16 ½ Jahre

Dieses Thema im Forum "Soap RPG" wurde erstellt von MajinKay, 2. April 2018.

  1. MajinKay

    MajinKay Revelation 6:4

    Registriert seit:
    24. März 2002
    Beiträge:
    2.589
    Zustimmungen:
    6
    Ich hab es erneut im Fanfiction Forum versucht und bin erneut gescheitert, da meine Threads dort immer noch nicht automatisch freigeschalten werden... Also dann erneut hier.


    Versucht euch eine Zukunft vorzustellen, in der ihr alle schon Großeltern seid und euch eure Enkelkinder bitten Geschichten über die Jahrtausendwende und die ersten Jahre nach dem Millennium zu erzählen. Geschichten über eure Jugend eben. Sie hören euch mit offenen Ohren, Augen und Mündern zu, wie ihr von der Welt von damals erzählt, und als ihr schließlich die Bombe platzen lässt, ist es nichts weiter als ein schockiertes Nach-Luft-Schnappen. „Wisst ihr Kinder, euer Opa / eure Oma ist älter als das Internet.“

    Stille.

    Ich warte schon auf den Moment. Klar, man könnte jetzt Haarspalterei betreiben und Fakten auf den Tisch werfen, dass schon Ende der Siebziger die wesentlichsten Grundgerüste aufgebaut waren und die Universitäten schon längst vor meinem Geburtsjahr 1984 miteinander vernetzt waren. Vollkommen richtig soweit, aber wenn wir mal von den praktischen Anwendungen, den kommerziellen Anwendungen ausgeht – da befinden wir uns Anfang der Neunziger. Ich weiß das, da ich es miterlebt habe. Ich hatte das Glück, in eine sehr technikbegeisterte Familie reingeboren worden zu sein. Der Hype übers WWW ist bei ihnen nicht spurlos vorbei gegangen. Der Klang von 256k, 384k und 512k Modems ist noch in meinen Ohren, genauso wie der vollkommen verrückte Quantensprung zur ADSL Leitung, als man plötzlich auch die ersten Flat-Rate Tarife genießen durfte. Das Surfen war also auf einmal nicht mehr so streng zeitlich kontrolliert wie noch zuvor, als alles minutengenau auf die monatliche Telefonrechnung gerechnet wurde. Plötzlich hatte ich die Möglichkeiten, diese neue Technologie zu einer meiner liebsten Freizeitbeschäftigungen zu machen, der ich Stunden um Stunden meiner Woche opferte. Ich begann, im WWW neue Informationen regelrecht aufzusaugen. Anime und Manga, auf die ich zuvor schon dank dem Nachmittagsprogramm von RTL2 neugierig geworden bin, wurden in einem gigantischen Ausmaß erhältlich. Ich stieß auf Evangelion, Trigun und natürlich auf Dragonball Z. Bei letzterem kannte ich Dragonball, fand im Internet die Fansite eines gewissen Mb und damit auch noch aufs Forum… etwa zur selben Zeit der deutschen Erstausstrahlung. Schon damals las ich enthusiastisch die Beiträge des ADBs mit, es dauerte aber über ein halbes Jahr, bis ich mich endlich, am 24. März 2002 registrierte. Vor nicht ganz 16 Jahren. Wenn wir jetzt die Monate des Lurkens davor aber mitnehmen, kommen wir aber zu einer lustigen Rechnung: Ich war 17, als ich zum ersten Mal das ADB betrat und heuer habe ich meinen 34. Geburtstag. Mit anderen Worten: Dieses Forum, diese Community, begleitet mich bald mein halbes Leben lang.

    Als ich 2013 den ersten Beitrag dieser Art verfasste, befand ich mich in einer Phase des Umbruchs, der persönlichen Weiterentwicklung. Nach einer langen Zeit der Stagnation in praktisch allen Lebenslagen hatte ich im Jahr zuvor endlich wieder Bewegung in mein Leben gebracht und arbeitete zu dieser Zeit entschlossen daran, die Weichen meiner Zukunft zu stellen. Ich hatte endlich wieder eine klare Vision, wie mein Leben in fünf, in zehn Jahren aussehen sollte. So positiv diese Perspektive auch war, so ernüchternd war mein aktueller Standpunkt. Durch falsche Entscheidungen in der Vergangenheit hatte ich mir den Weg unnötig erschwert und ich brauchte dringend einen Neustart, der mich wieder auf Kurs bringen konnte. Ich fand diesen nach einer zehrenden Suche in Form einer Dissertationsstelle auf meiner „alten“ Universität. Neue Herausforderungen in einem neuen Themengebiet – das war die Lösung, nach der ich gesucht hatte.

    Mein zweiter Beitrag folgte 2016, kurz bevor ich meine Dissertation einreichte. Es war wiederum eine Zeit des Aufbruchs und der Veränderung für mich. Drei Jahre sind eine relativ lange Zeit, in der man sich in eine gewisse Routine erschafft. Die „neue“ Wohnung wird zum Zuhause, die „neue“ Stelle zum gewohnten Job und die „neuen“ Herausforderungen werden über kurz oder lang zum Alltag. Routine muss nicht automatisch etwas schlechtes sein. Sie bringt eine gewisse Sicherheit mit sich, gebündelt mit einer gewissen Leichtigkeit. Die Arbeit ist immer noch herausfordernd, aber nicht mehr mit dem negativen Stress der Anfangszeit behaftet. Man hat sich ein schönes Leben aufgebaut, wohl wissend, dass die eigene Position, die aktuelle Arbeit, auf drei Jahre begrenzt ist. Und ehe man sich versieht ist auch diese Lebensphase urplötzlich vorbei und man steht wieder auf der dunklen, ungewissen Straße der Zukunft. Dieses Mal ist es mir einfacher gefallen. Ich habe aus den Fehlern meiner Vergangenheit gelernt und bin mit einer klaren Vision auf Jobsuche gegangen. Und ich hatte ein unglaubliches Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Mein Traumjob, serviert auf einem silbernen Tablett.

    Und heute? Es erfüllt mich mit Ehrfurcht und Demut, wenn ich an die Entwicklungen der letzten eineinhalb Jahre denke. Ich bin schon lange nicht mehr der 17-jährige Teenager, der gerade zu seinem Charakter findet. Ich bin auch nicht mehr der Mittzwanziger, der in der fast schon peinlich stereotypen Quater-Life-Crisis steckt. Auch den großen 30iger mit all den damit verbundenen Veränderungen habe ich mittlerweile hinter mir gelassen, um wiederum ein neues Kapitel in meinem Leben zu beginnen. Bald schon werde ich 34 Jahre alt sein, stehe mitten im Leben, habe einen fixen Job in der Industrie, eine neue Gartenwohnung am Rand einer Kleinstadt und erwarte zusammen mit meiner langjährige Lebensgefährtin die Geburt unseres ersten Kindes – unserer Tochter – im Sommer. Ohne es wirklich bemerkt zu haben bin ich praktisch über Nacht erwachsen geworden. Es war der eine Prozess, von dem ich immer ein wenig Angst hatte: Erwachsen zu werden. Für mich war es stets mit dem Aufgeben von Träumen, Wüschen und liebgewordenen Dingen verbunden. Doch in Wahrheit musste ich nichts aufgeben – alles kam ganz automatisch. Mit dem Älterwerden änderte sich meine Perspektive. Dinge, die mir einst sehr, sehr wichtig waren, erscheinen mir mittlerweile im besten Fall nur noch nostalgisch. Andere Prioritäten sind an deren Stelle getreten und füllen mich mittlerweile aus. Der natürliche Lauf der Dinge.

    Und dennoch gibt es einen mittlerweile sehr kleinen Teil von mir, der all die losen Fäden der Vergangenheit sieht und sich dabei so sehr wünscht, ich hätte mehr zu Ende gebracht. Der dabei an diesen uralten Ordner auf meiner Festplatte denkt, der wohl irgendwann im Jahre 2000 oder 2001 von mir erstellt wurde, den Namen „Own Stories“ trägt, und die Galerie meiner zerbrochenen Träume repräsentiert. Den staubigen Dachboden all der Geschichten, die ich begonnen habe und von denen ich viel zu wenige je zu Ende gesponnen habe. Ein Speicher all des ungenutzten Potentials, welches ich im Laufe der Jahre verkümmern hab lassen. Hätte ich je ein professioneller Autor werden können? Diese eine Frage hat mich viele Jahre lang verfolgt. Ich erwähnte bereits die Quarter-Life-Crisis. Mit ungefähr 25 spukte diese eine Frage wie kaum eine zweite durch meinen Verstand. Ich wusste, dass ich schreiben konnte, ich wusste aber auch von meinen zahlreichen Schwachstellen. Einige massive Punkte in Grammatik und Tempus, und viele kleinere Themen, die allesamt auf eine große Anzahl von Flüchtigkeitsfehlern zurückzuführen waren. Mir fehlte Feinschliff. Eine gehörige Portion Feinschliff, die ich wohl nur mit massiver Übung und Lehre erhalten hätte können. Nach ein, zwei Jahren war mir die Schlussfolgerung klar: Vielleicht könnte ich tatsächlich meine Zukunft als professioneller Autor ausrichten, nur würde das meine absolute Hingebung erfordern. 100% Fokus auf dieses Ziel. Und damit war die Antwort auf meine Frage gekommen.

    Es war ein Preis, den ich niemals hätte zahlen können.

    Kaum war das ausgesprochen, was ich wohl schon lange in meinem Innersten wusste, war alles weitere nur noch eine Frage des natürlichen Verfalls. Aus meinem Nummer Eins Hobby wurde „ein“ Hobby, später eine sporadische Tätigkeit und schließlich eine frühere Zeitbeschäftigung. Das alte Sprichwort ist vollkommen wahr – wer rastet, der rostet. War es vor vielen Jahren noch eine ganz natürliche Sache, diese bunten, verrückten Welten in meinem Kopf in Worten zu beschreiben und diese auf digitales Papier zu bekommen, so fällt es mir mittlerweile unendlich schwer, überhaupt einen geraden Satz zu formulieren. Diese Welten und all die Charaktere in ihnen sind nicht verschwunden. Wenn ich meine Augen schließe, sehe ich nach wie vor Kyle, Jax, Cassandra, Crowley, Kelly, Mórrígan, Rico, „Nicht-Jack“, Ms. Xara und wie sie sonst noch alle heißen mögen direkt vor mir. Ich kann nach wie vor in ihre Persona hineinschlüpfen und die Welt um sie herum durch ihre Augen wahrnehmen und mit ihr interagieren. Aber es ist mir einfach nicht mehr möglich, die Brücke zwischen ihnen und dem Textverarbeitungsprogramm vor mir zu schlagen. Ich habe viele Jahre lang versucht, diese Fähigkeit in mir wieder zu nähren, um den Anschluss endlich wiederzufinden. Weil ich einfach nicht mit der Gewissheit leben wollte, dass all diese losen Enden vermutlich auf immer solche bleiben werden. Dass ich mich selbst in eine Richtung weiterentwickelt habe, in der all dies doch gar keine Bedeutung mehr hat. Und genau diese Wahrheit beginne ich langsam zu akzeptieren.

    Will ich meinen zukünftigen Enkelkindern wirklich den Altersvergleich zum Internet auf die Nase binden? Vermutlich nicht. Um ehrlich zu sein, habe ich noch nicht einmal die geringste Vorstellung, was ich meiner Tochter in ein paar Jahren erzählen soll, wenn sie beginnt, Dinge aus meiner Vergangenheit wissen zu wollen. Wir sie je von diesem Ort hier erfahren? Wird sie je das Forum zu Gesicht bekommen können? Und wird sie je verstehen können, welchen Stellenwert all das hier für mich eingenommen hat? Die Zukunft wird mir die Antworten bescheren, dessen bin ich mir sicher.

    „Dein Papa hat früher, wie er mal jung war, Geschichten geschrieben und sie im Internet veröffentlicht. Es war eine verrückte Zeit gewesen. Damals traf man sich in einem Forum und nicht in einer App. Man tauschte Gedanken und Geschichte aus, las die Texte von anderen Schreibern und feilte an den nächsten Kapiteln seiner eigenen Werke. Man schrieb nicht, um Geld zu verdienen oder um großflächig berühmt zu werden. Nein, man schrieb des Schreibens wegen und weil man die Meinungen seiner Leser hören wollte. Diese Meinungen waren mir immer sehr wichtig gewesen. In meinem ganzen Leben – weder davor, noch Jahre danach – traf ich je wieder auf einen so großen Haufen grundehrlicher, enthusiastischer und individualistischer Menschen und nie wieder schloss ich so viele davon in mein Herz wie an diesem Ort. Viele von ihnen verschwanden im Laufe der Jahre und nur ganz wenige sind mir geblieben, zu denen ich immer noch Kontakt halte und die ich nach wie vor sehr lieb habe. Sie sind alle zu einem großen Teil daran verantwortlich, dass ich zu dem Menschen geworden bin, der dir all das erzählen kann. Und vielleicht wirst du das auch eines Tages verstehen können.“

    Ihr kennt mich unter dem Namen MajinKay. Oder einfach nur Kay.
    Einige von euch kennen auch den Menschen in der realen Welt, der immer hinter diesem Nickname zu finden war.

    Ich will an dieser Stelle nicht mehr sagen müssen, dass dies der letzte Thread von mir sein könnte, denn ich weiß nicht, was die Zukunft bringt. Vielleicht wird es ein Wiedersehen in ein, zwei oder drei Jahren geben. Vielleicht war dies auch ein guter Punkt, um endgültig Lebewohl zu sagen. Ich weiß nur, dass all diejenigen von Euch, die diese Worte erreichen, vermutlich sogar ein besseres Verständnis über den Kern dieses Monologs haben, als er sich mir im Moment erschließt. Das Leben ist ein reißender Fluss und nur zu selten haben wir die Gelegenheit, für einen Moment inne zu halten, um das zu sagen, was wirklich zählt.

    Danke für all die Erinnerungen.

    Nostalgie hat für mich keinen Namen.
    Sie hat für mich eine URL.
    Und einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen.






    -Kay, am 04.03.18
     
    • Like Like x 3
  2. Son_Goku_SSJ3

    Son_Goku_SSJ3 Black Metal Bitch Lover

    Registriert seit:
    16. Januar 2006
    Beiträge:
    102.394
    Zustimmungen:
    3
    Oh, ein Nostalgie-Post von MajinKay. Den darf man natürlich nicht unkommentiert stehen lassen :)

    Ich glaube, das kennt fast jeder. Wie viele Menschen können von sich behaupten, alles richtig gemacht zu haben? Und dann taucht im Hinterkopf auch immer wieder die Frage auf: "Wie wäre mein Leben verlaufen, wenn...?"

    Aber ich freue mich für dich, wenn ich diese Sätze lese. Viel falsch kannst du also nicht gemacht haben ;)

    Ich denke, es ist wirklich schwer, aus dieser Stagnation auszubrechen. Für manche mehr, für manche weniger. Ich bin eher der Typ, der sich in seiner Wohlfühlzone aufhält und versucht, in dieser das Beste daraus zu machen. Ich probiere eher selten etwas wirklich Neues aus. Vor ein paar Jahren war mein Leben noch um einiges eindimensionaler. Dann habe ich mit Sport angefangen. Zuerst zu Hause mit Kraftsport. Dann radfahren, zwei oder drei Jahre später kam laufen hinzu, danach schwimmen. Ich habe dann auch angefangen, auf Konzerte zu gehen. Seitdem ist aber wieder lange Zeit vergangen, in der ich nichts Neues probiert habe. Anfang des Jahres hat sich dann auch eine berufliche Änderung ergeben, indem ich die Abteilung innerhalb der Firma gewechselt habe. Mit dem schönen Nebeneffekt, ein bisschen mehr zu verdienen und bessere Aufstiegsmöglichkeiten zu haben

    Das ist kaum zu glauben, wenn ich mir deine Beiträge durchlese. :) Immer wieder interessant. Die Nostalgie, die in jedem Satz zu spüren ist, greift auch auf mich über. Wenn du es schaffst, Emotionen in anderen Personen auszulösen, wärst du bestimmt ein guter Autor geworden. ;) Ich freue mich jetzt schon auf "18 Jahre", "25 Jahre", "50 Jahre - Das halbe Jahrhundert ist geschafft" oder was sonst noch so kommen mag
     
  3. MajinKay

    MajinKay Revelation 6:4

    Registriert seit:
    24. März 2002
    Beiträge:
    2.589
    Zustimmungen:
    6
    Und das freut mich überaus. :-D

    Vielleicht werde ich langsam ein wenig arg berechenbar was diese Postings betrifft, aber 3 Threads in 4 1/2 Jahren sind OK, denke ich. ^^

    Stimmt.

    Mittlerweile bin ich ins Reine mit mir gekommen, was all das Hadern in der Vergangenheit betrifft. "Die Entscheidungen, die wir treffen, diktieren die Leben, die wir führen." Ich stehe mittlerweile zu all den Entscheidungen, die ich getroffen habe, egal wie kurzsichtig oder verblendet sie in damals auch gewesen sein mochten... Denn letztendlich haben sie mich zu dem gemacht, der ich heute bin. Retrospektive betrachtet ist es aber nur ein wenig lachhaft, sich eingestehen zu müssen, praktisch IMMER die komplizierte Route gewählt zu haben. ^^°

    Freut mich zu hören, dass es bei dir in der Hinsicht auch bergauf geht. :)
    Bei mir war es eher das Gegenteil. Für mich war Stagnation immer etwas schlimmes. Seit ich mit 18 von zuhause ausgezogen war, bedeutete mein eigenständiges Leben für mich ein Abenteuer, bei dem ein Highlight das nächste ablöste. Erst war es die neue Umgebung und die neuen Menschen, dann die neuen Herausforderungen im Studium. Später kamen die ganzen kleineren "Projekte" sowie Nebenjobs zusammen... diverse Funktionen, die ich nebenbei ausübte und auch der Sport, der erst recht spät, aber dafür umso intensiver (American Football) dazukam. Meine frühen Zwanziger waren ein ziemlicher Adrenalin-Rush, in denen ich mich in so viele neue Dinge stürzte, weil ich einfach diese Energie benötigte. Doch irgendwann war die Batterie leer und mein Lebensstil der Extreme ließ mich in ein Loch fallen, aus dem ich nur sehr langsam herauskam - einfach, weil ich nie gelernt hatte mit Stagnation umzugehen.

    Ich denke, es ist in der Hinsicht eine Frage der Perspektive. Für mich war das Schreiben stets etwas Natürliches gewesen, das nicht wirklich viel Arbeit von mir verlangte. Im Sinne, dass ich mich an einen Abend oder Nachmittag mal für 2-3 Stunden dazugesessen habe, dementsprechend meine 2k-3k Wörter runtergetippt habe, nach einer kurzen Pause mir alles nochmal durchgelesen habe und es umgehend ins Forum gestellt habe. Beiträge im RPG waren sogar noch schneller erledigt, da sie meist kürzer waren und ich sie praktisch im Reply-Fenster geschrieben habe und nicht extra in Word.

    Mit dieser Leichtigkeit war es nicht so ein großes Problem, in der Woche einiges an Output zu produzieren, doch diese Leichtigkeit war summa summarum mit der ganzen Übung verbunden, die ich damals hatte. Mindestens einmal in der Woche ein neuer Teil für eine meiner FFs und mindestens jeden zweiten (realistisch auch mehrmals täglich, je nach Aktivität der anderen) Tag ein Posting im RPG. Das ist eine Routine, die vieles natürlich so viel einfacher macht. Genau diese Routine habe ich schon seit Jahren nicht mehr und dementsprechend schwierig wird es für mich, Dinge so zu schreiben, wie ich sie für passend erachte. Der Beitrag von mir war die Arbeit von etwa 2 Wochen, bis ich ihn schlussendlich gepostet habe. 2 Wochen verglichen zu 2 Stunden. Und das macht eben den Hauptunterschied. ^^°

    50 Jahre? :-D Das wäre extrem awesome, aber ich will da doch einmal realistisch bleiben. :)
    Ich bin nach wie vor erstaunt, dass es das ADB immer noch gibt. Klar, mittlerweile bedarf es vermutlich kaum noch Wartung mehr, aber dennoch... Bei der Geschwindigkeit, in der heutzutage Medien und Plattformen aufkommen und wieder eingestellt werden ist es schon eine extreme Leistung, dass dieses Board seit dem Jahr 2000 durchgehend betrieben wird. Und es immer noch User gibt, die darauf posten. ^^ In der Hinsicht also wohl erstmal ein dickes Lob an Mb, der nicht so einfach in den letzten Jahren den Stecker gezogen hat.

    Aber wie lange wird dieser Status Quo noch aufrecht erhalten werden können? Ich weiß es nicht. Ein 20-jähriges Jubiläum sollte mittlerweile wohl noch drinnen sein, hoffe ich. Am besten eine große, digitale Feier, in der mittels Rund-E-Mail an alle registrierten User aufgerufen wird, sich am 20. Jahrestag zu einer Art Digitalem Klassentreffen hier wieder einzufinden. :-D
    Aber realistisch betrachtet? Ich schließ da keine Wetten ab. Ich weiß nur, dass mich ohnehin zu regelmäßigen Zeiten eine gewisse nostalgische Stimmung überkommt, die mich letztendlich auch wieder zurückführt, meist mit einem neuen Beitrag im Gepäck. Aber wie lange das Spiel noch geht? Die Zeit wird es zeigen.
     
  4. Squall Shinomori

    Squall Shinomori Estrella Negra

    Registriert seit:
    19. November 2000
    Beiträge:
    5.186
    Zustimmungen:
    0
    Hi Kay,
    du scheinst anscheinend immer zu ähnlichen Zeiten wie ich Nostalgieanfälle zu bekommen.
    Tatsächlich schau ich auch immer wieder mal hier rein. Das letzte mal Februar 2017 und auch da war schon ein Post von dir da.^^
    Kann man dich außerhalb des Forums eigentlich irgendwo erreichen? Ich hätte Interesse mal wieder etwas Kontakt zu manchen Leuten aufzubauen.
    VG :)
     

Diese Seite empfehlen