Welt fanden und ihre Tage hier fristeten, bis sie schließlich gezählt waren... Ich kann ihnen nicht sagen, was sie zu tun haben, oder warum sie hergekommen sind, ich kann ihnen nur zwei weitere Dinge auf den Weg mitgeben. Zum einen befinden sich im hinteren Bereich der Bar drei Türen. Die Damentoilette zur Linken, das Herren-WC zur Rechten und das Tor zu ihrem Schicksal in der Mitte. Sobald sie bereit sind, wird sie diese Tür an den Ort führen, an dem sie Ihre Aufgabe zu erledigen haben. Auch wenn diese Aufgabe sehr individueller Natur ist, so bedeutet das nicht, dass sie sie alleine durchstehen müssen. Manchmal kann es auch ihre Aufgabe sein, einem der anderen Gäste bei seiner Aufgabe zu helfen... Es ist wirklich alles sehr undurchsichtig bei Zeiten."

O'Leary ließ die Worte eine Zeitlang wirken. Einige Momente lang schien es so, als würde keiner der Anwesenden wissen,w as er zu sagen hätte. Schließlich war es Robin, die das Wort ergriff.
"Und was ist das Andere, dass sie uns sagen können."
"Oh, das ist einfach", gab Malcom mit einem breiten Grinsen zurück. "Solange sie sich hier in der Bar befinden, wir für ihr leibliches Wohl gesorgt sein. Sie werden also weder verdursten noch verhungern. Mit anderen Worten: Lassen sie sich nicht verunsichern, wenn ihre Suche etwas... länger dauern könnte."
 

Sashman

™©® by Mausi_chan
Sanosuke lächelte noch eine Nuance breiter, als der Kellner so rasch zwei Keramikgefäße hervor holte. Schon an der Form der Flasche und den Verzierungen sah er, dass er hier keinen billigen Mist bekam, sondern etwas Vernünftiges. Genüsslich sog er den Duft ein und gleichzeitig musterte er den Kellner. Es war mehr als unwahrscheinlich, dass warmer Sake in so einer Spelunke nur auf den nächsten Gast wartete. Er vermutete, dass er an einem magischen Ort war und der Kellner wohl auch etwas übernatürliches an sich hatte, wenn er eine mit warmen Sake gefüllte Flasche einfach so aus hervor holen konnte. "Habt Dank", entgegnete er freundlich und goss sich etwas Reiswein in das kleine Schälchen. Er führte die Schale zum Mund. "Kampai, werter Herr." Genüsslich trank er die Schale leer und stellte das Schälchen vor sich auf die Theke. "Die Bar wählt uns?", wiederholte er die Erklärung des Barkeepers und schmunzelte, als er seine Vermutung bestätigt bekam. Kein Wunder, dass er nicht seinen geplanten Zielort erreicht hatte. Er hörte dem Barkeeper weiterhin zu. Also war er aus einem besonderen Grund hier? Sanosuke dachte eigentlich, dass er alle wichtigen Ziele seinen Lebens erreicht hatte. Aber vielleicht war ihm ja auch bloß nach Zerstreuung zumute, die er eben hier wohl bekommen könnte. So lange hatte er keine lebenden Wesen mehr gesehen. "Gerne, erzählen Sie nur weiter", sagte Sano mit einem Nicken und legte noch eine Handvoll Münzen auf den Tresen, während er sich seine Schale erneut mit Sake füllte. Er lachte, als der Kellner von Kriegern sprach, die nur einen Kampf gewinnen brauchten. "Einem Duell nach all der Zeit wäre ich nicht abgeneigt, doch fürchte ich, die Bar würde danach nicht gut aussehen." Doch kurz darauf sprach der Barkeeper von den Türen und jener Tür in der Mitte. Optimistisch lächelnd und absolut gelassen nahm er einen Schluck Reiswein und nickte dem Keller zu. "Nun, dann muss ich ja doch keine Kneipenschlägerei anfangen. Und das Gute ist, dass ich so schnell wohl nicht an Altersschwäche sterbe. Ich lebe nämlich nicht mehr. Nicht im eigentlichen Sinn. Tatsächlich komme ich aus einer Art Paradies, nachdem ich alle weltlichen Aufgaben erledigt habe und Erlösung fand. Doch natürlich kann es dennoch gute Gründe für meine Anwesenheit geben." Vielleicht würde jemandem helfen müssen. Oder war es doch die Kneipenschlägerei, die den Sinn seiner Anwesenheit ausmachte? Sanosuke hatte genug Zeit, eben dies heraus zu finden. Langsam nippte er am Reiswein und musterte ein wenig die anderen Gäste, ohne jedoch zu aufdringlich und neugierig zu wirken.
 

°Lady Yuna°

timeless
Robin grinste breit und fuhr sich durchs schwarze Haar. "Das hört sich interessant an," Sie leckte sich schnell über die roten Lippen und sah dem Barkeeper ins Gesicht. "Sie scheinen mir einen spaßigen Job zu haben. Sie sehen immer wieder neue Menschen und Schicksaale. Warum gehen sie nicht durch die Tür, oder ist ihnen das nicht gestattet?" In ihren Augen funkelte die Neugier und sie beugte sich weiter über den Tesen.
 

Antheon

Cometh the Hour
Lucien betrachtete sein Glas eine Weile mit einer Art sentimentalem Grinsen. Eine Aufgabe? Erwählt von einer Bar? Die Herrentoilette war rechts? Er lachte und exte das Glas, ehe er ein weiteres Glas bestellte. Dabei betrachtete er noch einmal neugierig alle Anwesenden, auch den Neuankömmling im Poncho. "Wir sind also alle aus verschiedenen Welten zu verschiedenen Zeiten an diesen einen Ort gekommen, um uns unserem Schicksal zu stellen?", fragte er, obwohl er sich sicher war, nichts an den Ohren zu haben. "Und wir können erst wieder gehen, wenn wir das hinter uns gebracht haben?" Er schaukelte das neue Glas Macallan und betrachtete die Flüssigkeit darin. "Du bist also nicht lebendig, Mr. Poncho? Das heißt also nicht menschlich. Ist hier überhaupt irgendjemand, der auf die Bezeichnung Mensch zutrifft?", wisperte er leise, nahm seinen Trunk zu sich und zerquetschte das Glas lautlos in seinen Händen. Als er diese wieder öffnete, fiel Glitzerstaub auf die Theke und leuchtete im Schein der Beleuchtung wie Myriaden winziger Diamanten. Lucien schnappte sich den Staub noch einmal, rieb in kurz in seinen Händen und legte diese auf den Tresen. Der Staub jedoch schien wie vom Erdboden verschwunden. "Ich gebe zu, mit dem Trick wird man nicht reich", grinste er und legte dem Barkeeper einen grünen Schein hin, um für das Glas aufzukommen.

"Ich hoffe inständig, meine Herausforderung besteht aus einem Kampf und nicht aus Karaoke. Sonst haben Sie wohl länger Gesellschaft, Mr. O'Leary ..."
 

Sashman

™©® by Mausi_chan
Er sah kurz zu der Frau, die mit dem Barkeeper sprach und ihn fragte, warum er selbst nicht durch die geheimnisvolle Tür ging. Eine ziemlich gute Frage. Sanosuke vermutete, dass der Mann möglicherweise ein Geist war, verbunden mit eben diesem Ort. Doch vermuten konnte man an fremden Orten viel. Das Lachen eines Mannes, ein paar Hocker neben ihm, zog Sano's Aufmerksamkeit auf sich. "Oh, menschlich bin ich sehr wohl", entgegnete er freundlich und leerte sein Schälchen. "Zumindest hoffe ich das eindringlich. Aber wenn es anders wäre, dann wäre ich nicht hier. Dann würde ich jetzt in den 1000 Höllen schmoren." Relativ unbeeindruckt sah er, wie der Mann sein Glas in seinen Händen zerquetschte und in winzige Glasscherben verwandelte. Als er anschließend von Karaoke sprach, grinste Sanosuke und füllte sich sein Schälchen ein drittes Mal. "Vielleicht kommt nur der wieder nach Hause, der nach einem Wetttrinken noch auf seinem Hocker sitzt und nicht unter dem Tisch liegt." Er nippte an seiner Schale. Wie gut, dass er als Untoter so schnell nicht besoffen werden würde. Sanosuke fragte sich, warum so viele zögerten, die Tür zu durchschreiten. Doch vielleicht brachte es so manchem seinen Tod ein Stückchen näher. Sanosuke war sich selbst nicht sicher, ob er wegen den Gesprächen hier gelandet war, um anderen zu helfen oder gar doch selber wieder zu kämpfen.
 

MajinKay

Revelation 6:4
Ein seltsames Lachen entkam der Kehle des Barkeepers, als die junge Dame seinen Job als spaßig definierte. Fast schon theadralisch wischte er sich eine einzelne Träne aus dem Auge und wandte sich erneut an Robin.

"Oh, Miss, ich denke, sie verwechseln da ein wenig die Begriffe Spaß und Akzeptanz. Ich habe mich mit meiner Lage abgefunden und mache das Beste draus, wenn sie verstehen. Für diesen Ort hier bin ich ein Bediensteter. Und für Bedienstete gilt wohl diesselbe Regel wie für das restliche Inventar. Nichts verlässt die Bar - und alles geht wieder zum Grundzustand zurück."
Demonstrativ klopfte O'Leary mit der flachen Hand zweimal auf den Tresen, ehe sich ein komisches Glitzern unter seiner Handfläche zu Glassplittern zusammenfügte, aus denen das exakt idente Glas wieder heranwuchs, welches Lucien nur einen Moment zuvor zu Stauib zermalmt hatte.

"Sie haben Recht, Miss Robin, mir ist es nicht gestattet, diesen Ort zu verlassen... im Gegensatz zu Ihnen ist es mir noch nicht einmal gestattet zu sterben. Ich verbrachte einmal drei Monate hängend zwischen Decke und Boden, ehe der Galgenknoten endlich nachgab. Seitdem... Nun... Sagen wir einfach, ich habe akzeptiert, dass es offenbar meine Aufgabe ist, diesem Raum zu dienen - und sei es bis in die Ewigkeit."

Mit einem schiefen Grinsen wandte er sich dementsprechend an Sanosuke und Lucien. "Ich kann wohl daher alle ihre Bedenken zu diesem Problem aus dem Weg räumen, meine Herrschaften. Eine Kneipenschlägerei kann diesem Ort genausowenig etwas an, wie sie in der Lage wären, den Schnapskeller leerzutrinken. Wenn sie einen Wunsch haben, schießen sie einfach drauf los!"
 

Sashman

™©® by Mausi_chan
Sanosuke lauschte neugierig, als der Barkeeper von Spaß und Akzeptanz sprach und das nichts vom Inventar die Bar verließ. Er erschuf das zuvor zerstörte Glas neu und Sanosuke pfiff beeindruckt. Nein, der Mann war definitiv kein normaler Mensch. Und sein Verhalten erinnerte ihn entfernt an sich selbst. "In meiner Welt gibt es Bezeichnungen für jemanden wie Sie. Bodhisattva. Tatsächlich trug ich in meiner Zeit in der Welt der Sterblichen lange eben diesen Titel." Sanosuke nippte an seinem Schälchen. "Kern der Bodhisattva-Philosophie ist der Gedanke, nicht selbst und allein für sich Erleuchtung zu erlangen und damit in das Nirwana einzugehen, sondern statt dessen zuvor allen anderen Wesenheiten zu helfen, sich ebenfalls aus dem endlosen Kreislauf der Reinkarnationen zu befreien. So vielen habe ich geholfen. Vielleicht bin ich deswegen hier." Als der Kellner davon sprach, den Ort nie verlassen zu können und nie sterben zu dürfen runzelte Sano die Stirn. Leise rezitierte er ein Lied aus der Menschenwelt, Hotel California. Er fand den Text im Falle dieser Bar, ihres Kellners und der Gäste mehr als passend:

Last thing I remember, I was
Running for the door
I had to find the passage back
To the place I was before
"Relax," said the night man
"We are programmed to receive
You can check out any time you like
But you can never leave!"
 
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